Zierliche Bergpalme (Chamaedorea elegans, Mart. 1830)

Zierliche Bergpalme (Chamaedorea elegans) ist eine kleine Palme aus der Familie der Arecaceae, die aus den feuchten Wäldern im Süden Mexikos und in Guatemala stammt. Ihre dünnen, rohrartigen Stämme tragen bogig überhängende Fiederblätter. Die langsam wachsende, ungiftige Art gehört zu den schattenverträglichsten Zimmerpalmen.

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Wissenschaftlicher NameChamaedorea elegans
GattungChamaedorea
OrdnungArecales

Zierliche Bergpalme, Bergpalme, Stubenpalme, Mexikanische Bergpalme, Parlor palm und Neanthe bella

Identität
Toxizität
Ungiftig : Katzen, Hunde und Pferde
Pflegeaufwand
Niedrig
Pflanzenart
Blattart
Immergrün
Lebensdauer
Mehrjährig
Herkunft
MexikoGuatemalaHondurasBelize
Lebensraum
Schattiger Unterwuchs feuchter Tropenwälder; dichte Bestände am Boden unter niedrigen Baumkronen
Jahresverlauf
Blütezeit
FrühlingSommer
Wachstum
Ruhephase
Keine Ruhephase
Wuchsgeschwindigkeit
2/10
Reifezeit
Rohrartige Stammgruppe nach einigen Jahren; Blüten erst an älteren Pflanzen
Vermehrung
Aussaat
Klima & Wasser
Temperatur
Winterhärte
Windverträglichkeit
Gering im Topf, geschützt aufstellen
Luftfeuchtigkeit
40–60 %
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Nein
Boden
Boden-pH-Wert
Bodenarten
Reiche und lockere Erde, Durchlässiges Substrat mit Rinde
Salzhaltiger Boden
Wird nicht vertragen
Licht & Standort
Lichtverhältnisse
Schatten bis Halbschatten, verträgt wenig Licht
Innenbereich
Wohnzimmer, Büro, Helles Badezimmer
Abstand zum Fenster
Etwa 1,5 m von einem Ost- oder Nordfenster
Außenbereich
Schattiger Innenhof, Veranda
Pflanzgefäße
Terrakotta, Drainage-Kunststoff
Erscheinungsbild
Höhe100–300 cmBreite60–100 cm
Blätter
Grün
Zierliche Bergpalme (Chamaedorea elegans): Herkunft und Verwendung — blätter 1
Zierliche Bergpalme (Chamaedorea elegans): Herkunft und Verwendung — blätter 2
Zierliche Bergpalme (Chamaedorea elegans): Herkunft und Verwendung — blätter 3
Zierliche Bergpalme (Chamaedorea elegans): Herkunft und Verwendung — blätter 4
Zierliche Bergpalme (Chamaedorea elegans): Herkunft und Verwendung — blätter 5
Blüten
Gelb
Zierliche Bergpalme (Chamaedorea elegans): Herkunft und Verwendung — blüten 1
Zierliche Bergpalme (Chamaedorea elegans): Herkunft und Verwendung — blüten 2
Zierliche Bergpalme (Chamaedorea elegans): Herkunft und Verwendung — blüten 3
Zierliche Bergpalme (Chamaedorea elegans): Herkunft und Verwendung — blüten 4
Zierliche Bergpalme (Chamaedorea elegans): Herkunft und Verwendung — blüten 5
Früchte
Schwarz
Zierliche Bergpalme (Chamaedorea elegans): Herkunft und Verwendung — früchte 1
Zierliche Bergpalme (Chamaedorea elegans): Herkunft und Verwendung — früchte 2
Zierliche Bergpalme (Chamaedorea elegans): Herkunft und Verwendung — früchte 3
Zierliche Bergpalme (Chamaedorea elegans): Herkunft und Verwendung — früchte 4
Zierliche Bergpalme (Chamaedorea elegans): Herkunft und Verwendung — früchte 5
Wuchsform
Zierliche Bergpalme (Chamaedorea elegans): Herkunft und Verwendung — wuchsform 1
Zierliche Bergpalme (Chamaedorea elegans): Herkunft und Verwendung — wuchsform 2
Zierliche Bergpalme (Chamaedorea elegans): Herkunft und Verwendung — wuchsform 3
Zierliche Bergpalme (Chamaedorea elegans): Herkunft und Verwendung — wuchsform 4
Zierliche Bergpalme (Chamaedorea elegans): Herkunft und Verwendung — wuchsform 5
Rinde
Grün
Zierliche Bergpalme (Chamaedorea elegans): Herkunft und Verwendung — rinde 1
Zierliche Bergpalme (Chamaedorea elegans): Herkunft und Verwendung — rinde 2
Zierliche Bergpalme (Chamaedorea elegans): Herkunft und Verwendung — rinde 3
Zierliche Bergpalme (Chamaedorea elegans): Herkunft und Verwendung — rinde 4
Zierliche Bergpalme (Chamaedorea elegans): Herkunft und Verwendung — rinde 5

