Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica, Ehrh. ex Hoffm.)

Das Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica) ist eine niedrige Pflanze aus der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae). Die kurzlebige Staude wird häufig ein- oder zweijährig gezogen. Ihre kleinen blauen Blüten mit hellem Auge begleiten Frühlingszwiebeln; durch Aussaat kann sie sich reichlich erneuern.

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Wissenschaftlicher NameMyosotis sylvatica
GattungMyosotis
OrdnungBoraginales

Wald-Vergissmeinnicht, Waldvergissmeinnicht, Forget-me-not und Woodland forget-me-not

Identität
Toxizität
Vorsicht : Menschen, darunter Kinder · Ungiftig : Katzen und Hunde · Unbekannt : Pferde
Pflegeaufwand
Niedrig
Pflanzenart
Jährlich · Zweijährlich · Kräuterlebhaft · Wilde Blume · Bodendecker · Pflanze für draußen
Blattart
Halbimmergrün
Lebensdauer
Zweijährig
Lebensraum
Waldränder, lichte Wälder, frische Böschungen, Frühlingsbeete, Kästen und feuchte verwilderte Flächen
Jahresverlauf
Blütezeit
FrühlingSommer
Wachstum
Ruhephase
Keine Ruhephase
Vermehrung
Aussaat
Klima & Wasser
Winterhärte
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Nein
Boden
Bodenarten
Feuchter Boden, Freies Land, Humusreicher Boden
Licht & Standort
Lichtverhältnisse
Außenbereich
Rand, Pflanzgefäß, Waldrand, Regenwassergarten, Naturgebiet
Erscheinungsbild
Höhe15–30 cmBreite15–25 cm
Blätter
Grün
Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica): Herkunft und Verwendung — blätter 1
Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica): Herkunft und Verwendung — blätter 2
Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica): Herkunft und Verwendung — blätter 3
Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica): Herkunft und Verwendung — blätter 4
Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica): Herkunft und Verwendung — blätter 5
Blüten
BlauRosaWeiß
Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica): Herkunft und Verwendung — blüten 1
Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica): Herkunft und Verwendung — blüten 2
Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica): Herkunft und Verwendung — blüten 3
Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica): Herkunft und Verwendung — blüten 4
Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica): Herkunft und Verwendung — blüten 5
Früchte
Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica): Herkunft und Verwendung — früchte 1
Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica): Herkunft und Verwendung — früchte 2
Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica): Herkunft und Verwendung — früchte 3
Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica): Herkunft und Verwendung — früchte 4
Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica): Herkunft und Verwendung — früchte 5
Wuchsform
Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica): Herkunft und Verwendung — wuchsform 1
Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica): Herkunft und Verwendung — wuchsform 2
Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica): Herkunft und Verwendung — wuchsform 3
Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica): Herkunft und Verwendung — wuchsform 4
Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica): Herkunft und Verwendung — wuchsform 5
Rinde
Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica): Herkunft und Verwendung — rinde 1
Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica): Herkunft und Verwendung — rinde 2
Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica): Herkunft und Verwendung — rinde 3
Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica): Herkunft und Verwendung — rinde 4
Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica): Herkunft und Verwendung — rinde 5

Identität

Wald-Vergissmeinnicht (Myosotis sylvatica Ehrh. ex Hoffm.) ist eine Art der Raublattgewächse, die Frühlingsbeete und Balkonkästen mit weichen blauen Übergängen verbindet. Waldvergissmeinnicht, Forget-me-not und Woodland forget-me-not sind weitere Bezeichnungen. Der allgemeine Name Vergissmeinnicht umfasst mehrere Arten; hier geht es um die Waldart. 1 8

Nach NC State handelt es sich um eine krautige, kurzlebige Staude mit Frühlingsblüte, die häufig ein- oder zweijährig kultiviert wird. Ihre kleinen blauen Blüten besitzen ein gelbes oder weißes Auge und erscheinen in der kühlen Jahreszeit besonders dicht. 5

Die Einordnung in die Gattung Myosotis und die Familie Boraginaceae bestätigen die taxonomischen Verzeichnisse. POWO, WFO und IPNI bieten die nötigen Anhaltspunkte, um diese Art von Sorten und anderen Vergissmeinnicht zu unterscheiden. 2 3 4

Unter Frühlingszwiebeln entsteht durch die Pflanze ein zartblauer Schleier. Tulpen und Narzissen stehen dadurch nicht einzeln über nacktem Boden, sondern werden durch eine niedrige Blütenschicht miteinander verbunden. 8 7

Erkennung

Behaarte kleine Horste von meist 15 bis 30 cm Höhe kennzeichnen das Wald-Vergissmeinnicht. Die einfachen Blätter sind länglich bis lanzettlich. Ihre raue Oberfläche hilft schon vor der Blüte beim Erkennen. 5

Fünflappige kleine Blüten stehen in Zymen und sind überwiegend blau mit hellem Auge. Manche Sorten blühen rosa oder weiß. Das weiche Frühlingsblau bleibt jedoch die typische Gartenwirkung dieser Art. 5 6

Nicht die Einzelblüte, sondern die Wiederholung vieler winziger Blütenkronen erzeugt den nebelartigen Eindruck. Darin unterscheidet sich das Wald-Vergissmeinnicht von Glockenblumen, Stiefmütterchen oder großen blau blühenden Stauden. 8 7

