Chinesische Pfingstrose (Paeonia lactiflora, Pall. 1776)

Paeonia lactiflora Pall. ist eine krautige, ausdauernde Pfingstrose aus der Familie der Paeoniaceae und stammt aus Nordostasien. Im Unterschied zu Strauch-Pfingstrosen zieht sie jeden Winter vollständig ein und treibt im Frühjahr aus dem Wurzelstock neu aus. Ihre großen duftenden Blüten und die oft von Ameisen besuchten Knospen sind charakteristisch. Von ihr stammen die meisten krautigen Gartenpfingstrosen ab.

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Wissenschaftlicher NamePaeonia lactiflora
GattungPaeonia
OrdnungSaxifragales

Chinesische Pfingstrose, Milchweiße Pfingstrose, Edel-Pfingstrose, Chinese peony und Common garden peony

Identität
Toxizität
Vorsicht : Menschen, Katzen, Hunde und Pferde
Pflegeaufwand
Niedrig
Pflanzenart
Kräuterlebhaft · Gartenpflanze
Blattart
Laubabwerfend
Lebensdauer
Mehrjährig
Herkunft
China (Norden und Osten)Sibirien (Südosten)MongoleiSüdkoreaRussischer Ferner Osten
Lebensraum
Gemäßigte Wiesen, Grashänge und Gebüsche auf tiefgründigen, gut drainierten Böden
Jahresverlauf
Blütezeit
FrühlingSommer
Wachstum
Ruhephase
Winterruhe
Wuchsgeschwindigkeit
4/10
Reifezeit
Volle Blüte nach 3 bis 4 Jahren; danach langlebiger Wurzelstock
Kronendurchmesser
60–90 cm
Vermehrung
Teilung, Aussaat
Klima & Wasser
Temperatur
Winterhärte
Windverträglichkeit
Mittel; gefüllte Sorten mit schweren Blüten stützen
Luftfeuchtigkeit
35–65 %
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Nein
Boden
Boden-pH-Wert
Bodenarten
Tiefer Boden, Reicher Boden, Entwässerter Boden
Salzhaltiger Boden
Wird nicht vertragen
Licht & Standort
Lichtverhältnisse

Volle Sonne

Täglich einige Stunden direkte Sonne ermöglichen, vorzugsweise morgens oder abends.

Volle Sonne bis lichter Halbschatten
Innenbereich
Nicht für den Innenbereich geeignet
Außenbereich
Gartenbeet, Beet in voller Sonne
Pflanzgefäße
Großes Becken, Offener Boden
Erscheinungsbild
Höhe60–100 cmBreite60–90 cm
Blätter
Grün
Paeonia lactiflora: Herkunft und Verwendung — blätter 1
Paeonia lactiflora: Herkunft und Verwendung — blätter 2
Paeonia lactiflora: Herkunft und Verwendung — blätter 3
Paeonia lactiflora: Herkunft und Verwendung — blätter 4
Paeonia lactiflora: Herkunft und Verwendung — blätter 5
Blüten
RosaWeißRotGröße8–18 cm
Paeonia lactiflora: Herkunft und Verwendung — blüten 1
Paeonia lactiflora: Herkunft und Verwendung — blüten 2
Paeonia lactiflora: Herkunft und Verwendung — blüten 3
Paeonia lactiflora: Herkunft und Verwendung — blüten 4
Paeonia lactiflora: Herkunft und Verwendung — blüten 5
Früchte
GrünBraun
Paeonia lactiflora: Herkunft und Verwendung — früchte 1
Paeonia lactiflora: Herkunft und Verwendung — früchte 2
Paeonia lactiflora: Herkunft und Verwendung — früchte 3
Paeonia lactiflora: Herkunft und Verwendung — früchte 4
Paeonia lactiflora: Herkunft und Verwendung — früchte 5
Wuchsform
Paeonia lactiflora: Herkunft und Verwendung — wuchsform 1
Paeonia lactiflora: Herkunft und Verwendung — wuchsform 2
Paeonia lactiflora: Herkunft und Verwendung — wuchsform 3
Paeonia lactiflora: Herkunft und Verwendung — wuchsform 4
Paeonia lactiflora: Herkunft und Verwendung — wuchsform 5
Rinde
GrünRot
Paeonia lactiflora: Herkunft und Verwendung — rinde 1
Paeonia lactiflora: Herkunft und Verwendung — rinde 2
Paeonia lactiflora: Herkunft und Verwendung — rinde 3
Paeonia lactiflora: Herkunft und Verwendung — rinde 4
Paeonia lactiflora: Herkunft und Verwendung — rinde 5

Weltweite Verbreitung

POWO/Kew führt Paeonia lactiflora Pall. als akzeptierte Art mit natürlichem Areal vom Südosten Sibiriens bis nach Nord- und Ostchina. Gartenbauliche Quellen nennen zusätzlich die Mongolei und Korea und weisen darauf hin, dass die meisten krautigen Gartenpfingstrosen von dieser Art abstammen.

