Lily of the valley Prolificans (Convallaria majalis 'Prolificans', Cultivar horticole)

Convallaria majalis 'Prolificans' ist eine Gartensorte des Maiglöckchens aus der Familie der Asparagaceae. Sie bildet gefüllte Blüten und wächst an kühlen Schattenplätzen. Ihre Biologie und Kultur entsprechen Convallaria majalis: Ausbreitung durch Rhizome und starke Giftwirkung auf das Herz bleiben auch bei dieser dekorativen Form erhalten.

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Wissenschaftlicher NameConvallaria majalis 'Prolificans'
GattungConvallaria
OrdnungAsparagales

Lily of the valley Prolificans

Identität
Toxizität
Giftig : Menschen, darunter Kinder, Katzen, Hunde und Pferde
Pflegeaufwand
Niedrig
Pflanzenart
Kräuterlebhaft · Mehrjährige Wurzelstockpflanze · Bodendecker · Pflanze für draußen · Giftige Pflanze · Geschnittene Blume
Blattart
Laubabwerfend
Lebensdauer
Mehrjährig
Lebensraum
Kultivierte Pflanze für kühlen Schatten; kein eigener Wildlebensraum gegenüber Convallaria majalis
Jahresverlauf
Blütezeit
Frühling
Wachstum
Ruhephase
Winterruhe
Vermehrung
Teilung
Klima & Wasser
Winterhärte
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Nein
Boden
Bodenarten
Reicher Boden, Kühler, feuchter Boden, Entwässerter Boden
Licht & Standort
Lichtverhältnisse

Vollschatten

Außenbereich
Gartenbeet
Pflanzgefäße
Großes Becken
Erscheinungsbild
Höhe10–30 cmBreite15–45 cm
Blätter
Grün
Blüten
Weiß

Identität

Convallaria majalis 'Prolificans' ist eine Gartensorte des Maiglöckchens und keine eigenständige Art. Sie wird als bestimmte Sorte unterschieden und bleibt botanisch der Art Convallaria majalis zugeordnet. 10 1

Die zugrunde liegende Art Convallaria majalis L. gehört zu den Asparagaceae und ist eine rhizombildende Staude gemäßigter Wälder. 'Prolificans' besitzt dieselben biologischen Grundlagen, wurde jedoch auf stärker gefüllte oder üppigere Blüten gegenüber dem einfachen Maiglöckchen ausgewählt. 2 3

Für Kultur und Sicherheit gelten die Hinweise der Ausgangsart. Der genaue Sortenname bezeichnet eine bestimmte Gartenform des Maiglöckchens und sollte deshalb von der bloßen Gattungsbezeichnung unterschieden werden. 4 10

Eine eigenständige Ökologie lässt sich für die Sorte nicht ableiten. Gefüllte Blüten bleiben Blüten eines Maiglöckchens; durch Teilung lässt sich der Sortenbestand erhalten. Der dekorative Effekt verringert die Giftigkeit nicht. 3 5

Erkennung

Der niedrige Wuchs entspricht dem Maiglöckchen: grüne grundständige Blätter, kriechende Rhizome, ein kurzer Blütenschaft und weiße duftende Frühlingsglöckchen. Die erwartete Besonderheit liegt in gefüllteren, üppigeren oder je nach angebotener Herkunft zahlreicheren Blüten unter dem Namen 'Prolificans'. 2 3

Wie das gewöhnliche Maiglöckchen wird die Pflanze selten höher als 25 bis 30 cm. Im Frühjahr erscheinen die Blätter; die Blüte liegt je nach Klima etwa im April und Mai. Bei trockenem oder heißem Sommerwetter lässt das Laub anschließend nach. 4 9

Bei Convallaria majalis können rote Beeren entstehen, auch wenn gefüllte oder stark kultivierte Formen mitunter weniger Früchte bilden. Sie sind kein harmloser Schmuck: Blüten, Blätter, Früchte, Rhizome und Vasenwasser erfordern Vorsicht. 8 6

Gärtnerischer Status

Sortenecht vermehrt wird durch Teilung, nicht zuverlässig durch Aussaat. Samen von Maiglöckchen ergeben nicht sicher wieder 'Prolificans'. Um die Sorte zu erhalten, muss der bestehende Gartenbestand vegetativ vermehrt oder eine korrekt bezeichnete Pflanze gekauft werden. 2 3

