Kleines Schneeglöckchen (Galanthus nivalis, L. 1753)

Das Kleine Schneeglöckchen (Galanthus nivalis L.) ist eine kleine, laubabwerfende Zwiebelpflanze aus der Familie der Amaryllidaceae. Es gehört zu den ersten Blühern im Spätwinter und fällt durch weiße, hängende Blüten und schmale, blaugrüne Blätter auf. Sein kurzer Wachstumszyklus liegt vor dem vollen Austrieb der Frühlingsstauden.

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Wissenschaftlicher NameGalanthus nivalis
GattungGalanthus
OrdnungAsparagales

Kleines Schneeglöckchen, Gewöhnliches Schneeglöckchen, Schneeglöckchen, Snowdrop und Common snowdrop

Identität
Toxizität
Vorsicht : Menschen, darunter Kinder, Katzen und Hunde · Unbekannt : Pferde
Pflegeaufwand
Niedrig
Pflanzenart
Zwiebel · Kräuterlebhaft · Pflanze für draußen
Blattart
Laubabwerfend
Lebensdauer
Mehrjährig
Herkunft
FrankreichSpanienDeutschlandUkraine
Lebensraum
Lichte Wälder, Säume, frische Wiesen und Böschungen auf humosem, durchlässigem, im Winter und Frühling frischem Boden
Ökologischer Nutzen
Frühe Blüten werden bei mildem Wetter von Bienen besuchtSpätwinterlicher Blütenteppich unter Laubbäumen
Jahresverlauf
Blütezeit
WinterFrühling
Wachstum
Ruhephase
Sommerruhe
Wuchsgeschwindigkeit
4/10
Reifezeit
Horste ab der ersten Blüte sichtbar; Verwilderung über mehrere Jahre.
Vermehrung
Teilung der Zwiebeln, Teilung, Aussaat
Klima & Wasser
Temperatur
Winterhärte
Windverträglichkeit
Gut dank niedrigen Wuchses; Blüten leiden unter heftigen kalten Winden.
Luftfeuchtigkeit
45–75 %
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Nein
Boden
Boden-pH-Wert
Bodenarten
Humusreicher Boden, Feuchter Boden, Entwässerter Boden, Waldboden
Salzhaltiger Boden
Wird nicht vertragen
Licht & Standort
Lichtverhältnisse

An einen Platz mit indirektem Licht oder in einen schattigen Raum stellen.

Wintersonne bis Halbschatten, besonders unter Laubbäumen.
Außenbereich
Unterholz-Garten, Naturgebiet, Felswerk, Wiesen-Garten
Pflanzgefäße
Flache Blumenzwiebelbeet, Abflusstopf
Erscheinungsbild
Höhe10–25 cmBreite8–20 cm
Blätter
Grün
Kleines Schneeglöckchen (Galanthus nivalis): Herkunft und Verwendung — blätter 1
Kleines Schneeglöckchen (Galanthus nivalis): Herkunft und Verwendung — blätter 2
Kleines Schneeglöckchen (Galanthus nivalis): Herkunft und Verwendung — blätter 3
Kleines Schneeglöckchen (Galanthus nivalis): Herkunft und Verwendung — blätter 4
Kleines Schneeglöckchen (Galanthus nivalis): Herkunft und Verwendung — blätter 5
Blüten
WeißGrünGröße1–2.5 cm
Kleines Schneeglöckchen (Galanthus nivalis): Herkunft und Verwendung — blüten 1
Kleines Schneeglöckchen (Galanthus nivalis): Herkunft und Verwendung — blüten 2
Kleines Schneeglöckchen (Galanthus nivalis): Herkunft und Verwendung — blüten 3
Kleines Schneeglöckchen (Galanthus nivalis): Herkunft und Verwendung — blüten 4
Kleines Schneeglöckchen (Galanthus nivalis): Herkunft und Verwendung — blüten 5
Früchte
Kleines Schneeglöckchen (Galanthus nivalis): Herkunft und Verwendung — früchte 1
Kleines Schneeglöckchen (Galanthus nivalis): Herkunft und Verwendung — früchte 2
Kleines Schneeglöckchen (Galanthus nivalis): Herkunft und Verwendung — früchte 3
Kleines Schneeglöckchen (Galanthus nivalis): Herkunft und Verwendung — früchte 4
Kleines Schneeglöckchen (Galanthus nivalis): Herkunft und Verwendung — früchte 5
Wuchsform
Kleines Schneeglöckchen (Galanthus nivalis): Herkunft und Verwendung — wuchsform 1
Kleines Schneeglöckchen (Galanthus nivalis): Herkunft und Verwendung — wuchsform 2
Kleines Schneeglöckchen (Galanthus nivalis): Herkunft und Verwendung — wuchsform 3
Kleines Schneeglöckchen (Galanthus nivalis): Herkunft und Verwendung — wuchsform 4
Kleines Schneeglöckchen (Galanthus nivalis): Herkunft und Verwendung — wuchsform 5
Rinde
Kleines Schneeglöckchen (Galanthus nivalis): Herkunft und Verwendung — rinde 1

Weltweite Verbreitung

POWO nennt als natürliches Areal die Region von den Pyrenäen bis zur Ukraine. Das Kleine Schneeglöckchen ist auch in mehreren gemäßigten Regionen außerhalb dieses Areals eingebürgert, insbesondere auf den Britischen Inseln und in Nordamerika.

