Purpur-Prunkwinde (Ipomoea purpurea, (L.) Roth)

Purpur-Prunkwinde (Ipomoea purpurea) ist eine sehr schnell wachsende einjährige Kletterpflanze der Windengewächse (Convolvulaceae). Ihre bläulich purpurfarbenen Trichterblüten eignen sich für einen sommerlichen Blütenschirm am Spalier. Die Samen und ihre Neigung zur Selbstaussaat erfordern jedoch Umsicht.

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Wissenschaftlicher NameIpomoea purpurea
GattungIpomoea
OrdnungSolanales

Purpur-Prunkwinde, Morning glory und Common morning glory

Identität
Toxizität
Vorsicht : Menschen, darunter Kinder · Giftig : Katzen, Hunde und Pferde
Pflegeaufwand
Mäßig
Pflanzenart
Jährlich · Kletterpflanze · Pflanze für draußen · Kübelpflanze · Zierpflanze · Giftige Pflanze · Pflanze für Bestäuber
Blattart
Laubabwerfend
Lebensdauer
Einjährig
Lebensraum
Einjährige Schlingpflanze auf Kulturland, Brachen, an Zäunen und in Gärten; sommerlicher Sichtschutz
Jahresverlauf
Blütezeit
SommerHerbst
Wachstum
Ruhephase
Winterruhe
Vermehrung
Aussaat
Klima & Wasser
Winterhärte
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Nein
Boden
Bodenarten
Entwässerter Boden, Gewöhnlicher Boden, Reicher Boden
Licht & Standort
Lichtverhältnisse

Volle Sonne

Außenbereich
Gitterwerk, Bordüre am Fuß einer Mauer, Gartenbeet
Pflanzgefäße
Großes Becken
Erscheinungsbild
Höhe150–400 cmBreite50–180 cm
Blätter
Grün
Purpur-Prunkwinde (Ipomoea purpurea): Herkunft und Verwendung — blätter 1
Purpur-Prunkwinde (Ipomoea purpurea): Herkunft und Verwendung — blätter 2
Purpur-Prunkwinde (Ipomoea purpurea): Herkunft und Verwendung — blätter 3
Purpur-Prunkwinde (Ipomoea purpurea): Herkunft und Verwendung — blätter 4
Purpur-Prunkwinde (Ipomoea purpurea): Herkunft und Verwendung — blätter 5
Blüten
BlauViolettRosaWeiß
Purpur-Prunkwinde (Ipomoea purpurea): Herkunft und Verwendung — blüten 1
Purpur-Prunkwinde (Ipomoea purpurea): Herkunft und Verwendung — blüten 2
Purpur-Prunkwinde (Ipomoea purpurea): Herkunft und Verwendung — blüten 3
Purpur-Prunkwinde (Ipomoea purpurea): Herkunft und Verwendung — blüten 4
Purpur-Prunkwinde (Ipomoea purpurea): Herkunft und Verwendung — blüten 5
Früchte
Purpur-Prunkwinde (Ipomoea purpurea): Herkunft und Verwendung — früchte 1
Purpur-Prunkwinde (Ipomoea purpurea): Herkunft und Verwendung — früchte 2
Purpur-Prunkwinde (Ipomoea purpurea): Herkunft und Verwendung — früchte 3
Purpur-Prunkwinde (Ipomoea purpurea): Herkunft und Verwendung — früchte 4
Purpur-Prunkwinde (Ipomoea purpurea): Herkunft und Verwendung — früchte 5
Wuchsform
Purpur-Prunkwinde (Ipomoea purpurea): Herkunft und Verwendung — wuchsform 1
Purpur-Prunkwinde (Ipomoea purpurea): Herkunft und Verwendung — wuchsform 2
Purpur-Prunkwinde (Ipomoea purpurea): Herkunft und Verwendung — wuchsform 3
Purpur-Prunkwinde (Ipomoea purpurea): Herkunft und Verwendung — wuchsform 4
Purpur-Prunkwinde (Ipomoea purpurea): Herkunft und Verwendung — wuchsform 5
Rinde
Purpur-Prunkwinde (Ipomoea purpurea): Herkunft und Verwendung — rinde 1
Purpur-Prunkwinde (Ipomoea purpurea): Herkunft und Verwendung — rinde 2
Purpur-Prunkwinde (Ipomoea purpurea): Herkunft und Verwendung — rinde 3
Purpur-Prunkwinde (Ipomoea purpurea): Herkunft und Verwendung — rinde 4
Purpur-Prunkwinde (Ipomoea purpurea): Herkunft und Verwendung — rinde 5

