Fittonie (Fittonia albivenis, (Lindl. ex Veitch) Brummitt 1979)

Fittonia albivenis ist eine kleine, kriechende Staude aus der Familie der Akanthusgewächse (Acanthaceae), die aus feuchten südamerikanischen Wäldern stammt. Ihre dunkelgrünen Blätter tragen silbrig weiße oder kräftig rosa Adern. Dieses Blattmuster macht sie zu einer beliebten Zimmer- und Terrarienpflanze.

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Wissenschaftlicher NameFittonia albivenis
GattungFittonia
OrdnungLamiales

Fittonie, Mosaikpflanze, Nerve plant und Mosaic plant

Identität
Toxizität
Ungiftig : Menschen, Katzen, Hunde und Pferde
Pflegeaufwand
Mäßig
Pflanzenart
Blattart
Immergrün
Lebensdauer
Mehrjährig
Herkunft
KolumbienPeruBolivienEcuadorBrasilien
Lebensraum
Feuchter tropischer Unterwuchs; kriechender Bodendecker im Schatten des Kronendachs
Jahresverlauf
Blütezeit
Sommer
Wachstum
Ruhephase
Keine Ruhephase
Wuchsgeschwindigkeit
6/10
Reifezeit
Bodendeckender Bestand innerhalb einer Wachstumsperiode
Vermehrung
Stecklingsvermehrung von Stängeln mit Knoten, Teilung
Klima & Wasser
Temperatur
Winterhärte
Windverträglichkeit
Gering, ausschließlich Zimmerpflanze
Luftfeuchtigkeit
60–90 %
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Nein
Boden
Boden-pH-Wert
Bodenarten
Erde für Zimmerpflanzen, Reiche und lockere Erde
Salzhaltiger Boden
Wird nicht vertragen
Licht & Standort
Lichtverhältnisse
Helles indirektes Licht bis Halbschatten
Innenbereich
Helles Badezimmer, Wohnzimmer, Helles Zimmer
Abstand zum Fenster
Etwa 50 cm von einem Ost- oder Nordfenster
Außenbereich
Schattiger Innenhof, Veranda
Pflanzgefäße
Abflusstopf, Terrakotta
Erscheinungsbild
Höhe10–20 cmBreite20–30 cm
Blätter
GrünWeißRosa
Fittonia albivenis: Herkunft und Verwendung — blätter 1
Fittonia albivenis: Herkunft und Verwendung — blätter 2
Fittonia albivenis: Herkunft und Verwendung — blätter 3
Fittonia albivenis: Herkunft und Verwendung — blätter 4
Fittonia albivenis: Herkunft und Verwendung — blätter 5
Blüten
WeißGelb
Fittonia albivenis: Herkunft und Verwendung — blüten 1
Fittonia albivenis: Herkunft und Verwendung — blüten 2
Fittonia albivenis: Herkunft und Verwendung — blüten 3
Fittonia albivenis: Herkunft und Verwendung — blüten 4
Fittonia albivenis: Herkunft und Verwendung — blüten 5
Früchte
Fittonia albivenis: Herkunft und Verwendung — früchte 1
Wuchsform
Fittonia albivenis: Herkunft und Verwendung — wuchsform 1
Fittonia albivenis: Herkunft und Verwendung — wuchsform 2
Fittonia albivenis: Herkunft und Verwendung — wuchsform 3
Fittonia albivenis: Herkunft und Verwendung — wuchsform 4
Fittonia albivenis: Herkunft und Verwendung — wuchsform 5
Rinde
Grün
Fittonia albivenis: Herkunft und Verwendung — rinde 1
Fittonia albivenis: Herkunft und Verwendung — rinde 2
Fittonia albivenis: Herkunft und Verwendung — rinde 3
Fittonia albivenis: Herkunft und Verwendung — rinde 4
Fittonia albivenis: Herkunft und Verwendung — rinde 5

Weltweite Verbreitung

Fittonia albivenis stammt aus tropischen Regenwäldern Südamerikas und wächst dort im schattigen Unterwuchs. Ihr natürliches Areal umfasst Kolumbien, Peru, Bolivien, Ecuador und Nordbrasilien. Andernorts wird sie ausschließlich als Zimmer- oder Terrarienpflanze kultiviert.

