Mädchenaugen (Coreopsis, L. 1753)

Mädchenaugen (Coreopsis L.) sind eine Gattung der Korbblütler (Asteraceae) mit meist gelben Blüten für sonnige Gartenplätze. Zu ihr gehören einjährige und ausdauernde Arten, darunter Coreopsis grandiflora. Die gemeinsamen gärtnerischen Merkmale gelten deshalb für eine Gattung, deren einzelne Arten unterschiedliche Lebenszyklen besitzen.

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Wissenschaftlicher NameCoreopsis
GattungCoreopsis
OrdnungAsterales

Mädchenaugen, Schöngesicht und Tickseed

Identität
Toxizität
Vorsicht : Menschen, darunter Kinder · Ungiftig : Katzen, Hunde und Pferde
Pflegeaufwand
Niedrig
Pflanzenart
Kräuterlebhaft · Pflanze für draußen · Pflanze für Bestäuber · Zierpflanze · Geschnittene Blume
Blattart
Laubabwerfend
Lebensdauer
Mehrjährig
Lebensraum
Wiesen, offene Flächen und sonnige Beete mit durchlässigem Boden; teils auch arme oder sandige Standorte
Jahresverlauf
Blütezeit
SommerHerbst
Wachstum
Ruhephase
Winterruhe
Vermehrung
Aussaat, Teilung, Steckling
Klima & Wasser
Winterhärte
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Ja
Boden
Bodenarten
Entwässerter Boden, Gewöhnlicher Boden, Sandiger Boden
Licht & Standort
Lichtverhältnisse

Volle Sonne

Außenbereich
Gartenbeet, Wiesen-Garten
Pflanzgefäße
Großes Becken
Erscheinungsbild
Höhe25–120 cmBreite25–80 cm
Blätter
Grün
Blüten
GelbOrangeRot
Mädchenaugen (Coreopsis): Herkunft und Verwendung — blüten 1
Mädchenaugen (Coreopsis): Herkunft und Verwendung — blüten 2
Mädchenaugen (Coreopsis): Herkunft und Verwendung — blüten 3
Mädchenaugen (Coreopsis): Herkunft und Verwendung — blüten 4
Mädchenaugen (Coreopsis): Herkunft und Verwendung — blüten 5
Wuchsform
Mädchenaugen (Coreopsis): Herkunft und Verwendung — wuchsform 1
Mädchenaugen (Coreopsis): Herkunft und Verwendung — wuchsform 2

Identität

Mädchenaugen (Coreopsis L., 1753) bilden eine Gattung der Asteraceae. POWO, WFO und IPNI bestätigen diesen Rang. Der Name umfasst mehrere Arten und bezeichnet daher keine einzelne Gartenstaude. 1 2 3

Zu den bekannten Gartenpflanzen der Gattung gehört Coreopsis grandiflora. C. grandiflora, C. verticillata und C. tinctoria besitzen nicht genau denselben Lebenszyklus, teilen aber das gärtnerische Erscheinungsbild gelber Blüten für vollsonnige Plätze. 8 4

Die englische Bezeichnung tickseed bezieht sich auf die Achänen, deren Form an kleine Zecken erinnern kann. Unter Schöngesicht und Mädchenaugen kennt man vor allem gelb blühende einjährige oder ausdauernde Beetpflanzen, die sonnige Rabatten bis in den Spätsommer bereichern. 4 6

Auf Gattungsebene lassen sich gemeinsame Merkmale beschreiben, ohne jede Art gleichzusetzen. Coreopsis grandiflora und Coreopsis tinctoria bleiben eigenständige Arten. Das Mädchenauge im Garten muss deshalb nach der konkreten Art beurteilt werden, statt allen Pflanzen dieselben Eigenschaften zuzuschreiben. 1 8

Erkennung

Typisch sind die Blütenkörbe der Asteraceae mit einer zentralen Scheibe und gelben Zungenblüten, die je nach Art und Sorte braune, orangefarbene oder rote Zeichnungen tragen können. Viele Mädchenaugen wirken mit dünnen Stängeln und einfachen, gelappten oder stark zerteilten Blättern locker und leicht. 4 7

Die Hauptblüte liegt im Sommer und kann bei Entfernung verwelkter Blüten bis in den frühen Herbst reichen. Die zahlreichen gelben Blüten bringen Helligkeit ins Beet und lassen sich ohne aufwendige Gestaltung einsetzen. 8 6

Ausdauernde Arten bilden Horste, die altern und von einer Teilung profitieren. Einjährige wie Coreopsis tinctoria säen sich auf offenem Boden leichter selbst aus und tragen oft gelb-braune Blütenkörbe. Für die Gattung lassen sich deshalb nur Tendenzen angeben, kein einheitliches Verhalten versprechen. 5 7