Identität

Purpur-Prunkwinde (Ipomoea purpurea (L.) Roth) ist eine einjährige Kletterpflanze der Windengewächse (Convolvulaceae). Ihre bläulich purpurfarbenen Blüten machen sie zu einer raschen sommerlichen Begrünung für Rankhilfen. 1 2 8

Bei POWO ist die Art anerkannt und im tropischen und subtropischen Amerika heimisch. NC State beschreibt sie als eingebürgert, unter teils verwirrenden Namen verkauft und stark zur Selbstaussaat neigend. 2 5

Von Ipomoea tricolor muss sie unterschieden werden. Beide wachsen an Rankhilfen, doch I. tricolor steht für blaue Blüten, während I. purpurea blauviolette bis purpurfarbene Töne liefert. 8 6

Geländer, Maschendraht oder Spaliere lassen sich mit ihr innerhalb einer Saison schnell bedecken. So entsteht ein sommerlicher Vorhang, der mit der Kälte wieder verschwindet; die Pflanze bildet keine dauerhafte Begrünung. 8 5

Erkennung

Zum Klettern nutzt die Pflanze windende Stängel. Grüne herzförmige Blätter sitzen an langen Blattstielen. Die Trichterblüten öffnen sich morgens und welken im Tagesverlauf. 5 6

Je nach Sorte reicht die Blütenfarbe von Blauviolett über Violett und Rosa bis zu Purpurrot oder Weiß. Bläulich purpurfarben beschreibt die Palette deshalb besser als ein reines Blau. 8 5

Auch das Wuchsverhalten hilft beim Erkennen. Eine gesunde Purpur-Prunkwinde sucht sofort Halt, bildet rasch viel Pflanzenmasse und setzt Kapseln mit harten Samen an. Diese Samen verlangen die größte Vorsicht. 5

Zwischen Arten und Sorten der Prunkwinden kommt es im Gartenbau häufig zu Verwechslungen. Der genaue Name hilft, Giftigkeit, Wuchskraft, Blütenfarbe und das Risiko spontaner Aussaat einzuschätzen. 2 6

In einer blauen Pflanzenauswahl bietet sie vor allem Farbnuancen. Purpur, Violett und Blau verbinden sich zu einem dunkleren Blütenschirm als bei hellblauen Prunkwinden; ein besonders reines Blau ist nicht ihr Kennzeichen. 8 6

Nützliche Taxonomie

Als akzeptierter Artname gilt Ipomoea purpurea (L.) Roth. Wikidata, POWO und World Flora Online ordnen die Art unter diesem botanischen Namen ein. 1 2 3

Wie viele windende Pflanzen mit Trichterblüten gehört sie zu den Convolvulaceae. Die Familienähnlichkeit ist stark; dennoch müssen I. purpurea, I. tricolor, I. nil und falsch beschriftete Gartenformen auf Artebene unterschieden werden. 4 5

Sorten wie 'Grandpa Ott’s', 'Star of Yelta' und 'Milky Way' erklären die Farbunterschiede. Gemeinsam bleiben ihnen der einjährige Wuchs bei Wärme, der Bedarf an einer Stütze und Samen, die außer Reichweite gehören. 6 5

Als blaublühende Kletterpflanze für eine Saison ist sie nützlich. Zum Blütenschirm gehört jedoch auch ein sorgfältiger Umgang mit den Samen, dessen Bedeutung angesichts der Blüten leicht übersehen wird. 8