Weltweite Verbreitung

Das natürliche Areal von Chamaedorea elegans liegt im Süden und Osten Mexikos sowie in Guatemala und Honduras, im Unterwuchs feuchter Tropenwälder. Heute wird die Art weltweit als Zimmerpflanze kultiviert; diese Anbaugebiete sind von ihrer mittelamerikanischen Heimat zu unterscheiden.

  • Heimisch4
  • Mexiko
  • Guatemala
  • Honduras
  • Belize

Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1

Identität

Zierliche Bergpalme (Chamaedorea elegans Mart., 1830) bezeichnet eine kleine Palme aus der Familie der Arecaceae und der Gattung Chamaedorea. Sie ist auch als Bergpalme, Stubenpalme oder Mexikanische Bergpalme bekannt. Im Topf erreicht sie meist nur 1 bis 3 m Höhe. Damit lässt sie sich bereits im Wuchs von größeren Zimmerpalmen mit einzelnem Stamm, etwa Forsterscher Kentia (Howea forsteriana), unterscheiden. Der Gattungsname verbindet die griechischen Wörter khamai für „am Boden“ und dorea für „Gabe“. Er verweist auf die bei dieser niedrigen Art gut erreichbaren Früchte. 1 3

Unter dem Handelsnamen Neanthe bella war die Art im 20. Jahrhundert vor allem in Nordamerika verbreitet; dort heißt sie auch Parlor palm. Später setzte sich der akzeptierte Name Chamaedorea elegans durch. Ihre für eine Palme ungewöhnliche Verträglichkeit geringer Lichtmengen erklärt sowohl ihre Beliebtheit in viktorianischen Wohnräumen als auch ihren bis heute anhaltenden Ruf als Büropflanze. 4 2

Erkennungsmerkmale

Dünne, grüne und rohrartige Stämme mit regelmäßigen Ringen prägen das Erscheinungsbild der Zierlichen Bergpalme. Die von der Basis an büschelig zusammenstehenden Stämme erinnern an kleinen Bambus. Jeder trägt einige bogig überhängende, gefiederte Blätter. Schmale, lanzettliche Fiederblättchen sitzen beiderseits der Blattachse und bilden eine lockere, leichte Blattfläche. 3 4

Bei Topfpflanzen bleiben Höhe und Breite überschaubar: Üblich sind 1 bis 3 m Höhe bei etwa 60 cm bis 1 m Breite. Pro Jahr entstehen nur wenige neue Blätter. Dieser langsame Zuwachs erklärt, weshalb die Pflanze lange kompakt bleibt und auch in kleineren Innenräumen Platz findet. Ein langsamer Austrieb allein ist deshalb kein Hinweis auf eine Erkrankung. 2 3

Männliche und weibliche Blüten wachsen auf getrennten Pflanzen; die Art ist zweihäusig. Kleine gelbe Blüten erscheinen in rundlichen Gruppen am Stamm zwischen den Blättern. Im Zimmer bleibt die Blüte selten. Noch seltener entstehen Früchte, da hierfür eine männliche und eine weibliche Pflanze nahe beieinander stehen müssen. 4 3

