Löwenzahn (Taraxacum, F.H.Wigg.)

Taraxacum bezeichnet die Gattung der Löwenzähne innerhalb der Asteraceae. Zu den vertrauten gelben Wildblumen gehören Pflanzen mit niedriger Blattrosette, gelben Blütenkörben und Früchten mit Flughaaren. Taraxacum spp. lässt mehrere Arten zu und vermeidet eine unsichere Artzuordnung.

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Wissenschaftlicher NameTaraxacum
GattungTaraxacum
OrdnungAsterales

Löwenzahn, Pusteblume und Dandelion

Identität
Toxizität
Vorsicht : Menschen, darunter Kinder · Unbekannt : Katzen, Hunde und Pferde
Pflegeaufwand
Niedrig
Pflanzenart
Kräuterlebhaft · Pflanze für draußen · Wilde Blume · Essbare Pflanze · Pflanze für Bestäuber
Blattart
Laubabwerfend
Lebensdauer
Mehrjährig
Lebensraum
Rasen, Wiesen, Wegränder, Brachen, offene Böden, Gärten und regelmäßig gemähte Flächen
Jahresverlauf
Blütezeit
FrühlingSommerHerbst
Wachstum
Ruhephase
Winterruhe
Vermehrung
Aussaat, Teilung
Klima & Wasser
Winterhärte
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Ja
Boden
Bodenarten
Entwässerter Boden, Freies Land, Sandiger Boden
Licht & Standort
Lichtverhältnisse

Volle Sonne

Außenbereich
Wiese, Naturgebiet, Gartenbeet
Erscheinungsbild
Höhe5–40 cmBreite10–35 cm
Blätter
Grün
Blüten
Gelb

Identität

Taraxacum ist die Gattung der Löwenzähne unter den gelb blühenden Wildpflanzen. Die Bezeichnung Taraxacum spp. umfasst mehrere mögliche Löwenzahnarten, ohne eine einzige, womöglich unsicher bestimmte Art vorzugeben. 1 8

Die Gattung Taraxacum gehört nach POWO, WFO und IPNI zur Familie der Asteraceae. Der alltägliche Name „Löwenzahn“ wirkt eindeutig, doch botanisch handelt es sich um eine komplexe Gruppe mit zahlreichen eng verwandten Formen. 1 2 3

Gerade weil Löwenzahn fast überall zu sehen ist, wird er häufig nur flüchtig betrachtet. Wer die vermeintlich vertraute Pflanze genauer untersucht, findet in ihr ein leicht zugängliches Übungsobjekt für die Botanik im Freiland. 8

Als Wildblume zum Lernen bietet Löwenzahn eine bekannte Silhouette aus gelbem Blütenkorb, niedriger Rosette und Achänen mit Flughaaren. Zur sicheren Unterscheidung von ähnlichen Pflanzen muss jedoch die ganze Pflanze betrachtet werden. 6

Erkennung

Typischer Löwenzahn bildet eine grundständige Blattrosette mit eingeschnittenen, oft gezähnten Blättern. Hohle Blütenschäfte tragen jeweils einen einzelnen gelben Blütenkorb. Nach der Blüte stehen die Früchte zu einer kugeligen, federartigen Struktur zusammen. 5 6

Ein Blütenkorb ist keine einzelne Blüte. Wie bei anderen Korbblütlern setzt er sich aus zahlreichen kleinen Einzelblüten zusammen. Dadurch erscheint das Gelb selbst bei einer niedrigen Pflanze weithin sichtbar und auffällig. 1

Weißer Milchsaft in Stängeln und Blättern, die bodennahe Rosette und die vom Wind verbreiteten Flughaare liefern weitere Anhaltspunkte. Keines dieser Merkmale genügt allein; erst ihre gemeinsame Betrachtung macht die Bestimmung belastbarer. 5

Eine Bestimmungsfalle sind andere gelbe Korbblütler im Rasen. Habichtskräuter, Gänsedisteln oder Huflattich können aus der Entfernung ähnlich aussehen. Blätter, Stängel und jahreszeitliches Auftreten helfen, den ersten Eindruck zu überprüfen. 8

Nützliche Taxonomie

Mit Taraxacum wird bewusst der Gattungsrang verwendet. Die Angabe Taraxacum spp. ist genauer als eine automatische Zuordnung aller beobachteten Pflanzen zu Taraxacum officinale, für die eine sichere Artbestimmung fehlen kann. 1 8

Je nach Flora umfasst die Gruppe zahlreiche Arten, Sektionen und apomiktische Formen. Für eine erste Bestimmung muss diese Komplexität nicht vollständig aufgelöst werden. Entscheidend ist zunächst, den beobachteten Löwenzahn der passenden Pflanzengruppe zuzuordnen. 7 6

Der Name „Löwenzahn“, ebenso wie das französische „dent-de-lion“, beschreibt die gezähnten Blätter anschaulich. Wenn mehrere Löwenzahnarten gemeint sind, ersetzt er dennoch nicht den wissenschaftlichen Namen. Die Gattung umfasst diese Vielfalt ohne künstliche Doppelungen. 3

Auch bei einem Fund auf französischem Rasen sind zwei Ebenen sinnvoll: Löwenzahn als Alltagsname und Taraxacum als botanische Gattung. Für eine genauere Artbestimmung ist dagegen eine eingehendere Untersuchung durch entsprechend erfahrene Personen nötig. 2