  • Heimisch5
  • Kolumbien
  • Peru
  • Bolivien
  • Ecuador
  • Brasilien

Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1

Identität

Fittonia albivenis (Fittonia albivenis (Lindl. ex Veitch) Brummitt), auch Fittonie oder Mosaikpflanze, ist eine kleine, kriechende Staude der Gattung Fittonia aus der Familie der Akanthusgewächse (Acanthaceae). Das mosaikartige Netz heller Blattadern ist ein unmittelbar erkennbares Merkmal der Art. 1 4

In europäischen Wohnungen wird die Art hauptsächlich als Zimmer- und Terrarienpflanze wegen ihres dunkelgrünen, silbrig weiß oder rosa geaderten Laubs gehalten. Sie bleibt niedrig, wächst flächig und benötigt hohe Luftfeuchtigkeit sowie gedämpftes Licht. 2 6

Erkennung

Kennzeichnend sind ovale, dunkelgrüne Blätter mit matter, leicht gewellter Oberfläche und 7 bis 10 cm Länge. Ein sehr dichtes Netz kontrastierender Blattadern überzieht die Spreite. Je nach Sorte sind diese Adern silbrig weiß oder rosa bis kräftig rot. 4 5

Der niedrige, kriechende Wuchs entsteht durch ausgebreitete Triebe, die an den Knoten wurzeln. So bildet sich ein dichter, nur 10 bis 20 cm hoher Teppich. Diese bodendeckende Gestalt unterscheidet die Art von großen, aufrechten Zimmerpflanzen wie Ficus oder Philodendron. 6 2

Oft fällt die Pflanze schon vor genauer Betrachtung durch plötzliches starkes Welken auf, sobald das Substrat trocknet. Nach dem Gießen erholt sie sich rasch. Unscheinbare Blütenähren tragen kleine weiße oder blassgelbe Blüten zwischen grünen Hochblättern; im Zimmer erscheinen sie selten. 5 4

Nützliche Taxonomie

Die Kombination Fittonia albivenis (Lindl. ex Veitch) Brummitt wurde 1979 auf Grundlage eines älteren Basionyms veröffentlicht. Obwohl die Gattung Fittonia klein ist, hat die gärtnerische Geschichte zahlreiche Namen hervorgebracht. Wichtige Synonyme sind:

  • Fittonia argyroneura Coem., ein früherer Name
  • Fittonia verschaffeltii (Lem.) Van Houtte, ein Synonym
  • Fittonia verschaffeltii var. argyroneura (Coem.) Nicolson, eine ältere Varietätsbezeichnung
  • Eranthemum verschaffeltii (Lem.) Voss, eine frühere Kombination
  • Gymnostachyum verschaffeltii Lem., ein historischer Name

Der akzeptierte wissenschaftliche Name Fittonia albivenis ermöglicht die eindeutige Zuordnung. Die früheren Namen argyroneura und verschaffeltii bezeichnen heute Sortengruppen innerhalb der Art und keine eigenständigen botanischen Arten. 1 3

Lebensraum und Verbreitung

Ihre Heimat sind die tropischen Regenwälder Südamerikas, insbesondere Kolumbien, Peru, Bolivien, Ecuador und Nordbrasilien. Dort wächst sie auf beschatteter Waldstreu im Unterwuchs, bei durch das Kronendach gefiltertem Licht. 1 4

Aus diesem Lebensraum ergeben sich die Kulturansprüche: hohe Luftfeuchtigkeit, gleichmäßige Wärme und sanftes Licht. Wo die Temperaturen unter 10 °C fallen, überlebt die Pflanze nicht im Freien und muss im Zimmer oder Terrarium gehalten werden. 6 5

Außerhalb des Herkunftsgebiets findet sich die Art praktisch nur in Zierkultur. Für gemäßigte Klimate ist sie weder als eingebürgert noch als invasiv gemeldet. Die Kälte begrenzt sie dort auf Innenräume und Gewächshäuser. 2 4

Lebenszyklus und Vermehrung

Unter günstigen Bedingungen entstehen kleine, aufrechte Blütenähren mit grünen Hochblättern, zwischen denen weiße oder blassgelbe Blüten erscheinen. Diese unauffällige Blüte tritt im Zimmer selten auf; kultiviert wird die Art wegen ihres Laubs. 4 5

Das Wachstum erfolgt stärker in die Breite als in die Höhe. Kriechende Triebe verlängern sich und wurzeln an den Knoten, sobald sie feuchtes Substrat berühren. So entsteht aus wenigen Trieben innerhalb einer Saison ein dichter bodendeckender Bestand. 6 2