Nützliche Taxonomie

Carl Friedrich Philipp von Martius beschrieb diese Palme 1830 im Rahmen seiner Arbeiten über die Palmen Amerikas. Danach wurde sie verschiedenen Gattungen zugeordnet, bevor sich die heutige Einordnung durchsetzte. Folgende Namen helfen beim Vergleich älterer Literatur und Etiketten:

  • Chamaedorea elegans Mart., der akzeptierte Name;
  • Collinia elegans (Mart.) Oerst.;
  • Neanthe elegans (Mart.) O.F.Cook und Neanthe bella O.F.Cook, im Handel des 20. Jahrhunderts verbreitet;
  • Nunnezharia elegans (Mart.) Kuntze.

Als eindeutiger Bezugspunkt dient Chamaedorea elegans. Die Bezeichnungen Collinia oder Neanthe bella meinen dieselbe Pflanze unter einer älteren Gattungszuordnung. Sie stehen somit nicht für eigenständige Arten, auch wenn unterschiedliche Etiketten diesen Eindruck erwecken können. 1 4

Lebensraum und Verbreitung

Im Süden und Osten Mexikos, in Guatemala und Honduras liegt das natürliche Verbreitungsgebiet von Chamaedorea elegans. Dort wächst sie im Unterwuchs feuchter Tropenwälder vom Meeresspiegel bis auf etwa 1.500 m Höhe. Unter dem niedrigen Kronendach bildet sie dichte Bestände am Boden, wo sie vor direkter Sonne geschützt bleibt. 1 2

Aus diesem schattigen Waldlebensraum erklärt sich ihre ausgeprägte Schattenverträglichkeit. Nur wenige andere Zimmerpalmen kommen mit Büros und Räumen ohne direkte Sonneneinstrahlung ähnlich gut zurecht. Die Anpassung betrifft die verfügbare Lichtmenge und ist ein wesentlicher Grund für den Erfolg der Art als Zimmerpflanze. 3 4

Heute wird die Zierliche Bergpalme weit außerhalb Mittelamerikas kultiviert, beispielsweise in Florida, Frankreich, Spanien und Japan. In den gemäßigten Klimaten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz bleibt sie eine Topfpflanze. Sie verträgt keinen Frost, sollte vor Temperaturen unter 10 °C geschützt werden und kann dort nicht ganzjährig im Freien bleiben. 2

Lebenszyklus und Vermehrung

Erst nach mehreren Wachstumsjahren erreichen Pflanzen die Blühreife. In den Blattachseln entstehen dann kleine, rundliche Gruppen gelber, duftender Blüten. Da männliche und weibliche Blüten strikt auf getrennten Exemplaren sitzen, reicht ein einzelnes blühendes Exemplar für die Fruchtbildung nicht aus. 4 3

Nur befruchtete weibliche Pflanzen tragen die kleinen Steinfrüchte, die sich bei der Reife schwarz färben. In Innenräumen fehlt häufig eine männliche Pflanze in der Nähe, weshalb Früchte kaum auftreten. Ihr Saft kann bei empfindlichen Menschen durch direkten Kontakt Hautreizungen auslösen. 3 4

Die gärtnerische Vermehrung erfolgt ausschließlich durch Aussaat. Mit einer Bodenwärme von 25 bis 30 °C brauchen die Samen 2 bis 6 Monate, um langsam und unregelmäßig zu keimen. In Verkaufstöpfen stehen deshalb häufig mehrere gemeinsam ausgesäte Jungpflanzen. Die dichte Stammgruppe ist bei solchen Angeboten bereits von Anfang an angelegt und entsteht durch die Zusammenstellung mehrerer Sämlinge. 2 3

Verwendung und Risiken

Als niedrige, kompakte Zierpflanze eignet sich die Zierliche Bergpalme für Wohnräume und Büros mit wenig direktem Licht. Die ASPCA stuft sie für Katzen und Hunde als ungiftig ein; ein bedeutender Giftstoff ist nicht bekannt. Davon zu unterscheiden ist die mögliche örtliche Hautreizung durch direkten Kontakt mit dem Fruchtsaft. 5 3

