Schefflera (Heptapleurum arboricola, )
Heptapleurum arboricola, lange als Schefflera arboricola verkauft, ist ein immergrüner Strauch aus der Familie der Araliaceae und stammt aus Taiwan sowie von der chinesischen Insel Hainan. Wild wächst er als mehrere Meter hoher, spreizklimmender Strauch. Im Zimmer bleibt er eine aufrechte Grünpflanze mit glänzenden, fingerförmig geteilten Blättern, deren Blättchen wie die Speichen eines Schirms angeordnet sind.
WeiterlesenSchefflera, Kleine Strahlenaralie, Strahlenaralie, Dwarf umbrella tree, Hawaiian umbrella tree und Parasol plant






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Weltweite Verbreitung
Das natürliche Areal von Heptapleurum arboricola beschränkt sich auf Taiwan und die chinesische Insel Hainan. Die häufig als Zimmerpflanze kultivierte Art hat sich außerhalb ihrer Heimat eingebürgert, unter anderem in Florida und mehreren tropischen Regionen. Diese Einführungsgebiete sind von ihrem Herkunftsgebiet zu unterscheiden.
- Heimisch2
- Eingeführt3
- Taiwan
- China (Hainan)
- USA (Florida)
- Hawaii
- Ostaustralien
Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1
Identität
Heptapleurum arboricola (Heptapleurum arboricola Hayata, 1916) ist ein immergrüner Strauch der Gattung Heptapleurum aus der Familie der Araliaceae. Lange wurde er unter dem Namen Schefflera arboricola verkauft. Die schirmartige Blattform erklärt mehrere gebräuchliche Bezeichnungen: Am Ende eines langen Blattstiels sitzen die Blättchen kreisförmig wie die Speichen eines aufgespannten Regenschirms. 1 4
In Europa ist die Art vor allem als pflegeleichte Zimmerpflanze bekannt. Bezeichnungen wie Schefflera, Kleine Strahlenaralie und Strahlenaralie beziehen sich auf diese Gruppe von Grünpflanzen; international sind auch Dwarf umbrella tree, Hawaiian umbrella tree und Parasol plant gebräuchlich. Das glatte, stark glänzende, fingerförmig geteilte Laub macht den kompakten Strauch zu einer beliebten Pflanze für helle Innenräume. 2 3
Erkennungsmerkmale
An den handförmig zusammengesetzten Blättern lässt sich Heptapleurum arboricola besonders gut erkennen. Meist sitzen 7 bis 9 Blättchen strahlenförmig im Kreis zusammen. Jedes ist verkehrt eiförmig bis elliptisch, ledrig und glänzend sowie 5 bis 11 cm lang. Bei den gewöhnlichen grünen Formen ist die Blattfläche dunkelgrün. Die Anordnung der Blättchen bleibt auch bei unterschiedlich gefärbten Sorten ein wesentliches Merkmal. 4 3
Der Wuchs ist buschig und verzweigt. Durch Entspitzen bilden die biegsamen Triebe zusätzliche Verzweigungen, wodurch gut kultivierte Exemplare dichter werden. Im Sommer, besonders in den Tropen, erscheinen kleine rote Blüten in Rispen. Es folgen runde, zunächst orangefarbene Steinfrüchte von ungefähr 6 mm Durchmesser, die bei der Reife schwarz werden. 4 2
Im Zimmer bleibt der aufrechte Strauch gewöhnlich 1 bis 2 m hoch und wird oft als dichte Gruppe angeboten. Im natürlichen Areal und in tropischem Klima erreicht er dagegen 3 bis 8 m. Dort kann er spreizklimmend wachsen, sich auf benachbarte Vegetation stützen und gelegentlich epiphytisch auf einem Wirtsbaum leben. 3 5
Nützliche Taxonomie
Bunzō Hayata beschrieb die Art 1916 unter dem Namen Heptapleurum arboricola. Über lange Zeit wurde sie der Gattung Schefflera zugeordnet. Diese Bezeichnung ist im Gartenhandel weiterhin sehr verbreitet. Für die Verbindung zwischen älteren Etiketten, Literaturangaben und heutigen Datenbanken sind vor allem folgende Namen hilfreich:
- Schefflera arboricola (Hayata) Merr., die lange verwendete Zuordnung zur Gattung Schefflera;
- Schefflera kwangsiensis Merr. ex H.L.Li
- Schefflera odorata (Blanco) Merr. & Rolfe
- Heptapleurum arboricolum Hayata
Der akzeptierte wissenschaftliche Name Heptapleurum arboricola ermöglicht die eindeutige Zuordnung. Sortennamen wie Gold Capella oder Nora stehen dagegen für gärtnerische Auslesen. Sie bezeichnen weder eigene Arten noch botanische Varietäten. Ein Wechsel zwischen dem alten und dem heutigen Gattungsnamen macht aus solchen Auslesen keine neuen Pflanzenarten. 1 2
Lebensraum und Verbreitung