Gärtnerisch vermehrt man vor allem durch Triebstecklinge mit Knoten oder Teilung beim Umtopfen. Ein Abschnitt mit mindestens einem Knoten bewurzelt in Wasser oder feuchtem Substrat; erste Wurzeln erscheinen nach zwei bis drei Wochen. Bei der Teilung wird ein dichter Bestand in bereits bewurzelte Stücke getrennt, die bei Wärme und Feuchtigkeit rasch weiterwachsen. 5 4

Nutzen und Risiken

Die Nutzung von Fittonia albivenis ist ausschließlich ornamental: als Zimmerpflanze, in Terrarien oder Flaschengärten und als Bodendecker im Schatten feuchttropischer Gärten. Ihre geringe Größe und die Vorliebe für feuchte, eingeschlossene Luft machen sie zu einer besonders verbreiteten Terrarienart. 6 3

Bei der Giftigkeit gilt die Art als unbedenklich. Die ASPCA stuft sie als ungiftig für Katzen, Hunde und Pferde ein; Vergiftungserscheinungen sind nicht gemeldet. Sie lässt sich daher ohne besondere Vergiftungsgefahr zusammen mit Haustieren halten und unterscheidet sich damit von vielen tropischen Zimmerpflanzen. 7 6

Sorten, Verwechslungen und verwandte Pflanzen

Die angebotenen Formen bilden zwei Sortengruppen statt getrennter Arten. Argyroneura umfasst silbrig weiß geaderte Blätter, Verschaffeltii rosa bis rot geaderte. Beide Gruppen erhielten den Award of Garden Merit der RHS. Handelsnamen wie White Anne oder Red Anne gehören zu diesen Gruppen. 3 2

Zu den häufigsten Verwechslungspartnern zählen:

  • Hypoestes phyllostachya mit rosa gepunkteten grünen Blättern, jedoch ohne durchgehendes Adernetz;
  • manche Pilea mit hellen Blattstreifen;
  • andere als Zierpflanzen gehaltene Akanthusgewächse mit buntem Laub.

Für eine sichere Bestimmung von Fittonia albivenis bleiben das dichte, durchgehende Netz heller Adern auf dunkelgrünem Grund und der niedrige, kriechende Wuchs die zuverlässigsten Merkmale. 4 1

Hauptquellen

Häufig gestellte Fragen

Ist Fittonia albivenis für Katzen und Hunde giftig?

Nein. Die ASPCA führt die Art als ungiftig für Katzen, Hunde und Pferde. Vergiftungserscheinungen sind nicht gemeldet, sodass sie sich als Zimmerpflanze für Haushalte mit Tieren eignet.

Warum welkt Fittonia albivenis so schnell?

Das dünne Laub verliert rasch Wasser. Sobald das Substrat trocknet, sackt die Pflanze auffällig zusammen. Nach gründlichem Gießen richtet sie sich meist innerhalb weniger Stunden wieder auf. Gleichmäßig feuchte Erde begrenzt solche Situationen.

Eignet sich Fittonia albivenis für ein Terrarium?

Ja. Die geringe Größe, der kriechende Wuchs und der Bedarf an hoher Luftfeuchtigkeit machen sie zu einer verbreiteten Terrarienpflanze. Die geschlossene, feuchte Atmosphäre bildet ihren ursprünglichen Waldunterwuchs gut nach.

Wie viel Licht braucht Fittonia albivenis?

Helles indirektes Licht bis Halbschatten ergibt das schönste Laub. Direkte Sonne bleicht die Blätter aus und verbrennt sie; bei zu viel Schatten werden die Triebe lang und dünn.

Welche Pflanzen werden mit Fittonia albivenis verwechselt?

Vor allem Hypoestes mit rosa gepunkteten Blättern und manche auffällig gezeichneten Pilea ähneln ihr. Das dichte Netz heller Adern auf dunkelgrünem Grund bleibt das zuverlässigste Merkmal.

Gehören weiße und rosa Blattadern zu verschiedenen Arten?

Nein. Silbrig geaderte Formen gehören zur Argyroneura-Gruppe, rosa oder rot geaderte zur Verschaffeltii-Gruppe. Beide sind Sortengruppen derselben Art, Fittonia albivenis.

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Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.