Wachsblume (Hoya carnosa, (L.f.) R.Br. 1810)

Wachsblume (Hoya carnosa) ist eine sukkulente, epiphytisch wachsende Kletterpflanze der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae) aus Ostasien. Als Zimmerpflanze wird sie wegen ihrer dicken, wachsartigen Blätter und duftenden Sternblüten geschätzt. Ihre Triebe lassen sich an einer Stütze führen oder aus einer Ampel herabhängen.

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Wissenschaftlicher NameHoya carnosa
GattungHoya
OrdnungGentianales

Wachsblume, Porzellanblume, Hoya, Porcelainflower und Wax plant

Identität
Toxizität
Ungiftig : Katzen, Hunde und Pferde
Pflegeaufwand
Niedrig
Blattart
Immergrün
Lebensdauer
Mehrjährig
Herkunft
ChinaTaiwanJapanLaos
Lebensraum
Feuchte subtropische Wälder; epiphytisch oder lithophytisch an Stämmen und Felsen kletternd
Jahresverlauf
Blütezeit
FrühlingSommer
Wachstum
Ruhephase
Keine Ruhephase
Wuchsgeschwindigkeit
5/10
Reifezeit
Blüte nach einigen Jahren an gut entwickelten Trieben
Vermehrung
Stecklingsvermehrung von Stängeln mit Knoten, Luftableger
Klima & Wasser
Temperatur
Winterhärte
Windverträglichkeit
Gering im Topf, geschützt aufstellen
Luftfeuchtigkeit
40–60 %
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Ja
Boden
Boden-pH-Wert
Bodenarten
Epiphytisches drainierendes Substrat, Durchlässiges Substrat mit Rinde
Salzhaltiger Boden
Wird nicht vertragen
Licht & Standort
Lichtverhältnisse
Helles indirektes Licht
Innenbereich
Wohnzimmer, Helles Zimmer, Helles Badezimmer
Abstand zum Fenster
Etwa 50 cm von einem Ost- oder Westfenster entfernt
Außenbereich
Schattiger Innenhof, Veranda
Pflanzgefäße
Hängender Topf, Terrakotta
Erscheinungsbild
Höhe100–600 cmBreite100–300 cm
Blätter
GrünCremeRosa
Wachsblume (Hoya carnosa): Herkunft und Verwendung — blätter 1
Wachsblume (Hoya carnosa): Herkunft und Verwendung — blätter 2
Wachsblume (Hoya carnosa): Herkunft und Verwendung — blätter 3
Wachsblume (Hoya carnosa): Herkunft und Verwendung — blätter 4
Wachsblume (Hoya carnosa): Herkunft und Verwendung — blätter 5
Blüten
WeißRosa
Wachsblume (Hoya carnosa): Herkunft und Verwendung — blüten 1
Wachsblume (Hoya carnosa): Herkunft und Verwendung — blüten 2
Wachsblume (Hoya carnosa): Herkunft und Verwendung — blüten 3
Wachsblume (Hoya carnosa): Herkunft und Verwendung — blüten 4
Wachsblume (Hoya carnosa): Herkunft und Verwendung — blüten 5
Früchte
Wachsblume (Hoya carnosa): Herkunft und Verwendung — früchte 1
Wachsblume (Hoya carnosa): Herkunft und Verwendung — früchte 2
Wachsblume (Hoya carnosa): Herkunft und Verwendung — früchte 3
Wachsblume (Hoya carnosa): Herkunft und Verwendung — früchte 4
Wachsblume (Hoya carnosa): Herkunft und Verwendung — früchte 5
Wuchsform
Wachsblume (Hoya carnosa): Herkunft und Verwendung — wuchsform 1
Wachsblume (Hoya carnosa): Herkunft und Verwendung — wuchsform 2
Wachsblume (Hoya carnosa): Herkunft und Verwendung — wuchsform 3
Wachsblume (Hoya carnosa): Herkunft und Verwendung — wuchsform 4
Wachsblume (Hoya carnosa): Herkunft und Verwendung — wuchsform 5
Rinde
Grün
Wachsblume (Hoya carnosa): Herkunft und Verwendung — rinde 1
Wachsblume (Hoya carnosa): Herkunft und Verwendung — rinde 2
Wachsblume (Hoya carnosa): Herkunft und Verwendung — rinde 3
Wachsblume (Hoya carnosa): Herkunft und Verwendung — rinde 4
Wachsblume (Hoya carnosa): Herkunft und Verwendung — rinde 5

