Strauß-Narzisse (Narcissus tazetta, )
Die Strauß-Narzisse (Narcissus tazetta) ist eine mehrjährige Zwiebelpflanze aus der Familie der Amaryllidaceae mit mediterraner und asiatischer Herkunft. Ihre duftenden Blüten stehen in Dolden und sind zahlreicher je Schaft als bei Trompetennarzissen. Sie spielt auch im Hanakotoba eine Rolle und ist wie andere Narzissen beim Verschlucken giftig.
WeiterlesenStrauß-Narzisse, Bukett-Narzisse, Mehrblütige Narzisse, Tazette und Polyanthus narcissus






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Taken Apr 16, 2022 by Jim Knopf (cc-by-sa)
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Taken Jan 18, 2021 by Miguel Moreno (cc-by-sa)
Taken Apr 6, 2021 by Dieter Wagner (cc-by-sa)
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Identität
Die Strauß-Narzisse (Narcissus tazetta L.), auch Bukett-Narzisse, Mehrblütige Narzisse oder Tazette, gehört zu den Amaryllidaceae. Ihre duftenden Blüten stehen in Gruppen statt als einzelne Trompetenblüte. In der japanischen Blumensprache Hanakotoba besitzt sie auch kulturelle Bedeutung. 1 8
POWO, WFO, IPNI und Wikidata bestätigen das akzeptierte Binomen. Es grenzt die Art gegenüber Narcissus pseudonarcissus und Narcissus papyraceus ab, zwei verwandten, aber unterschiedlichen Narzissen. 2 3 4
NC State beschreibt diese ausdauernde Zwiebelpflanze mit duftenden Blüten für Sonne bis Halbschatten und durchlässigen Boden. Je nach Form und Bedingungen erreicht sie 40 bis 80 cm Höhe. 5
Als saisonale Blume verbindet die Strauß-Narzisse eine klare Straußform mit Duft und Symbolik. Für ihre kulturelle Bedeutung sind diese sichtbaren Eigenschaften ebenso wichtig wie die genaue Artzugehörigkeit. 8 7
Mit tazetta verbindet sich daher mehr als ein taxonomischer Name: Er steht für gebündelte, duftende Blüten und eine südlicher geprägte Kultur als bei vielen sehr winterharten Gartennarzissen. 5 7
Erkennung
Entscheidend zur Bestimmung ist die Dolde mit mehreren Blüten je Schaft, meist weiß mit gelber oder orangefarbener Nebenkrone und deutlichem Duft. Die Blütenhüllblätter stehen stärker ausgebreitet als bei klassischen Trompetennarzissen. 5 7
Bandförmige, flache oder leicht rinnige Blätter sind häufig graugrün. Der aufrechte, unbeblätterte Schaft hebt die Blüten über das Laub und erzeugt die typische Wirkung eines kleinen Straußes. 5
Mit den Paperwhites wird die Art häufig verwechselt. Narcissus papyraceus ist überwiegend weiß und besonders mit der Treibkultur im Zimmer verbunden; Narcissus tazetta umfasst ein breiteres Spektrum häufig gelb-weißer Straußnarzissen. 7 2
Bei ähnlichen Handelsnamen entscheidet die wissenschaftliche Bezeichnung. Narcissus tazetta benennt eine bestimmte Art, auch wenn nur die allgemeinen Begriffe Narzisse oder Paperwhite bekannt sind. 8 3
Nützliche Taxonomie
Unter Narcissus tazetta L. veröffentlichte Linné den akzeptierten Namen. Zahlreiche gärtnerische Namen und Kulturformen machen eine eindeutige botanische Zuordnung wichtig. 4 2
Zu den von NC State aufgeführten englischen Namen gehören bunchflower daffodil, cream narcissus, paper white narcissus und Polyanthus narcissus. Diese Namen erleichtern die Orientierung, ersetzen das Binomen jedoch nicht. 5
Zwiebelbau und Giftigkeit sind gemeinsame Merkmale der Narzissen; ihre Verwendung unterscheidet sich dennoch. N. tazetta trägt mehr Blüten je Schaft als eine Trompetennarzisse und umfasst mehr als rein weiße Paperwhite-Formen. 6 7
