Indische Lotosblume (Nelumbo nucifera, Gaertn. 1788)

Die Indische Lotosblume (Nelumbo nucifera) ist eine ausdauernde, rhizombildende Wasserpflanze der Nelumbonaceae aus Eurasien und Australien. Ihre großen schildförmigen Blätter stehen über dem Wasser und besitzen eine wasserabweisende Oberfläche. Große rosa oder weiße Blüten tragen einen kegelförmigen Blütenboden, der an eine Gießkannenbrause erinnert. Die essbare, ungiftige Teichpflanze hat in Asien eine starke symbolische Bedeutung.

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Wissenschaftlicher NameNelumbo nucifera
GattungNelumbo
OrdnungProteales

Indische Lotosblume, Lotosblume, Lotos, Sacred lotus und Indian lotus

Identität
Toxizität
Ungiftig : Menschen, Katzen, Hunde und Pferde
Pflegeaufwand
Mäßig
Pflanzenart
Blattart
Laubabwerfend
Lebensdauer
Mehrjährig
Herkunft
IndienChinaIranRusslandAustralienJapanVietnam
Lebensraum
Stehende oder langsam fließende Süßgewässer, flache Teiche, Altarme und Sümpfe warmer Ebenen
Jahresverlauf
Blütezeit
Sommer
Wachstum
Ruhephase
Winterruhe
Wuchsgeschwindigkeit
8/10
Reifezeit
Blüte ab dem zweiten Jahr nach der Aussaat
Vermehrung
Teilung, Aussaat, Teilung des Rhizoms
Klima & Wasser
Temperatur
Winterhärte
Windverträglichkeit
Gering, aufrechte Blätter sind windempfindlich
Luftfeuchtigkeit
80–100 %
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Nein
Boden
Boden-pH-Wert
Bodenarten
Reicher Boden, Ton
Salzhaltiger Boden
Wird nicht vertragen
Licht & Standort
Lichtverhältnisse

Volle Sonne

Volle Sonne, mindestens sechs Stunden täglich
Außenbereich
Wasserkorb, Beckenrand
Pflanzgefäße
Pflanzgefäß, Großes Becken
Erscheinungsbild
Höhe100–150 cmBreite100–300 cm
Blätter
Grün
Indische Lotosblume (Nelumbo nucifera): Herkunft und Verwendung — blätter 1
Indische Lotosblume (Nelumbo nucifera): Herkunft und Verwendung — blätter 2
Indische Lotosblume (Nelumbo nucifera): Herkunft und Verwendung — blätter 3
Indische Lotosblume (Nelumbo nucifera): Herkunft und Verwendung — blätter 4
Indische Lotosblume (Nelumbo nucifera): Herkunft und Verwendung — blätter 5
Blüten
RosaWeiß
Indische Lotosblume (Nelumbo nucifera): Herkunft und Verwendung — blüten 1
Indische Lotosblume (Nelumbo nucifera): Herkunft und Verwendung — blüten 2
Indische Lotosblume (Nelumbo nucifera): Herkunft und Verwendung — blüten 3
Indische Lotosblume (Nelumbo nucifera): Herkunft und Verwendung — blüten 4
Indische Lotosblume (Nelumbo nucifera): Herkunft und Verwendung — blüten 5
Früchte
GrünBraun
Indische Lotosblume (Nelumbo nucifera): Herkunft und Verwendung — früchte 1
Indische Lotosblume (Nelumbo nucifera): Herkunft und Verwendung — früchte 2
Indische Lotosblume (Nelumbo nucifera): Herkunft und Verwendung — früchte 3
Indische Lotosblume (Nelumbo nucifera): Herkunft und Verwendung — früchte 4
Indische Lotosblume (Nelumbo nucifera): Herkunft und Verwendung — früchte 5
Wuchsform
Indische Lotosblume (Nelumbo nucifera): Herkunft und Verwendung — wuchsform 1
Indische Lotosblume (Nelumbo nucifera): Herkunft und Verwendung — wuchsform 2
Indische Lotosblume (Nelumbo nucifera): Herkunft und Verwendung — wuchsform 3
Indische Lotosblume (Nelumbo nucifera): Herkunft und Verwendung — wuchsform 4
Indische Lotosblume (Nelumbo nucifera): Herkunft und Verwendung — wuchsform 5
Rinde
Grün
Indische Lotosblume (Nelumbo nucifera): Herkunft und Verwendung — rinde 1
Indische Lotosblume (Nelumbo nucifera): Herkunft und Verwendung — rinde 2
Indische Lotosblume (Nelumbo nucifera): Herkunft und Verwendung — rinde 3
Indische Lotosblume (Nelumbo nucifera): Herkunft und Verwendung — rinde 4
Indische Lotosblume (Nelumbo nucifera): Herkunft und Verwendung — rinde 5

Weltweite Verbreitung

Das natürliche Areal von Nelumbo nucifera reicht von Osteuropa und Iran über den russischen Fernen Osten und das tropische Asien bis Nordaustralien. Seit Jahrtausenden als Nahrungs- und Zierpflanze kultiviert, hat sich die Indische Lotosblume außerhalb dieses Gebietes eingebürgert, insbesondere in Nordamerika. Diese eingeführten Vorkommen sind vom ursprünglichen eurasischen Areal zu unterscheiden.

