Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum verum, J.Presl 1823)

Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum verum) ist ein immergrüner Baum aus der Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae), der aus den feuchten Wäldern Sri Lankas stammt. Für die Ernte wird er auf den Stock gesetzt und als niedriger, mehrstämmiger Strauch gezogen. Seine innere Rinde liefert den echten Zimt, der sich vom Chinesischen Zimt (Cinnamomum cassia) durch ein feineres Aroma und einen wesentlich geringeren Cumaringehalt unterscheidet.

Weiterlesen
Wissenschaftlicher NameCinnamomum verum
GattungCinnamomum
OrdnungLaurales

Ceylon-Zimtbaum, Echter Zimtbaum, Ceylon cinnamon und True cinnamon

Identität
Toxizität
Ungiftig
Pflegeaufwand
Niedrig
Pflanzenart
Blattart
Immergrün
Lebensdauer
Mehrjährig
Herkunft
Sri Lanka
Lebensraum
Feuchte Tropenwälder und Unterholz vom Meeresspiegel bis etwa 700 m Höhe
Jahresverlauf
Blütezeit
Winter
Erntezeit
FrühlingHerbst
Wachstum
Ruhephase
Keine Ruhephase
Wuchsgeschwindigkeit
5/10
Reifezeit
Rinde ab 2–3 Jahren erntbar, 40–50 Jahre produktiv
Vermehrung
Aussaat, Steckling
Klima & Wasser
Temperatur
Winterhärte
Windverträglichkeit
Gering, empfindlich gegen starken Wind und trockene Luft
Luftfeuchtigkeit
60–85 %
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Nein
Boden
Boden-pH-Wert
Bodenarten
Reicher Boden, Entwässerter Boden
Salzhaltiger Boden
Wird nicht vertragen
Licht & Standort
Lichtverhältnisse

Volle Sonne

Täglich einige Stunden direkte Sonne ermöglichen, vorzugsweise morgens oder abends.

Volle Sonne, junge Pflanzen auch im lichten Halbschatten
Innenbereich
Veranda, Warmhaus
Abstand zum Fenster
Helles, gefiltertes Licht, weniger als 1 m von einer Glasfront
Außenbereich
Obstgarten, Beet in voller Sonne
Pflanzgefäße
Terrakotta, Großes Becken
Erscheinungsbild
Höhe200–1500 cmBreite600–1200 cm
Blätter
GrünRot
Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum verum): Herkunft und Verwendung — blätter 1
Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum verum): Herkunft und Verwendung — blätter 2
Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum verum): Herkunft und Verwendung — blätter 3
Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum verum): Herkunft und Verwendung — blätter 4
Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum verum): Herkunft und Verwendung — blätter 5
Blüten
CremeGelbWeiß
Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum verum): Herkunft und Verwendung — blüten 1
Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum verum): Herkunft und Verwendung — blüten 2
Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum verum): Herkunft und Verwendung — blüten 3
Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum verum): Herkunft und Verwendung — blüten 4
Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum verum): Herkunft und Verwendung — blüten 5
Früchte
GrünViolett
Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum verum): Herkunft und Verwendung — früchte 1
Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum verum): Herkunft und Verwendung — früchte 2
Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum verum): Herkunft und Verwendung — früchte 3
Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum verum): Herkunft und Verwendung — früchte 4
Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum verum): Herkunft und Verwendung — früchte 5
Wuchsform
Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum verum): Herkunft und Verwendung — wuchsform 1
Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum verum): Herkunft und Verwendung — wuchsform 2
Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum verum): Herkunft und Verwendung — wuchsform 3
Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum verum): Herkunft und Verwendung — wuchsform 4
Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum verum): Herkunft und Verwendung — wuchsform 5
Rinde
GrünBraun
Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum verum): Herkunft und Verwendung — rinde 1
Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum verum): Herkunft und Verwendung — rinde 2
Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum verum): Herkunft und Verwendung — rinde 3
Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum verum): Herkunft und Verwendung — rinde 4
Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum verum): Herkunft und Verwendung — rinde 5

Weltweite Verbreitung

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet von Cinnamomum verum beschränkt sich auf Sri Lanka. Dort wächst die Art in feuchten Tropenwäldern bis etwa 700 m Höhe. Für die Rindengewinnung wurde sie in weitere tropische Regionen gebracht. Gelegentliche lokale Verwilderungen sind von diesem kleinen natürlichen Areal klar zu unterscheiden.

