Riesenblättriges Pfeilblatt (Alocasia macrorrhizos, (L.) G.Don 1839)

Riesenblättriges Pfeilblatt (Alocasia macrorrhizos) ist eine rhizombildende Staude der Aronstabgewächse (Araceae). Sie stammt aus Zentralmalesien, von den Philippinen, aus Neuguinea und Queensland. Ihre aufrechten, pfeilförmigen Blätter gehören zu den größten im Kübel kultivierten Blättern. Sie sitzen an einem Scheinstamm aus übereinanderliegenden Blattstielbasen.

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Wissenschaftlicher NameAlocasia macrorrhizos
GattungAlocasia
OrdnungAlismatales

Riesenblättriges Pfeilblatt, Riesen-Taro, Alokasie, Giant taro und Giant alocasia

Identität
Toxizität
Giftig : Menschen, darunter Kinder, Katzen, Hunde, Pferde und Tiere
Pflegeaufwand
Mäßig
Blattart
Immergrün
Lebensdauer
Mehrjährig
Herkunft
IndonesienPhilippinenPapua-NeuguineaAustralienSalomonen
Lebensraum
Feuchte Waldränder und Flussufer bis etwa 500 m; nährstoffreiche, wassergesättigte Böden
Jahresverlauf
Blütezeit
Sommer
Wachstum
Ruhephase
Keine Ruhephase
Wuchsgeschwindigkeit
8/10
Reifezeit
Ausgewachsener Wuchs und Blüte bei Wärme nach 2 bis 5 Jahren möglich
Vermehrung
Teilung von Ablegern, Teilung
Klima & Wasser
Temperatur
Winterhärte
Windverträglichkeit
Gering, große Blätter sind windempfindlich
Luftfeuchtigkeit
60–85 %
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Nein
Boden
Boden-pH-Wert
Bodenarten
Reiche und lockere Erde, Durchlässiges Substrat mit Rinde
Salzhaltiger Boden
Wird nicht vertragen
Licht & Standort
Lichtverhältnisse

Viel Umgebungslicht bieten, ohne direkte Sonne auf den Blättern.

Heller Halbschatten, gefiltertes Licht
Innenbereich
Wohnzimmer, Veranda, Helles Badezimmer
Abstand zum Fenster
Etwa 50 cm vor einem hellen Fenster, ohne direkte Sonne
Außenbereich
Schattiger Innenhof, Feuchte Veranda
Pflanzgefäße
Terrakotta, Abflusstopf
Erscheinungsbild
Höhe150–400 cmBreite150–250 cm
Blätter
Grün
Riesenblättriges Pfeilblatt (Alocasia macrorrhizos): Herkunft und Verwendung — blätter 1
Riesenblättriges Pfeilblatt (Alocasia macrorrhizos): Herkunft und Verwendung — blätter 2
Riesenblättriges Pfeilblatt (Alocasia macrorrhizos): Herkunft und Verwendung — blätter 3
Riesenblättriges Pfeilblatt (Alocasia macrorrhizos): Herkunft und Verwendung — blätter 4
Riesenblättriges Pfeilblatt (Alocasia macrorrhizos): Herkunft und Verwendung — blätter 5
Blüten
GrünCremeGröße15–25 cm
Riesenblättriges Pfeilblatt (Alocasia macrorrhizos): Herkunft und Verwendung — blüten 1
Riesenblättriges Pfeilblatt (Alocasia macrorrhizos): Herkunft und Verwendung — blüten 2
Riesenblättriges Pfeilblatt (Alocasia macrorrhizos): Herkunft und Verwendung — blüten 3
Riesenblättriges Pfeilblatt (Alocasia macrorrhizos): Herkunft und Verwendung — blüten 4
Riesenblättriges Pfeilblatt (Alocasia macrorrhizos): Herkunft und Verwendung — blüten 5
Früchte
Riesenblättriges Pfeilblatt (Alocasia macrorrhizos): Herkunft und Verwendung — früchte 1
Riesenblättriges Pfeilblatt (Alocasia macrorrhizos): Herkunft und Verwendung — früchte 2
Riesenblättriges Pfeilblatt (Alocasia macrorrhizos): Herkunft und Verwendung — früchte 3
Riesenblättriges Pfeilblatt (Alocasia macrorrhizos): Herkunft und Verwendung — früchte 4
Riesenblättriges Pfeilblatt (Alocasia macrorrhizos): Herkunft und Verwendung — früchte 5
Wuchsform
Riesenblättriges Pfeilblatt (Alocasia macrorrhizos): Herkunft und Verwendung — wuchsform 1
Riesenblättriges Pfeilblatt (Alocasia macrorrhizos): Herkunft und Verwendung — wuchsform 2
Riesenblättriges Pfeilblatt (Alocasia macrorrhizos): Herkunft und Verwendung — wuchsform 3
Riesenblättriges Pfeilblatt (Alocasia macrorrhizos): Herkunft und Verwendung — wuchsform 4
Riesenblättriges Pfeilblatt (Alocasia macrorrhizos): Herkunft und Verwendung — wuchsform 5
Rinde
Grün
Riesenblättriges Pfeilblatt (Alocasia macrorrhizos): Herkunft und Verwendung — rinde 1
Riesenblättriges Pfeilblatt (Alocasia macrorrhizos): Herkunft und Verwendung — rinde 2
Riesenblättriges Pfeilblatt (Alocasia macrorrhizos): Herkunft und Verwendung — rinde 3
Riesenblättriges Pfeilblatt (Alocasia macrorrhizos): Herkunft und Verwendung — rinde 4
Riesenblättriges Pfeilblatt (Alocasia macrorrhizos): Herkunft und Verwendung — rinde 5