Niedrig und locker bleibt der Wuchs auch in Pflanzgefäßen. Am Kastenrand können die Triebe etwas überhängen. Im Garten bildet sich bei frischem Boden und ausreifenden Samen mitunter eine kleine Kolonie. 5 8

Nützliche Taxonomie

Als botanischer Name gilt Myosotis sylvatica Ehrh. ex Hoffm. Das Artepitheton sylvatica verweist auf Wald oder Gehölz und passt zur Verwendung an frischen Waldrändern und unter lockerem Blätterdach. 4 5

Sortenbezeichnungen wie Blue Basket, Ultramarine, Victoria Blue und Snowball stehen für Auslesen mit unterschiedlicher Farbe oder Wuchsform. Sie ergänzen den wissenschaftlichen Artnamen, ersetzen ihn aber nicht. 5 6

Innerhalb der Boraginaceae finden sich sehr unterschiedliche Pflanzen, von Borretsch bis Hainblumen. Die Familienzugehörigkeit liefert daher allein keine verlässliche Aussage über Nutzung oder Giftigkeit. Maßgeblich bleibt jeweils die einzelne Art. 2 3

Der vollständige Artname bewahrt eine wichtige Unterscheidung: Nicht jedes Vergissmeinnicht ist Myosotis sylvatica. Die Art ist auch mehr als eine allgemeine Bezeichnung auf Saatgutmischungen; ihre botanische Identität bleibt eigenständig. 8 1

Kultur

Frischer, humusreicher und gut durchlässiger Boden entspricht ihren Ansprüchen. NC State nennt Sonne und Halbschatten als geeignete Lagen. In warmen Klimaten ist leichter Schatten günstiger. 5

Für die zweijährige Kultur wird im Sommer ausgesät, im Herbst stehen junge Pflanzen bereit und im folgenden Frühjahr setzt die Blüte ein. Auch eine Aussaat im Haus vor dem letzten Frost ist möglich, um früher Blüten zu erhalten. 5 6

Gleichmäßige Wasserversorgung entscheidet über die Dauer der Blüte. Ein frischer Beetrand verlängert sie, ein heißer und trockener Topf verkürzt sie. Die gute Keimung macht die Kultur zwar leicht, ersetzt aber keinen ausreichend feuchten Boden. 8 5

Nach dem Abblühen lässt sich die Pflanzung auf zwei Arten weiterführen: Samen ausreifen lassen, damit sie sich erneuert, oder die Blütenstängel für einen klar begrenzten Rand zurückschneiden. Entscheidend ist, wie viel Selbstaussaat erwünscht ist. 5

In mildem Klima eignet sich die Art nicht als typische Sommerblume. Ihr günstigstes Zeitfenster ist kühl, hell und feucht, mit noch gemäßigten Nachttemperaturen. Bei zunehmender Hitze wirkt das Laub weniger gepflegt und der lockere Blütenschleier verliert an Wirkung. 5 8

Verwendung

Als blauer Frühlingshintergrund verbindet sie Tulpen, Narzissen, Traubenhyazinthen, Primeln, Stiefmütterchen und noch unbelaubte Sträucher. Zwischen Boden und höheren Blüten entsteht dadurch ein sanfter Übergang. 8 7

Im Balkonkasten füllt das Wald-Vergissmeinnicht Zwischenräume mit lebendigem Grün und Blüten. Schon wenige Pflanzen lockern eine strenge Anordnung auf, besonders neben weiß, gelb oder rosa blühenden Zwiebelpflanzen. 8 5

Für bestimmte Insekten, Schmetterlinge und andere Bestäuber nennt NC State die kleinen Blüten als Nahrungsangebot. Die Art ist keine besonders große Nektarquelle, ergänzt aber früh im Jahr das vorhandene Blütenangebot. 5

Auf passenden Böden kann die Pflanze durch Aussaat überhandnehmen. Im romantischen oder naturnahen Garten ist diese Wuchskraft oft willkommen, während sie an streng gefassten Beeträndern zusätzlichen Pflegeaufwand verursacht. 5 8

Die passende Pflanzdichte zeigt sich zur Blüte der Zwiebelpflanzen. Zu wenige Exemplare lassen nackten Boden sichtbar; zu viele Sämlinge verdecken Tulpenblätter und erschweren in kleinen, frischen Gärten die Pflege nach der Blüte. 8 6

Vorsichtsmaßnahmen

Für diese Art wird keine spezifische Giftigkeit angegeben. Hunde und Katzen gelten im vorliegenden Profil als unbedenklich; für Pferde fehlen Angaben. NC State hebt keinen besonderen Giftigkeitsverdacht hervor. 5 2

Auch ohne bekannten Giftigkeitshinweis sollten Kinder und Tiere nicht zum Verzehr von Beetpflanzen angeregt werden. Eine Zierpflanze wird durch das Fehlen einer Warnung nicht automatisch zur Nahrungspflanze. 8

Gärtnerisch stehen Mehltau, Rost, trockene Hitze und übermäßige Selbstaussaat im Vordergrund. Luftige Pflanzabstände, frischer Boden und ein bedarfsgerechter Rückschnitt reichen meist aus, um die Bestände zu pflegen. 5

Als verbindende Pflanze zeigt Myosotis sylvatica seine Stärken im Zusammenspiel mit Frühlingszwiebeln. Das zarte Blau wirkt besonders gut, solange der Boden ausreichend lange frisch bleibt; eine große Einzelblüte ist dafür nicht nötig. 8 6

Hauptquellen

Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.