Echter Jasmin (Jasminum officinale, L.)

Echter Jasmin (Jasminum officinale L.) ist eine biegsame, duftende Kletterpflanze der Oleaceae mit einem weiten Herkunftsgebiet von der Türkei bis nach Asien. Seine weißen Blüten entfalten sich zuverlässiger an einem hellen Rankgitter als im Schatten. Nach den herangezogenen gärtnerischen Quellen ist er für Hunde und Katzen ungiftig.

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Wissenschaftlicher NameJasminum officinale
GattungJasminum
OrdnungLamiales

Echter Jasmin, Weißer Jasmin, Gewöhnlicher Jasmin und Common jasmine

Identität
Toxizität
Vorsicht : Menschen, darunter Kinder · Ungiftig : Katzen, Hunde und Pferde
Pflegeaufwand
Mäßig
Pflanzenart
Kletterpflanze · Pflanze für draußen · Kübelpflanze · Zierpflanze · Pflanze für Bestäuber
Blattart
Laubabwerfend
Lebensdauer
Mehrjährig
Lebensraum
Holzige Kletterpflanze milder Klimate; an Rankgittern, Pergolen, geschützten Balkonen und in hellen Kalthäusern
Jahresverlauf
Blütezeit
SommerHerbst
Wachstum
Ruhephase
Winterruhe
Vermehrung
Steckling, Abmoosen
Klima & Wasser
Winterhärte
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Ja
Boden
Bodenarten
Entwässerter Boden, Feuchter Boden, Humusreicher Boden
Licht & Standort
Lichtverhältnisse

Volle Sonne

Außenbereich
Gitterwerk, Bordüre am Fuß einer Mauer, Geschützter Garten
Pflanzgefäße
Großes Becken
Erscheinungsbild
Höhe150–900 cmBreite100–450 cm
Blätter
GrünGelb
Echter Jasmin (Jasminum officinale): Herkunft und Verwendung — blätter 1
Echter Jasmin (Jasminum officinale): Herkunft und Verwendung — blätter 2
Echter Jasmin (Jasminum officinale): Herkunft und Verwendung — blätter 3
Echter Jasmin (Jasminum officinale): Herkunft und Verwendung — blätter 4
Echter Jasmin (Jasminum officinale): Herkunft und Verwendung — blätter 5
Blüten
WeißRosa
Echter Jasmin (Jasminum officinale): Herkunft und Verwendung — blüten 1
Echter Jasmin (Jasminum officinale): Herkunft und Verwendung — blüten 2
Echter Jasmin (Jasminum officinale): Herkunft und Verwendung — blüten 3
Echter Jasmin (Jasminum officinale): Herkunft und Verwendung — blüten 4
Echter Jasmin (Jasminum officinale): Herkunft und Verwendung — blüten 5
Früchte
Echter Jasmin (Jasminum officinale): Herkunft und Verwendung — früchte 1
Echter Jasmin (Jasminum officinale): Herkunft und Verwendung — früchte 2
Echter Jasmin (Jasminum officinale): Herkunft und Verwendung — früchte 3
Echter Jasmin (Jasminum officinale): Herkunft und Verwendung — früchte 4
Echter Jasmin (Jasminum officinale): Herkunft und Verwendung — früchte 5
Wuchsform
Echter Jasmin (Jasminum officinale): Herkunft und Verwendung — wuchsform 1
Echter Jasmin (Jasminum officinale): Herkunft und Verwendung — wuchsform 2
Echter Jasmin (Jasminum officinale): Herkunft und Verwendung — wuchsform 3
Echter Jasmin (Jasminum officinale): Herkunft und Verwendung — wuchsform 4
Echter Jasmin (Jasminum officinale): Herkunft und Verwendung — wuchsform 5
Rinde
Echter Jasmin (Jasminum officinale): Herkunft und Verwendung — rinde 1
Echter Jasmin (Jasminum officinale): Herkunft und Verwendung — rinde 2
Echter Jasmin (Jasminum officinale): Herkunft und Verwendung — rinde 3
Echter Jasmin (Jasminum officinale): Herkunft und Verwendung — rinde 4
Echter Jasmin (Jasminum officinale): Herkunft und Verwendung — rinde 5

