Glücksbambus (Dracaena sanderiana, )
Dracaena sanderiana, als Glücksbambus bekannt, ist ein Strauch der Asparagaceae aus dem tropischen West- und Zentralafrika. Seine fleischigen grünen Stängel tragen bandförmige Blätter und werden oft geflochten oder spiralig in Wasser kultiviert. Trotz des Handelsnamens gehört die Art nicht zu den echten Bambussen.
WeiterlesenGlücksbambus, Lucky Bamboo, Ribbon plant und Belgian evergreen





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Weltweite Verbreitung
Das natürliche Areal von Dracaena sanderiana liegt im tropischen West- und Zentralafrika, von Kamerun bis in den Nordosten Angolas. Als Zimmerpflanze wird die Art weltweit kultiviert. Dieser Zieranbau außerhalb des Areals ist von ihrer ursprünglichen Verbreitung zu unterscheiden.
- Heimisch6
- Kamerun
- Gabun
- Kongo
- Demokratische Republik Kongo
- Angola
- Nigeria
Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1
Identität
Dracaena sanderiana (Mast., 1892), im Handel Glücksbambus oder Lucky Bamboo, ist ein Strauch aus der Gattung Dracaena und der Familie Asparagaceae. Der geläufige Handelsname kann täuschen: Mit echten Bambussen, die zu den Gräsern gehören, ist die Art nicht näher verwandt. Ihren Namen verdankt sie lediglich den grünen Stängeln, deren gegliederte Oberfläche an Bambushalme erinnert. 1 4
Als pflegeleichte Zimmerpflanze begegnet sie in Europa und Asien häufig in dekorativen Gefäßen. Ihre Stängel stehen auf Kieseln und werden geflochten, spiralig oder gerade angeboten. Das Artepitheton sanderiana ehrt den Gärtner und Pflanzenhändler Henry Sander, der zur Verbreitung der Pflanze gegen Ende des 19. Jahrhunderts beitrug. 3 2
Erkennung
Der fleischige grüne Stängel trägt deutlich erkennbare, regelmäßig angeordnete Ringe und ähnelt dadurch einem Bambushalm. Die langen, schmalen und bandförmigen Blätter reichen farblich von leuchtendem Grün bis Graugrün. Sie sitzen mit Abstand entlang des Stängels, statt wie bei manchen anderen Drachenbäumen ausschließlich am oberen Ende einen dichten Schopf zu bilden. 4 2
Bei Kulturpflanzen wird die natürliche Wuchsform häufig gezielt verändert. Die Stängel sind geflochten, spiralig geformt oder an Stützen geführt; daraus entstehen die typischen dekorativen Verkaufsformen. Im Topf liegen die üblichen Höhen zwischen 30 cm und 1 m. Ein älteres, gut entwickeltes Exemplar kann sich 1,5 m nähern, bleibt damit aber deutlich von der üblichen kleinen Tischpflanze zu unterscheiden. 3 4
Eine Blüte erscheint im Zimmer nur sehr selten. Kleine weiße Blüten stehen dann in traubigen Gruppen zusammen. Der Zierwert beruht vor allem auf dem Laub und den gestalteten Stängeln, weshalb Blütenbildung bei dieser Zimmerpflanze kein vorrangiges Kulturziel ist. 2 5
Nützliche Taxonomie
1892 beschrieb Mast. die Art unter dem Namen Dracaena sanderiana. Die Gattung Dracaena war lange in mehrere Gruppen aufgeteilt; daher begegnen im Schrifttum und im Handel weiterhin historische Namen. Für die Zuordnung dieser Pflanze sind insbesondere folgende Synonyme wichtig:
- Dracaena braunii Engl. (wissenschaftliches Synonym)
- Pleomele braunii (Engl.) N.E.Br. (wissenschaftliches Synonym)
- Pleomele sanderiana (Mast.) N.E.Br. (wissenschaftliches Synonym)
Eine beständige Grundlage bietet der akzeptierte wissenschaftliche Name Dracaena sanderiana, heute den Asparagaceae zugeordnet. Handelsbezeichnungen wie Victory oder Lucky Gold stehen dagegen für panaschierte gärtnerische Auslesen. Sie bezeichnen weder eigene Arten noch eigenständige botanische Varietäten. Diese Unterscheidung erleichtert das Lesen von Etiketten und älteren Pflanzenverzeichnissen. 1 4
Lebensraum und Verbreitung
