Rübsen (Pflanze) (Brassica rapa, L. 1753)

Rübsen (Pflanze) (Brassica rapa L.) ist eine anerkannte Art der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Sie umfasst Speiserüben, asiatische Blattkohle, Ölformen und weitere Gemüse für die kühle Jahreszeit. Viele dieser Formen eignen sich für eine Aussaat im Juli oder Spätsommer und eine Ernte im Herbst.

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Wissenschaftlicher NameBrassica rapa
GattungBrassica
OrdnungBrassicales

Rübsen (Pflanze), Rübsen, Speiserübe, Pak Choi, Bok choy und Chinakohl

Identität
Toxizität
Ungiftig : Menschen, darunter Kinder, Katzen und Hunde · Unbekannt : Pferde
Pflegeaufwand
Mäßig
Pflanzenart
Einjährige Kräuterpflanze · Kräuterartiges Gartengemüse · Essbare Pflanze · Pflanze für draußen
Blattart
Laubabwerfend
Lebensdauer
Zweijährig
Lebensraum
Äcker, Gemüsegärten und nährstoffreiche Brachen; je nach Region auch verwilderte oder unkrautartige Bestände
Jahresverlauf
Blütezeit
Frühling
Erntezeit
HerbstWinter
Wachstum
Ruhephase
Keine Ruhephase
Reifezeit
Je nach Form und Jahreszeit 6 bis 12 Wochen
Vermehrung
Aussaat
Klima & Wasser
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Nein
Boden
Bodenarten
Reicher Boden, Kühler, feuchter Boden, Entwässerter Boden
Licht & Standort
Lichtverhältnisse

Volle Sonne

Milde Sonne bis lichter Halbschatten im Spätsommer.
Außenbereich
Gartenbeetumrandung, Gartenbeet
Erscheinungsbild
Höhe15–120 cmBreite15–45 cm
Blätter
Grün
Rübsen (Pflanze) (Brassica rapa): Herkunft und Verwendung — blätter 1
Rübsen (Pflanze) (Brassica rapa): Herkunft und Verwendung — blätter 2
Rübsen (Pflanze) (Brassica rapa): Herkunft und Verwendung — blätter 3
Rübsen (Pflanze) (Brassica rapa): Herkunft und Verwendung — blätter 4
Rübsen (Pflanze) (Brassica rapa): Herkunft und Verwendung — blätter 5
Blüten
Gelb
Rübsen (Pflanze) (Brassica rapa): Herkunft und Verwendung — blüten 1
Rübsen (Pflanze) (Brassica rapa): Herkunft und Verwendung — blüten 2
Rübsen (Pflanze) (Brassica rapa): Herkunft und Verwendung — blüten 3
Rübsen (Pflanze) (Brassica rapa): Herkunft und Verwendung — blüten 4
Rübsen (Pflanze) (Brassica rapa): Herkunft und Verwendung — blüten 5
Früchte
Rübsen (Pflanze) (Brassica rapa): Herkunft und Verwendung — früchte 1
Rübsen (Pflanze) (Brassica rapa): Herkunft und Verwendung — früchte 2
Rübsen (Pflanze) (Brassica rapa): Herkunft und Verwendung — früchte 3
Rübsen (Pflanze) (Brassica rapa): Herkunft und Verwendung — früchte 4
Rübsen (Pflanze) (Brassica rapa): Herkunft und Verwendung — früchte 5
Wuchsform
Rübsen (Pflanze) (Brassica rapa): Herkunft und Verwendung — wuchsform 1
Rübsen (Pflanze) (Brassica rapa): Herkunft und Verwendung — wuchsform 2
Rübsen (Pflanze) (Brassica rapa): Herkunft und Verwendung — wuchsform 3
Rübsen (Pflanze) (Brassica rapa): Herkunft und Verwendung — wuchsform 4
Rübsen (Pflanze) (Brassica rapa): Herkunft und Verwendung — wuchsform 5
Rinde
Rübsen (Pflanze) (Brassica rapa): Herkunft und Verwendung — rinde 1
Rübsen (Pflanze) (Brassica rapa): Herkunft und Verwendung — rinde 2
Rübsen (Pflanze) (Brassica rapa): Herkunft und Verwendung — rinde 3
Rübsen (Pflanze) (Brassica rapa): Herkunft und Verwendung — rinde 4
Rübsen (Pflanze) (Brassica rapa): Herkunft und Verwendung — rinde 5