Weltweite Verbreitung

Das natürliche Areal von Alocasia macrorrhizos reicht von Zentralmalesien (Borneo, Sulawesi, Molukken) über die Philippinen und Neuguinea bis Queensland, dort zur Murray-Inselgruppe in der Torresstraße. Wegen ihrer gekocht essbaren Sprossknolle lange kultiviert, gelangte sie weit darüber hinaus bis in den Pazifik und auf den indischen Subkontinent.

  • Heimisch5
  • Eingeführt1
  • Invasiv1
  • Indonesien
  • Philippinen
  • Papua-Neuguinea
  • Australien (Queensland)
  • Salomonen
  • Hawaii
  • USA (Florida, Golf von Mexiko)

Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1

Identität

Riesenblättriges Pfeilblatt (Alocasia macrorrhizos (L.) G.Don, 1839), auch Riesen-Taro oder Alokasie genannt, ist eine Staude der Gattung Alocasia aus der Familie der Aronstabgewächse (Araceae). POWO akzeptiert diesen Namen und ordnet die Art der Gattung Alocasia zu. Der Missouri Botanical Garden nennt Australien, Malesien und Papua als natürliches Verbreitungsgebiet. 1 4

Der botanische Artname bezeichnet ein großes Rhizom (macro- + rhiza), nicht die Blätter. Im Kübel erreicht die Pflanze häufig 1,5 bis 2,5 m, im tropischen Klima sogar 3 bis 4 m Höhe. Für die Bestimmung ist der wissenschaftliche Name verlässlicher als eine Sammelbezeichnung: Im Handel werden „Elefantenohr“ und „Giant taro“ für mehrere große Alocasien verwendet. Das kann schon beim Kauf zu Verwechslungen führen. 3 5

Erkennungsmerkmale

Pfeilförmige bis herzförmige Blätter erreichen bei ausgewachsenen Exemplaren häufig mehr als 1 m Länge. Sie sitzen an kräftigen Blattstielen, die zu den längsten innerhalb der Gattung Alocasia gehören. 3 5

Zur Unterscheidung vom eigentlichen Taro (Colocasia esculenta) ist der Ansatz des Blattstiels aussagekräftiger als die Blattgröße. Bei Alocasia macrorrhizos trifft er die Spreite an der Einbuchtung, während das Blatt aufrecht nach oben weist. Bei Colocasia sitzt er weiter zur Blattmitte und die Spreite neigt sich zum Boden. Übereinanderliegende Blattstielbasen bilden mit den Jahren einen faserigen Scheinstamm, der bis 1 m hoch werden kann, ohne zu verholzen. 8 4