Im tropischen West- und Zentralafrika liegt die ursprüngliche Heimat der Art, von Kamerun bis in den Nordosten Angolas. Dort besiedelt sie den Unterwuchs und die Ränder feuchter Wälder auf frischen Böden im Schatten. Die Herkunft aus solchen Waldstandorten erklärt, weshalb die Pflanze mit vergleichsweise wenig Licht zurechtkommt. 1 3
Vielen Käufern bleibt diese Waldherkunft unbekannt, weil sie der Pflanze vor allem außerhalb ihres natürlichen Areals begegnen. Als Zierpflanze wird sie in Asien, besonders in China, in großen Mengen produziert. Anschließend gelangen die gestalteten Stängel in den weltweiten Handel. Produktionsort und natürliches Herkunftsgebiet sind deshalb zwei verschiedene Angaben. 4 5
Frost verträgt die Art nicht. Eine dauerhafte Freilandkultur kommt nur in frostfreien tropischen oder subtropischen Gebieten der Zonen USDA 10 bis 12 infrage. In den winterkalten Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz bleibt sie entsprechend eine Zimmerpflanze. Ihr dortiger Anbau erweitert nicht das natürliche afrikanische Areal. 4 3
Lebenszyklus und Vermehrung
Für die Kultur spielen Blüten eine untergeordnete Rolle, denn das Interesse gilt Stängeln und Blättern. Kommt es dennoch zur Blüte, erscheinen kleine weiße Blüten in traubigen Blütenständen. Dies ist vor allem bei älteren Exemplaren zu erwarten, die unter tropischen Bedingungen im Freiland wachsen, und im Zimmer eine Ausnahme. 2 5
Die wichtigste Vermehrungsmethode ist der Stängelsteckling mit Knoten. Ein Teilstück mit mindestens einem Knoten wird in Wasser oder feuchtes Substrat gestellt. Bei Wärme und hellem indirektem Licht entstehen die ersten Wurzeln nach drei bis sechs Wochen. Die leichte Bewurzelung ermöglicht auch die preisgünstige Produktion der geflochtenen Stängel für den Handel. 4 3
Eine Besonderheit ist die dauerhafte Kultur in Wasser, wobei Kiesel die Wurzeln halten und die Pflanze stabilisieren. Das Wasser muss sauber bleiben und wöchentlich erneuert werden. Gefiltertes Wasser oder Regenwasser wird bevorzugt, um braune Blattspitzen durch Chlor und Kalk zu begrenzen. Die dekorative Gefäßform ersetzt diese regelmäßige Pflege nicht. 3 4
Nutzen und Risiken
Die Nutzung von Dracaena sanderiana ist überwiegend dekorativ und symbolisch. Im Feng Shui spielt die Pflanze eine verbreitete Rolle und wird als Glücksbringer verschenkt. Darauf bezieht sich der Name Glücksbambus. Teilweise wird auch der Zahl der zusammengestellten Stängel eine Bedeutung für Wohlstand oder Harmonie zugeschrieben. 3 4
Saponine kommen in der gesamten Pflanze vor. Die ASPCA bewertet Dracaena als giftig für Katzen und Hunde. Nach Aufnahme können teils blutiges Erbrechen, Abgeschlagenheit, Appetitverlust und verstärkter Speichelfluss auftreten; bei Katzen sind auch erweiterte Pupillen möglich. Der Pflanzensaft kann zudem die Haut reizen. Halten Sie das Gewächs daher von Haustieren und kleinen Kindern fern und waschen Sie nach Schnittarbeiten die Hände. 6 7
Sorten, Verwechslungen und verwandte Pflanzen
Panaschierte Verkaufsformen gehören weiterhin zur selben Art. Neben der verbreiteten grünen Form stehen Victory, Lucky Gold und White Stripe für weiß, cremefarben oder golden gestreifte Auslesen. Damit die Zeichnung erhalten bleibt, benötigen sie mehr Licht. Prüfen Sie beim Kauf feste Stängel, gesunde Wurzeln und eine Basis ohne Vergilbung. 2
Häufig verwechselt wird die Art mit folgenden Pflanzen oder Namen:
- Echten Bambussen, die zu den Gräsern gehören und nicht zur Familie Asparagaceae;
- Dracaena braunii, einem historischen Namen, der häufig noch für dieselbe Pflanze verwendet wird;
- anderen schmalblättrigen Dracaena, etwa bestimmten Formen von Dracaena marginata.