Weltweite Verbreitung

Das natürliche Areal von Hoya carnosa reicht von Südchina bis Laos und von Südjapan (Kyushu) bis Taiwan. Außerhalb davon ist sie vor allem als verbreitete Zimmerpflanze in Kultur zu finden. Einführungsgebiete sind von ihrem ostasiatischen Ursprungsareal zu unterscheiden.

  • Heimisch4
  • Eingeführt2
  • China
  • Taiwan
  • Japan
  • Laos
  • Indien
  • Australien

Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1

Identität

Wachsblume (Hoya carnosa (L.f.) R.Br., 1810), auch Porzellanblume genannt, ist eine sukkulente, epiphytisch wachsende Kletterpflanze der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae). Sie gehört zur Gattung Hoya. Deren Name erinnert an Thomas Hoy, einen englischen Gärtner des späten 18. Jahrhunderts, und wird heute auch als gebräuchliche Bezeichnung für die gesamte Pflanzengruppe verwendet. 1 4

In Europa ist sie vor allem als pflegeleichte Zimmerpflanze bekannt. Geschätzt werden ihre dicken, wachsartigen Blätter und die stark duftenden, sternförmigen Blüten in doldenartigen Blütenständen. Die Bezeichnungen Wachsblume und Porzellanblume passen zur glatten, durchscheinend wirkenden Blütenoberfläche ebenso wie zur festen Beschaffenheit des Laubs. 2 3

Erkennung

An gegenständigen, dicken und fleischigen Blättern mit deutlich wachsartiger Oberfläche lässt sich Hoya carnosa erkennen. Das dunkelgrüne, glänzende Laub wird 5 bis 8 cm lang und sitzt an biegsamen, windenden Trieben. Diese legen sich um eine Stütze und bilden Adventivwurzeln, die ihre Verankerung unterstützen. Das Zusammenspiel von Blattstellung, Blattdicke und Kletterwuchs ist besonders charakteristisch. 3 5

Rundliche, beinahe kugelige Blütenstände vereinen etwa zwanzig kleine, weißrosa Sterne mit einer kräftiger gefärbten Nebenkrone im Zentrum. Die Blüten duften süß, besonders am Abend. Häufig erscheinen daran klebrige Nektartropfen, die zusammen mit dem Duft zu den auffälligsten Eigenschaften einer blühenden Wachsblume gehören. 2 4

Leicht übersehen werden die kahlen, ausdauernden Blütensporne. Diese kurzen blattlosen Triebe tragen Jahr für Jahr am selben Ort neue Blütenstände. Sie sind daher kein abgestorbenes Holz. Beim Anschneiden tritt außerdem milchiger Pflanzensaft aus, für den keine nennenswerte Giftigkeit bekannt ist. 3 6

Nützliche Taxonomie

Linnés Sohn beschrieb die Art zunächst in einer anderen Gattung. Robert Brown überführte sie 1810 in Hoya, woraus sich das Autorenkürzel (L.f.) R.Br. ergibt. Die artenreiche Gattung wurde lange den Seidenpflanzengewächsen zugeordnet, die heute zu den Apocynaceae gehören. Folgende wissenschaftliche Namen begegnen in diesem Zusammenhang:

  • Asclepias carnosa L.f., der ursprüngliche Name.
  • Hoya carnosa var. carnosa, die namensgleiche Varietät.
  • Hoya picta Miq., ein taxonomischer Name aus dem Umfeld der Art.
  • Sperlingia carnosa (L.f.) Vahl, eine weitere Namenskombination.