Frühmorgens liefern kleine Wassertropfen am Blattrand einen weiteren Hinweis. Sie stehen dort oft in einer Reihe. Diese Guttation entsteht bei hoher Luftfeuchtigkeit durch Wurzeldruck. Sie ist keine Krankheit, sondern zeigt eine gute Wasserversorgung des Substrats an. 6

Nützliche Taxonomie

POWO führt den akzeptierten Namen mit dem Autorenkürzel (L.) G.Don. Carl von Linné veröffentlichte 1753 das Basionym Arum macrorrhizon. George Don stellte die Art 1839 in die Gattung Alocasia. Häufig anzutreffende Synonyme sind: 1 2

  • Colocasia macrorrhizos (L.) Schott (Synonym)
  • Caladium macrorrhizon (L.) R.Br. (Synonym)
  • Arum macrorrhizon L. (Synonym)
  • Alocasia rapiformis (Roxb.) Schott (Synonym)

Besondere Vorsicht erfordert Alocasia macrorrhizos var. brisbanensis: Dieser Name gehört zur Synonymie der eigenständigen Art Alocasia brisbanensis, nicht zu Alocasia macrorrhizos. Wer die beiden Namen gleichsetzt, kann im Gartencenter eine andere Art kaufen als erwartet. Maßgeblich bleibt der von POWO akzeptierte Name; ähnlich klingende Varietäten und Handelsnamen dürfen nicht damit gleichgesetzt werden. 1

Lebensraum und Verbreitung

Von Zentralmalesien mit Borneo, Sulawesi und den Molukken reicht das natürliche Areal über die Philippinen und Neuguinea bis Queensland. Dort gehört die Murray-Inselgruppe in der Torresstraße dazu. 1 4

Feuchte Waldränder und Flussufer bilden typische Standorte im Tiefland bis etwa 500 m Höhe. Die Böden sind feucht und reich an organischer Substanz. Diese Bindung an nasse Standorte erklärt, warum Alocasia macrorrhizos auch in Kultur zeitweilige Überschwemmungen verträgt. 6 5

Die lange Nutzung der essbaren Sprossknolle hat die Art weit über ihr natürliches Areal hinaus verbreitet, bis in den Pazifik und auf den indischen Subkontinent. In den USA sind mehrere Alocasien in Florida und am Golf von Mexiko verwildert. Je nach Gebiet reicht ihre Einstufung von Zierpflanze bis potenziell invasiv. 5

Lebenszyklus und Vermehrung

Wärme und hohe Feuchtigkeit ermöglichen rasches Wachstum. Während der warmen Jahreszeit übertrifft ein neues Blatt das vorherige häufig innerhalb weniger Wochen. Unter 18 °C verlangsamt sich das Wachstum deutlich. 6 3

Der Blütenstand entspricht dem Bauplan der Aronstabgewächse: Ein Kolben ist von einer hellgrünen bis cremefarbenen Spatha umgeben. Diese erreicht ungefähr 20 bis 25 cm Höhe. Im Zimmer bleibt die Blüte gelegentlich; ausgewachsene Pflanzen unter günstigen Klimabedingungen blühen häufiger. 4

Für die Vermehrung werden überwiegend bewurzelte basale Seitensprosse geteilt. Seltener werden frische Samen bei etwa 24 °C ausgesät. Ohne eigene Wurzeln wächst ein abgetrennter Seitenspross nur langsam an und bleibt in den ersten Wochen empfindlich. Kaltes, dauerhaft nasses Substrat begünstigt in dieser Phase Fäulnis. 6

Verwendung und Risiken

Sprossknolle und Stängelbasis werden in mehreren Küchen Südostasiens und des Pazifiks gekocht verzehrt. Voraussetzung ist langes Kochen, das die Calciumoxalatkristalle zerstört. Roh bleibt die Pflanze reizend und zum Verzehr ungeeignet. 6

