Kronenwucherblume (Glebionis coronaria, (L.) Cass. ex Spach 1841)

Kronenwucherblume (Glebionis coronaria) ist eine einjährige krautige Pflanze der Korbblütler (Asteraceae), die aus dem Mittelmeerraum von Portugal bis in den Nahen Osten stammt. In Ostasien wird sie seit Jahrhunderten als Shungiku kultiviert; ihre aromatischen Blätter werden roh oder gegart gegessen. In Europa dient sie vor allem als einjährige Beetblume mit gelben oder zweifarbigen Blütenkörben an aufrechten, verzweigten Stängeln.

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Wissenschaftlicher NameGlebionis coronaria
GattungGlebionis
OrdnungAsterales

Kronenwucherblume, Salatchrysantheme, Speisechrysantheme, Garland-Chrysantheme, Shungiku und Crown daisy

Identität
Toxizität
Ungiftig : Menschen, darunter Kinder · Vorsicht : Katzen, Hunde, Pferde und Tiere
Pflegeaufwand
Niedrig
Pflanzenart
Einjährige Blume · Kräuterartiges Gartengemüse
Blattart
Laubabwerfend
Lebensdauer
Einjährig
Herkunft
FrankreichSpanienItalienGriechenlandIsraelMarokko
Lebensraum
Brachen, Schuttplätze, Wegränder und Äcker, besonders sonnige Kalkböden in gemäßigtem bis mediterranem Klima
Jahresverlauf
Blütezeit
FrühlingSommer
Erntezeit
FrühlingHerbst
Wachstum
Ruhephase
Keine Ruhephase
Wuchsgeschwindigkeit
8/10
Reifezeit
Junge Triebe 30 bis 40 Tage nach Aussaat und vor der Blüte erntbar
Vermehrung
Aussaat
Klima & Wasser
Temperatur
Windverträglichkeit
Stängel eher brüchig, bei niedrigem dichtem Anbau wenig problematisch
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Nein
Boden
Boden-pH-Wert
Bodenarten
Kalkhaltiger Boden, Entwässerter Boden
Salzhaltiger Boden
Wird nicht vertragen
Licht & Standort
Lichtverhältnisse

Volle Sonne

In die volle Sonne mit intensivem direktem Licht den ganzen Tag stellen.

Vorzugsweise volle Sonne
Außenbereich
Beet in voller Sonne, Gemüsegarten
Erscheinungsbild
Höhe20–120 cmBreite10–50 cm
Blätter
Grün
Kronenwucherblume (Glebionis coronaria): Herkunft und Verwendung — blätter 1
Kronenwucherblume (Glebionis coronaria): Herkunft und Verwendung — blätter 2
Kronenwucherblume (Glebionis coronaria): Herkunft und Verwendung — blätter 3
Kronenwucherblume (Glebionis coronaria): Herkunft und Verwendung — blätter 4
Kronenwucherblume (Glebionis coronaria): Herkunft und Verwendung — blätter 5
Blüten
GelbWeißCremeGröße3–6 cm
Kronenwucherblume (Glebionis coronaria): Herkunft und Verwendung — blüten 1
Kronenwucherblume (Glebionis coronaria): Herkunft und Verwendung — blüten 2
Kronenwucherblume (Glebionis coronaria): Herkunft und Verwendung — blüten 3
Kronenwucherblume (Glebionis coronaria): Herkunft und Verwendung — blüten 4
Kronenwucherblume (Glebionis coronaria): Herkunft und Verwendung — blüten 5
Früchte
Braun
Kronenwucherblume (Glebionis coronaria): Herkunft und Verwendung — früchte 1
Kronenwucherblume (Glebionis coronaria): Herkunft und Verwendung — früchte 2
Kronenwucherblume (Glebionis coronaria): Herkunft und Verwendung — früchte 3
Kronenwucherblume (Glebionis coronaria): Herkunft und Verwendung — früchte 4
Kronenwucherblume (Glebionis coronaria): Herkunft und Verwendung — früchte 5
Wuchsform
Kronenwucherblume (Glebionis coronaria): Herkunft und Verwendung — wuchsform 1
Kronenwucherblume (Glebionis coronaria): Herkunft und Verwendung — wuchsform 2
Kronenwucherblume (Glebionis coronaria): Herkunft und Verwendung — wuchsform 3
Kronenwucherblume (Glebionis coronaria): Herkunft und Verwendung — wuchsform 4
Kronenwucherblume (Glebionis coronaria): Herkunft und Verwendung — wuchsform 5
Rinde
Grün
Kronenwucherblume (Glebionis coronaria): Herkunft und Verwendung — rinde 1
Kronenwucherblume (Glebionis coronaria): Herkunft und Verwendung — rinde 2
Kronenwucherblume (Glebionis coronaria): Herkunft und Verwendung — rinde 3
Kronenwucherblume (Glebionis coronaria): Herkunft und Verwendung — rinde 4
Kronenwucherblume (Glebionis coronaria): Herkunft und Verwendung — rinde 5