Die feuchten Wälder Taiwans und der chinesischen Insel Hainan bilden die Heimat von Heptapleurum arboricola. Dort wächst der Strauch sowohl im Tiefland als auch an bewaldeten Hängen in warmer, feuchter Luft. Seine langen, spreizklimmenden Triebe nutzen häufig die umgebende Vegetation als Halt. Das natürliche Areal liegt damit in Asien. 1 3
Wie andere tropische Araliengewächse kann die Art als Epiphyt auf dem Stamm eines anderen Baumes wachsen. Dabei wird der Wirtsbaum nicht parasitiert. Er dient als Unterlage, von der aus die Pflanze helleres, durch das Kronendach gefiltertes Licht erreicht. Diese flexible Wuchsweise wird auch mit ihrer Wüchsigkeit im Topf und der leichten Stecklingsvermehrung in Verbindung gebracht. 4 5
Durch die häufige Verwendung als Zierpflanze hat sich die Art außerhalb ihres Herkunftsgebiets eingebürgert. Dazu zählen Florida, Hawaii und mehrere weitere tropische und subtropische Regionen. Dort kann sie örtlich invasiv werden. Diese Einführungsgebiete und ihre jeweiligen regionalen Bewertungen sind von der ursprünglichen Verbreitung auf Taiwan und Hainan zu unterscheiden. 3 4
Lebenszyklus und Vermehrung
Während Zimmerpflanzen nur selten blühen, ist die Blüte bei erwachsenen, ausgepflanzten Exemplaren in warmem Klima normal. Die kleinen roten Blüten stehen in aufrechten Rispen. Daraus entstehen fleischige orangefarbene Steinfrüchte, die bei der Reife schwarz werden. Vögel fressen die Früchte und sind die wichtigsten Verbreiter der Art. 4 3
Früchte treten an Zimmerpflanzen außerhalb der Heimat nur vereinzelt auf. In dieser Kulturform steht das Laub im Vordergrund, nicht die Fruchternte. Mit zunehmender Reife wird vor allem der Wuchs dichter; außerdem können die einzelnen Blätter mehr Blättchen tragen. Eine fehlende Fruchtbildung allein sagt daher wenig über den Zierwert einer gut entwickelten Pflanze aus. 2 5
Gärtner vermehren die Art überwiegend durch Triebstecklinge mit Knoten oder durch Abmoosen an verkahlten Trieben; seltener werden frische Samen ausgesät. Ein knapp unter einem Knoten geschnittener Steckling bildet bei Wärme und hellem indirektem Licht nach drei bis sechs Wochen erste Wurzeln. Vor dem Einsetzen sollte die Schnittstelle abtrocknen. Beim Abmoosen wird der Trieb angeritzt und mit feuchtem Sphagnum umhüllt. Erst wenn sich Wurzeln gebildet haben, wird die neue Pflanze vom Muttertrieb getrennt. 4 2
Verwendung und Risiken
Als Grünpflanze für Innenräume erfüllt Heptapleurum arboricola vor allem einen ornamentalen Zweck. Unter tropischen Bedingungen wird die Art zudem für Hecken und Pflanzflächen verwendet. Ihre gute Schnittverträglichkeit ermöglicht eine Gestaltung als Bonsai: Ein verdickter Stamm und eine schirmförmige Krone bilden dann die Gestalt des größeren Strauchs im Kleinen nach. 2 3
Alle Pflanzenteile enthalten reizende, unlösliche Calciumoxalatkristalle. Beim Verschlucken können starkes Brennen im Mund beziehungsweise Maul, Speichelfluss, Erbrechen und Schluckbeschwerden auftreten. Der Pflanzensaft kann außerdem empfindliche Haut reizen. Die ASPCA stuft Schefflera als giftig für Katzen und Hunde ein. Halten Sie die Pflanze deshalb außerhalb der Reichweite von Haustieren und kleinen Kindern und tragen Sie beim Schneiden Handschuhe, um direkten Saftkontakt zu vermeiden. 6 7
Kulturformen, Verwechslungen und ähnliche Pflanzen
Bei den zahlreichen angebotenen Formen handelt es sich um Sorten derselben Art. Gold Capella trägt die weitverbreitete goldgelbe Panaschierung. Nora ist dichtwüchsig mit kleinen, leuchtend grünen Blättchen. Gerda und Melanie zeigen cremefarbene bis goldene Blattzeichnungen, während Compacta gedrungen bleibt und kurze Internodien bildet. Prüfen Sie beim Kauf den Sortennamen, den Zustand der Wurzeln und die Dichte des Laubs. 2 8
Zur Abgrenzung ähnlicher Pflanzen sind besonders die Blättchen und der Gesamtwuchs hilfreich:
- Heptapleurum actinophyllum besitzt deutlich größere Blättchen und wächst baumförmig;
- Heptapleurum elegantissimum trägt schmale, gezähnte Blättchen;
- manche Dizygotheca und ähnliche Aralien haben feines, stärker zerteiltes Laub.
