Immergrünes Geißblatt (Lonicera acuminata, Wall. 1824)

Immergrünes Geißblatt (Lonicera acuminata Wall.) ist eine Kletterpflanze aus der Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae), die auch unter dem Synonym Lonicera henryi bekannt ist. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet reicht vom Himalaya über China bis nach Südostasien. Die wüchsige Liane benötigt eine tragfähige Kletterhilfe.

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Wissenschaftlicher NameLonicera acuminata
GattungLonicera
OrdnungDipsacales

Immergrünes Geißblatt, Lonicera henryi, Henrys Geißblatt, Fragrant grove honeysuckle und Vine honeysuckle

Identität
Toxizität
Vorsicht : Menschen, darunter Kinder, Katzen und Hunde · Unbekannt : Pferde
Pflegeaufwand
Mäßig
Pflanzenart
Zierpflanze · Pflanze für draußen · Kübelpflanze · Pflanze für Bestäuber
Blattart
Halbimmergrün
Lebensdauer
Mehrjährig
Herkunft
Östlicher HimalayaChinaMyanmar und VietnamJava, Sumatra und Philippinen
Lebensraum
Gebüsche, Waldränder, Hecken und Hänge; frische, durchlässige, neutrale bis leicht alkalische Böden
Ökologischer Nutzen
Röhrenblüten werden von bestäubenden Insekten besuchtBeeren können Tieren Nahrung bieten, sind aber nicht für Menschen bestimmt
Jahresverlauf
Blütezeit
FrühlingSommer
Wachstum
Ruhephase
Winterruhe
Wuchsgeschwindigkeit
7/10
Reifezeit
Bei passendem Gießen und Schnitt ist die Kletterhilfe nach zwei bis drei Jahren bedeckt.
Vermehrung
Steckling, Abmoosen
Klima & Wasser
Temperatur
Winterhärte
Windverträglichkeit
Mäßig; benötigt eine gut befestigte, stabile Kletterhilfe.
Luftfeuchtigkeit
40–75 %
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Nein
Boden
Boden-pH-Wert
Bodenarten
Entwässerter Boden, Kühler, feuchter Boden
Salzhaltiger Boden
Wird nicht vertragen
Licht & Standort
Lichtverhältnisse

Volle Sonne

Täglich einige Stunden direkte Sonne ermöglichen, vorzugsweise morgens oder abends.

Heller Halbschatten bis Sonne bei ausreichender Wasserversorgung.
Außenbereich
Sonniger Rand, Schattenkante, Unterholz-Garten, Garten in Kisten, Patio
Pflanzgefäße
Großer entwässernder Topf
Erscheinungsbild
Höhe250–600 cmBreite150–400 cm
Blätter
Grün
Immergrünes Geißblatt (Lonicera acuminata): Herkunft und Verwendung — blätter 1
Immergrünes Geißblatt (Lonicera acuminata): Herkunft und Verwendung — blätter 2
Immergrünes Geißblatt (Lonicera acuminata): Herkunft und Verwendung — blätter 3
Immergrünes Geißblatt (Lonicera acuminata): Herkunft und Verwendung — blätter 4
Immergrünes Geißblatt (Lonicera acuminata): Herkunft und Verwendung — blätter 5
Blüten
GelbRotViolettGröße2–5 cm
Immergrünes Geißblatt (Lonicera acuminata): Herkunft und Verwendung — blüten 1
Immergrünes Geißblatt (Lonicera acuminata): Herkunft und Verwendung — blüten 2
Immergrünes Geißblatt (Lonicera acuminata): Herkunft und Verwendung — blüten 3
Immergrünes Geißblatt (Lonicera acuminata): Herkunft und Verwendung — blüten 4
Immergrünes Geißblatt (Lonicera acuminata): Herkunft und Verwendung — blüten 5
Früchte
SchwarzBlau
Immergrünes Geißblatt (Lonicera acuminata): Herkunft und Verwendung — früchte 1
Immergrünes Geißblatt (Lonicera acuminata): Herkunft und Verwendung — früchte 2
Immergrünes Geißblatt (Lonicera acuminata): Herkunft und Verwendung — früchte 3
Immergrünes Geißblatt (Lonicera acuminata): Herkunft und Verwendung — früchte 4
Immergrünes Geißblatt (Lonicera acuminata): Herkunft und Verwendung — früchte 5
Wuchsform
Immergrünes Geißblatt (Lonicera acuminata): Herkunft und Verwendung — wuchsform 1
Immergrünes Geißblatt (Lonicera acuminata): Herkunft und Verwendung — wuchsform 2
Immergrünes Geißblatt (Lonicera acuminata): Herkunft und Verwendung — wuchsform 3
Immergrünes Geißblatt (Lonicera acuminata): Herkunft und Verwendung — wuchsform 4
Immergrünes Geißblatt (Lonicera acuminata): Herkunft und Verwendung — wuchsform 5
Rinde
Immergrünes Geißblatt (Lonicera acuminata): Herkunft und Verwendung — rinde 1
Immergrünes Geißblatt (Lonicera acuminata): Herkunft und Verwendung — rinde 2
Immergrünes Geißblatt (Lonicera acuminata): Herkunft und Verwendung — rinde 3
Immergrünes Geißblatt (Lonicera acuminata): Herkunft und Verwendung — rinde 4
Immergrünes Geißblatt (Lonicera acuminata): Herkunft und Verwendung — rinde 5

Weltweite Verbreitung

POWO führt Lonicera acuminata als akzeptierte Art mit natürlichem Vorkommen vom Himalaya über China bis ins westliche Malesien. In mehrere europäische Länder wurde sie eingeführt. Lonicera henryi gehört zu ihren Synonymen.