Kultur

Als klassische Beetblume wird Taraxacum selten gepflanzt, im Garten jedoch häufig gezielt geduldet oder begrenzt. Die Pflanzen bevorzugen offene, helle Böden mit geringer Konkurrenz und profitieren von gemähtem Rasen, in dem ihre bodennahe Rosette geschützt bleibt. 5

Der Lebenszyklus im Rasen erklärt die Beständigkeit. Die Pflanze blüht niedrig, baut Vorräte in einer Pfahlwurzel auf und verbreitet anschließend ihre Früchte mit Flughaaren. Selbst ein sehr tiefer Rasenschnitt reicht deshalb nicht immer aus, um sie zu erschöpfen. 4

Zur Begrenzung empfiehlt sich ein Eingriff vor der Samenbildung. Die Pfahlwurzel sollte möglichst vollständig entfernt und die umgebende Grasnarbe verdichtet werden. Offener Boden bietet immer wieder Platz für neue Keimlinge und erleichtert so die erneute Ansiedlung. 4

Für Beobachtungen können einige Rosetten auf einer wenig behandelten Fläche stehen bleiben. Die Blütenkörbe versorgen früh aktive Insekten; an den reifen Früchten lässt sich Kindern besonders anschaulich zeigen, wie Pflanzen sich durch den Wind verbreiten. 8

Auch der Beobachtungszeitpunkt verändert das Bild. An kühlen Morgen können die Körbe geschlossen bleiben, während sie sich in der Sonne öffnen. Nach Regen oder einer Mahd lohnt sich ein erneuter Blick einige Tage später, um den vollständigen Ablauf zu verfolgen. 8

Die Pfahlwurzel erklärt die Zähigkeit der Pflanzen. Werden nur die Blätter abgebrochen, bleibt der Erfolg kurz, solange die Vorräte im Boden erhalten sind. In einer geduldeten Wiese hilft dieselbe Wurzel dagegen, mäßige Trockenheit ohne zusätzliches Gießen zu überstehen. 4

Verwendung

Für das botanische Lernen ist Löwenzahn besonders zugänglich. Rosette, Blütenkorb, Milchsaft, Achäne und Ausbreitung lassen sich an einer häufigen Pflanze beobachten. Seltene Arten müssen dafür nicht gesucht werden. 8

In einigen Traditionen werden Blätter, Knospen oder Wurzeln genutzt. Voraussetzung sind eine sichere Bestimmung, eine unbehandelte Pflanze und ein sauberer Standort. Ein mit Pflanzenschutzmitteln behandelter städtischer Rasen eignet sich daher nicht als Quelle für Lebensmittel. 6

Einige Löwenzähne im lebendigen Garten zu dulden, ist kein gärtnerischer Misserfolg. Besonders früh im Jahr können sie Nektar und Pollen liefern. Dabei sollte die gesamte Rasenfläche jedoch nicht zu einem einheitlichen Löwenzahnbestand werden. 7

Ein sinnvoller Ausgleich entsteht durch die Auswahl der Flächen: Duldung auf einer Wiese oder in einer naturnahen Ecke, Entfernung aus einem frisch eingesäten Gemüsebeet und Beobachtung in einem Lernstreifen. So wird Löwenzahn mehr als nur ein unerwünschtes Kraut. 8

Bei einer Nutzung in der Küche steht die Standortwahl vor dem Rezept. Rosetten am Straßenrand, in behandeltem Rasen oder an häufig von Tieren aufgesuchten Stellen sollten nicht gesammelt werden. Auch eine gewöhnliche Pflanze hängt von den Bedingungen ihrer unmittelbaren Umgebung ab. 6

Vorsicht

Das zugrunde gelegte Risikoprofil ist gering. Im Vordergrund stehen eine sichere Bestimmung, mögliche Standortbelastungen und vorausgegangene Behandlungen. Diese Umstände verdienen besondere Aufmerksamkeit, wenn die Pflanzen für einen Verzehr gesammelt werden sollen. 1

Konzentrierte Zubereitungen sollten bei empfindlichen Personen, Kindern und Tieren ebenfalls vermieden werden. Die Häufigkeit einer Pflanze ist für sich genommen keine ausreichende Grundlage dafür, sie unabhängig von Herkunft und persönlicher Situation zu verzehren. 6

Ökologische Umsicht bedeutet, wegen einiger vor allem optisch störender Blüten nicht gleich eine ganze Rasenfläche chemisch zu behandeln. Oft reichen eine dichtere Grasnarbe, angepasste Mahd und gezieltes Ausstechen einzelner Pflanzen aus, um den Bestand zu begrenzen. 4

Eine häufige Verwechslung beim ersten Blick entsteht, wenn jede niedrige gelbe Blume als Löwenzahn bezeichnet wird. Eine kurze Prüfung von Rosette, hohlem Schaft, Milchsaft und Flughaaren verhindert, dass der Alltagsname zum unscharfen Sammelbegriff wird. 8

Die Gattung Taraxacum bietet den passenden Rahmen für diese Löwenzähne. Rosette, Blütenkorb und Achänen verdienen eine genaue Betrachtung, bevor eine engere Artzuordnung versucht wird. Ob die Pflanzen geduldet oder begrenzt werden, richtet sich anschließend nach der jeweiligen Fläche. 8 1

Hauptquellen

Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.