Fleißiges Lieschen (Impatiens walleriana, Hook.f. 1868)

Fleißiges Lieschen (Impatiens walleriana) ist eine krautige Pflanze aus der Familie der Balsaminaceae und stammt aus Ostafrika. In schattigen Beeten und Gefäßen wird es als einjährige Zierpflanze kultiviert. Kennzeichnend sind die fleischigen, durchscheinenden Stängel, die flachen bunten Blüten und die bei Berührung aufspringenden Samenkapseln.

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Wissenschaftlicher NameImpatiens walleriana
GattungImpatiens
OrdnungEricales

Fleißiges Lieschen, Impatiens, Busy Lizzie und Sultana

Identität
Toxizität
Ungiftig : Katzen, Hunde und Pferde
Pflegeaufwand
Niedrig
Pflanzenart
Einjährige Blume · Kräuterartig
Blattart
Laubabwerfend
Lebensdauer
Einjährig
Herkunft
KeniaTansaniaMosambikSimbabwe
Lebensraum
Feuchte tropische Wälder und Waldränder mittlerer Höhenlagen; frische, humusreiche Böden
Jahresverlauf
Blütezeit
FrühlingSommerHerbst
Wachstum
Ruhephase
Keine Ruhephase
Wuchsgeschwindigkeit
8/10
Reifezeit
Blühender Horst wenige Wochen nach Aussaat oder Verpflanzen
Vermehrung
Aussaat, Stecklingsvermehrung von Stängeln mit Knoten
Klima & Wasser
Temperatur
Winterhärte
Windverträglichkeit
Gering, fleischige Stängel brechen leicht; windgeschützt aufstellen
Luftfeuchtigkeit
50–70 %
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Nein
Boden
Boden-pH-Wert
Bodenarten
Reiche Erde, Feuchter Boden
Salzhaltiger Boden
Wird nicht vertragen
Licht & Standort
Lichtverhältnisse
Halbschatten bis Schatten
Innenbereich
Helles Zimmer, Veranda
Außenbereich
Gartenbeet, Pflanzung im Schatten, Schattiger Innenhof, Pflanzgefäß
Pflanzgefäße
Hängender Topf, Drainage-Kunststoff
Erscheinungsbild
Höhe15–60 cmBreite15–60 cm
Blätter
Grün
Fleißiges Lieschen (Impatiens walleriana): Herkunft und Verwendung — blätter 1
Fleißiges Lieschen (Impatiens walleriana): Herkunft und Verwendung — blätter 2
Fleißiges Lieschen (Impatiens walleriana): Herkunft und Verwendung — blätter 3
Fleißiges Lieschen (Impatiens walleriana): Herkunft und Verwendung — blätter 4
Fleißiges Lieschen (Impatiens walleriana): Herkunft und Verwendung — blätter 5
Blüten
WeißRosaRotOrangeViolettGröße2–6 cm
Fleißiges Lieschen (Impatiens walleriana): Herkunft und Verwendung — blüten 1
Fleißiges Lieschen (Impatiens walleriana): Herkunft und Verwendung — blüten 2
Fleißiges Lieschen (Impatiens walleriana): Herkunft und Verwendung — blüten 3
Fleißiges Lieschen (Impatiens walleriana): Herkunft und Verwendung — blüten 4
Fleißiges Lieschen (Impatiens walleriana): Herkunft und Verwendung — blüten 5
Früchte
Grün
Fleißiges Lieschen (Impatiens walleriana): Herkunft und Verwendung — früchte 1
Fleißiges Lieschen (Impatiens walleriana): Herkunft und Verwendung — früchte 2
Fleißiges Lieschen (Impatiens walleriana): Herkunft und Verwendung — früchte 3
Fleißiges Lieschen (Impatiens walleriana): Herkunft und Verwendung — früchte 4
Fleißiges Lieschen (Impatiens walleriana): Herkunft und Verwendung — früchte 5
Wuchsform
Fleißiges Lieschen (Impatiens walleriana): Herkunft und Verwendung — wuchsform 1
Fleißiges Lieschen (Impatiens walleriana): Herkunft und Verwendung — wuchsform 2
Fleißiges Lieschen (Impatiens walleriana): Herkunft und Verwendung — wuchsform 3
Fleißiges Lieschen (Impatiens walleriana): Herkunft und Verwendung — wuchsform 4
Fleißiges Lieschen (Impatiens walleriana): Herkunft und Verwendung — wuchsform 5
Rinde
Grün
Fleißiges Lieschen (Impatiens walleriana): Herkunft und Verwendung — rinde 1
Fleißiges Lieschen (Impatiens walleriana): Herkunft und Verwendung — rinde 2
Fleißiges Lieschen (Impatiens walleriana): Herkunft und Verwendung — rinde 3
Fleißiges Lieschen (Impatiens walleriana): Herkunft und Verwendung — rinde 4
Fleißiges Lieschen (Impatiens walleriana): Herkunft und Verwendung — rinde 5