Identität

Echter Jasmin (Jasminum officinale L.) ist eine Kletterpflanze aus der Familie der Oleaceae. Mit weißen Blüten, Duft und biegsamen Trieben bringt er Höhe und Leichtigkeit an Geländer und Rankgitter. 1 2 8

NC State beschreibt den Gewöhnlichen Jasmin als ausdauernde Kletterpflanze, die je nach Klima auch immergrün bis halbimmergrün sein kann. Ihr Herkunftsgebiet reicht von der Türkei über Iran und Nordindien bis nach Zentralchina. 5

Für Balkon und Rankgitter eignet sich dieser Jasmin besonders an hellen Plätzen. Er blüht und duftet, wenn er genügend Licht erhält und seine Triebe geführt werden; ein dunkler Innenraum bietet dafür ungünstige Bedingungen. 8 5

Der Sammelname „Jasmin“ kann leicht irreführen. Auch Trachelospermum jasminoides wird als Sternjasmin angeboten, und mehrere Jasminum-Arten ähneln einander. Der wissenschaftliche Name bezeichnet hier eindeutig Jasminum officinale. 5 4

Erkennung

An den biegsamen, windenden oder anzubindenden Trieben sitzen gegenständige, zusammengesetzte Blätter. Die oft rosafarbenen Knospen öffnen sich zu weißen, sternförmigen Blüten mit einer Kronröhre und intensivem Duft. 5 6

Der Blütenduft bestimmt auch den Standort im Garten. Schon eine Kletterpflanze kann einen Balkon, einen Eingang oder einen hellen Wintergarten prägen; weit entfernt von Wegen kommt dieser Vorzug weniger zur Geltung. 8 5

Über einen längeren Zeitraum erscheinen neue Blüten, mit einem Schwerpunkt vom Sommer bis zum frühen Herbst je nach Klima und Schnitt. Lange Triebe ohne Blüten weisen häufig auf Lichtmangel, eine ungünstige Führung oder einen zu starken Schnitt zur falschen Zeit hin. 7 8

Bei der Bestimmung hilft die Wuchsform auch gegenüber der Gardenie. Beide haben weiße, duftende Blüten, doch Jasmin wächst als zu führende Kletterpflanze; die Gardenie ist ein Topfstrauch mit höheren Ansprüchen an Feuchtigkeit und sauren Boden. 5 8

Nützliche Taxonomie

Als akzeptierte Bezeichnung gilt Jasminum officinale L. Die Einträge bei Wikidata, POWO, WFO und IPNI bestätigen diesen Namen in den herangezogenen taxonomischen Verzeichnissen. 1 2 3

Das Artepitheton officinale verweist auf eine historische Verwendung in Heilkunde oder Kräuterkunde, die auch NC State in der Namenserklärung erwähnt. Daraus folgt keine therapeutische Empfehlung; gärtnerisch steht die duftende Zierpflanze im Vordergrund. 5

Sorten wie ‘Affine’ und ‘Aureovariegatum’ unterscheiden sich vor allem in Blütengröße und Laub. Ihre Grundbedürfnisse bleiben gleich: Rankhilfe, Licht, durchlässiger Boden, gleichmäßige Feuchtigkeit im Wurzelbereich und Schutz vor stärkerer Kälte. 5

Eine genaue Artbestimmung trennt Echten Jasmin, Sternjasmin und Winterjasmin voneinander. Ein gebräuchlicher Name kann Duft erwarten lassen; welcher Pflanze man tatsächlich gegenübersteht, klärt erst der wissenschaftliche Name. 4 6