  • Heimisch7
  • Eingeführt1
  • Indien
  • China
  • Iran
  • Russland (Ferner Osten)
  • Australien (Norden)
  • Japan
  • Vietnam
  • Vereinigte Staaten

Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1

Identität

Indische Lotosblume (Nelumbo nucifera Gaertn., 1788) bezeichnet eine ausdauernde Wasserpflanze der Gattung Nelumbo in der Familie Nelumbonaceae. Lotosblume, Lotos, Sacred lotus und Indian lotus sind weitere Namen. Nur zwei Arten dieser Gattung leben heute; die zweite ist Nelumbo lutea aus Nordamerika. Trotz ähnlicher Erscheinung gehört der Lotos nicht zu den Seerosen, sondern zur Ordnung Proteales. 1 4

Als große Teichpflanze wird die Art wegen ihrer aufrechten Blätter und duftenden rosa oder weißen Blüten geschätzt. In Asien ist sie außerdem eine wichtige Nahrungspflanze, deren Rhizome und Samen häufig gegessen werden. 2 3

Erkennung

An den Schildblättern lässt sich Nelumbo nucifera gut erkennen: Der Blattstiel setzt in der Mitte der großen runden Spreite an und hebt sie über das Wasser. Die wachsige Oberfläche weist Wasser so stark ab, dass Tropfen abperlen und Staub mitnehmen. Dieses Phänomen heißt Lotoseffekt. 3 2

Große, einzelne rosa oder weiße Blüten stehen auf langen, aufrechten Stielen. In ihrer Mitte erinnert ein kegelförmiger Blütenboden mit Vertiefungen an eine Gießkannenbrause. Jede Vertiefung enthält eine Samenanlage, aus der eine harte Achäne entsteht. Die Blüten sind thermogen: Sie erzeugen eigene Wärme, die die Duftausbreitung und das Anlocken von Insekten unterstützt. 4 5

Im Schlamm verankert ein fleischiges, gekammertes und von Luftkanälen durchzogenes Rhizom die Pflanze. Dieses essbare Speicherorgan erreicht mehrere Dutzend Zentimeter Länge und ermöglicht dem Horst, sich von Saison zu Saison auszubreiten. 6 3

Nützliche Taxonomie

Joseph Gaertner beschrieb die Art unter dem Namen Nelumbo nucifera Gaertn. im Jahr 1788. Die Gattung wurde lange den Seerosen zugerechnet, bildet nach heutiger Systematik jedoch die eigene Familie Nelumbonaceae. Wichtige ältere Synonyme sind:

  • Nelumbium speciosum Willd. (historisches Synonym)
  • Nelumbo speciosa Willd.
  • Nymphaea nelumbo L.
  • Nelumbo nelumbo (L.) H.Karst.
  • Nelumbium nelumbo (L.) Druce

Als verlässlicher Bezug dient der akzeptierte wissenschaftliche Name Nelumbo nucifera. Namen wie Momo Botan oder Chawan Basu bezeichnen gärtnerische Auslesen, keine eigenen Arten oder botanischen Varietäten. 1 8

Lebensraum und Verbreitung

Das weite Ursprungsgebiet von Nelumbo nucifera umfasst Eurasien und Australien. Es reicht von Osteuropa und Iran über den russischen Fernen Osten und das tropische Asien bis Nordaustralien. Dort besiedelt sie ruhige, flache Süßgewässer wie Teiche, Tümpel, Altarme und Sümpfe warmer Ebenen. 1 4

Volle Sonne und warmes Wasser bestimmen ihren Rhythmus: Das Wachstum fällt in die warme Jahreszeit, bei abkühlendem Wasser beginnt die Ruhe. In gemäßigtem Klima braucht die Blüte daher einen sonnigen Teich, dessen Wasser sich rasch erwärmt. 3 2

Jahrtausendelange Kultur als Nahrungs-, Zier- und Symbolpflanze führte zur Einbürgerung außerhalb des Ursprungsgebietes, unter anderem in Nordamerika. Solche eingeführten Vorkommen sind vom natürlichen eurasischen Areal zu unterscheiden. 7 5

Lebenszyklus und Vermehrung

Bei dieser ausdauernden Wasserpflanze sterben Blätter und Blüten während der Winterruhe ab. Das Rhizom überlebt im Schlamm und treibt im Frühjahr aus, sobald das Wasser wärmer wird. Die Blüte erfolgt im Sommer, nach Aussaat gewöhnlich ab dem zweiten Jahr. 3 5

Nach der Bestäubung verhärtet der kegelförmige Blütenboden und gibt harte Achänen frei, die meist Lotossamen heißen. Sie gehören zu den langlebigsten im Pflanzenreich: Ihre sehr undurchlässige Samenschale ermöglichte manchen Samen noch nach mehreren Jahrhunderten im Sediment die Keimung. 4 6

