Glückskastanie (Pachira aquatica, Aubl. 1775)

Glückskastanie (Pachira aquatica) ist ein tropischer Baum aus der Familie der Malvengewächse (Malvaceae), der aus den Sümpfen Mittel- und Südamerikas stammt. Als Zimmerpflanze wird sie wegen ihrer glänzenden, handförmigen Blätter oft mit geflochtenen Stämmen angeboten. Ihre Samen werden geröstet gegessen; die ASPCA führt die Art als ungiftig für Haustiere.

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Wissenschaftlicher NamePachira aquatica
GattungPachira
OrdnungMalvales

Glückskastanie, Pachira, Guayanakastanie, Wilder Kakaobaum, Malabarkastanie, Wasserkastanie und Money tree

Identität
Toxizität
Vorsicht : Katzen · Ungiftig : Hunde und Pferde
Pflegeaufwand
Niedrig
Pflanzenart
Blattart
Immergrün
Lebensdauer
Mehrjährig
Herkunft
MexikoGuatemalaCosta RicaBrasilienFranzösisch-GuayanaVenezuela
Lebensraum
Sümpfe, Ufer und Überschwemmungswälder; Baum tropischer Feuchtgebiete
Jahresverlauf
Blütezeit
Winter
Wachstum
Ruhephase
Keine Ruhephase
Wuchsgeschwindigkeit
6/10
Reifezeit
Bei geeigneter Erziehung mit zunehmendem Alter baumförmig
Vermehrung
Aussaat, Stecklingsvermehrung von Stängeln mit Knoten
Klima & Wasser
Temperatur
Winterhärte
Windverträglichkeit
Gering im Topf, geschützt aufstellen
Luftfeuchtigkeit
50–70 %
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Nein
Boden
Boden-pH-Wert
Bodenarten
Erde für Zimmerpflanzen, Durchlässiges Substrat mit Rinde
Salzhaltiger Boden
Wird nicht vertragen
Licht & Standort
Lichtverhältnisse
Helles, indirektes Licht
Innenbereich
Wohnzimmer, Büro, Helles Zimmer
Abstand zum Fenster
Etwa 50 cm von einem Ost- oder Westfenster
Außenbereich
Schattiger Innenhof, Veranda
Pflanzgefäße
Terrakotta, Abflusstopf
Erscheinungsbild
Höhe200–1800 cmBreite100–600 cm
Blätter
Grün
Glückskastanie (Pachira aquatica): Herkunft und Verwendung — blätter 1
Glückskastanie (Pachira aquatica): Herkunft und Verwendung — blätter 2
Glückskastanie (Pachira aquatica): Herkunft und Verwendung — blätter 3
Glückskastanie (Pachira aquatica): Herkunft und Verwendung — blätter 4
Glückskastanie (Pachira aquatica): Herkunft und Verwendung — blätter 5
Blüten
WeißRot
Glückskastanie (Pachira aquatica): Herkunft und Verwendung — blüten 1
Glückskastanie (Pachira aquatica): Herkunft und Verwendung — blüten 2
Glückskastanie (Pachira aquatica): Herkunft und Verwendung — blüten 3
Glückskastanie (Pachira aquatica): Herkunft und Verwendung — blüten 4
Glückskastanie (Pachira aquatica): Herkunft und Verwendung — blüten 5
Früchte
Braun
Glückskastanie (Pachira aquatica): Herkunft und Verwendung — früchte 1
Glückskastanie (Pachira aquatica): Herkunft und Verwendung — früchte 2
Glückskastanie (Pachira aquatica): Herkunft und Verwendung — früchte 3
Glückskastanie (Pachira aquatica): Herkunft und Verwendung — früchte 4
Glückskastanie (Pachira aquatica): Herkunft und Verwendung — früchte 5
Wuchsform
Glückskastanie (Pachira aquatica): Herkunft und Verwendung — wuchsform 1
Glückskastanie (Pachira aquatica): Herkunft und Verwendung — wuchsform 2
Glückskastanie (Pachira aquatica): Herkunft und Verwendung — wuchsform 3
Glückskastanie (Pachira aquatica): Herkunft und Verwendung — wuchsform 4
Glückskastanie (Pachira aquatica): Herkunft und Verwendung — wuchsform 5
Rinde
GrünBraun
Glückskastanie (Pachira aquatica): Herkunft und Verwendung — rinde 1
Glückskastanie (Pachira aquatica): Herkunft und Verwendung — rinde 2
Glückskastanie (Pachira aquatica): Herkunft und Verwendung — rinde 3
Glückskastanie (Pachira aquatica): Herkunft und Verwendung — rinde 4
Glückskastanie (Pachira aquatica): Herkunft und Verwendung — rinde 5