Kultur

Für den Echten Jasmin eignen sich milde Sonne bis heller Halbschatten, durchlässiger Boden und ein Wurzelballen, der nicht plötzlich austrocknet. Geschützt ausgepflanzt entwickelt er sich meist üppiger als im kleinen Topf auf einer aufgeheizten Steinfläche. 5 8

Eine passende Rankhilfe sollte früh bereitstehen. Geländer, Rankgitter oder stabile Drähte geben den Trieben eine Richtung; ohne Führung verfilzen sie, die Blüten kommen weniger zur Geltung und der Schnitt wird schwieriger. 8

In kalten Klimaten ermöglicht ein großer Kübel die Überwinterung im kühlen Wintergarten oder einem sehr hellen Raum. NC State weist auf die begrenzte Kälteverträglichkeit hin; auch im Innenraum benötigt die Pflanze eine Rankhilfe und regelmäßigen Schnitt. 5

Geschnitten wird nach der Blüte. Ein zu kräftiger Frühjahrsschnitt nimmt einen Teil der möglichen Blüten weg, während ältere, nie ausgelichtete Pflanzen verstrüppen. Ziel des Schnitts ist eine geordnete Führung der Triebe. 7

Verwendung

Als duftende Begrünung am Rankgitter eignet sich die Art für Balkon, leichte Pergola, Geländer, sonnigen Eingang oder eine Ecke im weißen Garten. Ihre weißen Blüten bilden eine lockere, lebendige Vertikale. 8

Im abends genutzten Garten steht sie am besten nahe einem Sitzplatz oder Weg. Dort lässt sich der Duft unmittelbar wahrnehmen; im Hintergrund eines Beetes geht dieser Teil ihrer Wirkung leicht verloren. 5

Mit weißen Clematis, locker wachsenden Rosen, grauem Laub oder duftenden Kübelpflanzen lässt sie sich gut kombinieren. Auf engem Raum gibt ein sorgfältig geführter Jasmin mehr Struktur als eine ungeordnete Ansammlung weiß blühender Pflanzen. 8

Eine duftende Blüte liefert zugleich Hinweise auf die Standortbedingungen: Der Balkon erhält ausreichend Licht, und der Ballen war nicht wiederholt starkem Trockenstress ausgesetzt. Solche Beobachtungen sind hilfreicher als ein starrer Kalender, weil städtische Kleinklimate stark variieren. 5

Für Haushalte mit Tieren ist die Einstufung durch NC State praktisch: Die Art gilt für Hunde und Katzen als ungiftig. Dennoch sollten neugierige Tiere nicht zum Fressen der Pflanze ermuntert werden. 5

Vorsicht

Nach NC State ist Echter Jasmin für Katzen und Hunde ungiftig, was auch für Familiengärten eine günstige Eigenschaft ist. Blätter und Blüten sollten trotzdem nicht gezielt verfüttert werden; das Risiko entspricht aber nicht dem tatsächlich giftiger Pflanzen. 5

Kulturprobleme entstehen vor allem durch starken Frost, trockene Töpfe, Lichtmangel und einen ungünstigen Schnittzeitpunkt. Am falschen Platz bildet die Pflanze schnell viel Grün und wenige Blüten, obwohl sie grundsätzlich gut zu kultivieren ist. 8 7

Ausschlaggebend bleibt deshalb der Standort. Gut platzierter Jasmin bekommt Licht, eine Rankhilfe und ausreichende Feuchtigkeit an den Wurzeln. Ein ungeeigneter Platz führt vorwiegend zu Blattwuchs; besonders auf heißen Balkonen erklärt dies viele Misserfolge besser als die Winterhärte allein. 5 8

Mit ausreichender Rankhilfe und Licht ist Jasminum officinale eine wertvolle weiß blühende Duftpflanze. Seine Triebe schaffen eine lebendige Vertikale und erfüllen damit eine andere gestalterische Aufgabe als ein Beetstrauch. 8 5

Hauptquellen

Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.