Kalla (Zantedeschia aethiopica, (L.) Spreng.)

Kalla (Zantedeschia aethiopica) ist ein Aronstabgewächs (Araceae) mit großer weißer Spatha. Sie wird im Floralens-Beitrag über weiße Blumen als markante Pflanze für Sträuße und Wasserränder vorgestellt. Ihre klare Form ist dekorativ, doch für Hunde, Katzen und Pferde ist sie deutlich giftig.

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Wissenschaftlicher NameZantedeschia aethiopica
GattungZantedeschia
OrdnungAlismatales

Kalla, Calla, Zimmercalla, Arum lily und Calla lily

Identität
Toxizität
Vorsicht : Menschen · Giftig : Kinder, Katzen, Hunde und Pferde
Pflegeaufwand
Mäßig
Pflanzenart
Kräuterlebhaft · Pflanze für draußen · Zierpflanze
Blattart
Immergrün
Lebensdauer
Mehrjährig
Lebensraum
Ufer und feuchte Gräben; frische bis nasse Böden, milde Gärten, große Kübel und weiße Pflanzbilder
Jahresverlauf
Blütezeit
FrühlingSommer
Wachstum
Ruhephase
Winterruhe
Vermehrung
Teilung, Aussaat
Klima & Wasser
Winterhärte
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Nein
Boden
Bodenarten
Feuchter Boden, Humusreicher Boden, Freies Land
Licht & Standort
Lichtverhältnisse
Außenbereich
Gartenbeet, Pflanzgefäß, Garten mit Schnittblumen
Erscheinungsbild
Höhe60–120 cmBreite45–90 cm
Blätter
Grün
Kalla (Zantedeschia aethiopica): Herkunft und Verwendung — blätter 1
Kalla (Zantedeschia aethiopica): Herkunft und Verwendung — blätter 2
Kalla (Zantedeschia aethiopica): Herkunft und Verwendung — blätter 3
Kalla (Zantedeschia aethiopica): Herkunft und Verwendung — blätter 4
Kalla (Zantedeschia aethiopica): Herkunft und Verwendung — blätter 5
Blüten
Weiß
Kalla (Zantedeschia aethiopica): Herkunft und Verwendung — blüten 1
Kalla (Zantedeschia aethiopica): Herkunft und Verwendung — blüten 2
Kalla (Zantedeschia aethiopica): Herkunft und Verwendung — blüten 3
Kalla (Zantedeschia aethiopica): Herkunft und Verwendung — blüten 4
Kalla (Zantedeschia aethiopica): Herkunft und Verwendung — blüten 5
Früchte
Kalla (Zantedeschia aethiopica): Herkunft und Verwendung — früchte 1
Kalla (Zantedeschia aethiopica): Herkunft und Verwendung — früchte 2
Kalla (Zantedeschia aethiopica): Herkunft und Verwendung — früchte 3
Kalla (Zantedeschia aethiopica): Herkunft und Verwendung — früchte 4
Kalla (Zantedeschia aethiopica): Herkunft und Verwendung — früchte 5
Wuchsform
Kalla (Zantedeschia aethiopica): Herkunft und Verwendung — wuchsform 1
Kalla (Zantedeschia aethiopica): Herkunft und Verwendung — wuchsform 2
Kalla (Zantedeschia aethiopica): Herkunft und Verwendung — wuchsform 3
Kalla (Zantedeschia aethiopica): Herkunft und Verwendung — wuchsform 4
Kalla (Zantedeschia aethiopica): Herkunft und Verwendung — wuchsform 5
Rinde
Kalla (Zantedeschia aethiopica): Herkunft und Verwendung — rinde 1
Kalla (Zantedeschia aethiopica): Herkunft und Verwendung — rinde 2
Kalla (Zantedeschia aethiopica): Herkunft und Verwendung — rinde 3
Kalla (Zantedeschia aethiopica): Herkunft und Verwendung — rinde 4
Kalla (Zantedeschia aethiopica): Herkunft und Verwendung — rinde 5