Nützliche Taxonomie

Linné beschrieb die Gattung Coreopsis, die zu den Asteraceae in der Ordnung Asterales gehört. Die Einträge bei POWO, WFO und IPNI beziehen sich auf den Gattungsrang und ermöglichen eine eindeutige taxonomische Einordnung. 1 3

Häufig kultiviert werden Coreopsis grandiflora, eine Staude mit großen gelben Blütenköpfen, Coreopsis verticillata mit feinem Laub sowie Coreopsis tinctoria, meist einjährig und zweifarbig. Diese Namen sind Beispiele verschiedener Arten innerhalb derselben Gattung und keine Synonyme. 4 5

Bei Korbblütlern besteht die sichtbare „Blüte“ aus vielen Einzelblüten. Das erklärt die Verwendung im Strauß, die Samenbildung und den Wert für Insekten: Die Blütenkörbe bieten mehreren Bestäubern gut zugängliche Nahrung. 7 6 10

Kultur

Volle Sonne ist die grundlegende Standortanforderung. Im Schatten verlängern sich die Stängel, die Blüte nimmt ab und die Horste fallen leichter auseinander. Mädchenaugen sollten in dichten Beeten daher nicht hinter höheren Stauden eingeengt werden. 7 6

Ein durchlässiger Boden ist entscheidend. Häufig vertragen Mädchenaugen gewöhnliche, teils auch arme oder sandige Böden besser als schwere, im Winter nasse Erde. Zu viel Dünger fördert Blätter auf Kosten der Blüten und kann die Standfestigkeit vermindern. 6 5

Zur überschaubaren Pflege gehören Gießen im ersten Jahr, Entfernen verblühter Köpfe für eine längere Blüte und Teilen ausdauernder Horste, deren Mitte verkahlt. Einige Samenstände können für Vögel oder zur Selbstaussaat stehen bleiben. 7 8

In feuchtem Klima ist die Entwässerung wichtiger als die angegebene Winterhärte. Ein ausdauernder Horst kann auf leichtem Boden überwintern, in verdichteter, vernässter Erde jedoch eingehen. Eine einjährige Art wie Coreopsis tinctoria eignet sich eher für vorübergehende Blumenwiesen mit Selbstaussaat. 5 6

Verwendung im Garten

Für sonnige Beetränder, Blumenwiesen und Sommerbeete sind Mädchenaugen gut geeignet. Sie passen zu Schafgarben, Prachtkerzen, Echinacea, feinen Gräsern und Rudbeckien. Ein ausgewogen eingesetztes Gelb verhindert einen allzu gleichförmigen Gesamteindruck. 8 6

Im Blumenstrauß wirken die schlichten Stängel ländlich. Ihre Blüten sind weniger groß und wuchtig als Dahlien oder Sonnenblumen; die Wirkung entsteht durch Wiederholung. Drei bis fünf zusammen gepflanzte Exemplare wirken deutlicher als eine einzelne Pflanze. 7 4

Für Bestäuber bietet die Gattung gut zugängliche Blütenkörbe und eine lange Blütezeit. Bei ökologischer Pflege unterbleiben vorbeugende Insektizidbehandlungen, und einige samentragende Stängel bleiben zum Saisonende stehen. 5 6

Vorsicht und Grenzen

Die ASPCA führt Coreopsis als ungiftig für Hunde, Katzen und Pferde. Keine der verwendeten Quellen nennt eine mit Herbstzeitlose, Maiglöckchen oder Chrysanthemen vergleichbare Giftigkeit. Es gilt die allgemeine Gartenregel: Pflanzen, die nicht als Lebensmittel angebaut werden, nicht verzehren. 9 7 4

Die wichtigsten Einschränkungen betreffen die Kultur. Manche Arten sind kurzlebige Stauden, andere einjährig. Einige vertragen Trockenheit besser, andere brauchen etwas mehr Bodenfeuchte. Die Behauptung, Mädchenaugen seien immer ausdauernd und unverwüstlich, wäre daher zu pauschal. 5 6

Die Bezeichnung Coreopsis umfasst die gesamte Gattung. Allgemeine Hinweise geben Orientierung; genaue Aussagen zum Lebenszyklus und zur Kultur müssen sich jedoch auf die jeweilige Art beziehen. So bleiben Coreopsis grandiflora und Coreopsis tinctoria als unterschiedliche Gartenpflanzen erkennbar. 8 1

Für die Gartenpraxis zählen Sonne, durchlässiger Boden, eine lange gelbe Blüte und die Wahl der Art nach der gewünschten Lebensdauer. Einer einjährigen Art dürfen nicht die Eigenschaften einer Staude zugeschrieben werden, ebenso wenig umgekehrt. 7 5

Hauptquellen

Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.