Für die eindeutige Zuordnung dient der akzeptierte wissenschaftliche Name Hoya carnosa. Namen wie Compacta und Krimson Queen bezeichnen gärtnerische Auslesen. Sie sind weder eigenständige Arten noch voneinander getrennte botanische Varietäten. Die Unterscheidung zwischen Artname und Sortenname verhindert daher Missverständnisse beim Vergleich von Pflanzenetiketten. 1 7

Lebensraum und Verbreitung

Feuchte subtropische Wälder in Südchina, Laos, Südjapan mit Kyushu und Taiwan bilden das natürliche Verbreitungsgebiet. Dort wächst die Wachsblume als Epiphyt auf Stämmen und Ästen oder als Lithophyt an schattigen Felswänden. Die Trägerpflanze dient ihr als Halt, ohne dass sie ihr Nährstoffe entzieht. 1 4

Aus dieser Lebensweise lassen sich ihre Kulturansprüche ableiten. Ein sehr luftiges, durchlässiges Substrat ahmt das lockere organische Material nach, das sich an Rinde sammelt. Zwischen den Wassergaben dürfen Pausen liegen, denn die fleischigen Blätter speichern Wasser. Trockenheit verträgt die Pflanze deshalb besser als anhaltend nasse Wurzeln. 3 5

Als Zimmerpflanze wird die Art weltweit kultiviert. Außerhalb ihres Ursprungsgebiets findet man sie überwiegend in Kultur. Solche Anbau- und Einführungsgebiete sind vom ostasiatischen natürlichen Areal zu unterscheiden, in dem die Pflanze ohne menschliche Anpflanzung vorkommt. Eine verbreitete Zimmerpflanze ist dadurch nicht automatisch überall heimisch. 7 6

Lebenszyklus und Vermehrung

Duftende Blütenstände vom Frühjahr bis zum Sommer entstehen an erwachsenen, gut beleuchteten Pflanzen. Jeder Blütenstand enthält zahlreiche kleine Sternblüten mit einer zentralen Nebenkrone. Für die Bestäubung sorgen nachtaktive Insekten, die durch Duft und Nektar angelockt werden. Die Blüte steht bei der Kultur der Wachsblume meist im Mittelpunkt. 4 2

Entscheidend ist, die dauerhaften Blütensporne zu erhalten. Ihre kurzen kahlen Achsen blühen jedes Jahr an derselben Stelle erneut. Werden sie irrtümlich als totes Holz entfernt, gehen damit die künftigen Blütenstände verloren. Im Zimmer ist Fruchtbildung selten, weil die spezialisierten Bestäuber des Herkunftsgebiets fehlen. Das Ausbleiben von Früchten bedeutet daher nicht, dass die Blüte misslungen wäre. 3 5

Zur Vermehrung eignen sich Triebstecklinge mit Knoten und Abmoosen. Ein Steckling mit mindestens einem Knoten sowie ein bis zwei Blättern wird zunächst antrocknen gelassen und danach in Wasser oder luftiges Substrat gesetzt. Bei Wärme entstehen die ersten Wurzeln in vier bis acht Wochen. Lange Triebe lassen sich zum Abmoosen anschneiden, mit feuchtem Sphagnum umhüllen und nach der Bewurzelung abtrennen. 2 6

Nutzen und Risiken

Ihr heutiger Nutzen liegt überwiegend im Zierwert. In einer Ampel, an einer kleinen Stütze oder an einem Rankgitter im hellen Wintergarten kommen Laub und duftende Blüten zur Geltung. Die robuste Pflanze lässt sich auch von Einsteigern gut führen, sofern ihre windenden Triebe ausreichend Platz oder Halt erhalten. 2 4

Die ASPCA stuft die Wachsblume als nicht giftig für Katzen, Hunde und Pferde ein. Beim Anschneiden tritt zwar milchiger, klebriger Saft aus, doch es wird keine Giftigkeit berichtet. Damit kommt die Art auch für Haushalte mit Tieren oder kleinen Kindern infrage. Die Einstufung bezieht sich auf die Giftigkeit der Pflanze. 8 5

