Gelbrote Taglilie (Hemerocallis fulva, (L.) L. 1762)

Gelbrote Taglilie (Hemerocallis fulva) ist eine Rhizomstaude der Asphodelaceae aus dem gemäßigten Asien. Sie bildet kräftige Horste aus bandförmigen Blättern und Blütenschäfte mit großen orangefarbenen Blüten, die jeweils nur einen Tag halten. Die pflegeleichte Pflanze breitet sich in Beeten und an Böschungen rasch aus, ist jedoch für Katzen hochgiftig.

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Wissenschaftlicher NameHemerocallis fulva
GattungHemerocallis
OrdnungAsparagales

Gelbrote Taglilie, Braunrote Taglilie, Bahnwärter-Taglilie, Rotgelbe Taglilie, Orange daylily und Tawny daylily

Identität
Toxizität
Vorsicht : Menschen und Pferde · Giftig : Katzen · Ungiftig : Hunde
Pflegeaufwand
Niedrig
Pflanzenart
Blattart
Laubabwerfend
Lebensdauer
Mehrjährig
Herkunft
ChinaJapanSüdkorea
Lebensraum
Waldränder, Böschungen, Wegränder und frische Lichtungen; oft außerhalb ihres ursprünglichen Areals eingebürgert
Jahresverlauf
Blütezeit
Sommer
Wachstum
Ruhephase
Winterruhe
Wuchsgeschwindigkeit
8/10
Reifezeit
Blüte im ersten oder zweiten Jahr nach der Teilung
Vermehrung
Teilung, Aussaat
Klima & Wasser
Temperatur
Winterhärte
Windverträglichkeit
Gut, biegsames Laub ist wenig windempfindlich
Luftfeuchtigkeit
40–70 %
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Ja
Boden
Boden-pH-Wert
Bodenarten
Feuchter Boden, Reicher Boden, Entwässerter Boden
Salzhaltiger Boden
Wird nicht vertragen
Licht & Standort
Lichtverhältnisse

Volle Sonne

Volle Sonne bis lichter Halbschatten
Außenbereich
Gartenbeet, Beet in voller Sonne
Pflanzgefäße
Pflanzgefäß
Erscheinungsbild
Höhe60–100 cmBreite50–90 cm
Blätter
Grün
Gelbrote Taglilie (Hemerocallis fulva): Herkunft und Verwendung — blätter 1
Gelbrote Taglilie (Hemerocallis fulva): Herkunft und Verwendung — blätter 2
Gelbrote Taglilie (Hemerocallis fulva): Herkunft und Verwendung — blätter 3
Gelbrote Taglilie (Hemerocallis fulva): Herkunft und Verwendung — blätter 4
Gelbrote Taglilie (Hemerocallis fulva): Herkunft und Verwendung — blätter 5
Blüten
Orange
Gelbrote Taglilie (Hemerocallis fulva): Herkunft und Verwendung — blüten 1
Gelbrote Taglilie (Hemerocallis fulva): Herkunft und Verwendung — blüten 2
Gelbrote Taglilie (Hemerocallis fulva): Herkunft und Verwendung — blüten 3
Gelbrote Taglilie (Hemerocallis fulva): Herkunft und Verwendung — blüten 4
Gelbrote Taglilie (Hemerocallis fulva): Herkunft und Verwendung — blüten 5
Früchte
Gelbrote Taglilie (Hemerocallis fulva): Herkunft und Verwendung — früchte 1
Gelbrote Taglilie (Hemerocallis fulva): Herkunft und Verwendung — früchte 2
Gelbrote Taglilie (Hemerocallis fulva): Herkunft und Verwendung — früchte 3
Gelbrote Taglilie (Hemerocallis fulva): Herkunft und Verwendung — früchte 4
Gelbrote Taglilie (Hemerocallis fulva): Herkunft und Verwendung — früchte 5
Wuchsform
Gelbrote Taglilie (Hemerocallis fulva): Herkunft und Verwendung — wuchsform 1
Gelbrote Taglilie (Hemerocallis fulva): Herkunft und Verwendung — wuchsform 2
Gelbrote Taglilie (Hemerocallis fulva): Herkunft und Verwendung — wuchsform 3
Gelbrote Taglilie (Hemerocallis fulva): Herkunft und Verwendung — wuchsform 4
Gelbrote Taglilie (Hemerocallis fulva): Herkunft und Verwendung — wuchsform 5
Rinde
Grün
Gelbrote Taglilie (Hemerocallis fulva): Herkunft und Verwendung — rinde 1
Gelbrote Taglilie (Hemerocallis fulva): Herkunft und Verwendung — rinde 2
Gelbrote Taglilie (Hemerocallis fulva): Herkunft und Verwendung — rinde 3
Gelbrote Taglilie (Hemerocallis fulva): Herkunft und Verwendung — rinde 4
Gelbrote Taglilie (Hemerocallis fulva): Herkunft und Verwendung — rinde 5