Weltweite Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsgebiet von Pachira aquatica reicht von Mexiko über Mittelamerika, das Amazonasbecken und die Guayanas bis ins nördliche Südamerika. Der häufig als Zimmerpflanze kultivierte Baum wurde auch im tropischen Asien eingeführt. Diese Kulturgebiete sind vom amerikanischen Ursprungsgebiet zu unterscheiden.

  • Heimisch6
  • Eingeführt1
  • Mexiko
  • Guatemala
  • Costa Rica
  • Brasilien
  • Französisch-Guayana
  • Venezuela
  • USA (Florida)

Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1

Identität

Glückskastanie (Pachira aquatica Aubl., 1775), auch Guayanakastanie, ist ein tropischer Baum der Gattung Pachira aus der Familie der Malvengewächse (Malvaceae). Der internationale Handelsname Money tree verweist auf die in Asien mit der Pflanze verbundene Vorstellung von Wohlstand. Dort wird sie als Glücksbringer angeboten. 1 3

In europäischen Wohnräumen begegnet die auch Pachira genannte Pflanze vor allem als große Zimmerpflanze mit geflochtenem Stamm. Weitere gebräuchliche Namen sind Wilder Kakaobaum, Malabarkastanie und Wasserkastanie. Ihr glänzendes, handförmig geteiltes Laub macht sie leicht erkennbar. Die ASPCA stuft die Art als ungiftig für Katzen, Hunde und Pferde ein; diese allgemeine Einstufung ist von der weiter unten genannten Einschränkung zu Samen zu unterscheiden. 2 8

Erkennung

Handförmig zusammengesetzte Blätter prägen die Glückskastanie: 5 bis 9 Teilblättchen strahlen am Ende eines langen Blattstiels wie die Finger einer Hand auseinander. Die einzelnen Blättchen sind verkehrt-eiförmig bis elliptisch, dunkelgrün und glänzend. Ein ganzes Blatt kann etwa 30 cm Durchmesser erreichen und bildet dadurch eine breite, deutlich gegliederte Blattfläche. 3 6

An großen blühenden Exemplaren hilft ein weiteres Merkmal bei der Bestimmung. Die auffällige Blüte besitzt schmale Blütenblätter und ein langes Büschel weißer, an der Spitze roter Staubblätter von 7 bis 10 cm Länge. Eine geöffnete Blüte misst etwa 20 cm. Die braune, verholzte Kapselfrucht wird bis zu 30 cm lang und öffnet sich mit fünf Klappen, zwischen denen rundliche Samen liegen. 6 5

Im Zimmer wächst die Glückskastanie als aufrechter Strauch von 2 bis 3 m Höhe. Junge Pflanzen besitzen häufig eine verdickte, noch grüne Stammbasis. Im tropischen Heimatgebiet entwickelt sich dagegen ein richtiger Sumpfbaum, der ungefähr 18 m hoch werden kann. Die Wuchsgröße hängt somit wesentlich davon ab, ob die Pflanze im Topf oder frei im tropischen Boden wächst. 3 2

Nützliche Taxonomie

Jean-Baptiste Aublet beschrieb Pachira aquatica Aubl. im Jahr 1775. Die Gattung wurde mehrfach taxonomisch neu geordnet, weshalb ältere Namen weiterhin in Literatur und Verzeichnissen erscheinen. Zu den wichtigen Synonymen gehören:

  • Botanisches Synonym: Bombax aquaticum (Aubl.) K.Schum.
  • Botanisches Synonym: Carolinea princeps L.f.
  • Botanisches Synonym: Pachira macrocarpa (Schltdl. & Cham.) Walp.
  • Botanisches Synonym: Pachira longifolia Hook.
  • Botanisches Synonym: Pachira aquatica var. surinamensis Decne.