Sorten, Verwechslungen und verwandte Pflanzen

Unter den angebotenen Kulturformen bezeichnet Compacta die auffällige Form mit gefalteten und verdrehten Blättern, die als Hindu rope plant verkauft wird. Krimson Queen, Krimson Princess und Tricolor sind panaschierte Sorten und benötigen etwas mehr Licht, um ihre Farben zu erhalten. Beim Kauf helfen die genaue Sortenbezeichnung, feste Blätter und ein Blick auf den Zustand der Wurzeln. 2

Verwechslungen betreffen besonders andere Arten derselben Gattung:

  • Hoya bella trägt kleinere Blätter und wächst stärker überhängend.
  • Hoya pubicalyx hat längere Triebe und häufig dunklere Blüten.
  • Hoya kerrii besitzt herzförmige Blätter und wird auch als einzelner Blattsteckling verkauft.

Gegenständige, fleischige und wachsartige Blätter, duftende Sternblüten in doldenartigen Blütenständen sowie dauerhafte Blütensporne bleiben die verlässlichsten Merkmale. In ihrer Kombination helfen sie zu prüfen, ob eine als Hoya angebotene Pflanze tatsächlich Hoya carnosa ist. Ein einzelner Handelsname allein reicht für diese Zuordnung weniger gut aus. 3 1

Hauptquellen

Häufig gestellte Fragen

Ist die Wachsblume giftig?

Nein. Die ASPCA führt Hoya carnosa als ungiftig für Katzen, Hunde und Pferde. Beim Anschneiden tritt klebriger Milchsaft aus, für den keine Giftigkeit berichtet wird. Sie eignet sich daher auch für Haushalte mit Tieren.

Warum blüht meine Hoya carnosa nicht?

Häufig fehlen helles Licht oder die Blütensporne wurden abgeschnitten. An diesen kahlen Kurztrieben entstehen immer neue Blütenstände; sie sollten erhalten bleiben. Eine etwas beengt stehende und gut beleuchtete Pflanze blüht eher.

Sollte man kahle Triebe ohne Blätter abschneiden?

Nein. Dauerhafte Blütensporne bilden jedes Jahr am selben Ort neue Blütenstände. Ihr Abschneiden entfernt die künftigen Blüten. Lassen Sie diese Kurztriebe auch außerhalb der Blüte stehen.

Wie viel Licht braucht die Wachsblume?

Helles indirektes Licht, eventuell mit etwas milder Morgensonne, fördert Laub und Blüte. Direkte Nachmittagssonne kann die wachsartigen Blätter verbrennen.

Mit welchen Pflanzen wird Hoya carnosa verwechselt?

Vor allem mit anderen Hoya-Arten, etwa Hoya bella mit kleineren Blättern und Hoya pubicalyx. Gegenständige fleischige Blätter und dauerhafte Blütensporne sind hilfreiche Merkmale.

Wie oft sollte man Hoya carnosa gießen?

Lassen Sie das Substrat zwischen den Wassergaben trocknen. Im Sommer entspricht das etwa einem Abstand von zehn bis zwölf Tagen, im Winter deutlich mehr. Die fleischigen Blätter speichern Wasser und überstehen gelegentliches Vergessen.

Sind panaschierte Hoya eigene Arten?

Nein. Krimson Queen, Krimson Princess und Tricolor sind auf Panaschierung ausgelesene Sorten. Zum Erhalt ihrer Blattfarben benötigen sie etwas mehr Licht.

Eignet sich die Wachsblume für eine Blumenampel?

Ja. Ihre windenden Triebe können herabhängen oder sich um Stützen legen. Daher eignet sie sich für eine Ampel nahe einem hellen Fenster ebenso wie für ein kleines Rankgerüst.

Ähnliche Pflanzen

Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.