In den Herkunftswäldern werden dagegen ihre Blätter genutzt. Chamaedorea elegans gehört zu den unter dem Namen Xate gesammelten Palmen für die exportorientierte Floristik, vor allem in Nordamerika und Europa. Diese Waldsammlung ist von der Topfpflanzenproduktion zu trennen. Der Druck der Exportnachfrage auf wilde Bestände führte in Guatemala und Belize zu Programmen für eine geregelte Ernte. 6 1

Kulturformen, Verwechslungen und ähnliche Pflanzen

Meist wird die Zierliche Bergpalme als botanische Art angeboten. Ein weithin verbreiteter benannter Kultivar fehlt; Bella ist eine gärtnerische Bezeichnung für die kompakte Topfform ohne eigenen botanischen Rang. Verkaufspflanzen stammen aus Aussaat und werden für den dichten Gesamteindruck oft zu mehreren in einen Topf gesetzt. 2

Ähnlichkeit besteht besonders mit anderen kleinen, büschelig wachsenden Zimmerpalmen. Chamaedorea seifrizii wird höher und bildet zahlreichere Stämme. Rhapis excelsa besitzt breite, fingerförmig geteilte Blätter. Forstersche Kentia (Howea forsteriana) unterscheidet sich durch den deutlich größeren einzelnen Stamm.

Niedriger Wuchs und dünne, geringelte Stämme sind die verlässlichsten Kennzeichen von Chamaedorea elegans. Auch das Alter beeinflusst die Blattform: Junge Sämlinge haben noch ungeteilte, bandartige Blätter. Bei einer mittleren Größe von 40 bis 80 cm sind dagegen meist deutlich gefiederte Blätter und sichtbare rohrartige Stämme ausgebildet. Sie zeigen die fortschreitende Entwicklung zur reifen Pflanze. 4 3

Hauptquellen

Häufig gestellte Fragen

Ist die Zierliche Bergpalme für Katzen und Hunde giftig?

Nein. Die ASPCA führt die Zierliche Bergpalme (Chamaedorea elegans) als ungiftig für Katzen und Hunde. Nur der Fruchtsaft kann bei direktem Kontakt die Haut reizen.

Warum wächst meine Zierliche Bergpalme so langsam?

Das ist normal. Chamaedorea elegans wächst langsam und bildet jährlich nur wenige neue Blätter. Ausreichendes indirektes Licht und eine leichte Düngung im Sommer unterstützen diesen natürlichen Rhythmus.

Warum blüht meine Zierliche Bergpalme nicht?

Die Art ist zweihäusig und braucht mehrere Jahre bis zur Blühreife. Im Zimmer blüht sie selten. Früchte entstehen noch seltener, denn dafür müssen männliche und weibliche Pflanzen nahe beieinander stehen.

Wie viel Licht braucht die Zierliche Bergpalme im Zimmer?

Mäßiges bis schwaches indirektes Licht eignet sich am besten. Sie gehört zu den schattenverträglichsten Palmen; direkte Sonne verbrennt dagegen ihre Fiederblättchen.

Woher stammt die Zierliche Bergpalme?

Ihr natürliches Areal reicht vom Süden und Osten Mexikos bis Guatemala und Honduras. Sie wächst im Unterwuchs feuchter Tropenwälder, zum Teil bis auf 1.500 m Höhe.

Stammen verkaufte Zierliche Bergpalmen aus Wildsamen?

Die im Topf verkauften Pflanzen stammen überwiegend aus gärtnerischer Aussaat. In der Natur werden vor allem Blätter als Xate für die exportorientierte Floristik gesammelt. Das ist eine andere Nutzung als die Topfkultur.

Wie lässt sich die Zierliche Bergpalme vermehren?

Nur durch Aussaat. Die Samen keimen mit Bodenwärme langsam und unregelmäßig über mehrere Monate. Die büschelig wachsende Palme lässt sich nicht abmoosen und nach dem Anwachsen nur schlecht teilen.

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Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.