  • Heimisch1
  • Invasiv1
  • Sri Lanka
  • Seychellen

Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1

Identität

Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum verum J.Presl, 1823), auch Echter Zimtbaum genannt, ist ein immergrüner Baum der Gattung Cinnamomum aus der Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae). Seine Heimat sind die feuchten Wälder Sri Lankas. Die abgeschälte und getrocknete innere Rinde liefert echten Zimt. Sie unterscheidet sich von der Rinde des Chinesischen Zimts, Cinnamomum cassia, die unter derselben Handelsbezeichnung angeboten wird. 1 4

Das Artepitheton verum bedeutet auf Latein „echt“ und verweist unmittelbar auf diese Unterscheidung. Das Synonym Cinnamomum zeylanicum Blume geht auf Ceylon zurück, den früheren kolonialen Namen der Insel. Unter den historischen Synonymen bleibt es in älterer botanischer und gärtnerischer Literatur besonders gebräuchlich. 9 1

Erkennung

Ohne Rückschnitt erreicht Cinnamomum verum am natürlichen Standort 10 bis 15 m Höhe und 6 bis 12 m Breite. Im gewerblichen Anbau wird der Baum regelmäßig auf den Stock gesetzt und als niedriger, mehrstämmiger Bestand von 2 bis 3 m Höhe gehalten. Das erleichtert die Rindenernte erheblich. 2 4

Gegenständige, ledrige und glänzende Blätter werden 7 bis 18 cm lang. Drei Hauptadern verlaufen von der Blattbasis zur Spitze und bilden das zuverlässigste Erkennungsmerkmal. Diese dreinervige Zeichnung hebt sich deutlicher ab als die fiederige Nervatur der meisten anderen Lorbeergewächse, darunter Cinnamomum cassia. Junge Blätter sind oft rötlich oder purpurn und werden später grün. 6 4

Kleine, cremefarbene bis blassgelbe Blüten öffnen sich in endständigen oder achselständigen Rispen. Viele Beobachter empfinden ihren Geruch als unangenehm. Die eiförmige Steinfrucht misst etwa 1 bis 2 cm, färbt sich von Grün zu Violettschwarz und enthält einen einzigen Samen. 2 6

Nützliche Taxonomie

POWO/WCVP führt Cinnamomum verum J.Presl als akzeptierten Namen. Ein vom kolonialen Inselnamen abgeleitetes Synonym bleibt besonders gebräuchlich:

  • Cinnamomum zeylanicum Blume, unmittelbar in der Gattung Cinnamomum veröffentlicht und in Handelskatalogen sowie alten Herbarien weiterhin das meistgenannte Synonym.

Weitere heute als Synonyme zugeordnete Namen dokumentieren frühere Wechsel zwischen Gattungen:

  • Cinnamomum cinnamomum (L.) H.Karst., von Linné beschriebener Name, durch H. Karsten zu Cinnamomum gestellt
  • Laurus cinnamifera Stokes, unmittelbar in Laurus veröffentlicht, bevor die Art Cinnamomum zugeordnet wurde
  • Camphorina cinnamomum (L.) Farw., Farwells Übertragung desselben linnéischen Namens in die heute aufgegebene Gattung Camphorina
  • Persea cinnamomum Spreng., durch Sprengel unmittelbar in Persea veröffentlicht

Für die Prüfung eines Etiketts bleibt der akzeptierte Name Cinnamomum verum entscheidend. Im Handel ist vor allem die Verwechslung mit Cinnamomum cassia zu beachten, dem Chinesischen oder Saigon-Zimt. Häufig steht auf dem Produkt nur „Zimt“, ohne die Art zu unterscheiden. 1 9

Lebensraum und Verbreitung

Ausschließlich Sri Lanka gehört zum natürlichen Areal der Art. Dort wächst sie in feuchten tropischen Wäldern der Tief- und mittleren Lagen bis etwa 700 m Höhe. Das kleine Areal und die anhaltende Umwandlung von Flächen begründen die Einstufung als gefährdet auf der Roten Liste der IUCN seit 2024. 7 6

Sri Lanka liefert weiterhin 80 bis 90 % des weltweiten Ceylon-Zimts. Anbaugebiete bestehen auch auf den Seychellen, Madagaskar, in Tansania und auf mehreren indonesischen Inseln. Dort versamt sich die eingeführte Art teilweise spontan. Auf den Seychellen gehört sie sogar zu den invasiven Pflanzen, die die endemische Flora bedrohen. Dieser Status unterscheidet sich deutlich vom bloßen Zieranbau andernorts. 9 7

Lebenszyklus und Vermehrung

Im Winter erscheinen unauffällige, wenig angenehm riechende Blütenrispen. Sie sind vor allem für örtliche Bestäuber bedeutsam und stehen gärtnerisch selten im Vordergrund. Die gewerbliche Produktion beruht ohnehin auf dem erneuten Austrieb der Stämme nach dem Rückschnitt, nicht auf der Blüte. 4