Kultur

Bei der Aussaat entscheidet die Vorbehandlung: Harte Samen keimen nach Einweichen oder leichtem Anritzen besser. Danach brauchen die Jungpflanzen einen warmen Platz; erst wenn die Nächte das Wachstum nicht mehr bremsen, können sie ausgepflanzt werden. 5 8

Nach der Blüte ist ebenfalls Planung nötig. Ausgereifte Samen können gute Sämlinge ergeben, bringen aber auch Giftigkeit und unerwünschte Jungpflanzen mit sich. In kleinen Gärten ist es oft leichter, Kapseln abzuschneiden, als im nächsten Jahr Sämlinge auszusortieren. 5 7

Erforderlich sind volle Sonne, eine früh verfügbare Rankhilfe und durchlässiger Boden. Die Art verträgt unterschiedliche Böden, doch ein zu kleiner Topf trocknet angesichts des starken Wachstums schnell aus. Im Beet kommt die Pflanze nach dem Anwachsen selbstständiger zurecht. 5

Fehlt eine Stütze, breiten sich die Triebe aus und verheddern sich in Nachbarpflanzen. Am Spalier bilden sie dagegen einen vorübergehenden Sichtschutz für Maschendraht, Sommergeländer oder den Balkonhintergrund. Die Stütze sollte von Beginn des Kletterns an bereitstehen. 8

Ein kontrollierter Samenansatz verhindert unerwünschte Aussaat und die Aufnahme von Samen. In Familiengärten können die Kapseln vor der Reife entfernt oder die Pflanzen außerhalb von Spielflächen und Tierwegen gesetzt werden. 5

Verwendung

Der wichtigste Nutzen ist ein schnell wachsender Sommersichtschutz. Binnen weniger Wochen überzieht die Art leichte Rankhilfen und sorgt für Farbe sowie einen optisch abschirmenden Blätterschirm. 8 5

Saisonale Gärten, vorübergehende Zäune und sonnige Balkone passen zu ihr, sofern eine jährliche Neupflanzung erwünscht ist. Die Einjährigkeit begrenzt die Nutzungsdauer, erspart aber aufwendigen Gehölzschnitt und verholzende Gerüste. 8

Am besten wirkt eine schmale, hohe und bereits aufgestellte Rankhilfe. Maschendraht, senkrechte Drähte oder ein schmales Spalier geben dem Wuchs eine klare Form. Zu niedrige Stützen führen dagegen schnell zu einem verworrenen Pflanzenknäuel. 8 5

Die bläulich purpurfarbene Palette lässt sich mit hellem Laub, weißen Schmuckkörbchen, blauem Salbei und feinen Gräsern verbinden. Der üppige Wuchs wirkt natürlicher, wenn er Platz erhält, statt in eine sehr strenge Form gezwungen zu werden. 6

Wenig geeignet ist ein Platz am Gemüsebeet, an dem Samen verwechselt werden könnten, oder ein Hof, in dem Hunde Kapseln zerkauen. Zu den schönen Morgenblüten gehört ein verlässlicher Umgang mit den Samen. 5

Giftigkeit

NC State nennt für Menschen eine geringe Giftwirkung, kennzeichnet die Pflanze aber zugleich als problematisch für Katzen, Hunde und Pferde. Die genannten Beschwerden betreffen vor allem die Samen: Erbrechen und nach großen Mengen mögliche Halluzinationen. 5

In Haushalten mit Kindern oder Tieren müssen Samen und Kapseln unerreichbar bleiben. Von eigenmächtiger medizinischer Verwendung oder einer Nutzung als Rauschmittel ist abzusehen. 5 6

Auch Samentüten müssen sicher verstaut werden, wie andere Gartenprodukte und nicht wie essbare Samen. Die Pflanze ist eine rasch wachsende, schöne Zierpflanze; ihre Samen eignen sich nicht zum Spielen. 5

Unter diesen Vorsichtsmaßnahmen behält die Art ihren Wert als attraktive, schnelle und nützliche einjährige Kletterpflanze. Sie ist als nicht essbare Zierpflanze zu kultivieren. 8

Hauptquellen

Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.