Elefantenfuß (Pflanze) (Beaucarnea recurvata, (K.Koch & Fintelm.) Lem. 1861)

Elefantenfuß (Pflanze) (Beaucarnea recurvata) ist eine baumförmige Pflanze aus der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae) und stammt aus trockenen Gebieten im Osten Mexikos. Trotz seines palmenähnlichen Aussehens gehört er nicht zu den echten Palmen. Der verdickte Stammfuß speichert Wasser; darüber sitzt ein Schopf langer, schmaler, überhängender Blätter.

Weiterlesen
Wissenschaftlicher NameBeaucarnea recurvata
GattungBeaucarnea
OrdnungAsparagales

Elefantenfuß (Pflanze), Elefantenfuß, Flaschenbaum, Nolina und Ponytail palm

Identität
Toxizität
Ungiftig : Katzen, Hunde und Pferde
Pflegeaufwand
Niedrig
Pflanzenart
Blattart
Immergrün
Lebensdauer
Mehrjährig
Herkunft
Mexiko
Lebensraum
Halbtrockengebiete und Trockenwälder auf felsigen, gut drainierten Böden
Jahresverlauf
Blütezeit
Sommer
Wachstum
Ruhephase
Keine Ruhephase
Wuchsgeschwindigkeit
3/10
Reifezeit
Verdickter Caudex entwickelt sich langsam über mehrere Jahre
Vermehrung
Aussaat, Teilung von Ablegern
Klima & Wasser
Temperatur
Winterhärte
Windverträglichkeit
Gut bei etablierten Pflanzen mit stabilem Caudex
Luftfeuchtigkeit
30–50 %
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Ja
Boden
Boden-pH-Wert
Bodenarten
Kaktusmischung, Erde für Zimmerpflanzen
Salzhaltiger Boden
Wird nicht vertragen
Licht & Standort
Lichtverhältnisse

Volle Sonne

Heller Standort bis volle Sonne
Innenbereich
Wohnzimmer, Helles Zimmer, Büro
Abstand zum Fenster
Etwa 30 cm von einem sehr hellen Südfenster
Außenbereich
Beet in voller Sonne, Veranda
Pflanzgefäße
Terrakotta, Abflusstopf
Erscheinungsbild
Höhe100–900 cmBreite100–400 cm
Blätter
Grün
Elefantenfuß (Pflanze) (Beaucarnea recurvata): Herkunft und Verwendung — blätter 1
Elefantenfuß (Pflanze) (Beaucarnea recurvata): Herkunft und Verwendung — blätter 2
Elefantenfuß (Pflanze) (Beaucarnea recurvata): Herkunft und Verwendung — blätter 3
Elefantenfuß (Pflanze) (Beaucarnea recurvata): Herkunft und Verwendung — blätter 4
Elefantenfuß (Pflanze) (Beaucarnea recurvata): Herkunft und Verwendung — blätter 5
Blüten
CremeWeiß
Elefantenfuß (Pflanze) (Beaucarnea recurvata): Herkunft und Verwendung — blüten 1
Elefantenfuß (Pflanze) (Beaucarnea recurvata): Herkunft und Verwendung — blüten 2
Elefantenfuß (Pflanze) (Beaucarnea recurvata): Herkunft und Verwendung — blüten 3
Elefantenfuß (Pflanze) (Beaucarnea recurvata): Herkunft und Verwendung — blüten 4
Elefantenfuß (Pflanze) (Beaucarnea recurvata): Herkunft und Verwendung — blüten 5
Früchte
Elefantenfuß (Pflanze) (Beaucarnea recurvata): Herkunft und Verwendung — früchte 1
Elefantenfuß (Pflanze) (Beaucarnea recurvata): Herkunft und Verwendung — früchte 2
Elefantenfuß (Pflanze) (Beaucarnea recurvata): Herkunft und Verwendung — früchte 3
Elefantenfuß (Pflanze) (Beaucarnea recurvata): Herkunft und Verwendung — früchte 4
Elefantenfuß (Pflanze) (Beaucarnea recurvata): Herkunft und Verwendung — früchte 5
Wuchsform
Elefantenfuß (Pflanze) (Beaucarnea recurvata): Herkunft und Verwendung — wuchsform 1
Elefantenfuß (Pflanze) (Beaucarnea recurvata): Herkunft und Verwendung — wuchsform 2
Elefantenfuß (Pflanze) (Beaucarnea recurvata): Herkunft und Verwendung — wuchsform 3
Elefantenfuß (Pflanze) (Beaucarnea recurvata): Herkunft und Verwendung — wuchsform 4
Elefantenfuß (Pflanze) (Beaucarnea recurvata): Herkunft und Verwendung — wuchsform 5
Rinde
Braun
Elefantenfuß (Pflanze) (Beaucarnea recurvata): Herkunft und Verwendung — rinde 1
Elefantenfuß (Pflanze) (Beaucarnea recurvata): Herkunft und Verwendung — rinde 2
Elefantenfuß (Pflanze) (Beaucarnea recurvata): Herkunft und Verwendung — rinde 3
Elefantenfuß (Pflanze) (Beaucarnea recurvata): Herkunft und Verwendung — rinde 4
Elefantenfuß (Pflanze) (Beaucarnea recurvata): Herkunft und Verwendung — rinde 5

Weltweite Verbreitung

Das Herkunftsgebiet von Beaucarnea recurvata ist auf den Osten Mexikos begrenzt. Die IUCN sieht das heutige Vorkommen auf den Bundesstaat Veracruz beschränkt; botanische Datenbanken nennen außerdem Oaxaca, Puebla, San Luis Potosí und Tamaulipas. Als Zierpflanze wird die Art weit über dieses kleine Areal hinaus kultiviert.