Weltweite Verbreitung

Das natürliche Areal von Glebionis coronaria umfasst den Mittelmeerraum von Portugal und Spanien bis Kleinasien, in den Nahen Osten und den Maghreb. Während der Song-Dynastie nach China eingeführt, wird die Art heute in weiten Teilen Ostasiens kultiviert und ist dort eingebürgert. Sie ist dort vor allem als Blattgemüse bekannt.

  • Heimisch6
  • Eingeführt1
  • Europäisches Frankreich
  • Spanien
  • Italien
  • Griechenland
  • Israel
  • Marokko
  • Vereinigte Staaten (Neuengland)

Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1

Identität

Kronenwucherblume (Glebionis coronaria (L.) Cass. ex Spach, 1841), auch Salatchrysantheme, ist eine einjährige krautige Pflanze der Korbblütler (Asteraceae). Linné beschrieb sie 1753 als Chrysanthemum coronarium. Alexandre de Cassini ordnete sie Glebionis zu; Édouard Spach veröffentlichte diese heute von POWO akzeptierte Kombination 1841. 1 9

Das Artepitheton coronaria kommt vom lateinischen corona, Krone. Die Zungenblüten um die gelbe Mitte erinnern an Kronenstrahlen; außerdem wurden aus den Blüten lange Zeit Girlanden geflochten. Der japanische Name Shungiku, Frühlingschrysantheme, bezeichnet dieselbe, in Ostasien als Blattgemüse angebaute Pflanze. 9

Erkennung

Mit aufrechtem, kahlem und verzweigtem Stängel bildet Glebionis coronaria je nach Kulturbedingungen einen buschigen Bestand von 20 bis 120 cm Höhe. Die wechselständigen Blätter haben keinen deutlichen Stiel und sind tief in schmale Abschnitte geteilt, botanisch doppelt fiederteilig. Zerrieben riechen sie kräftig. 8 3

Einzeln stehende Blütenkörbe erreichen 3 bis 6 cm Durchmesser. Um die gelben Röhrenblüten stehen je nach Varietät ganz gelbe oder weiße, an der Basis gelbe Zungenblüten. Nach der Blüte entstehen 2 bis 3 mm lange Achänen; am Korbrand sind sie geflügelt und ohne Pappus, wodurch sie sich deutlich von den Früchten der Korbmitte unterscheiden. 2 11

Für die Unterscheidung im Garten ist das Laub am zuverlässigsten: Eine unter 6 mm breite Blattachse und obere Blätter, die den Stängel nicht umfassen, kennzeichnen Glebionis coronaria. Bei der nah verwandten Glebionis segetum ist die Blattachse breiter. 4

Nützliche Taxonomie

POWO akzeptiert den Namen Glebionis coronaria (L.) Cass. ex Spach. In älterer Gartenliteratur finden sich weiterhin das Basionym und fünf Synonyme:

  • Chrysanthemum coronarium L., 1753 (Basionym)
  • Pinardia coronaria (L.) Less., 1832
  • Matricaria coronaria (L.) Desr., 1791
  • Chamaemelum coronarium (L.) E.H.L.Krause, 1905
  • Xantophtalmum coronarium (L.) P.D.Sell, 2006
  • Chrysanthemum coronarium var. discolor d’Urv., 1822

In Saatgutkatalogen und Gartenbüchern vor der Umstellung auf Glebionis überwiegt noch Chrysanthemum coronarium, auch beim als Shungiku verkauften Gemüse. Dieser Name bedeutet keine Fehlbestimmung: POWO erkennt ihn als gültiges homotypisches Synonym an. Für Literaturrecherchen bleibt Glebionis coronaria der beständige Bezugspunkt. 1

Lebensraum und Verbreitung

Vom westlichen Mittelmeerraum mit Portugal und Spanien reicht das Naturareal bis Kleinasien, in den Nahen Osten und den Maghreb. Dort besiedelt die Art Brachen, Schuttplätze, Wegränder und Äcker, besonders sonnige Kalkböden. Der angegebene pH-Bereich von 6 bis 7,5 entspricht ihrer dokumentierten Vorliebe für gestörte kalkreiche Standorte. 1 7

In Frankreich wächst die Art spontan an der Mittelmeerküste, auf Korsika sowie in mehreren südlichen und westlichen Départements. Sie wird im französischen Naturinventar INPN geführt. 6

Bereits während der Song-Dynastie zwischen 960 und 1279 wurde die Art nach China eingeführt. Heute ist sie in Ostasien weit verbreitet in Kultur und eingebürgert, vor allem als Blattgemüse. Anderswo außerhalb des Naturareals erscheint sie meist gelegentlich als Gartenflüchtling, beispielsweise in Neuengland in den Vereinigten Staaten. 9 3

Lebenszyklus und Vermehrung

Für die Aussaat eignen sich März bis Mai oder, bei mildem Klima, der Spätsommer für die Herbsternte. Bei etwa 18 bis 20 °C keimen die Samen in 5 bis 10 Tagen. Zunächst entsteht eine Rosette geteilter Blätter, bevor sich der Stängel streckt. 8

Je nach Klima und Saattermin reicht die Blüte von April bis September. Verblühte Körbe bilden geflügelte Achänen ohne Pappus, die überwiegend nahe der Mutterpflanze zu Boden fallen. Sie werden weniger weit vom Wind verweht, was die oft dichten Kolonien auf gestörten Flächen erklärt. 7 11

Im Anbau erfolgt die Vermehrung ausschließlich durch Aussaat; Stecklinge und Teilung eignen sich für diese Einjährige mit einem vollständigen Zyklus von 8 bis 12 Wochen nicht. Folgesaaten alle drei bis vier Wochen sichern fortlaufend junge Blätter, bevor Blüte und Bitterkeit einsetzen. 8

Frost beendet den Lebenszyklus der Pflanze. Der angegebene Temperaturbereich von −5 bis 35 °C erklärt, warum Frühjahr und Spätsommer für die Aussaat bevorzugt werden und nicht der Winter.

Nutzen und Risiken

Seit der Song-Dynastie wird die Art in Ostasien kultiviert, wo die kulinarische Nutzung überwiegt. Junge Blätter und zarte Stängel werden roh im Salat, gedämpft, im Wok oder im Feuertopf gegessen. Die Namen lauten Shungiku in Japan, Tong Ho in China und Ssukgat in Korea. Garen mildert das kräftige Aroma roher Blätter. In Europa überwiegt die Nutzung als einjährige Zierblume in Beeten und Einfassungen. 9 3