Identität

Kalla (Zantedeschia aethiopica (L.) Spreng.) ist die im Floralens-Beitrag über weiße Blumen vorgestellte Art. Der Beitrag beschreibt sie als skulpturale Pflanze für zeitgenössische Dekorationen und formale Sträuße. 2 8

POWO, WFO, IPNI und Wikidata bestätigen Zantedeschia aethiopica (L.) Spreng. als Art der Araceae. Der im Gartenbau verwendete Name „Arum“ darf botanisch nicht mit der Gattung Arum gleichgesetzt werden. 2 3 4 1

Ihre große weiße Spatha umschließt einen gelben Kolben. Dieser weiße Trichter prägt die klare Linienführung, die der Blogbeitrag hervorhebt. 5 8

Besondere Vorsicht verlangt die Giftigkeit: Wie viele Aronstabgewächse enthält Kalla reizende Calciumoxalate. Tiere, die an Pflanzen kauen, dürfen sie nicht erreichen. 7

Erkennung

An Kalla fallen große grüne, pfeilförmige bis breit ovale, oft glänzende Blätter und aufrechte weiße Blütenstände auf. Der dekorative weiße Teil ist eine Spatha, also ein Hochblatt, und kein einzelnes Blütenblatt. 5

Im gelben Kolben in der Mitte sitzen die eigentlichen Blüten. Diese für Aronstabgewächse typische Struktur erinnert optisch an Einblatt und Anthurien, obwohl die Pflanzen unterschiedlich verwendet werden. 2

Zurückhaltung bestimmt ihre Wirkung im Blogbeitrag: Kalla hat keine romantisch zerknitterte Blütenform, sondern eine klare, fast architektonische Linie. Gerade dadurch wirkt sie in einem weißen Strauß markant. 8

Ein verlässliches Erkennungsbild liefern breite Blätter, ein kräftiger Blütenstandsstiel, die weiße trichterförmige Spatha und der gelbe Kolben. Eine echte weiße Lilie besitzt dagegen Blütenhüllblätter und gehört zu den Liliaceae. 8

Nützliche Taxonomie

Als akzeptierter Name gilt Zantedeschia aethiopica (L.) Spreng. Da der Blogbeitrag dieses Binomen nennt, bleibt die genaue Art maßgeblich; die allgemeinen Namen „Calla“ oder „Arum“ allein sind weniger präzise. 2 8

Der englische Name „calla lily“ kann täuschen: Kalla ist keine echte Lilie. Diese Trennung ist botanisch und für die Giftigkeit wesentlich, denn die Risiken der Araceae unterscheiden sich von denen echter Lilium. 7

Innerhalb der Araceae steht die Gattung Zantedeschia. Spatha und Kolben kennzeichnen diese Familie; bei vielen ihrer Arten kommen zudem reizende Raphiden vor. 3 5

Botanisch lässt sich die Verwendung so einordnen: Kalla ist eine markante weiße Schnittpflanze und im gärtnerischen Sprachgebrauch ein „Arum“. Sie ist jedoch weder eine echte Lilie noch für Tiere harmlos. 8 7

Kultur

Für die Kultur braucht Kalla einen nährstoffreichen, frischen bis feuchten Boden und einen hellen Standort ohne übermäßige Trockenheit. In mildem Klima kann sie draußen kräftig wachsen; bei Frostgefahr benötigt sie Schutz. 6

An einem Wasserbecken, in einem regelmäßig gegossenen großen Kübel oder in einem frischen Beet gedeiht sie gut. Längere Trockenphasen verträgt sie schlecht; die Blätter sinken dann zusammen. 5

Durch Teilung des Wurzelstocks lassen sich Bestände vermehren und verjüngen. Im Kübel sind verdichtetes und ausgelaugtes Substrat zu beachten, denn eine große Pflanze beansprucht rasch den verfügbaren Raum. 6

