Cotton rose (Hibiscus mutabilis, )
Hibiscus mutabilis ist ein Strauch der Malvengewächse (Malvaceae) aus Südchina und Taiwan. Seine einzeln stehenden Blüten wechseln innerhalb eines Tages von Weiß über Rosa zu Dunkelrot. Im Südosten der Vereinigten Staaten ist die Art seit Langem eingebürgert und als Confederate rose bekannt. Sie blüht vom Spätsommer bis zum Herbst, wenn nur noch wenige andere Sträucher Blüten tragen.
WeiterlesenCotton rose und Confederate rose
Täglich einige Stunden direkte Sonne ermöglichen, vorzugsweise morgens oder abends.
Volle Sonne, verträgt Halbschatten





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Weltweite Verbreitung
Das natürliche Verbreitungsgebiet von Hibiscus mutabilis liegt im subtropischen Südchina und auf Taiwan. Im Südosten der Vereinigten Staaten ist die Art seit Langem eingebürgert und war dort bereits vor dem Amerikanischen Bürgerkrieg verbreitet. Heute wird sie auf fast allen Kontinenten als Zierpflanze kultiviert.
- Heimisch2
- Eingeführt1
- China
- Taiwan
- Vereinigte Staaten
Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1
Identität
Hibiscus mutabilis (Hibiscus mutabilis L., 1753) ist ein Strauch der Gattung Hibiscus aus der Familie der Malvengewächse (Malvaceae). In Nordamerika ist er auch als Confederate rose bekannt. Das lateinische Artepitheton mutabilis bedeutet „veränderlich“ und beschreibt das kennzeichnende Blütenmerkmal: Innerhalb eines einzigen Tages wandelt sich die Farbe von Weiß zu Dunkelrot. 1 3
Die englische Bezeichnung Confederate rose entstand aus der langen Gartenkultur im Süden der Vereinigten Staaten. Dort war der Strauch bereits während des Amerikanischen Bürgerkriegs weit verbreitet. Eine Legende erklärt den Farbwechsel mit dem Blut eines neben der Pflanze verstorbenen Soldaten. Dabei handelt es sich um eine volkstümliche Erzählung ohne botanischen Hintergrund. 7
Erkennung
Aufrechter Strauchwuchs, gelegentlich zu einem kleinen Baum erzogen, kennzeichnet Hibiscus mutabilis. Die Höhe liegt bei 1,5 bis 4 m, die Breite bei 1,5 bis 2,5 m. Stängel und Blattunterseiten tragen Sternhaare. Die handförmigen, drei- oder fünflappigen Blätter erinnern in ihrer Gestalt an Weinlaub. Wuchsform und Behaarung ergänzen damit die auffälligen Blüten als Bestimmungsmerkmale. 2 3
Einzeln stehende, trichterförmige Blüten erreichen 7 bis 15 cm Durchmesser. Je nach Sorte sind sie einfach oder gefüllt. Morgens weiß, werden sie im Tagesverlauf rosa und abends dunkelrot. Mit steigender Temperatur sammelt sich der verantwortliche Farbstoff Anthocyan an; kühl gehaltene Blüten bleiben deshalb länger weiß. Vollständig rote Blüten bleiben vor dem Abfallen mehrere Tage geöffnet, im Gegensatz zum eintägigen weißen Morgenstadium. 7 4
Die Frucht ist eine runde, behaarte Kapsel, die bei Reife Samen enthält. Gegen Tagesende lassen sich an einem Strauch frisch geöffnete weiße, gerade umfärbende rosa und ältere rote Blüten nebeneinander beobachten. Dieses Zusammentreffen verschiedener Entwicklungsstadien erklärt das typische mehrfarbige Erscheinungsbild während der Hauptblüte. 4 8
Nützliche Taxonomie
POWO akzeptiert den 1753 veröffentlichten Namen Hibiscus mutabilis L. innerhalb der Malvaceae. Das natürliche Vorkommen beschränkt sich nach dieser Referenz auf Südchina und Taiwan. Mehrere Jahrhunderte gärtnerischer Auslese haben jedoch Formen und Synonyme hinterlassen, deren Einordnung bei der Namenssuche zu beachten ist: 1
- Hibiscus mutabilis var. roseoplenus Makino, ein Name gefüllter Formen;
- Hibiscus mutabilis f. plenus S.Y.Hu, ein Name gefüllter Formen;
- Hibiscus mutabilis var. flore-pleno Andrews, ein Name gefüllter Formen.