Die ASPCA mahnt bei Chrysanthemum im weiteren Sinn und dieser nahen Verwandten für Katzen, Hunde und Pferde zur Vorsicht. Pyrethrine und Sesquiterpenlactone können bei empfindlichen Tieren Erbrechen, Durchfall, starken Speichelfluss und Kontaktdermatitis auslösen. Diese Vorsicht betrifft nicht den üblichen menschlichen Verzehr des gegarten Gemüses. 5

Nach Beginn der Blüte geerntete Blätter schmecken deutlich bitterer. Regelmäßiges Schneiden junger Triebe vor dem Blühen liefert mildere und bekömmlichere Blätter. 8

Sorten, Verwechslungen und verwandte Pflanzen

An der Farbe der Zungenblüten werden zwei botanische Varietäten unterschieden: var. coronaria mit ganz gelben und var. discolor mit weißen Zungen und gelber Basis. Letztere wird teils als eigene Art Glebionis discolor behandelt. Im japanischen Gemüsebau gibt es großblättrige (Ō-ba), mildere und kleinblättrige (Ko-ba), stärker geteilte und aromatischere Gruppen. Die RHS führt die Ziersorte Primrose Gem mit cremegelben Blütenkörben. 2

Häufig verwechselt wird die Art mit Glebionis segetum. Deren Blattachse ist breiter als 6 mm, die oberen Blätter umfassen den Stängel. Glebionis coronaria besitzt dagegen eine schmale Achse und nicht stängelumfassende Blätter. 4

Auch von der Garten-Chrysantheme, Chrysanthemum × morifolium, ist die Kronenwucherblume zu unterscheiden. Sie gehören verschiedenen Gattungen an und blühen trotz ähnlicher Trivialnamen zu verschiedenen Zeiten: die Kronenwucherblume von April bis September, die Garten-Chrysantheme vor allem im Herbst. Für Letztere gibt es keine übliche kulinarische Nutzung.

Hauptquellen

Häufig gestellte Fragen

Ist die Kronenwucherblume essbar?

Ja. Junge Blätter und zarte Stängel werden roh im Salat oder gedämpft, im Wok und im Feuertopf gegessen. In Japan heißt das Gemüse Shungiku, in China Tong Ho und in Korea Ssukgat.

Ist die Kronenwucherblume für Katzen und Hunde giftig?

Die ASPCA mahnt bei Chrysanthemum im weiteren Sinn, einschließlich dieser nahen Verwandten, für Katzen, Hunde und Pferde zur Vorsicht. Pyrethrine und Sesquiterpenlactone können Erbrechen und Kontaktdermatitis auslösen.

Wie unterscheidet man Glebionis coronaria von Glebionis segetum?

Am zuverlässigsten ist die Blattachse. Bei Glebionis coronaria ist sie schmaler als 6 mm und die oberen Blätter umfassen den Stängel nicht. Glebionis segetum hat eine breitere Blattachse und stängelumfassende obere Blätter.

Warum werden spät geerntete Blätter bitter?

Nach Beginn der Blüte nimmt die Bitterkeit deutlich zu. Regelmäßiges Ernten junger Triebe vor dem Blühbeginn ergibt milderes Laub.

Was bedeutet Shungiku?

Der japanische Name bedeutet Frühlingschrysantheme. Er verweist auf die bevorzugte Erntezeit dieses ostasiatischen Gemüses und nicht auf dessen Taxonomie.

Breitet sich die Kronenwucherblume invasiv aus?

In Frankreich wird sie nicht als invasiv angesehen, da sie zur heimischen Mittelmeerflora gehört. Anderswo tritt sie vor allem gelegentlich als Gartenflüchtling auf, etwa in Neuengland in den Vereinigten Staaten.

Wann sät man die Kronenwucherblume?

Direktsaat ist von März bis Mai möglich, in milden Klimaten auch im Spätsommer für eine Herbsternte. Bei etwa 18 bis 20 °C keimen die Samen in 5 bis 10 Tagen.

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