Gärtnerisch erfolgt die Vermehrung vor allem durch Rhizomteilung im Frühjahr. Jedes Teilstück braucht ein wachsendes Auge; das brüchige Rhizom wird vorsichtig behandelt. Zur Aussaat muss die harte Samenschale angeritzt werden, bevor die Samen in warmem Wasser keimen. Die Teilung erhält Sorteneigenschaften zuverlässiger, weil Sämlinge die Blütenfarbe nicht sortenecht wiedergeben. 2 5

Nutzen und Risiken

Als Zier- und Nahrungspflanze hat Nelumbo nucifera mehrere Verwendungen. Im Teich ist sie ein auffälliger Blickfang; in der asiatischen Küche werden das gekammerte Rhizom in knackigen Scheiben und die Samen frisch, getrocknet oder kandiert gegessen. Junge Blätter, Blütenblätter und Staubblätter dienen ebenfalls verschiedenen Zubereitungen. 5 4

Die Indische Lotosblume gilt als ungiftig. Sie wird nicht als gefährlich für Katzen, Hunde oder Pferde geführt, und Menschen essen ihre Pflanzenteile seit langer Zeit. Bei der Ernte ist vor allem auf sauberes, unbelastetes Wasser zu achten. 6 3

In Asien steht die Blüte, die unversehrt über trübem Wasser erscheint, symbolisch für Reinheit und Erneuerung. Die selbstreinigenden Blätter gaben zudem dem Lotoseffekt seinen Namen, der zur Entwicklung wasserabweisender Oberflächen untersucht wird. 4 2

Sorten, Verwechslungen und verwandte Pflanzen

Unter den angebotenen Formen bezeichnet Alba Grandiflora eine große weißblühende Form. Rosea Plena und Mrs Perry D. Slocum tragen gefüllte Blüten; Momo Botan und Chawan Basu sind Zwerglotos für Gefäße. Vor dem Kauf sollten Sortenname, angegebene Endgröße und Rhizomwuchs geprüft werden. Diese Formen sind keine getrennten Arten. 2

Häufige Verwechslungen betreffen folgende Pflanzen:

  • Nymphaea, Seerosen, deren geschlitzte Blätter auf der Wasseroberfläche schwimmen ;
  • Nelumbo lutea, die Gelbe Lotosblume Nordamerikas und einzige weitere Art der Gattung ;
  • Nuphar lutea, die Gelbe Teichrose, eine weitere Teichpflanze mit Schwimmblättern.

Über Wasser stehender Wuchs, wasserabweisende Schildblätter und der gießbrausenförmige Blütenboden sind die zuverlässigsten Merkmale zur Bestätigung von Nelumbo nucifera als Teichpflanze. 3 1

Hauptquellen

Häufig gestellte Fragen

Ist die Indische Lotosblume giftig?

Nein. Nelumbo nucifera wird nicht als giftig für Katzen, Hunde oder Pferde geführt. Ihre Rhizome und Samen werden in Asien seit Jahrtausenden als Nahrung genutzt.

Wie unterscheiden sich Lotos und Seerose?

Lotos (Nelumbo) hebt seine Schildblätter und Blüten über das Wasser. Seerosen (Nymphaea) haben dagegen geschlitzte Blätter, die auf der Oberfläche schwimmen. Beide gehören unterschiedlichen botanischen Familien an.

Warum blüht meine Lotosblume nicht?

Meist fehlt Sonne oder das Wasser ist zu kalt. Lotos braucht volle Sonne mit mindestens sechs Stunden täglich und sich erwärmendes Wasser. Ein flaches Gefäß in der Sonne begünstigt die Blüte.

Kann man Lotos essen?

Ja. Das gekammerte Rhizom wird in knackigen Scheiben zubereitet, die Samen werden frisch, getrocknet oder kandiert gegessen. Junge Blätter und Staubblätter finden ebenfalls Verwendung in der asiatischen Küche.

Wie überwintert Lotos im Teich?

Das Rhizom verträgt kein Durchfrieren. In tiefen Teichen überwintert es schadlos unter dem Eis. In Gefäßen oder kalten Regionen wird der Behälter frostfrei abgesenkt oder das Rhizom an einem kühlen, feuchten Ort untergebracht.

Was ist der Lotoseffekt?

So heißt die Selbstreinigung der Blätter von Nelumbo nucifera. Ihre wachsige, mikrostrukturierte Oberfläche ist so wasserabweisend, dass Tropfen abperlen und Staub mitnehmen. Das Phänomen dient als Vorbild für technische Beschichtungen.

Wie lange bleiben Lotossamen lebensfähig?

Sehr lange. Die Samen von Nelumbo nucifera gehören zu den langlebigsten bekannten Samen. Einige keimten nach mehreren Jahrhunderten im Sediment, geschützt durch ihre sehr undurchlässige Schale.

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Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.