Weltweite Verbreitung

Das natürliche Areal von Impatiens walleriana liegt in Ostafrika, von Kenia bis Mosambik, einschließlich Tansania und Simbabwe. Die weltweit verbreitete Beetpflanze ist in mehreren tropischen und subtropischen Regionen eingebürgert und hat sich dort örtlich ausgebreitet. Diese eingeführten Vorkommen sind vom ursprünglichen Areal zu unterscheiden.

  • Heimisch4
  • Eingeführt3
  • Kenia
  • Tansania
  • Mosambik
  • Simbabwe
  • Vereinigte Staaten
  • Australien
  • Brasilien

Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1

Identität

Fleißiges Lieschen (Impatiens walleriana Hook.f., 1868) ist eine krautige Art der Gattung Impatiens aus der Familie der Balsaminaceae. Das Epitheton walleriana ehrt den britischen Missionar Horace Waller. Der Gattungsname bedeutet „ungeduldig“ und verweist auf die Kapseln, die schon bei leichtem Druck ihre Samen freigeben. 1 4

In europäischen Gärten ist die Art vor allem als Beet- und Topfpflanze für Schattenplätze bekannt, im Handel auch als Impatiens angeboten. Sie gehört zu den häufig angebauten einjährigen Blütenpflanzen für wenig besonnte Bereiche. Ihre flachen, leuchtenden Blüten erscheinen vom Frühjahr bis zu den ersten Frösten. 3 2

Erkennung

Ein rundlicher, kompakter Horst von 15 bis 60 cm Höhe und vergleichbarer Breite kennzeichnet Impatiens walleriana. Die Größe hängt von Serie und Kultur ab. Ihre hellgrünen, leicht durchscheinenden Stängel sind fleischig, wasserreich und leicht zerbrechlich. Die ovalen, fein gezähnten Blätter stehen wechselständig, zur Spitze hin in Scheinquirlen. 3 6

Mit 2 bis 6 cm Durchmesser öffnen sich die Blüten flach und weit; auf der Rückseite sitzt ein dünner Sporn. Das Farbspektrum reicht von Weiß über Rosa, Rot und Orange bis Purpur und umfasst viele zweifarbige Formen. Die anhaltende Blüte über kräftig grünem Laub macht die Pflanze im Schattenbeet gut erkennbar. 2 4

Als weiteres Merkmal dient die fleischige Kapselfrucht. Reif springt sie bei der geringsten Berührung auf und schleudert die Samen fort. Diese explosive Ausbreitung, auf die der Name Impatiens verweist, unterscheidet die Gattung von den meisten anderen einjährigen Gartenblumen. 4 5

Nützliche Taxonomie

Joseph Dalton Hooker beschrieb die Art 1868 als Impatiens walleriana Hook.f. Die Gattung Impatiens ist sehr artenreich. Für diese Pflanze sind noch verschiedene ältere oder gärtnerische Bezeichnungen im Umlauf. Wichtige Namen sind:

  • Impatiens sultanii Hook.f. (Synonym)
  • Impatiens holstii Engl. & Warb. (Synonym)
  • Impatiens walleriana subsp. walleriana (Synonym)
  • Impatiens lujae De Wild. (Synonym)

Für die botanische Zuordnung bleibt der akzeptierte Name Impatiens walleriana maßgeblich. Seriennamen wie Super Elfin, Accent oder Beacon bezeichnen gärtnerische Selektionen, keine eigenständigen Arten oder botanischen Varietäten. 1 3

Lebensraum und Verbreitung

Aus Ostafrika, von Kenia über Tansania und Simbabwe bis Mosambik, stammt Impatiens walleriana. Dort wächst sie in feuchten Wäldern, an schattigen Waldrändern und an Bachufern auf frischen, humusreichen Böden. 1 3

Die Vorliebe für kühlen Schatten erklärt ihren Wert im Garten. Sie blüht an Stellen, an denen viele sonnenliebende einjährige Pflanzen schlecht gedeihen. Direkte Nachmittagssonne und trockener Boden lassen sie dagegen rasch welken, denn Trockenheit verträgt sie nur schlecht. 6 2

Durch den weltweiten Anbau als Beetpflanze ist die Art außerhalb ihres Ursprungsgebiets in mehreren feuchten tropischen und subtropischen Regionen eingebürgert. Diese eingeführten Vorkommen sind vom natürlichen afrikanischen Areal zu unterscheiden. 5 3

Lebenszyklus und Vermehrung

Im gemäßigten Klima wird Impatiens walleriana einjährig kultiviert. Nach Aussaat oder Verpflanzen im Frühjahr blüht sie den Sommer hindurch, bis die ersten Fröste ihre fleischigen Stängel zerstören. In den Tropen wächst sie dagegen als krautige Staude und kann mehrere Jahre leben. 3 6

Vom Frühjahr bis zum Frost entstehen fortlaufend neue Blüten. Aus jeder befruchteten Blüte entwickelt sich eine grüne, fleischige Kapsel. Bei der Reife reißt sie plötzlich auf und schleudert die Samen mehrere Dutzend Zentimeter weit. Diese namensgebende explosive Ausbreitung ermöglicht in mildem Klima eine spontane Selbstaussaat im Beet. 4 5

Gärtnerisch wird die Art vor allem durch Aussaat und Stängelstecklinge mit Knoten vermehrt. Die Samen werden acht bis zehn Wochen vor den letzten Frösten bei etwa 20 bis 22 °C auf die Substratoberfläche gelegt und benötigen Licht. Im Spätsommer geschnittene Stängelstücke mit einem Knoten bewurzeln innerhalb weniger Wochen leicht in Wasser oder feuchtem Substrat. Frostfrei überwinterte Stecklinge eignen sich auch dazu, eine Sorte für das nächste Jahr zu erhalten. 3 2

Nutzen und Risiken

Die Verwendung von Impatiens walleriana ist fast ausschließlich ornamental. Als häufig gepflanzter einjähriger Schattenblüher eignet sich die Art für Beete, Einfassungen, Töpfe, Balkonkästen und Hängeampeln an wenig besonnten Stellen. Nur wenige Blütenpflanzen blühen dort ähnlich lange. 3 2

Ein erhebliches Kulturproblem ist Falscher Mehltau durch Plasmopara obducens. Zunächst bildet sich ein weißer Belag unter den Blättern, anschließend brechen die Horste plötzlich zusammen. Fungizide wirken nur begrenzt; größere Pflanzabstände, gute Belüftung und ein Standortwechsel bei der nächsten Pflanzung sind vorzuziehen. Widerstandsfähige Serien wie Beacon sowie Impatiens hawkeri aus Neuguinea verringern das Problem. 6 3

Für Haustiere stuft die ASPCA Impatiens walleriana als ungiftig für Katzen, Hunde und Pferde ein. Die Art gehört zu den wenigen blühenden Beetpflanzen ohne bekanntes Vergiftungsrisiko für Haustiere und ist deshalb für Gärten mit Tieren eine geeignete Wahl. 7 5