Eindeutigkeit schafft der akzeptierte wissenschaftliche Name Pachira aquatica. Verkaufsbezeichnungen wie Glückskastanie oder Money tree begründen weder eine eigene Art noch eine botanische Varietät. Auch die geflochtene Präsentation ist eine gärtnerische Gestaltung, keine zusätzliche taxonomische Einheit. 1 7

Lebensraum und Verbreitung

Sümpfe und Überschwemmungswälder des tropischen Amerikas bilden den natürlichen Lebensraum von Pachira aquatica. Ihr Ursprungsgebiet reicht von Mexiko durch Mittelamerika, das Amazonasbecken und die Guayanas bis ins nördliche Südamerika. Als Baum feuchter Niederungen verträgt die Art Böden, die während eines Teils des Jahres vernässt sind. 1 3

Die Anpassung an Ufer und Überschwemmungsflächen zeigt sich in der verdickten Stammbasis und einem Wurzelsystem, das zeitweilige Vernässung toleriert. Deshalb verträgt der Baum in Topfkultur reichliche Wassergaben, sofern sich kein Wasser im Inneren des geflochtenen Stamms staut. Die Herkunft aus einem Feuchtgebiet darf nicht mit einer unbegrenzten Verträglichkeit stehenden Wassers an allen Pflanzenteilen gleichgesetzt werden. 6 2

Als Zierpflanze und Glücksbringer gelangte die Glückskastanie weit über ihr amerikanisches Heimatgebiet hinaus. Zu den Kultur- und Einführungsgebieten zählen tropisches Asien, darunter Taiwan, außerdem Japan und Florida. Diese Angaben beschreiben die Verbreitung durch den Menschen und sind vom natürlichen amerikanischen Areal zu trennen. 4 3

Lebenszyklus und Vermehrung

Große, nachts geöffnete Blüten erscheinen vor allem während warmer Perioden; für das tropische Gebiet der Nordhalbkugel werden Dezember bis März genannt. Die nektarreichen Blüten werden in der Heimat von Fledermäusen und Nachtfaltern besucht und bestäubt. Bei Zimmerkultur in Mitteleuropa bleibt die Blüte eine Ausnahme und ist gewöhnlich nicht das Ziel der Haltung. 6 3

Nach erfolgreicher Bestäubung entsteht eine große verholzte Kapsel. Sie öffnet sich mit fünf Klappen und gibt rundliche, etwa 1,3 cm große Samen frei. In der Natur schwimmen die Samen und werden mit dem Wasser verbreitet. Diese Form der Ausbreitung passt zum Vorkommen der Art an Ufern und auf überschwemmten Flächen. 6 5

Zur Vermehrung eignet sich besonders die Aussaat eines großen frischen Samens. Er keimt bei Wärme rasch in feuchtem Substrat und entwickelt eine Pflanze mit der typischen verdickten Basis. Auch Triebstecklinge mit einem Knoten bewurzeln bei Wärme und hellem indirektem Licht, bilden jedoch diese verdickte Basis nicht aus. Für die handelsübliche Form werden mehrere junge Stämme bereits miteinander verflochten, solange sie noch biegsam sind. 2 6

Nutzen und Risiken

In Europa dient die Glückskastanie hauptsächlich als große Grünpflanze für Innenräume. Unter tropischen Bedingungen wird sie auch als Schattenbaum und zur Uferbefestigung eingesetzt. Ihre Samen werden geröstet oder gekocht gegessen; der Geschmack wird mit Esskastanien oder Erdnüssen verglichen. Darauf verweisen Namen wie Guayanakastanie und Malabarkastanie. 5 6