Identität

Rübsen (Pflanze) (Brassica rapa L.) ist eine anerkannte Art der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). POWO, WFO, IPNI und Wikidata liefern einen eindeutigen taxonomischen Bezug. Hinter dem Namen steht jedoch eine große Vielfalt an Nutzpflanzen: Speiserübe, Pak Choi, Chinakohl, Rübsen und weitere Ölformen. 2 3 1

Für die Aussaat im Juli kommen vor allem Herbstrüben und andere Formen für die kühle Jahreszeit infrage. Die passende Gemüseform und ihr Aussaatzeitpunkt sind für den Anbau entscheidend, denn der Artname allein beschreibt noch keine einheitliche Kultur. 7 9

Zahlreiche asiatische Gemüse mit kulinarischen Handelsnamen gehören ebenfalls zu B. rapa. Der wissenschaftliche Name macht ihre Verwandtschaft sichtbar: Speiserübe, Pak Choi und Chinakohl teilen Schädlinge, Anforderungen an die Fruchtfolge und mehrere Kulturbedürfnisse. 5

Erkennung

Am Erscheinungsbild lässt sich zunächst die jeweilige Kulturgruppe erkennen. Speiserüben bilden eine verdickte, oft weiße oder violette Wurzel. Pak Choi entwickelt fleischige Blattstiele in einer Rosette, Chinakohl eine mehr oder weniger geschlossene Blattmasse. Beim Schossen erscheinen als gemeinsames Merkmal die gelben Blüten der Kreuzblütengewächse. 5 6

Zarte Sämlingsblätter sind besonders anfällig für Erdflöhe. Bei Aussaaten im Spätsommer fördern ein gleichmäßig frischer Boden, rasches Auflaufen und ein schützendes Vlies den Erfolg. Eine schon früh lückige Reihe liefert selten eine gute Ernte. 7 8

Die aus dem Boden ragende Schulter zeigt die Entwicklung der Rübenwurzel. Beratungsdienste von Universitäten empfehlen häufig eine junge Ernte, damit die Wurzeln weder faserig noch zu streng im Geschmack werden. Auch bei Julisaaten steht deshalb eine zarte Ernte im Vordergrund, nicht eine möglichst große Rübe. 8

Blattgemüse wird nach anderen Merkmalen beurteilt. Bei Pak Choi und Chinakohl zählen die Qualität der Blattstiele, frisches Laub und das Ausbleiben des Schossens. Je nach Gemüseform kann die Kultur derselben Art daher aus unterschiedlichen Gründen misslingen. 5

Anbau im Juli

Die Kulturformen von Brassica rapa bevorzugen kühle Jahreszeiten. Eine Aussaat im Juli oder Anfang August zielt auf die Herbsternte, wenn die Nachttemperaturen sinken und das Wachstum gleichmäßiger wird. Bei trockener Sommerhitze sind regelmäßiges Wässern und ein Schutz der jungen Blätter nötig. 7 8

Ein feinkrümelig vorbereitetes, fruchtbares Saatbeet braucht keine übermäßige frische Düngung. Zu viel Stickstoff oder Wasserstress können kräftiges Laub, schlecht ausgebildete Wurzeln oder vorzeitiges Schossen begünstigen. Reifer Kompost und regelmäßiges Gießen helfen mehr als eine starke einmalige Gabe. 8