  • Heimisch4
  • Eingeführt1
  • Östlicher Himalaya
  • Zentral- und Südchina
  • Myanmar und Vietnam
  • Java, Sumatra und Philippinen
  • Großbritannien, Irland und Deutschland

Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.2

Akzeptierter Name und Identität

Immergrünes Geißblatt (Lonicera acuminata Wall., 1824) gehört zu den Geißblattgewächsen (Caprifoliaceae). POWO nennt ein weites natürliches Verbreitungsgebiet vom Himalaya über China bis nach Südostasien. Lonicera henryi wird als Synonym dieser akzeptierten Art behandelt. 2 4

Im Gartenbau begegnet einem die Pflanze weiterhin als Henrys Geißblatt. Dieser vertraute Name erleichtert das Wiedererkennen, während Lonicera acuminata ihre akzeptierte wissenschaftliche Zuordnung angibt. Die Erklärung der Synonymie verbindet beide Bezeichnungen, ohne den älteren Namen zu verdrängen. 3 1

Beschrieben wird hier eine bestimmte kletternde Art und nicht die gesamte Gattung Lonicera. Im Handel gilt sie als immergrünes oder halbimmergrünes Geißblatt. Ihre Ansprüche an Kletterhilfe und Schnitt sowie ihre Beeren unterscheiden sich von denen strauchiger Heckenkirschen. 5 6

Zur Gattung Lonicera gehören sowohl Sträucher als auch Lianen. Diese unterschiedlichen Wuchsformen machen eine genaue Artbestimmung sinnvoll: Das Immergrüne Geißblatt ist eine Kletterpflanze für tragfähige Gerüste und kein frei stehender Heckenstrauch. 7 8

Lonicera henryi als Synonym

Bei POWO steht Lonicera henryi unter den Synonymen von Lonicera acuminata. Diese Zuordnung erklärt, warum beide Namen dieselbe botanische Art bezeichnen. Die vertraute Gartenbezeichnung begründet für sich genommen keine zweite Art. 2

Auf Pflanzenetiketten kann der Name Henrys Geißblatt weiterhin hilfreich sein. Für die botanische Einordnung bleibt Lonicera acuminata maßgeblich. Entscheidend ist, den Zusammenhang beider Namen deutlich zu machen und nicht aus ihrer unterschiedlichen Schreibweise verschiedene Pflanzen abzuleiten.

Ältere Beschreibungen unter dem Namen Lonicera henryi schildern häufig einen sehr kräftigen Wuchs und je nach Klima wintergrünes Laub. Diese Eigenschaften gehören zur gärtnerischen Einordnung der Pflanze. Eine reine Namensangabe erklärt ihren tatsächlichen Platzbedarf noch nicht.

Auch bei akzeptierter Synonymie bleiben gewohnte Gartennamen im Gebrauch. Lonicera henryi kann deshalb beim Suchen und Bestimmen weiterhin begegnen. Wer den Namen mit Lonicera acuminata verbindet, kann entsprechende Beschreibungen richtig einordnen. 2 1

Erkennung

Als verholzende Liane entwickelt Lonicera acuminata windende Triebe, die sich an vorhandenen Strukturen abstützen. Ohne Kletterhilfe entsteht leicht ein ungeordnetes Geflecht. Die gegenständigen Blätter sind eher ledrig; ob sie überwintern, hängt vom Klima ab. Bei kalten Wintern ist der Wuchs halbimmergrün. 5

Röhrenförmige, oft duftende Blüten kennzeichnen auch dieses Geißblatt und werden von Insekten besucht. Je nach botanischer oder gärtnerischer Beschreibung reichen die Farben von Gelb bis zu rötlichen oder violetten Tönen. Die nachfolgenden Beeren sind keine Speisefrüchte. 5 6

Den kräftigen Wuchs sollte man bereits bei der Pflanzung berücksichtigen. Ein kleiner, leichter Rosenbogen kann bald überlastet sein. Eine tragfähige Pergola, ein stabiler Zaun oder ein großes Rankgitter bietet der Pflanze dagegen Raum für einen lebenden Sichtschutz.