  • Heimisch5
  • China (Norden und Osten)
  • Sibirien (Südosten)
  • Mongolei
  • Korea
  • Russischer Ferner Osten

Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1

Identität

Paeonia lactiflora (Paeonia lactiflora Pall.) ist eine ausdauernde krautige Pfingstrose der Gattung Paeonia aus der Familie der Paeoniaceae. POWO/Kew akzeptiert den von Peter Simon Pallas 1776 veröffentlichten Namen und nennt ein natürliches Areal vom Südosten Sibiriens bis nach Nord- und Ostchina. 1

Die Bezeichnung Milchweiße Pfingstrose gibt das Epitheton lactiflora wieder, das sich auf die milchweiße Blütenfarbe der Wildart bezieht. Auch der Name Chinesische Pfingstrose ist gebräuchlich. Als Beet- und Schnittblume unterscheidet sich diese Pflanze durch ihren vollständig krautigen Lebenszyklus von Strauch-Pfingstrosen. 2 4

Die gärtnerische Bedeutung der Art ist groß: Die meisten unter zahlreichen Sortennamen angebotenen krautigen Gartenpfingstrosen stammen von ihr ab. Während Handelsbezeichnungen variieren, bleibt Paeonia lactiflora der verlässliche botanische Bezugspunkt. 3 4

Erkennung

Aufrechte krautige Stängel bilden bei Paeonia lactiflora einen 60 bis 100 cm hohen Horst, der im Winter vollständig abstirbt. Dieses Einziehen unterscheidet sie unmittelbar von Strauch-Pfingstrosen, deren verholzte Triebe das ganze Jahr sichtbar bleiben. 3 2

Wechselständig angeordnete, zusammengesetzte Blätter sind in schmale Blättchen gegliedert. Oben wirken sie dunkelgrün und glänzend, unten heller. Das klar gegliederte Laub bleibt nach der Blüte dekorativ und hilft bei der Bestimmung. 3 5

Auffällig sind die großen, endständigen Duftblüten. Je nach Sorte sind sie einfach, halbgefüllt oder stark gefüllt und zeigen weiße, rosa oder rote Farbtöne. Die Blütezeit reicht vom späten Frühjahr bis in den Frühsommer. Häufig sitzen Ameisen auf den Knospen, um süßen Nektar aufzunehmen. Zum Öffnen der Blüten werden sie nicht benötigt. 4 3

Nützliche Taxonomie

Der wissenschaftliche Bezugspunkt ist Paeonia lactiflora Pall., veröffentlicht 1776. POWO führt sie als akzeptierte Art der Paeoniaceae in der Ordnung Saxifragales mit einem natürlichen Areal vom Südosten Sibiriens bis nach Nord- und Ostchina. 1

Unter den älteren Synonymen steht Paeonia albiflora Pall., ein in der Gartenliteratur noch verbreiteter Name, neben verschiedenen örtlich beschriebenen Formen. Die Schreibweise Paeonia lactiflora ohne Hybridzeichen unterscheidet die Art von Strauch-Pfingstrosen, die mit einem × gekennzeichnet werden. 1 6

Für die Sortenwahl ist folgende Unterscheidung hilfreich: Als Staudenpfingstrosen verkaufte Pflanzen gehören meist zur lactiflora-Gruppe oder zu ihren Hybriden. 'Sarah Bernhardt' und 'Festiva Maxima' bezeichnen ausgewählte Kultursorten, keine eigenständigen Arten oder botanischen Varietäten. 2 6

Lebensraum und Verbreitung

Nach POWO/Kew reicht das natürliche Areal vom Südosten Sibiriens bis nach Nord- und Ostchina und liegt in einem gemäßigten Biom. Dort wächst die Art auf Wiesen, an Grashängen und Gebüschrändern auf tiefgründigen, drainierten Böden. 1

Gartenbauliche Quellen nennen darüber hinaus die Mongolei, Korea und den russischen Fernen Osten. Dies passt zur weiten Verbreitung der Art in Nordostasien. Die klimatische Spannweite erklärt zugleich ihre ausgeprägte Winterhärte. 3 4

Für Frankreich wird Paeonia lactiflora hier als kultivierte Pflanze behandelt; ein invasiver Status wird nicht zugrunde gelegt. Sie braucht einen dauerhaften hellen Platz mit tiefgründigem, gut drainiertem Boden und verträgt wiederholtes Umpflanzen nach der Etablierung schlecht. 2 5

Lebenszyklus und Vermehrung

Mit einer ausgeprägten Winterruhe zieht Paeonia lactiflora als krautige Staude jährlich ein. Die Stängel trocknen ab, und im Frühjahr treibt der Wurzelstock erneut aus. Bis zur vollen Blüte vergehen nach Pflanzung oder Teilung oft 3 bis 4 Jahre, in denen sich der Wurzelstock kräftigt. 3 2

Einfache und halbgefüllte Blüten liefern Pollen und Nektar und werden von Bienen besucht. Stark gefüllte, weniger fruchtbare Formen bieten geringere Ressourcen. Nach der Blüte enthalten die Balgfrüchte große, schwarze, keimfähige Samen. Die Anzucht aus Samen dauert lange und erhält die Eigenschaften einer Sorte nicht zuverlässig. 4 5