Für gesunde Bestände ist die Fruchtfolge entscheidend. Speiserüben, Kohl, Radieschen und andere Kreuzblütengewächse sollten nicht Jahr für Jahr am selben Platz stehen. Kurze Anbaupausen begünstigen Erdflöhe, Kohlfliegen, Wurzelkrankheiten und Kohlhernie. 7 8

Im Juli bietet ein Insektenschutzvlies einen weiteren Schutz für auflaufende Saat und junge Blätter. Es muss vor dem Eintreffen der Schädlinge aufgelegt werden und darf bereits vorhandene Erdflöhe nicht einschließen. Ein sauberes, vor der Aussaat gewässertes Beet liefert bessere Ergebnisse als eine Saat in trockene Bodenkruste. 8

Ernte und Verwendung

Junge Speiserüben werden geerntet, solange ihre Wurzeln noch zart sind. Je nach Sorte und Küchentradition lassen sich auch die Blätter essen. Bei Pak Choi und Chinakohl werden vor allem Blätter und Blattstiele geerntet, bevor Hitze oder strenge Kälte ihre Konsistenz beeinträchtigen. 5 8

Bei dieser Vielfalt müssen die Formen von Brassica rapa einzeln betrachtet werden. Speiserübe, Pak Choi und Ölrübsen erreichen ihren jeweiligen Erntezeitpunkt in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Gemeinsam sind ihnen die Vorliebe für kühle Witterung und die Anfälligkeit für Schädlinge der Kreuzblütengewächse. 5

Im Familiengarten bewähren sich kleine, wiederholte Aussaaten. Einige gut vereinzelte Reihenmeter liefern besser nutzbares Gemüse als eine große, vernachlässigte Reihe mit hart gewordenen Rüben. Eine leichte Mulchschicht hält Feuchtigkeit im Boden, sollte junge Schädlinge aber nicht verbergen. 7

Sicherheit und Tiere

Als bedeutende Nahrungspflanze gilt Brassica rapa bei normaler Verwendung im Gemüsegarten als ungiftig. Daraus folgt jedoch nicht, dass jede Menge für jedes Tier geeignet ist. Werden Kreuzblütengewächse im Übermaß oder ohne langsame Gewöhnung verfüttert, können Verdauungsbeschwerden auftreten. 5

Für Katzen und Hunde sind kleine Mengen gekochten Gemüses nicht mit einer botanischen Vergiftung durch Allium-Arten gleichzusetzen. Die Unbedenklichkeit bezieht sich auf eine maßvolle Menge ohne Sauce, Salz oder große Portionen. Bei Pferden und Nutztieren sollten bewährte Fütterungsregeln gelten, statt Gartenreste nach Belieben zu verfüttern. 8

Kinder können Speiserüben anbauen und ernten; die Pflanzen eignen sich damit gut zum Lernen im Garten. Vorsicht ist vor allem beim Waschen, bei der hygienischen Qualität, beim Umgang mit Küchenmessern und beim Erkennen benachbarter Gartenpflanzen nötig. 7

Die botanische Einordnung als Nahrungspflanze ist von Ernährungsberatung zu unterscheiden. Brassica rapa ist essbar, doch bei besonderen Ernährungsformen, Jungtieren oder Menschen, die Kreuzblütengewächse schlecht vertragen, sind individuelle medizinische Empfehlungen maßgeblich.

Bedeutung für die Sommeraussaat

Viele Formen von Brassica rapa eignen sich für eine Aussaat im Spätsommer mit Ernte im Herbst. Dabei greifen Aussaatzeitpunkt, kühle Witterung, Bewässerung, Vereinzeln und Fruchtfolge ineinander. Diese Zusammenhänge machen die Art für die Planung einer Aussaat im Juli relevant. 9 7 8

Speiserüben bilden nur einen Teil des Spektrums dieser Art. Der Artname Brassica rapa verbindet sie mit den übrigen Blatt-, Öl- und Futterformen und verhindert, dass ihre gemeinsame botanische Zugehörigkeit aus dem Blick gerät. 2 5

Hauptquellen

Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.