Die ASPCA führt die Glückskastanie unter dem Namen Guiana chestnut als ungiftig für Katzen, Hunde und Pferde. Diese Einstufung erklärt ihren Ruf als vergleichsweise unproblematische große Zimmerpflanze in Haushalten mit Haustieren. 8

Für Katzen ergänzt NC State eine Einschränkung: In den Samen enthaltene Cyclopropen-Fettsäuren können Erbrechen, Durchfall und Speicheln mit leichten bis mäßigen Verdauungsbeschwerden verursachen. Bei Topfpflanzen im Zimmer bleibt dieses Risiko gering, weil sie keine Samen hervorbringen. Für Menschen sind rohe Samen wenig angenehm; vor dem Verzehr sollten sie gegart werden. 9 5

Sorten, Verwechslungen und verwandte Pflanzen

Bei der Glückskastanie steht die Gestaltung der Stämme im Vordergrund, während stabile panaschierte Sorten wie bei manchen anderen Zimmerpflanzen fehlen. Das Flechten mehrerer junger Stämme ist eine gärtnerische Erziehungsform, kein botanisches Artmerkmal. Prüfen Sie vor dem Kauf die Festigkeit des geflochtenen Stamms, den Zustand der Wurzeln und die gleichmäßige Ausbildung der Teilblättchen. 2

Verwechslungen betreffen insbesondere nahe verwandte Arten:

  • Pachira glabra wird sehr häufig als Pachira aquatica verkauft, unterscheidet sich aber durch kleinere Früchte und eine anders gebaute Blütenbasis;
  • Pachira insignis ist eine weitere große amerikanische Art derselben Gattung.

Handförmige Blätter mit fünf bis neun Teilblättchen, eine verdickte Stammbasis und eine große Kapsel mit fünf Klappen sind die verlässlichsten Merkmale von Pachira aquatica. Die geflochtene Verkaufsform allein bestätigt die Art dagegen nicht; für eine sichere Abgrenzung gegenüber P. glabra sind Blüte und Frucht besonders hilfreich. 3 1

Hauptquellen

Häufig gestellte Fragen

Ist die Glückskastanie giftig?

Nur in geringem Maß. Die ASPCA führt sie unter Guiana chestnut als ungiftig für Katzen, Hunde und Pferde. NC State nennt lediglich Verdauungsbeschwerden bei Katzen nach dem Verzehr von Samen, die bei im Topf gehaltenen Bäumen nicht entstehen.

Warum hat die Glückskastanie einen geflochtenen Stamm?

Das Flechten ist eine gärtnerische Gestaltung. Mehrere junge, biegsame Stämme werden miteinander verflochten, um die dekorative Form zu erhalten, die in Asien mit Glück verbunden wird. Es ist kein botanisches Merkmal der Art.

Sind die Samen der Glückskastanie essbar?

Ja, geröstet oder gekocht. Die rundlichen Samen aus der Kapsel schmecken ähnlich wie Esskastanien oder Erdnüsse; darauf verweisen Namen wie Guayanakastanie und Malabarkastanie. Roh sind sie wenig angenehm und sollten besser gegart werden.

Wie viel Licht braucht eine Glückskastanie?

Helles, indirektes Licht fördert schönes Laub. Die Pflanze verträgt einige Stunden milde Sonne, doch heiße direkte Nachmittagssonne hinterlässt Schäden an den Teilblättchen.

Wie groß wird eine Glückskastanie?

Im Zimmer bleibt sie ein etwa 2 bis 3 m hoher Strauch. Im tropischen Ursprungsgebiet ist sie ein Sumpfbaum, der ungefähr 18 m Höhe erreichen kann.

Mit welcher Pflanze wird Pachira aquatica verwechselt?

Am häufigsten mit Pachira glabra, einer verwandten Art, die oft unter demselben Namen angeboten wird. Kleinere Früchte und die Basis der Blüte helfen bei der Unterscheidung.

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Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.