  • Heimisch4
  • Eingeführt2
  • Frankreich
  • Spanien
  • Deutschland
  • Ukraine
  • Großbritannien
  • Vereinigte Staaten

Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1

Identität

Das Kleine Schneeglöckchen (Galanthus nivalis L.) ist eine anerkannte Art der Gattung Galanthus aus der Familie der Amaryllidaceae. POWO nennt ein großes natürliches Areal von den Pyrenäen bis zur Ukraine. IPNI ordnet den Namen Linnés Veröffentlichung von 1753 zu. 1 3

Mit Galanthus verbinden sich die weiße Blüte und ihre hängende Form. Das Epitheton nivalis verweist auf Schnee und passt zur Blüte im Spätwinter. Der Name Schneeglöckchen darf jedoch nicht automatisch auf die benachbarten Gattungen Leucojum und Acis übertragen werden. 5 7

Bei Pflanzungen im Januar oder Februar ist die genaue Art entscheidend. Galanthus nivalis steht für das Kleine Schneeglöckchen mit seinem kurzen Wachstumszyklus. Eine häufig empfohlene Methode ist das Pflanzen in grünem Zustand, solange die Pflanze noch Blätter trägt. 4 2

Erkennung

Nach der Beschreibung von NC State erreicht diese kleine Zwiebelpflanze etwa 10 bis 25 cm Höhe. Ihre grundständigen Blätter sind schmal, linealisch und blaugrün. Jede Zwiebel bildet meist zwei oder drei Blätter und anschließend einen grünen Schaft mit einer einzelnen Blüte. 4 5

An der hängenden, weißen Blüte tragen die inneren Blütenhüllblätter grüne Zeichnungen. Das unterscheidet sie von den gleichmäßiger geformten und anders gezeichneten Glockenblüten der Knotenblumen. Kleine Wuchshöhe, schmale Blätter und eine geneigte Blüte ergeben zusammen einen guten Hinweis für die Bestimmung im Wald. 4 6

Je nach Klima fällt die Blütezeit in den Winter oder Frühling. NC State führt beide Jahreszeiten auf und nennt den Wert der Blüten für Bienen. Gerade diese frühe Blüte macht das Schneeglöckchen für saisonale Pflanzungen und als symbolische Geburtsblume interessant. 4 5

Lebensraum und Verbreitung

Das natürliche Vorkommen von Galanthus nivalis liegt nach POWO in Europa zwischen den Pyrenäen und der Ukraine. Hinzu kommen zahlreiche Einführungen außerhalb dieses Areals. NC State nennt auch eingebürgerte Bestände in mehreren nordamerikanischen Bundesstaaten. 1 4

Im Garten entspricht ein lichter Gehölzunterwuchs seinem Lebensraum: Licht vor dem Laubaustrieb, humoser Boden und ausreichende Feuchtigkeit während des Wachstums, gefolgt von der Sommerruhe. Auch frische Böschungen und Wiesen, die nicht zu früh gemäht werden, eignen sich. 4 5

Bis sich größere Bestände einbürgern, vergehen mehrere Jahre. Tochterzwiebeln vergrößern die Horste, und die Pflanzen können sich zusätzlich aussäen. Ihr Laub muss bis zum Vergilben erhalten bleiben. Frühes Mähen oder zu gründliches Aufräumen schwächt die Blüte im folgenden Jahr. 4

Pflanzung und Einbürgerung

Frische Zwiebeln lassen sich im Herbst pflanzen. Oft gelingt das Anwachsen jedoch besser in grünem Zustand, unmittelbar nach der Blüte und mit noch vorhandenen Blättern. Die kleinen Zwiebeln vertragen längeres Austrocknen außerhalb des Bodens schlecht. 4 5

Für Beete empfiehlt sich eine Pflanzung in Gruppen. Das zarte Laub verschwindet später vollständig. Frühlings- oder Frühsommerstauden können seinen Platz übernehmen, solange sie die winterlichen Austriebe nicht überwachsen und ersticken. 4

Der Wasserbedarf folgt dem Wachstumszyklus. Während der Bewurzelung, des Blattaustriebs und der Blüte bleibt der Boden frisch; in der Ruhephase wird erheblich weniger gegossen. Dauernde Nässe kann die Zwiebeln faulen lassen, extreme Trockenheit während der Bewurzelung schwächt sie. 4