'Prolificans' ist als Sortenbezeichnung zu verstehen. Quellen zur Ausgangsart nennen außerdem Formen wie 'Flore Pleno', 'Rosea' und besonders wüchsige Selektionen. Diese Namen besitzen nicht alle denselben nomenklatorischen Status. Gemeinsam ist ihnen, dass es sich um gärtnerische Maiglöckchen und keinesfalls um Lebensmittel handelt. 9 1

Biologisch bleibt Convallaria majalis der Bezugspunkt, während 'Prolificans' die genau bezeichnete Gartensorte benennt. Die Unterscheidung zwischen Art und Sorte bewahrt die genaue Identität dieser Gartenform. 10 3

Kultur

Die Kultur entspricht der des Maiglöckchens. Geeignet sind lichter Schatten oder kühler Halbschatten und humusreicher, fruchtbarer, im Frühjahr frischer, unverdichteter Boden. Heiße volle Sonne lässt das Laub rasch vergilben und mindert die Wirkung des Pflanzenteppichs. 2 4

Gepflanzt werden Pflanzstöcke oder geteilte Rhizome. Nach der Etablierung breitet sich das Maiglöckchen langsam aus und bildet Kolonien. Im Beet ist ein eigener Bereich sinnvoll, denn Teilung und Ausputzen sollten mit Handschuhen und ohne Vermischung mit Sammelpflanzen erfolgen. 9 2

Im Topf oder als Strauß bietet 'Prolificans' eine besonders üppige Blüte gegenüber einfachen Maiglöckchen. Topferde soll frisch, aber nicht durchnässt bleiben. Strauß und Vasenwasser müssen für Kinder und Tiere unerreichbar sein. 8 6

Im Staudenbeet ist der kurze jahreszeitliche Höhepunkt zu berücksichtigen. Das Maiglöckchen wirkt vor allem im Frühjahr; danach bleibt grünes Laub, das bei Hitze verschwinden kann. Spätere Schattenstauden wie Farne oder Elfenblumen übernehmen dann, ohne einen sonnigen Standort zu verlangen. 2 9

Giftigkeit

Durch Cardenolide und Herzglykoside ist das Maiglöckchen stark giftig. Die ASPCA führt es als giftig für Katzen, Hunde und Pferde. Pet Poison Helpline beschreibt die Herzgefährdung und unterscheidet sie von der Nierentoxizität echter Lilien. 5 7

Für Menschen bezeichnen MedlinePlus und Giftnotrufzentralen Blüten, Blätter, Früchte und weitere Pflanzenteile als giftig. Je nach Dosis und Exposition sind Erbrechen, Durchfall, Herzrhythmusstörungen, Verwirrtheit oder Krampfanfälle möglich. Für 'Prolificans' gilt keine Ausnahme. 6 8

Gefüllte Blüten können sogar den falschen Eindruck einer harmlosen Straußpflanze verstärken. Auch Maiglöckchen aus dem Blumenhandel, Garten oder einer Sammlung bleiben giftige Maiglöckchen. Sie dürfen nicht probiert oder von Tieren zerkaut werden; Schnittreste dürfen nicht mit Küchenkräutern vermischt werden. 5 9

Verwechslungen und Verwendung

Im Englischen führt „lily of the valley“ häufig zu einer begrifflichen Verwechslung mit echten Lilien (Lilium). Für die Sicherheit ist die Unterscheidung wichtig: Maiglöckchen sind keine echten Lilien, bleiben aber wegen ihrer Herzwirkung gefährlich. Der Unterschied erklärt die Gefahr, ohne sie zu verharmlosen. 7 6

Praktische Verwechslungsgefahr besteht vor allem bei jungen Blättern von Wald- und Sammelpflanzen. Pflanzen Sie Maiglöckchensorten nicht in Bereiche, in denen Bärlauch, Schnittlauch, junge Triebe oder Wildpflanzen geerntet werden. 8 10

Als Symbol verbindet das Maiglöckchen den französischen 1. Mai mit Glück und Frühling. 'Prolificans' ergänzt dieses Bild durch eine üppigere Blüte. Die Symbolik ändert jedoch nichts an der Giftigkeit; auch schöne Glöckchen erfordern einen sorgfältigen Umgang. 10 9

Die zutreffende Bezeichnung lautet Maiglöckchensorte; sämtliche Vorsichtsmaßnahmen für Maiglöckchen gelten auch hier. 5

Hauptquellen

Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.