Alle drei Namen beschreiben gefüllte Blütenformen. Im Handel werden solche Pflanzen heute eher unter der gärtnerischen Bezeichnung Flore Pleno als unter den ursprünglichen botanischen Epitheta angeboten. Der akzeptierte wissenschaftliche Name Hibiscus mutabilis bleibt die beständige Orientierung, auch wenn verschiedene historische Formennamen auf einem Etikett erscheinen. 1
Lebensraum und Verbreitung
Feuchte Waldränder und Gebüsche im subtropischen Südchina sowie auf Taiwan bilden den natürlichen Lebensraum von Hibiscus mutabilis. Dieses ostasiatische Herkunftsgebiet ist von den zahlreichen späteren Kulturvorkommen zu unterscheiden. 1
Im Südosten der Vereinigten Staaten ist die Art seit Langem eingebürgert und war bereits vor dem Amerikanischen Bürgerkrieg verbreitet. Heute wird sie auf fast allen Kontinenten als Zierpflanze kultiviert. In Asien hat sie eine lange Gartentradition: In Japan heißt sie fuyō, in Thailand phutan, wo ihr traditionelle Heilwirkungen zugeschrieben werden. Die subtropische Herkunft erklärt die Vorliebe für 50 bis 80 % Luftfeuchtigkeit, einen Anhaltspunkt für Bedingungen außerhalb Asiens. 7 3
Lebenszyklus und Vermehrung
Vom Spätsommer bis zum Herbst erscheinen die Blüten am diesjährigen Holz. Zu dieser Zeit tragen nur noch wenige andere Sträucher Blüten und bieten Bestäubern Nahrung. In Nordamerika zieht die Art insbesondere Schmetterlinge und Kolibris an. Ihre späte Blüte verlängert somit die jahreszeitliche Verfügbarkeit dieser Blütenressourcen. 3
Frost unter 0 °C zerstört die oberirdischen Teile, doch der Wurzelstock bleibt bis USDA-Zone 7 winterhart. In Regionen mit mäßigen Wintern ermöglicht das einen neuen Austrieb aus der Basis im Frühjahr. Am anderen Ende des Temperaturbereichs verträgt die Pflanze während der Vegetationszeit Hitzespitzen bis 38 °C, ohne dass die Blüte nachlässt. 3
Am schnellsten gelingt die Vermehrung mit Triebstecklingen, die innerhalb weniger Wochen bewurzeln. Auch Wurzelstecklinge sind möglich. Aussaat bleibt botanischen Formen vorbehalten: Bei Wärme keimen die Samen im Frühjahr rasch. Die Nachkommen bilden jedoch die gefüllte Blüte einer benannten Sorte nicht zuverlässig nach. Für eine bestimmte Sorte ist die vegetative Vermehrung daher entscheidend. 4 3
Nutzen und Risiken
Einzelstellung, Strauchbeete und Schmetterlingsgärten sind typische Einsatzbereiche dieses Zierstrauchs. Seine späte Blüte hält das Gartenbild bis in den Herbst hinein lebendig. Besonders der Farbwechsel der Blüten sorgt dafür, dass ein einzelnes Exemplar zugleich mehrere Farbtöne zeigen kann. 3
In der traditionellen chinesischen Medizin werden die Blätter als Umschlag bei Verbrennungen und Hautentzündungen verwendet. Eine Abkochung der Blüten dient traditionell bei bestimmten Atemwegserkrankungen. Aus der Rinde gewinnt man außerdem Fasern für Seile. Diese überlieferten Anwendungen ersetzen keine ärztliche Beratung und sind als traditionelle Nutzungen einzuordnen. 4
Weder die ASPCA noch universitäre Pflanzenporträts nennen eine dokumentierte Giftigkeit von Hibiscus mutabilis für Menschen oder Haustiere. Das Fehlen eines Eintrags ist jedoch kein Beleg für uneingeschränkte Unbedenklichkeit. Gerade bei kleinen Kindern und neugierigen Tieren bleibt vernünftige Vorsicht angebracht: Eine nicht als giftig aufgeführte Pflanze ist bei Aufnahme großer Mengen nicht automatisch harmlos. 5 4
Sorten, Verwechslungen und verwandte Pflanzen
Die gefüllt blühende Form Flore Pleno wird in Baumschulen am häufigsten angeboten. Sie umfasst die in der POWO-Einordnung genannten Synonyme var. roseoplenus und f. plenus. Diese Namen betreffen die gefüllten Blütenformen und bezeichnen keine getrennten Arten. 1
Verwechslungen betreffen andere verholzende Malvengewächse mit großen Blüten sowie den krautigen Echten Eibisch:
- Hibiscus syriacus, Straucheibisch, dessen Blüten ihre Farbe nicht wechseln und mit 6 bis 10 cm kleiner bleiben;
- Hibiscus rosa-sinensis, immergrüner, frostempfindlicher Hibiskus, dessen Blüte nur einen Tag hält und keinen solchen Farbwechsel zeigt;
- Althaea officinalis, Echter Eibisch, eine krautige Staude mit wesentlich kleineren Blüten.