Entscheidend ist Feuchtigkeit ohne Sauerstoffmangel. Frisch bis feucht bedeutet weder ein Gefäß ohne Wasserabzug noch faulendes Substrat. Die Pflanze braucht Nässeverträglichkeit und lebende, ausreichend versorgte Wurzeln zugleich. 5

Außerhalb milder Klimate erleichtert ein großes, tiefes Gefäß die Kultur erheblich. Es hält die Feuchtigkeit, erlaubt das Einräumen oder Schützen des Wurzelstocks und hilft, Tiere fernzuhalten. Ein kleiner Topf trocknet zu schnell aus und kippt unter dem Gewicht der Blätter. 6

Beim Entfernen beschädigter Blätter ist Sorgfalt nötig. Schnittreste dürfen nicht dort liegen bleiben, wo Hunde oder Katzen aus Neugier daran kauen können. Die sichere Entsorgung gehört zur Pflege. 7

Verwendung

Vor allem dient Kalla als weiße Schnittblume mit klarer Form. Der Blogbeitrag zählt sie zu den weißen Blumen, die sich bei sauberem Wasser und frisch angeschnittenen Stielen gut halten. 8

Im Garten passt sie zu frischen Pflanzungen, Wasserrändern, großen Kübeln und weißen Beeten. Ihre Form setzt einen deutlichen Blickpunkt und wirkt weniger luftig als Prachtkerzen oder Jasmin. 6

Für eine zeitgenössische Dekoration genügt mitunter ein einziger Stiel. Die senkrechte Linie, das deutlich gezeichnete Hochblatt und das klare Weiß erklären die Beliebtheit in formalen Arrangements. 8

Auch bei der Verwendung im Haus gehört die Sicherheit dazu. Wo neugierige Katzen, Hunde oder Pferde Zugang haben, sollten weder erreichbare Sträuße noch angekaute Blätter oder Schnittreste am Boden verbleiben. 7

Im Strauß sind frisch angeschnittene Stiele und sauberes Wasser wichtiger als viele zusätzliche empfindliche Blüten. Kalla bringt bereits eine starke Form mit. Ruhiges Blattgrün oder wenige weiße Blumen reichen oft aus, um diesen Charakter zu bewahren. 8

Vorsicht

Für Kalla wird eine hohe Giftigkeit angegeben. Die ASPCA stuft „Calla Lily“ als giftig für Hunde und Katzen ein; das Pflanzenprofil führt auch Pferde als gefährdete Tiergruppe. 7 1

Unlösliche Calciumoxalate reizen Mund und Rachen. Nach dem Kauen sind Schmerzen im Mund, Speichelfluss, Erbrechen und Schluckbeschwerden möglich. 7

Zu den praktischen Vorsichtsmaßnahmen gehören Handschuhe bei reizendem Pflanzensaft, das Fernhalten von Pflanzenteilen aus für Tiere zugänglichem Kompost, gereinigte Vasen und unerreichbar aufgestellte Sträuße. 5

Eine Verwechslung mit Lilien kann in beide Richtungen gefährlich sein. Kalla ist keine echte Lilium, aber deshalb keineswegs harmlos. Statt allein vom Trivialnamen auszugehen, ist das Binomen Zantedeschia aethiopica entscheidend. 7 8

Standort und Sicherheit sollten gemeinsam gewählt werden. Ein Bestand am Teich kann attraktiv sein, eignet sich aber nicht für Bereiche mit grabenden Tieren oder für Stellen, an denen Kinder unbeaufsichtigt die Stiele anfassen. 7

Für die Verwendung bleibt Zantedeschia aethiopica die im Beitrag vorgestellte Kalla. Ihre genaue Artzugehörigkeit, die markante weiße Spatha und die Giftigkeit der Aronstabgewächse gehören dabei zusammen. 8 2

Hauptquellen

Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.