Sämtliche frischen Pflanzenteile enthalten unlösliche Calciumoxalat-Raphiden. Beim Kauen oder Verschlucken nennt die ASPCA bei Katzen, Hunden und Pferden Reizungen im Mund, starken Speichelfluss, Erbrechen und Schluckbeschwerden. Kontakt mit dem Pflanzensaft kann außerdem eine Dermatitis auslösen. 7

Als Zimmer- oder Wintergartenpflanze dient die Art vor allem der Gestaltung mit großen, strukturierten Blättern. In frostfreiem Klima kann sie auch schattige Beete ausfüllen oder Gewässerränder säumen, da sie wassergesättigte Böden verträgt. 5 3

Kulturformen, Verwechslungen und ähnliche Pflanzen

Nicht jede im Handel verwendete Bezeichnung steht für eine stabile Sorte. Variegata bezeichnet cremeweiß marmorierte Blätter, deren Zeichnung je nach Lichtangebot instabil sein kann. Stingray hat eine zugespitzte Spreite, die an einen Rochen erinnert. Borneo Giant wird für eine besonders großblättrige Form angeboten, die nicht immer der Art im engeren Sinne entspricht. 8 5

Häufig verwechselt wird die Art mit folgenden Pflanzen:

  • Eigentlicher Taro (Colocasia esculenta) mit herabhängenden Blättern und weiter innen liegendem, schildförmigem Blattansatz;
  • Alocasia brisbanensis, eine eigenständige Art trotz eines ähnlich lautenden Synonyms;
  • Xanthosoma sagittifolium, ein weiteres großes Aronstabgewächs mit essbarer Sprossknolle und weniger stark hervortretenden Hauptadern.

Die Handelsbezeichnung „Elefantenohr“ umfasst mehrere unterschiedliche Gattungen. Bei solchen Angeboten erlaubt der wissenschaftliche Name eine verlässlichere Zuordnung zur genauen Art als der Verkaufsname.

Hauptquellen

Häufig gestellte Fragen

Ist Riesen-Taro dasselbe wie der als Lebensmittel angebaute Taro?

Nein. Für die übliche Ernährung wird vor allem Colocasia esculenta angebaut. Auch Alocasia macrorrhizos hat eine gekocht essbare Sprossknolle, unterscheidet sich aber durch aufrechten Wuchs und Blattansatz deutlich vom eigentlichen Taro.

Kann man Alocasia macrorrhizos essen?

Sprossknolle und Stängelbasis werden in manchen Küchen Südostasiens und des Pazifiks nach langem Kochen gegessen, das die Calciumoxalatkristalle zerstört. Roh bleibt die Pflanze reizend.

Ist Alocasia macrorrhizos giftig für Katzen und Hunde?

Ja. Die ASPCA führt sie wegen der Calciumoxalat-Raphiden in allen frischen Pflanzenteilen als giftig für Katzen, Hunde und Pferde. Diese verursachen Reizungen im Mund und Speichelfluss.

Warum bildet Alocasia macrorrhizos einen Stamm?

Es ist kein echter Holzstamm, sondern eine über Jahre entstehende Ansammlung von Blattstielbasen. In kühlem Klima bleibt das Rhizom unter dieser Hülle die einzige von einer Saison zur nächsten überdauernde Struktur.

Mit welchen Pflanzen wird Alocasia macrorrhizos verwechselt?

Häufig mit Colocasia esculenta, Alocasia brisbanensis und Xanthosoma sagittifolium. Sie werden im Handel oft unter der Sammelbezeichnung Elefantenohr angeboten.

Warum erscheinen Tropfen auf den Blättern?

Dabei handelt es sich um Guttation, einen normalen Vorgang durch Wurzeldruck bei hoher Luftfeuchtigkeit. Dies ist kein Zeichen für eine Krankheit oder zu häufiges Gießen.

Kann Alocasia macrorrhizos draußen stehen?

In frostgefährdeten Regionen nur im Sommer. Temperaturen unter 15 °C verträgt die Art auf Dauer nicht. Im Herbst muss sie ins Haus oder in einen beheizten Wintergarten.

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Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.