Katzenminzen (Nepeta, )
Katzenminzen (Nepeta) bilden eine Gattung aromatischer Stauden aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Ihre Gartenformen, darunter Nepeta x faassenii, eignen sich für trockene Einfassungen, Steingärten, Wege und Gärten für Bestäuber.
WeiterlesenKatzenminzen, Catmint und Catnip




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Identität
Katzenminzen (Nepeta L.) bilden eine Gattung der Lippenblütler (Lamiaceae). Zu ihr gehören die als Catmint und Catnip bekannten Pflanzen. Für violette Gartenpflanzungen werden häufig Formen um Nepeta x faassenii verwendet; die Gattung umfasst jedoch mehr als diese Hybride. 1 8
NC State beschreibt Katzenminzen als aromatische, krautige Stauden mit einem Ursprungsgebiet vom gemäßigten Eurasien über Makaronesien bis ins tropische Ostafrika. Das duftende Laub erklärt die Anziehung auf manche Katzen. 4
Den Rang als Gattung bestätigen POWO, WFO und IPNI. Diese Einordnung unterscheidet Nepeta sowohl von der einzelnen Art Nepeta cataria als auch von der Gartenhybride Nepeta x faassenii. 1 2 3
Im Garten eignen sich Katzenminzen besonders für trockene Einfassungen: graugrüne Polster, blauviolette Blütenähren, lange Wirkung und geringer Wasserbedarf verbinden Rosen, Lavendel, Salbei und Gräser. 4 8
Der gärtnerische Wert ist nicht auf eine einzige botanische Art beschränkt. Die Gattung umfasst aromatische, ausdauernde Pflanzen mit lockerem Wuchs, die in Beeten vielseitig einsetzbar und für Bestäuber sehr nützlich sind. 1 4
Erkennung
An oft weichen Stängeln sitzen gegenständige, aromatische Blätter von mehr oder weniger graugrüner Farbe. Kleine Lippenblüten bilden Ähren; ihre Farben reichen von Blau bis Violett, gelegentlich bis Weiß. 4 6
Ein wichtiger Hinweis ist der Wuchs: lockere, rundliche Horste sinken nach der ersten Blütenwelle etwas auseinander, wenn sie nicht zurückgeschnitten werden. Das gehört zu ihrem Erscheinungsbild, kann aber einen deutlichen Rückschnitt erfordern. 4
Von der Gattung ist die Echte Katzenminze, Nepeta cataria, zu unterscheiden. Sie gehört zu Nepeta, doch nicht jede im Beet verwendete Katzenminze ist diese klassische Katzenpflanze. 7 6
Für Pflanzungen ist vor allem ein trockenes Blauviolett mit lockererem Wuchs als bei Lavendel interessant. Katzenminzen wirken als verbindende Beetpflanzen, die eine Einfassung über mehrere Wochen färben, weniger als einzelne Schnittblumen. 8 4
Nützliche Taxonomie
Der botanische Name Nepeta bezeichnet die Gattung. Gartenauslesen wie Walker’s Low, Six Hills Giant oder Blue Wonder sind keine jeweils eigenständigen Arten, sondern gehören zum gärtnerischen Formenspektrum der Gattung. 4 5
Die häufig gepflanzte Hybride Nepeta x faassenii ist ein verbreitetes Beispiel für die Gartenverwendung. Sie steht hier neben weiteren Katzenminzen innerhalb der umfassenderen Gattung Nepeta. 8 1
Die Familienzugehörigkeit zu den Lamiaceae liefert Merkmale wie oft vierkantige Stängel, gegenständige Blätter, Duft und Lippenblüten. Im Garten werden Katzenminzen jedoch meist trockener und lockerer eingesetzt als Minze oder Basilikum. 6 4
Die Unterscheidung zwischen Gattung, Art und Gartenform bewahrt die botanische Genauigkeit. Nepeta umfasst sowohl N. cataria als auch weitere blauviolette Beetpflanzen und lässt sich deshalb nicht auf eine einzelne Art reduzieren. 2 8
Kultur
An trockenen, hellen Standorten ist die Kultur einfach. NC State empfiehlt volle Sonne, guten Wasserabzug und nennt eine gute Trockenheitsverträglichkeit nach dem Einwachsen. 4
Lehmige, schluffige, sandige und flachgründige Böden sind geeignet, solange sie nicht dauerhaft vernässen. Zu nährstoffreicher Boden kann weiche, weniger standfeste Horste hervorbringen. 4
Ein kräftiger Rückschnitt nach der ersten Blüte bringt den Horst wieder in Form und kann eine zweite Blütenwelle auslösen. Ungeschnitten wirken verblühte Ähren grau, was im Naturgarten reizvoll, neben einem Weg aber weniger ordentlich sein kann. 4 8
Durch Teilung lassen sich ältere Horste verjüngen. Aussaat ist ebenfalls möglich, doch Hybriden und Sorten geben ihre Eigenschaften nicht immer zuverlässig weiter; für eine bestimmte Wirkung wird eine benannte Auslese gepflanzt. 5 4
Verwendung
Als blauviolettes Band wirken Katzenminzen an Wegen, unter Rosen, im Steingarten, Trockenbeet, Bauerngarten oder großen Kübel. Sie lassen Kanten weicher erscheinen und benötigen dabei wenig Wasser. 8 4
Die Blüten locken Schmetterlinge und andere Bestäuber an. NC State erwähnt zudem eine abschreckende Wirkung auf bestimmte Insekten wie Blattläuse und Kürbiswanzen; daraus ergibt sich jedoch kein verlässlicher Schutzwall gegen Schädlinge. 4
Unter Rosen verdecken die Horste kahle Basen und können optisch Lavendel ersetzen, wo dieser im Boden schlecht altert. Neben Gräsern entsteht eine frisch wirkende Fläche vor deren späteren Blüten. 8 5
Im Kübel gelingen Katzenminzen mit ausreichend Tiefe, Wasserabzug und einem sonnigen Standort. Kleine, austrocknende Töpfe ergeben gedrungene Pflanzen; große Gefäße ermöglichen natürlichere Polster wie am Beetrand. 4
Für eine anhaltend violette Pflanzung bilden Katzenminzen häufig die vordere Schicht. Höhere Blüten stehen dahinter, niedrige Blätter davor verdecken Schnittstellen nach der Blüte. Diese Anordnung nutzt den beweglichen Wuchs, statt die Pflanze in eine starre Kugelform zu zwingen. 8 5
Vorsicht
Für die Gattung gilt ein geringes Vorsichtsniveau. NC State nennt aromatische Blätter und teilweise eine Verwendung als Tee; eine Beetpflanze sollte jedoch nur nach genauer Bestimmung und mit gesicherter Kenntnis ihrer Verwendung verzehrt werden. 4
Manche Katzen zieht der Duft stark an: Sie wälzen sich im Horst oder kauen an den Stängeln. Dabei drohen vor allem Schäden am Aussehen der Pflanze oder leichte Verdauungsbeschwerden nach größerem Verzehr. 7 4
Je nach Art und Standort können Katzenminzen etwas unordentlich wachsen oder sich aussäen. In streng gepflegten Einfassungen helfen Rückschnitt nach der Blüte und begrenzte Selbstaussaat; auf einer Wiese ist dieser lockere Wuchs eher erwünscht. 4 8
Mit Nepeta lassen sich die blauvioletten Katzenminzen trockener Beete als Gattung betrachten. Das hält die botanische Vielfalt offen und beschreibt zugleich ihre konkrete Verwendung im Garten. 1 8
Hauptquellen
Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.