Das zuverlässigste Merkmal bleibt der Farbwechsel innerhalb eines Tages. Weder Hibiscus syriacus noch Hibiscus rosa-sinensis, die beiden anderen häufig kultivierten verholzenden Hibiskusarten, zeigen diesen Wechsel. Die Beobachtung der Blütenfarbe zu verschiedenen Tageszeiten ist deshalb besonders hilfreich für die Abgrenzung. 3
Hauptquellen
- Plants of the World Online / Kew, Hibiscus mutabilis L.
- Royal Horticultural Society, Hibiscus mutabilis, Pflanzenporträt
- NC State Extension Gardener Plant Toolbox, Hibiscus mutabilis
- Plants For A Future, Hibiscus mutabilis
- ASPCA, Liste giftiger und ungiftiger Pflanzen für Katzen
- INPN / MNHN, Hibiscus mutabilis L.
- Wikipedia (EN), Hibiscus mutabilis, Confederate rose
- USDA GRIN Global, Hibiscus mutabilis, taxonomischer Eintrag
Häufig gestellte Fragen
Warum wechseln die Blüten von Hibiscus mutabilis an einem Tag ihre Farbe?
Mit der im Tagesverlauf steigenden Temperatur reichert sich der Farbstoff Anthocyan an. Eine rote Blüte enthält etwa dreimal so viel wie eine rosafarbene und achtmal so viel wie eine weiße Morgenblüte. Kühl gehaltene Blüten bleiben länger weiß.
Woher stammt der Name Confederate rose?
Der englische Name verweist auf die alte Gartenkultur im Süden der Vereinigten Staaten, wo die Pflanze schon vor dem Amerikanischen Bürgerkrieg verbreitet war. Die Legende, der Farbwechsel sei durch das Blut eines Soldaten verursacht, ist eine volkstümliche Erzählung ohne botanische Grundlage.
Ist Hibiscus mutabilis für Katzen und Hunde giftig?
Eine Giftigkeit ist nicht dokumentiert. Die ASPCA führt die Art weder als giftig noch als ungiftig auf; auch universitäre Pflanzenporträts nennen keine bekannten Gefahren. Besonders bei Jungtieren bleibt vernünftige Vorsicht angebracht.
Was unterscheidet Hibiscus mutabilis von Hibiscus syriacus?
Die Blüten von Hibiscus mutabilis wechseln an einem Tag von Weiß zu Rot. Hibiscus syriacus zeigt diesen Farbwechsel nicht. Dessen Blüten sind zudem mit 6 bis 10 cm kleiner als die 7 bis 15 cm breiten Blüten von Hibiscus mutabilis.
Verliert Hibiscus mutabilis im Winter seine Blätter?
Ja. In gemäßigtem Klima fällt das Laub im Herbst ab. Frost unter 0 °C kann die oberirdischen Teile zerstören. Der Wurzelstock bleibt jedoch bis USDA-Zone 7 winterhart und treibt im Frühjahr wieder aus.
Lassen sich Blätter oder Blüten von Hibiscus mutabilis verwenden?
In der traditionellen chinesischen Medizin dienen die Blätter als Umschlag bei Verbrennungen und Blütenabkochungen bei bestimmten Atemwegsbeschwerden. Diese Anwendungen sind traditionell und ersetzen keine ärztliche Beratung.
Wie lässt sich Hibiscus mutabilis vermehren?
Im Sommer geschnittene Triebstecklinge bewurzeln sich innerhalb weniger Wochen. Sie sind für benannte Sorten am zuverlässigsten. Botanische Formen lassen sich im Frühjahr warm aussäen; die Samen keimen rasch.
Ähnliche Pflanzen
Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.