  • Heimisch1
  • Mexiko

Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1

Identität

Elefantenfuß (Pflanze) (Beaucarnea recurvata (K.Koch & Fintelm.) Lem.) ist eine baumförmige Art der Gattung Beaucarnea aus der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). Der überhängende Blattschopf lässt an eine Palme denken, doch mit echten Palmen ist die Art nicht eng verwandt. 1 7

Als pflegeleichte Zimmerpflanze ist sie in Europa weit verbreitet und wird auch Flaschenbaum genannt. Besonders auffällig ist die stark verdickte Basis, der Caudex. Er speichert Wasser und prägt die typische Gestalt. 2 3

Erkennung

Das deutlichste Merkmal von Beaucarnea recurvata ist der Caudex: eine knollenartig verdickte, verholzte Stammbasis mit grauer, rissiger Rinde, über der sich ein schmalerer Stamm erhebt. Bei sehr alten Exemplaren kann dieser Wasserspeicher 1 m Durchmesser erreichen; im Topf bleibt er kleiner. 3 4

An der Spitze sitzt eine Krone langer, schmaler und bandförmiger Blätter mit leicht rauen Rändern. Sie hängen kaskadenartig herab. An ausgewachsenen Pflanzen sind sie häufig 1 m oder länger, aber nur 1 bis 2 cm breit. 2 5

Unter Zimmerbedingungen bleibt die Art mit 1 bis 2 m Höhe vergleichsweise kompakt und wächst langsam. In Mexiko wird sie dagegen zu einem bis 9 m hohen Baum. Der mächtige Caudex entwickelt sich über Jahrzehnte. 4 3

Nützliche Taxonomie

Unter dem Namen Beaucarnea recurvata (K.Koch & Fintelm.) Lem. wurde die Art 1861 beschrieben. Die Gattung steht Nolina nahe; daraus erklären sich viele ältere Namen und Handelsbezeichnungen. Wichtige Synonyme sind:

  • Nolina recurvata (Lem.) Hemsl., ein älterer wissenschaftlicher Name
  • Beaucarnea tuberculata Roezl, ein Synonym
  • Pincenectia recurvata (Lem.) Lem., eine frühere Kombination
  • Nolina tuberculata (Roezl) hort., ein historischer Name

Für eine eindeutige Zuordnung dient der akzeptierte Name Beaucarnea recurvata. Auch die Familienzuordnung ist vergleichsweise jung: Früher stand die Art bei den Agavaceae oder Nolinaceae; heute gehört sie zu den Asparagaceae. 1 7

Lebensraum und Verbreitung

Im halbtrockenen Osten Mexikos liegt die Heimat von Beaucarnea recurvata. Nach IUCN ist das heutige Areal auf Veracruz beschränkt, während botanische Referenzdatenbanken auch Oaxaca, Puebla, San Luis Potosí und Tamaulipas nennen. Die Art wächst auf felsigen, gut drainierten Böden in Trockenwäldern und trockenem Buschland. 1 3

Die zentrale Anpassung an diesen Lebensraum ist der Caudex. Sein Wasservorrat ermöglicht es der Pflanze, lange Trockenzeiten zu überstehen. Deshalb schadet ihr überschüssige Feuchtigkeit erheblich stärker als Trockenheit. 4 5

Als Zierpflanze wird der Elefantenfuß heute weit außerhalb seiner Heimat gehalten: in milden Klimaten als Gartenpflanze, andernorts im Zimmer. Diese Kulturgebiete sind vom kleinen, überwachten natürlichen Areal in Mexiko zu unterscheiden. 2 7

Lebenszyklus und Vermehrung

Bei dieser zweihäusigen Art stehen männliche und weibliche Blüten auf verschiedenen Pflanzen. Vor allem alte Exemplare entwickeln im Sommer eine große, aufrechte Rispe kleiner cremefarbener Blüten. Im Topf bleibt die Blüte eine Ausnahme; dort steht die Wuchsform im Vordergrund. 3 4

Nach der Befruchtung entstehen kleine Kapseln mit Samen. Aussaat ist die zuverlässigste Vermehrungsmethode, erfordert aber Zeit: Ein sichtbarer Caudex entwickelt sich erst nach mehreren Jahren. In einem sehr durchlässigen Gemisch wird warm ausgesät. Bis zur Keimung nach etwa drei bis sechs Wochen bleibt das Substrat nur leicht feucht. 5 2