Ab 2 bis 3 Jahren liefert ein gepflanzter Baum erntbare Rinde. Wiederholtes Auf-den-Stock-Setzen erhält seine Produktivität für 40 bis 50 Jahre. Ein- bis zweijährige Triebe von 1,5 bis 5 cm Durchmesser werden abgeschnitten. Mit Messingwerkzeugen löst man ihre innere Rinde ab. Sie trocknet zunächst im Schatten, dann im Dunkeln und rollt sich zu den als „Quills“ gehandelten Zimtstangen ein. 9 4

Das sri-lankische Department of Export Agriculture verbreitet die beiden ausgewählten Sorten 'Sri Gemunu' und 'Sri Wijaya', um Rindenertrag und Qualität zu vereinheitlichen. Sie ergänzen die traditionelle Aussaat frischer Samen. 5

Nutzen und Risiken

Getrocknete innere Rinde ergibt Ceylon-Zimt mit einem feineren, blumigeren und weniger scharfen Aroma als Chinesischer Zimt. Ätherische Öle aus Rinde und Blättern aromatisieren außerdem Süßwaren, Getränke und Kosmetika. 5 4

Nach den verfügbaren veterinärmedizinischen Angaben gelten Pflanze und Rinde für Katzen, Hunde und Pferde als ungiftig. Konzentriertes ätherisches Öl kann dagegen Haut und Verdauungstrakt reizen. Von seiner Anwendung bei kleinen Kindern und Schwangeren wird abgeraten. 4 9

Beim Cumarin besteht ein wesentlicher Sicherheitsunterschied zwischen Cinnamomum verum und Cinnamomum cassia. Ceylon-Zimt enthält nur Spuren, Chinesischer Zimt deutlich mehr. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat eine tolerierbare tägliche Cumarinaufnahme festgelegt. Ein regelmäßig hoher Verzehr von Chinesischem Zimt kann diese überschreiten. 8

Sorten, Verwechslungen und verwandte Pflanzen

Viele dünne, ineinandergerollte Schichten kennzeichnen Ceylon-Zimtstangen. Chinesischer Zimt bildet häufig eine einzelne dickere Rolle. Die Stangenform hängt jedoch auch von der Verarbeitung ab. Vor dem Kauf ist die Herkunftsangabe deshalb zuverlässiger als das Aussehen allein: Sri Lanka bei Ceylon-Zimt, China, Indonesien oder Vietnam bei Cassia. 9

Besonders häufig wird Cinnamomum cassia unter derselben Handelsbezeichnung „Zimt“ angeboten. Zur Gattung Cinnamomum gehört auch der Kampferbaum (Cinnamomum camphora). Seine Rinde und sein Holz riechen nach Kampfer und unterscheiden sich damit deutlich vom süßen Aroma des C. verum.

Hauptquellen

Häufig gestellte Fragen

Sind Ceylon-Zimt und Chinesischer Zimt dieselbe Art?

Nein. Ceylon-Zimt stammt von Cinnamomum verum, Chinesischer Zimt oder Cassia dagegen von Cinnamomum cassia. Diese eigenständige Art besitzt dickere Rinde und enthält wesentlich mehr Cumarin.

Ist der Ceylon-Zimtbaum für Katzen und Hunde giftig?

Pflanze und Rinde gelten für Katzen, Hunde und Pferde als ungiftig. Das konzentrierte ätherische Öl kann bei hoher Dosierung jedoch Haut und Verdauungstrakt reizen.

Warum gilt Ceylon-Zimt als sicherer als Chinesischer Zimt?

Cinnamomum verum enthält nur Spuren von Cumarin, Cinnamomum cassia dagegen deutlich mehr. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit empfiehlt, den regelmäßigen Verzehr von cumarinreichem Zimt zu begrenzen.

Woran erkennt man eine Stange echten Zimts?

Ceylon-Zimt besteht aus vielen dünnen, ineinandergerollten Schichten. Chinesischer Zimt bildet häufig nur eine dickere Rolle. Die Herkunftsangabe auf der Verpackung bleibt der zuverlässigste Anhaltspunkt.

Was bedeutet der Name Cinnamomum verum?

Das lateinische verum bedeutet „echt“ und grenzt die Art von Cinnamomum cassia ab. Das weiterhin gebräuchliche Synonym Cinnamomum zeylanicum verweist auf Ceylon, den früheren Namen Sri Lankas.

Wie lange liefert ein Ceylon-Zimtbaum erntbare Rinde?

Ein gepflanzter Baum liefert ab einem Alter von 2 bis 3 Jahren erntbare Rinde. Durch wiederholtes Auf-den-Stock-Setzen kann er anschließend 40 bis 50 Jahre produktiv bleiben.

Ist der Ceylon-Zimtbaum in der Natur gefährdet?

Ja. Die IUCN stuft ihn seit 2024 als gefährdet ein, weil sein natürliches Areal auf Sri Lanka beschränkt ist und sein Waldlebensraum dort örtlich zurückgeht.

Ähnliche Pflanzen

Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.