Zur Vermehrung im Garten dient vor allem die Teilung des Wurzelstocks im Herbst. Jedes Teilstück sollte 3 bis 5 Augen tragen und flach eingesetzt werden. Entscheidend ist die Tiefe: Die Augen dürfen nur 2 bis 5 cm unter der Oberfläche liegen. Ein zu tief gesetzter Wurzelstock bildet kräftiges Laub, bleibt aber ohne Blüten. 2 3

Nutzen und Risiken

Als Zierpflanze findet Paeonia lactiflora Verwendung in sonnigen Staudenbeeten, Einfassungen und Bauerngärten sowie als duftende Schnittblume für Sträuße. Ein etablierter Wurzelstock kann am selben Platz jahrzehntelang blühen und macht sie zu einer langlebigen Beetpflanze. 2 4

Zum Verzehr im Garten ist Paeonia lactiflora nicht vorgesehen. Wurzeln bestimmter Pfingstrosen werden zwar in der traditionellen Heilkunde verwendet. Daraus lässt sich hier jedoch keine sichere öffentliche Anleitung zu Anwendung, Dosierung oder Zubereitung ableiten. Die Pflanze sollte nicht gegessen werden. 5 3

Bei Tieren ist Vorsicht geboten. Die ASPCA führt „Peony“ als giftig für Hunde, Katzen und Pferde und nennt Paeonol als Wirkstoff. Nach Verzehr können Erbrechen, Durchfall und Mattigkeit auftreten. Die Giftwirkung bleibt meist mäßig, dennoch sollten Tiere keine Pflanzenteile fressen. 7

Sorten, Verwechslungen und verwandte Pflanzen

Bei der Sortenwahl zählen Blütenfarbe, Blütenform und Duft. Es gibt einfache, halbgefüllte, gefüllte und japanische Formen in Weiß, Rosa oder Rot. 'Sarah Bernhardt' ist eine klassische, stark duftende rosa gefüllte Schnittblume. 'Festiva Maxima' blüht weiß mit roten Sprenkeln, 'Duchesse de Nemours' duftend cremeweiß. 'Bowl of Beauty' zeigt die japanische Blütenform mit einer Mitte aus Staubblättern. 2

Ähnliche Gartenpfingstrosen lassen sich folgendermaßen unterscheiden:

  • Paeonia officinalis, die Gemeine Pfingstrose, ist ebenfalls krautig und blüht häufig früher;
  • Paeonia × suffruticosa, die Strauch-Pfingstrose, behält im Winter verholzte Triebe;
  • Itoh-Hybriden, Kreuzungen zwischen Stauden- und Strauch-Pfingstrosen, zeigen einen vermittelnden Wuchs.

Der vollständig krautige Wuchs, das Einziehen der Stängel im Winter und von Ameisen besuchte Knospen bleiben wichtige Merkmale, um eine als Staudenpfingstrose verkaufte Pflanze Paeonia lactiflora oder ihren Hybriden zuzuordnen. 3 1

Hauptquellen

Häufig gestellte Fragen

Wächst Paeonia lactiflora tatsächlich als Staude?

Ja. Anders als Strauch-Pfingstrosen bildet sie kein Holz. Die Stängel trocknen im Winter ab und verschwinden; im Frühjahr treibt die Pflanze aus dem Wurzelstock neu aus.

Sollte man Paeonia lactiflora im Herbst zurückschneiden?

Ja. Schneiden Sie die trockenen Stängel im Spätherbst oder Winter bodennah ab. Das entfernt abgestorbenes Material und begrenzt Krankheiten wie die durch Botrytis verursachte Pfingstrosenwelke.

Warum sitzen Ameisen auf den Pfingstrosenknospen?

Die Knospen sondern süßen Nektar ab, der Ameisen anzieht. Sie schaden der Pflanze nicht und öffnen auch nicht die Blüten. Eine Behandlung ist nicht nötig.

Warum blüht Paeonia lactiflora nicht?

Am häufigsten wurde der Wurzelstock zu tief gepflanzt. Die Augen sollten nur 2 bis 5 cm unter der Oberfläche liegen. Auch Schatten, eine kürzlich erfolgte Teilung oder das geringe Alter der Pflanze können die Blüte verzögern.

Ist Paeonia lactiflora giftig für Tiere?

Vorsicht ist geboten. Die ASPCA stuft Pfingstrosen wegen Paeonol als giftig für Hunde, Katzen und Pferde ein. Nach Verzehr können Verdauungsbeschwerden auftreten. Tiere sollten die Pflanze daher nicht fressen.

Was unterscheidet Paeonia lactiflora von Strauch-Pfingstrosen?

Paeonia lactiflora wächst krautig und zieht im Winter vollständig ein. Strauch-Pfingstrosen behalten dagegen ihre verholzten Triebe. Itoh-Hybriden verbinden Merkmale beider Gruppen.

Ähnliche Pflanzen

Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.