Gelegentlich bilden ältere Exemplare an der Caudexbasis Seitensprosse, die sich abtrennen lassen. Sorgfältig abgelöst und in durchlässigem Substrat bewurzelt, erhalten sie die Eigenschaften der Mutterpflanze. Beide Methoden verlangen Geduld, denn diese Art gehört zu den besonders langsam wachsenden Zimmerpflanzen. 4 3

Nutzen und Risiken

Heute dient Beaucarnea recurvata fast ausschließlich als Zierpflanze: als genügsame Zimmerpflanze oder als markanter Gartenbaum in mildem, trockenem Klima. Bemerkenswert ist die Langlebigkeit; in Mexiko wurden mehrere Jahrhunderte alte Exemplare erfasst. 3 7

Für Haushalte mit Tieren gehört die Art zu den unbedenklicheren großen Zimmerpflanzen. Die ASPCA stuft sie als ungiftig für Katzen, Hunde und Pferde ein; Vergiftungserscheinungen sind nicht gemeldet. Sie kann daher ohne besondere Vergiftungsgefahr neben Haustieren gehalten werden, was bei Zimmerpflanzen dieser Größe selten ist. Ein wesentliches Kulturproblem bleibt dagegen zu nasses Substrat, das den Caudex faulen lässt. 6 4

Sorten, Verwechslungen und verwandte Pflanzen

Im Handel überwiegt die botanische Form mit einem Caudex. Daneben gibt es mehrköpfige Exemplare, deren mehrere Blattschöpfe durch Schnitt oder natürliche Verzweigung entstehen. Sie bilden keine getrennten Arten. Vor dem Kauf sollte der Caudex fest sein, ohne weiche Stellen; das Laub sollte gleichmäßig entwickelt sein. 2

Besonders häufig verwechselt werden:

  • Beaucarnea stricta mit steiferen, aufrechten Blättern;
  • Beaucarnea guatemalensis mit ähnlichem, aber in Wuchs und Färbung abweichendem Erscheinungsbild;
  • Nolina, eine benachbarte Gattung mit vergleichbarem Wuchs und Laub.

Ein verdickter Caudex mit grauer Rinde sowie lange, schmale und überhängende Blätter liefern die zuverlässigsten Merkmale für Beaucarnea recurvata. Damit lässt sich prüfen, ob eine als Elefantenfuß angebotene Pflanze tatsächlich zu dieser Art gehört. 1 3

Hauptquellen

Häufig gestellte Fragen

Ist Beaucarnea recurvata giftig?

Nein. Die ASPCA führt Elefantenfuß (Pflanze) als ungiftig für Katzen, Hunde und Pferde. Er zählt zu den großen Zimmerpflanzen, die sich besonders gut für Haushalte mit Tieren eignen.

Ist Elefantenfuß (Pflanze) eine echte Palme?

Nein, auch wenn der englische Name ponytail palm das nahelegt. Die Art gehört zu den Spargelgewächsen und ist mit echten Palmen (Arecaceae) nicht eng verwandt. Nur der überhängende Blattschopf erklärt die Verwechslung.

Warum ist der Stammfuß von Beaucarnea verdickt?

Die Verdickung heißt Caudex und speichert Wasser. Damit übersteht die Pflanze die Trockenzeiten ihrer mexikanischen Heimat. Sie wächst mit dem Alter langsam und verleiht der Pflanze die namensgebende Form.

Wie häufig sollte man Elefantenfuß (Pflanze) gießen?

Gießen Sie mit großen Abständen, im Sommer ungefähr alle zwei bis drei Wochen und im Winter einmal monatlich. Das Substrat sollte vollständig trocknen. Zu viel Wasser lässt den Caudex faulen.

Blüht Beaucarnea recurvata im Zimmer?

Die Blüte erscheint selten und spät, vor allem an alten Pflanzen. Im Sommer entsteht eine aufrechte Rispe kleiner cremefarbener Blüten. In Wohnungen wird die Art vor allem wegen ihrer Wuchsform gehalten.

Wie viel Licht braucht Elefantenfuß (Pflanze)?

Ein heller Standort, möglichst mit direkter Sonne, ist geeignet. Nahe einem Südfenster bleibt das Laub dicht. Lichtmangel führt zu verlängerten und schwachen Blättern.

Wie groß wird Elefantenfuß (Pflanze)?

Im Zimmer überschreitet er auch nach vielen Jahren selten 1,5 bis 2 m. In seiner Heimat wächst er als Baum auf einem dicken Caudex und kann mehrere Meter hoch werden.

Welche Pflanzen ähneln Beaucarnea recurvata?

Vor allem andere Beaucarnea-Arten und ähnlich wachsende Nolina werden verwechselt. Der verdickte Caudex und die schmalen, überhängenden Blätter sind die zuverlässigsten Merkmale.

Ähnliche Pflanzen

Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.