Sorten, Verwechslungen und verwandte Pflanzen

Die vielen angebotenen Formen gehören zur selben Art. Super Elfin, Accent und Tempo sind niedrige oder kompakte Serien mit einfachen Blüten. Beacon wurde auf Widerstandsfähigkeit gegen Falschen Mehltau gezüchtet; Fiesta umfasst gefüllt blühende Formen. Prüfen Sie vor dem Kauf die Serie, den Zustand der Blätter und das Fehlen eines verdächtigen weißen Mehltaubelags. 2

Verwechslungen sind vor allem bei folgenden Pflanzen möglich:

  • Impatiens hawkeri, das Edellieschen aus Neuguinea, mit größeren, oft bronzefarbenen Blättern und höherer Sonnenverträglichkeit;
  • Impatiens balsamina, das Garten-Springkraut, mit aufrechterem Wuchs und dicht am Stängel sitzenden Blüten;
  • Begonien für Schattenbeete, die ähnlich verwendet werden, aber deutlich andere Blätter und Blüten besitzen.

Kräftig grünes Laub, fleischige durchscheinende Stängel und aufspringende Kapseln sind die zuverlässigsten Merkmale, um eine als Impatiens verkaufte Pflanze Impatiens walleriana zuzuordnen. 3 6

Hauptquellen

Häufig gestellte Fragen

Ist Fleißiges Lieschen giftig für Katzen und Hunde?

Nein. Die ASPCA stuft Impatiens walleriana als ungiftig für Katzen, Hunde und Pferde ein. Es gehört zu den wenigen blühenden Beet- und Topfpflanzen ohne bekanntes Vergiftungsrisiko für Haustiere.

Warum bricht mein Fleißiges Lieschen plötzlich zusammen?

Plötzlich zusammenfallendes Laub mit weißem Belag auf der Blattunterseite ist typisch für Falschen Mehltau durch Plasmopara obducens. Fungizide wirken kaum. Entfernen Sie befallene Pflanzen und pflanzen Sie Impatiens walleriana möglichst nicht erneut an dieselbe Stelle.

Warum springen die Samenkapseln bei Berührung auf?

Die reife Kapsel platzt schon bei leichtem Druck und schleudert ihre Samen fort. Auf diesen Mechanismus beziehen sich der Gattungsname Impatiens und der bei mehreren Arten verwendete Name Springkraut.

Welcher Standort eignet sich für Fleißiges Lieschen?

Am besten eignet sich Halbschatten bis Schatten. Milde Morgensonne wird bei frischem Boden vertragen. Direkte Nachmittagssonne lässt dagegen die Blätter welken und verbrennt die Blüten.

Kommt Fleißiges Lieschen jedes Jahr wieder?

Im gemäßigten Klima wird die frostempfindliche Pflanze einjährig kultiviert und stirbt beim ersten Frost ab. In tropischem Klima wächst sie als krautige Staude und kann mehrere Jahre überdauern.

Wie lässt sich Fleißiges Lieschen vermehren?

Säen Sie acht bis zehn Wochen vor den letzten Frösten bei 20–22 °C im Licht aus. Alternativ lassen sich im Spätsommer Stängelstecklinge mit einem Knoten schneiden. Sie bewurzeln leicht in Wasser oder feuchtem Substrat.

Wie groß wird Fleißiges Lieschen?

Je nach Serie und Kultur wird der Horst 15 bis 60 cm hoch und ähnlich breit. Zwergserien wie Super Elfin bleiben niedrig und kompakt und eignen sich für Beetränder und Gefäße.

Wie unterscheidet es sich vom Edellieschen?

Impatiens hawkeri, das Edellieschen aus Neuguinea, hat größere, oft bronzefarbene Blätter und verträgt mehr Sonne. Es ist außerdem widerstandsfähiger gegen Falschen Mehltau als klassische Impatiens walleriana.

Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.