Der grüne, gegliederte Stängel und die mit Abstand sitzenden bandförmigen Blätter sind die wichtigsten sichtbaren Anhaltspunkte. Zusammen mit der häufigen Kultur in Wasser erlauben sie eine verlässlichere Zuordnung als der Handelsname allein. So lässt sich prüfen, ob ein als Glücksbambus angebotenes Exemplar tatsächlich Dracaena sanderiana ist. 1 4
Hauptquellen
- Plants of the World Online / Kew, Dracaena sanderiana Mast.
- Royal Horticultural Society, Dracaena sanderiana - Belgian evergreen
- Missouri Botanical Garden, Dracaena sanderiana - lucky bamboo
- NC State Extension, Dracaena sanderiana (Lucky Bamboo)
- Encyclopaedia Britannica, Dracaena
- ASPCA, Ribbon plant (Dracaena spp.): Giftigkeit
- Merck Veterinary Manual, für Tiere giftige Zimmer- und Zierpflanzen
Häufig gestellte Fragen
Ist Dracaena sanderiana ein echter Bambus?
Nein. Trotz der gegliederten Stängel und des Handelsnamens gehört Dracaena sanderiana zur Gattung Dracaena in der Familie Asparagaceae. Echte Bambusse sind Gräser und gehören botanisch zu einer anderen Familie.
Ist Dracaena sanderiana giftig?
Für Tiere ja. Die ASPCA stuft Dracaena wegen der Saponine als giftig für Katzen und Hunde ein. Mögliche Folgen sind Erbrechen, Abgeschlagenheit und Appetitverlust. Der Saft kann die Haut reizen. Halten Sie die Pflanze von Tieren und kleinen Kindern fern.
Kann Dracaena sanderiana in Wasser wachsen?
Ja, das ist eine verbreitete Kulturform. Die Stängel stehen auf Kieseln in einem Gefäß mit Wasser. Wechseln Sie das Wasser wöchentlich und verwenden Sie vorzugsweise gefiltertes Wasser, um braune Blattspitzen zu vermeiden.
Warum werden die Blattspitzen braun?
Häufig liegt es an stark chloriertem oder kalkhaltigem Wasser, zu trockener Luft oder ungeeigneter Beleuchtung. Gefiltertes Wasser oder Regenwasser und regelmäßiges Abwischen der Blätter helfen, das Problem zu begrenzen.
Wie viel Licht braucht Dracaena sanderiana?
Helles indirektes Licht eignet sich am besten. Die Pflanze verträgt Halbschatten und wenig Licht, direkte Sonne kann die Blätter jedoch verbrennen und ausbleichen.
Woher stammt Dracaena sanderiana?
Ihr natürliches Areal liegt im tropischen West- und Zentralafrika, von Kamerun bis in den Nordosten Angolas. Der weitverbreitete Zieranbau in Asien und Europa ist von diesem Herkunftsgebiet zu unterscheiden.
Wie groß wird Dracaena sanderiana?
Im Topf bleibt die Pflanze meist zwischen 30 cm und 1 m hoch. Unter guten Bedingungen können ältere Exemplare etwa 1,5 m erreichen. Das Wachstum ist jedoch langsam.
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Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.