Die mittelgroßen, stark glänzenden und schirmförmig angeordneten Blättchen sind zusammen mit dem buschigen Wuchs die verlässlichsten Merkmale von Heptapleurum arboricola. Sie helfen, eine als kleine Schefflera angebotene Pflanze zu bestätigen, selbst wenn das Etikett noch den früheren Gattungsnamen trägt. 3 5
Hauptquellen
- Plants of the World Online / Kew, Heptapleurum arboricola Hayata
- Royal Horticultural Society, Heptapleurum arboricola, Schirmbaum
- Missouri Botanical Garden, Schefflera arboricola
- NC State Extension, Heptapleurum arboricola (dwarf umbrella tree)
- Encyclopaedia Britannica, Schefflera (umbrella tree)
- ASPCA, Schefflera, Eintrag zur Giftigkeit
- Merck Veterinary Manual, Zimmerpflanzen mit unlöslichen Calciumoxalaten
- Chicago Botanic Garden, Schefflera arboricola (dwarf umbrella tree)
Häufig gestellte Fragen
Ist Heptapleurum arboricola giftig?
Ja. Alle Pflanzenteile enthalten reizende Calciumoxalatkristalle. Die ASPCA stuft Schefflera als giftig für Katzen und Hunde ein. Mögliche Folgen sind Brennen im Maul, Speichelfluss und Erbrechen. Halten Sie die Pflanze außerhalb der Reichweite von Tieren und kleinen Kindern.
Warum verliert mein Heptapleurum arboricola Blättchen?
Häufig folgt der Blattverlust auf einen Standortwechsel, kalte Zugluft oder zu viel beziehungsweise zu wenig Wasser. Gleichmäßige Temperaturen und angepasste Wassergaben vermindern diesen Stress, der nach Kauf oder Umzug oft auftritt.
Heißt die Pflanze Schefflera oder Heptapleurum?
Beide Namen bezeichnen dieselbe Pflanze. Nach einer taxonomischen Überarbeitung wurde die Art aus Schefflera in Heptapleurum überführt. Schefflera arboricola bleibt ein im Handel häufig verwendetes Synonym.
Wie wird mein Heptapleurum arboricola buschiger?
Entspitzen Sie die Triebe im Frühjahr und stellen Sie die Pflanze hell ohne direkte Sonne auf. Das Entspitzen fördert neue Verzweigungen; bei Lichtmangel werden die Triebe dagegen länger und das Laub lockerer.
Wie viel Licht braucht Heptapleurum arboricola?
Helles indirektes Licht fördert die beste Laubentwicklung. Halbschatten wird vertragen, führt aber zu lockererem Wachstum. Brennende direkte Sonne kann die Blättchen ausbleichen.
Wie groß wird Heptapleurum arboricola?
Im Zimmer erreicht die Art gewöhnlich 1 bis 2 m. In ihrer tropischen Heimat kann der Strauch 3 bis 8 m hoch werden, spreizklimmend wachsen und sich gelegentlich als Epiphyt auf Bäumen ansiedeln.
Sind panaschierte Formen eigene Arten?
Nein. Gold Capella, Gerda und Melanie sind auf ihre Panaschierung ausgelesene Sorten. Sie gehören derselben Art an und brauchen etwas mehr Licht, um ihre farbigen Blättchen zu erhalten.
Ähnliche Pflanzen
Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.