Weltweite Verbreitung

Das ursprüngliche Areal von Hemerocallis fulva liegt im gemäßigten Ostasien, von China bis Japan und Korea. Die seit sehr langer Zeit kultivierte Art hat sich in Europa und Nordamerika weithin eingebürgert und besiedelt dort Böschungen und Wegränder. Diese eingeführten Vorkommen sind vom asiatischen Ursprungsgebiet zu unterscheiden.

  • Heimisch3
  • Eingeführt2
  • China
  • Japan
  • Korea
  • Metropolitan-Frankreich
  • Vereinigte Staaten

Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1

Identität

Gelbrote Taglilie (Hemerocallis fulva (L.) L., 1762), auch Braunrote Taglilie, ist eine Rhizomstaude der Gattung Hemerocallis innerhalb der Asphodelaceae. Der Gattungsname verbindet die griechischen Wörter hemera, Tag, und kallos, Schönheit: Jede Blüte öffnet sich nur für einen einzigen Tag. Auch der deutsche Name Taglilie verweist darauf. 1 4

Für Beete und Böschungen ist diese wüchsige, winterharte Art besonders bekannt. Sie bildet rasch dichte Horste bandförmiger Blätter, über denen Schäfte mit großen orangefarbenen Blüten stehen. Bei aller Pflegeleichtigkeit ist sie für Katzen hochgiftig, was bei der Standortwahl zu beachten ist. 2 8

Erkennung

Dicht aus der Basis entspringende, lange, bandförmige und bogig überhängende Blätter bilden den Horst von Hemerocallis fulva. Ein beblätterter Stängel fehlt. Darüber erheben sich aufrechte, kahle Blütenschäfte von 60 bis 100 cm Höhe mit den Blütenknospen. 3 6

Am auffälligsten sind die breiten, trichterförmigen Blüten mit sechs orangefarbenen bis rotbraunen Blütenhüllblättern und etwa 13 cm Durchmesser. Jede Blüte hält nur einen Tag: Sie öffnet sich morgens und welkt abends; am folgenden Tag übernimmt eine weitere Blüte desselben Schafts. 3 4

Unterirdisch breitet sich die Pflanze mit kriechenden Rhizomen aus und bildet rasch dichte Kolonien. In gemäßigten Klimaten fällt die Blüte in den Sommer, vor allem in Juli und August. Trotz der kurzen Lebensdauer einzelner Blüten erstreckt sie sich über mehrere Wochen. 6 2

Nützliche Taxonomie

Nach der Erstbeschreibung überführte Carl von Linné die Art 1762 unter dem Namen Hemerocallis fulva (L.) L. in die Gattung Hemerocallis. Zur Gattung gehören mehrere nahe verwandte asiatische Arten und zahlreiche botanische Varietäten. Für die Einordnung sind folgende Namen wichtig:

  • Hemerocallis lilioasphodelus var. fulva L., botanischer Name
  • Hemerocallis fulva var. kwanso Regel, botanische Varietät
  • Hemerocallis fulva var. longituba (Miq.) Maxim., botanische Varietät
  • Hemerocallis fulva var. angustifolia Baker, botanische Varietät
  • Hemerocallis disticha Donn ex Ker Gawl., botanischer Name

Der akzeptierte wissenschaftliche Name Hemerocallis fulva bleibt der verlässliche Bezugspunkt. Bezeichnungen wie Europa und Kwanso stehen für kultivierte Auslesen und nicht für eigenständige botanische Arten. 1 7

Lebensraum und Verbreitung

Das Ursprungsgebiet von Hemerocallis fulva ist das gemäßigte Ostasien, von China bis Japan und Korea. Dort wächst sie an Waldrändern, Böschungen, Wegen und auf frischen Lichtungen in gewöhnlichen Böden, die einen Teil des Jahres feucht bleiben. 1 3

Als Staude der Waldränder bevorzugt sie einen hellen Platz, verträgt aber viele verschiedene, auch nährstoffarme Böden. Das erklärt ihre Robustheit und den häufigen Einsatz als Bodendecker an Böschungen. Diese Anpassungsfähigkeit ist auch für die Gartenkultur maßgeblich. 6 2

Durch jahrhundertelange Kultur hat sich die Art in Europa und Nordamerika weithin eingebürgert. Dort besiedelt sie Straßenränder und alte Gärten. Solche eingeführten Vorkommen sind vom ursprünglichen asiatischen Areal zu unterscheiden. 7 4

Lebenszyklus und Vermehrung

Mit ihrer Winterruhe gehört Hemerocallis fulva zu den ausdauernden krautigen Pflanzen: Im Winter trocknet das Laub ab, im Frühjahr treibt der Wurzelstock neu aus. Eingewachsene Horste blühen jeden Sommer, nach einer Teilung oft bereits im ersten oder zweiten Jahr. 3 6

Die Sterilität der häufigsten Form kann zunächst überraschen. Der triploide Klon Europa und die gefüllte Form Kwanso bilden wenige oder keine keimfähigen Samen und verbreiten sich fast ausschließlich vegetativ. Eine Aussaat ist bei fruchtbaren Pflanzen möglich, erhält die Merkmale kultivierter Formen aber nicht zuverlässig. 2 5

Zur Vermehrung im Garten dient deshalb vor allem die Teilung des Wurzelstocks im Frühjahr oder Herbst, etwa alle drei bis vier Jahre. Sie verjüngt zugleich Horste mit kahler Mitte und begrenzt zu große Kolonien. Diese Methode ist besonders zuverlässig und führt am schnellsten wieder zu angewachsenen Pflanzen. 6 3

Nutzen und Risiken

Vorwiegend wird Hemerocallis fulva als große Zierstaude für Beete, Einfassungen und Böschungen genutzt. Ihre Sommerblüte und Widerstandsfähigkeit machen sie dafür geeignet. In Asien werden Knospen, Blüten und junge Triebe auch gekocht als traditionelles aromatisches Gemüse verwendet; mehrere Pflanzenteile haben zudem historische medizinische Verwendungen. 5 4

Für Katzen besteht das größte gesundheitliche Risiko. Taglilien (Hemerocallis) sind für sie hochgiftig: Bereits geringe Mengen beliebiger Pflanzenteile können akutes Nierenversagen auslösen, das ohne schnelle tierärztliche Behandlung oft tödlich endet. Die ASPCA stuft Taglilien als giftig für Katzen ein. Jeder Verdacht auf Kontakt erfordert sofortige tierärztliche Hilfe. 8 9