Nach milden Wintern bleibt das Laub teilweise erhalten, nach ausgeprägter Kälte fällt mehr davon ab. Die Bezeichnung halbimmergrün beschreibt diese Abhängigkeit zuverlässiger als eine uneingeschränkte Zusage ganzjährig dichten Laubs. 5 2

Kultur und Kletterhilfe

Am besten wächst die Art bei frischem Wurzelbereich, fruchtbarer, durchlässiger Erde und ausreichend Licht. Volle Sonne ist bei guter Wasserversorgung möglich; heller Halbschatten mindert sommerlichen Stress. Sehr dichter Schatten fördert Laub auf Kosten der Blüte. 6

Eine stabile Kletterhilfe gehört von Anfang an zur Pflanzung. Tragfähige Drähte, ein fest montiertes Gitter oder eine sichere Pergola ersparen späteres Umlegen der Triebe. Weiche Befestigungen sind günstiger als enge Bindungen, die wachsende Triebe einschnüren.

Mit dem Schnitt wird der Wuchs ausgelichtet: Totholz entfernen, überlange Triebe kürzen und ineinander verschlungene Partien ausdünnen. Ohne Schnitt kann eine kräftige Liane ihre eigenen Zweige beschatten und Mehltau begünstigen. 5

Im Gefäß ist die Kultur möglich, verlangt aber mehr Betreuung. Nötig sind ein großer Topf, ein schweres Rankgerüst, regelmäßiges Gießen und gelegentlicher teilweiser Substrataustausch. Ein kleiner Ziertopf vor einer heißen Wand genügt einer solchen Kletterpflanze nicht.

Ein leichter, regelmäßiger Schnitt ist günstiger als ein radikaler Rückschnitt alle fünf Jahre. Er hält junge Blütentriebe zugänglich, begrenzt verfilzte Partien und erleichtert die Kontrolle, ob Triebe in eine Dachrinne oder einen benachbarten Baum wachsen. 6 7

Sicherheit und Beeren

Für die Art wird eine geringe Giftigkeit mit Vorsicht angesetzt, weil die herangezogenen Quellen keine schwere artspezifische Giftwirkung wie bei Eisenhut oder Oleander belegen. Daraus folgt keine Essbarkeit. Als verlässliche Empfehlung für den Garten gilt, die Beeren nicht zu verzehren. 5

In Gärten mit Kindern oder Haustieren sollten die Beeren nicht für neugierige Mitbewohner erreichbar sein. Nach einer einzelnen Aufnahme sind vor allem Verdauungsbeschwerden zu beobachten; nach größeren Mengen ist ärztlicher oder tierärztlicher Rat angebracht. Nektarbesuche durch Insekten sind kein Hinweis auf eine Eignung für die Küche. 6

Häufiger als Vergiftungen sind mechanische Probleme zu erwarten: ausgerissene Zweige, verbogene Kletterhilfen oder Triebe in einer Dachrinne. Ein jährlicher Schnitt begrenzt solche Schwierigkeiten und hält den Aufbau der Pflanze übersichtlich.

Einordnung als Kletterpflanze

Unter Lonicera henryi wird eine immergrüne bis halbimmergrüne Kletterpflanze verstanden, deren akzeptierte Zuordnung hier Lonicera acuminata lautet. Beide Bezeichnungen lassen sich durch die Synonymie verbinden, ohne ihre gärtnerischen Eigenschaften verschiedenen Arten zuzuschreiben. 2 3

Für den Standort sind drei Eigenschaften besonders relevant: Der Lauberhalt hängt vom Klima ab, die Pflanze benötigt eine ernsthaft tragfähige Kletterhilfe, und die Beeren sind nicht zum Verzehr bestimmt. Diese Merkmale ergänzen die botanische Namenszuordnung um praktische Orientierung.

Der ältere Name bleibt somit für das Wiedererkennen erhalten. Der akzeptierte Name Lonicera acuminata verankert die Pflanze zugleich als bestimmte Art innerhalb einer Gattung mit sehr unterschiedlichen Wuchsformen. So lassen sich ältere Beschreibungen und heutige Pflanzenetiketten zusammenführen. 4 1

Hauptquellen

Häufig gestellte Fragen

Sind Lonicera henryi und Lonicera acuminata getrennte Arten?

Lonicera henryi wird hier entsprechend der akzeptierten Zuordnung als Synonym von Lonicera acuminata behandelt. Der ältere Gartenname bleibt für das Wiedererkennen nützlich.

Bleibt das Immergrüne Geißblatt wirklich immergrün?

Je nach Klima ist die Pflanze halbimmergrün bis immergrün. In kalten Wintern kann ein Teil der Blätter abfallen.

Sind die Beeren essbar?

Sie sind nicht für den Verzehr bestimmt. Besonders Kinder und neugierige Haustiere sollten sie nicht aufnehmen.

Wo pflanzt man die Art am besten?

An eine Pergola, einen Zaun oder ein stabiles Spalier mit frischem, durchlässigem Boden.

Gilt die Art in Frankreich als invasiv?

Für Frankreich wird die Art hier nicht als invasiv geführt. Ihr kräftiger Wuchs erfordert dennoch Schnitt und Beobachtung, besonders in naturnahen Gärten.

Kann sie im Topf wachsen?

Ja, in einem großen Gefäß mit gutem Wasserabzug. Sie benötigt jedoch eine stabile Kletterhilfe und regelmäßigere Wassergaben als im Freiland.

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Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.