Für die Strauß-Narzisse bleibt deshalb die Artbezeichnung wesentlich. Sie verbindet die im Hanakotoba verwendete Blume mit dem botanisch klar abgegrenzten Taxon und bewahrt dessen Eigenständigkeit. 8 1
Kultur
Zur Kultur braucht die Pflanze durchlässigen Boden, der während des Wachstums frisch und während der Ruhe trockener bleibt. NC State empfiehlt Sonne bis Halbschatten und beschreibt eine gute Toleranz etablierter Pflanzen in geeigneten Klimazonen. 5
Im Herbst werden die Zwiebeln mit einer ihrem Kaliber entsprechenden Pflanztiefe gesetzt. Kleine wiederholte Gruppen wirken überzeugender als Einzelpflanzen und betonen den Charakter der Blütensträuße. 5 8
Nach dem Verblühen muss das Laub von selbst vergilben. Wird es zu früh abgeschnitten, fehlen der Zwiebel Reserven für den nächsten Austrieb. Gerade bei Zwiebelpflanzen wird dieser Schritt häufig übersehen. 5
Wo kalte Winter herrschen, sind manche Formen in geschützten Töpfen oder als saisonale Kultur zuverlässiger. In milden Lagen eignen sie sich für mediterrane Beete mit trockenerer Sommerruhe. 7 2
Rund um die Zwiebel darf sich die Erde nicht verdichten. Schwerer Boden lässt sich mit reifer organischer Substanz und besserem Wasserabzug aufbereiten. Dauerfeuchte ist nicht das Ziel: Frische während des Wachstums wechselt mit trockenerer Ruhe. 5
Verwendung
Besonders passend ist der duftende Blütenstrauß der kühlen Jahreszeit in milden Beeten, Töpfen, mediterranen Gärten, Schnittsträußen oder symbolischen Pflanzungen. Mehrere Blüten zusammen haben eine stärkere Präsenz als eine einzelne. 8 5
Als Begleiter eignen sich Traubenhyazinthen, Vergissmeinnicht, Hornveilchen und andere Violen, kleine Gräser frischer Standorte oder niedrige Zwiebelpflanzen. Unterpflanzungen sollten die Blütenschäfte nicht verdecken. 8
Im Hanakotoba verbindet die Strauß-Narzisse die erkennbare Narzissenblüte mit der Form eines kleinen Straußes. Diese Kombination erklärt, warum die genaue Art aussagekräftiger ist als die Gattung allein. 8 7
Ihr Duft kann sehr kräftig ausfallen. Im Zimmer sollte die Zahl der Zwiebeln darauf abgestimmt sein; draußen verdünnt die Luft den Duft, sodass er besonders am Beetrand zurückhaltender wirkt. 5
Nahe einem Weg lässt sich eine Gruppe besonders gut erleben. Ein einzelner Horst im Gartenhintergrund fällt wenig auf, während aus der Nähe sowohl der Duft als auch die zentrale Nebenkrone zur Geltung kommen. 8 5
Vorsicht
Die ASPCA führt Narcissus spp. als giftig für Hunde, Katzen und Pferde. Verantwortlich sind Lycorin und weitere Alkaloide; die Zwiebel ist der gefährlichste Pflanzenteil. 6
Mögliche Vergiftungszeichen umfassen Erbrechen, Speichelfluss und Durchfall. Größere Mengen können Krämpfe, Blutdruckabfall, Zittern und Herzstörungen auslösen. Auch NC State nennt Risiken für Katzen, Hunde und Pferde. 6 5
Zwiebeln gehören getrennt von Lebensmitteln gelagert. Töpfe sollten für Tiere unzugänglich stehen; nach dem Pflanzen oder Umtopfen werden lose, trockene Pflanzenteile eingesammelt. 6
Beim Pflanzen und Umtopfen besteht ein höheres Risiko als beim bloßen Betrachten der Blüten. Frei liegende Zwiebeln ziehen die Aufmerksamkeit grabender Hunde oder neugieriger Kinder stärker auf sich; gerade dann ist sorgfältiges Aufräumen wichtig. 6 5
Mit ihrer reichen Blüte, ihrem Duft und ihrer kulturellen Bedeutung eignet sich Narcissus tazetta für symbolisch geprägte Pflanzungen. Die Strauß-Narzisse bleibt dabei eine reine Zierpflanze. 8 2
Hauptquellen
Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.