Bei Hunden liegt eine andere Risikolage vor. Die ASPCA stuft Taglilien als ungiftig für Hunde ein; laut FDA können Hunde nach dem Fressen von Lilien leichte Verdauungsbeschwerden entwickeln, jedoch nicht das für Katzen typische Nierenversagen. Bei Pferden und Menschen bleibt Vorsicht angebracht, zumal größere Mengen der Blätter nicht zum Verzehr empfohlen werden. 8 10 5

Sorten, Verwechslungen und verwandte Pflanzen

Die angebotenen Kulturformen gehören weiterhin zur selben Art. Europa bezeichnet den häufigsten sterilen triploiden Klon; Kwanso und Flore Pleno sind gefülltblütige Formen. Variegata hat cremefarben gestreifte Blätter und wächst schwächer. Vor einem Kauf sagen Wuchsstärke und Zustand des Wurzelstocks mehr aus als der Formenname allein. 2

Besonders leicht sind Verwechslungen mit folgenden Pflanzen möglich:

  • Hemerocallis lilioasphodelus, die Gelbe Taglilie, mit duftenden zitronengelben Blüten;
  • Hemerocallis citrina, mit gelben, langröhrigen und nachts geöffneten Blüten;
  • den zahlreichen Gartenhybriden aus Kreuzungen, deren Farben wesentlich vielfältiger sind.

Orangefarbene Blüten, ein Horst bandförmiger Blätter und die Lebensdauer jeder Blüte von nur einem Tag sind die wichtigsten Merkmale, um eine als Gelbrote Taglilie angebotene Pflanze als Hemerocallis fulva einzuordnen. 3 1

Hauptquellen

Häufig gestellte Fragen

Ist die Gelbrote Taglilie für Katzen giftig?

Ja, sie stellt eine erhebliche Gefahr dar. Taglilien (Hemerocallis) sind für Katzen hochgiftig. Der Verzehr beliebiger Pflanzenteile kann akutes, oft tödliches Nierenversagen auslösen. Die ASPCA stuft Taglilien als giftig für Katzen ein. Bei jedem Verdacht auf Kontakt ist sofort tierärztliche Hilfe erforderlich.

Ist die Gelbrote Taglilie für Hunde gefährlich?

Für Hunde besteht nicht dieselbe Gefahr wie für Katzen. Die ASPCA stuft Taglilien als ungiftig für Hunde ein. Die FDA nennt lediglich mögliche leichte Verdauungsbeschwerden bei Hunden, die Lilien fressen, ohne Nierenschäden.

Kann man die Gelbrote Taglilie essen?

In Asien werden Knospen, Blüten und junge Triebe gekocht als aromatisches Gemüse gegessen. Vom Verzehr größerer Blattmengen wird jedoch abgeraten. Jede Verwendung als Nahrung erfordert eine sichere Bestimmung der Art.

Warum blüht meine Taglilie nicht mehr?

Ein zu dichter Horst oder ein inzwischen schattiger Standort vermindert die Blüte. Eine Teilung alle drei bis vier Jahre im Frühjahr und ein heller Standort regen die Blütenbildung wieder an.

Breitet sich die Gelbrote Taglilie stark aus?

Sie breitet sich durch Rhizome rasch aus und kann dichte Kolonien bilden. Wo sie eingebürgert ist, besiedelt sie auch Böschungen und Wegränder. In Frankreich ist sie nicht als invasive Pflanze eingestuft, sollte im Garten aber begrenzt werden.

Wie lange hält eine Taglilienblüte?

Jede Blüte öffnet sich nur für einen Tag und verwelkt danach; darauf verweist der Name Taglilie. Die gesamte Blütezeit dauert dennoch mehrere Wochen, weil sich jeden Morgen neue Knospen öffnen.

Was unterscheidet sie von Gartenhybriden der Taglilie?

Hemerocallis fulva ist eine orange blühende Wildart mit starkem Wuchs. Ihre am weitesten verbreitete Form ist häufig steril. Gartenhybriden bieten eine deutlich größere Farbvielfalt und bilden weniger stark wuchernde Horste.

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Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.