Auch der Zeitpunkt der Gartenpflege beeinflusst den Erfolg. Nach der Blüte wirken die Pflanzen unscheinbar, doch ihre grünen Blätter arbeiten weiter und füllen die Zwiebelreserven. Im Rasen wird deshalb später gemäht. Im Beet dürfen weder dicker Mulch noch sehr wüchsige Stauden die Horste bedecken. 4 5

Trocken gekaufte Zwiebeln sind empfindliches lebendes Pflanzgut. Ein mehrere Wochen warm gelagerter Beutel wächst schlechter an als ein noch belaubter, umgesetzter Horst. Kleine, unregelmäßige Gruppen unter Laubbäumen ergeben ein natürliches Bild. Sie dürfen sich über mehrere Winter verdichten, statt sofort einen geschlossenen Teppich bilden zu müssen. 4

Schutz und Sammlung

In Gärten ist das Schneeglöckchen häufig, doch die Gattung Galanthus enthält bei Sammlern sehr begehrte Pflanzen. Wikipedia nennt für Galanthus nivalis die Gefährdungskategorie Near Threatened und verweist auf den CITES-Schutz der Gattung. 5 8

Für den Garten sollten Zwiebeln aus Kultur gekauft werden. Wildbestände sind keine Bezugsquelle: Entnahmen gefährden örtliche Vorkommen und können je nach Gebiet verboten sein. Bereits im Garten etablierte Horste lassen sich dagegen teilen. 5 8

Zahlreiche Sortennamen begleiten das Schneeglöckchen im Gartenhandel. Für Liebhaber können diese Formen besonderen Wert haben. Die Bezeichnung Galanthus nivalis ohne Sortenzusatz meint jedoch zunächst die Art und keine seltene Auslese. 2 7

Art und Sorte müssen deshalb auseinandergehalten werden. Ein Sortenname ersetzt nicht die Artbezeichnung; umgekehrt macht die Artbezeichnung einen ausdrücklich genannten Sortennamen nicht überflüssig. Gefüllte, grün gezeichnete oder besonders gesammelte Formen erfordern ihre eigene gärtnerische Einordnung. 2 5

Giftigkeit

Zum Verzehr eignet sich das Kleine Schneeglöckchen nicht. NC State bezeichnet die Zwiebeln beim Essen als giftig und nennt Phenanthridin-Alkaloide. Nach Aufnahme größerer Mengen können Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auftreten. 4

Kinder, neugierige Tiere und Erwachsene beim Umgang mit unbeschrifteten Zwiebeln sind besonders zu berücksichtigen. Verwechslungen mit anderen kleinen Frühlingszwiebeln sind möglich. Zwiebeln sollten getrennt von Lebensmitteln aufbewahrt und außerhalb der Reichweite junger, grabender Tiere gepflanzt werden. 4

Weniger auffällig als bei manchen großen Zwiebelpflanzen der Amaryllidaceae ist die Giftigkeit zwar, für eine Einstufung als sicher verzehrbare Pflanze reicht das keinesfalls. Galanthus nivalis bleibt eine Zierpflanze für den Garten, bei der versehentliches Essen von Pflanzenteilen vermieden werden sollte. 4 5

Hauptquellen

Häufig gestellte Fragen

Ist Galanthus nivalis das Kleine Schneeglöckchen?

Ja. Galanthus nivalis bezeichnet das Kleine Schneeglöckchen, die klassische Art in Gärten und verwilderten Beständen, die im Spätwinter blüht.

Kann man Schneeglöckchen im Februar pflanzen?

Ja, vor allem in grünem Zustand unmittelbar nach der Blüte, solange die Horste noch Blätter tragen. Trockene Zwiebeln werden eher im Herbst gepflanzt und dürfen nicht lange austrocknen.

Ist das Kleine Schneeglöckchen giftig?

Vorsicht ist geboten. NC State nennt eine geringe Giftigkeit bei Verzehr größerer Mengen; mögliche Beschwerden sind Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

Soll man die Blätter nach der Blüte abschneiden?

Nein. Die Blätter füllen die Reserven der Zwiebel wieder auf und sollten von selbst vergilben.

Verträgt das Kleine Schneeglöckchen volle Sonne?

Es verträgt Sonne in der kalten Jahreszeit, gedeiht aber auch sehr gut im lichten Halbschatten unter Laubbäumen.

Wie unterscheidet es sich von Leucojum?

Leucojum hat gleichmäßiger geformte Glockenblüten, oft mit grünen Spitzen an jedem Blütenhüllblatt. Galanthus nivalis trägt eine hängende Blüte mit gezeichneten inneren Blütenhüllblättern.

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Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.