Schmetterlingsorchidee (Phalaenopsis, Blume 1825)

Phalaenopsis ist eine Gattung epiphytischer Orchidaceae aus dem tropischen Asien und Australien und die weltweit meistverkaufte Zimmerorchidee. Die Pflanzen wachsen monopodial ohne Pseudobulben, mit breiten fleischigen Blättern und dicken Luftwurzeln. Lange, gebogene Blütenstände tragen flache, langlebige Blüten. Fast alle Handelspflanzen sind Hybriden, die sich in durchsichtigen Töpfen mit Rindensubstrat leicht kultivieren lassen.

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Wissenschaftlicher NamePhalaenopsis
GattungPhalaenopsis
OrdnungAsparagales

Schmetterlingsorchidee, Nachtfalter-Orchidee, Malaienblume und Moth orchid

Identität
Toxizität
Ungiftig : Menschen, Katzen, Hunde und Pferde
Pflegeaufwand
Niedrig
Pflanzenart
Zimmerpflanze · Epiphytisch
Blattart
Immergrün
Lebensdauer
Mehrjährig
Herkunft
PhilippinenIndonesienChinaAustralien
Lebensraum
Feuchte Tieflandwälder; epiphytisch auf Stämmen und Ästen, gelegentlich auf bemoosten Felsen
Jahresverlauf
Blütezeit
WinterFrühling
Wachstum
Ruhephase
Keine Ruhephase
Wuchsgeschwindigkeit
4/10
Reifezeit
Blüte zwei bis drei Jahre nach der Abtrennung eines Keikis
Vermehrung
Teilung, Aussaat
Klima & Wasser
Temperatur
Winterhärte
Windverträglichkeit
Gering, als Zimmerpflanze vor Wind geschützt halten
Luftfeuchtigkeit
50–70 %
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Nein
Boden
Boden-pH-Wert
Bodenarten
Orchideen-Substrat, Durchlässiges Substrat mit Rinde
Salzhaltiger Boden
Wird nicht vertragen
Licht & Standort
Lichtverhältnisse
Helles indirektes Licht
Innenbereich
Wohnzimmer, Helles Zimmer, Helles Badezimmer
Abstand zum Fenster
Etwa 1 m von einem Ost- oder Westfenster
Pflanzgefäße
Abflusstopf, Orchideenkorb
Erscheinungsbild
Höhe20–70 cmBreite20–40 cm
Blätter
Grün
Phalaenopsis: Herkunft und Verwendung — blätter 1
Phalaenopsis: Herkunft und Verwendung — blätter 2
Phalaenopsis: Herkunft und Verwendung — blätter 3
Phalaenopsis: Herkunft und Verwendung — blätter 4
Phalaenopsis: Herkunft und Verwendung — blätter 5
Blüten
WeißRosaViolettGelbRot
Phalaenopsis: Herkunft und Verwendung — blüten 1
Phalaenopsis: Herkunft und Verwendung — blüten 2
Phalaenopsis: Herkunft und Verwendung — blüten 3
Phalaenopsis: Herkunft und Verwendung — blüten 4
Phalaenopsis: Herkunft und Verwendung — blüten 5
Wuchsform
Phalaenopsis: Herkunft und Verwendung — wuchsform 1
Phalaenopsis: Herkunft und Verwendung — wuchsform 2
Phalaenopsis: Herkunft und Verwendung — wuchsform 3
Phalaenopsis: Herkunft und Verwendung — wuchsform 4
Phalaenopsis: Herkunft und Verwendung — wuchsform 5
Rinde
Grün
Phalaenopsis: Herkunft und Verwendung — rinde 1
Phalaenopsis: Herkunft und Verwendung — rinde 2
Phalaenopsis: Herkunft und Verwendung — rinde 3
Phalaenopsis: Herkunft und Verwendung — rinde 4
Phalaenopsis: Herkunft und Verwendung — rinde 5

Weltweite Verbreitung

Phalaenopsis stammt aus dem tropischen und subtropischen Asien, vom Himalaja und Südchina über Südostasien, Indonesien, die Philippinen und Neuguinea bis Nordostaustralien. Das genaue Areal unterscheidet sich zwischen Arten und Hybriden. Handelspflanzen sind gezüchtete Hybriden, die außerhalb dieses Gebiets nur in Kultur vorkommen.

  • Heimisch4
  • Philippinen
  • Indonesien
  • China
  • Australien

Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1

Identität

Phalaenopsis (Phalaenopsis Blume, 1825) ist eine Gattung der Orchidaceae aus dem tropischen Asien und Nordostaustralien. Der Gattungsname setzt sich aus den griechischen Wörtern phalaina, Nachtfalter, und opsis, Erscheinung, zusammen. Die flachen, ausgebreiteten Blüten am Blütenstand erinnern an sitzende Schmetterlinge. Im Deutschen wird dafür auch der Name Schmetterlingsorchidee verwendet. 1 4

Weltweit ist Phalaenopsis die meistverkaufte Zimmerorchidee und für Einsteiger besonders leicht zu kultivieren. Handelspflanzen sind fast immer Hybriden. Geschätzt werden ihre großen, langlebigen Blüten und eine Blütezeit von mehreren Wochen, die häufig mitten in den Winter fällt. 2 7

Erkennung

Eine niedrige Rosette zeigt den monopodialen Wuchs von Phalaenopsis. Pseudobulben fehlen; die Blätter sind breit, dick und glänzend, dunkelgrün und manchmal silbrig marmoriert. Im Unterschied zu Orchideen mit Pseudobulben kann die Pflanze keine großen Wasservorräte anlegen und ist auf ihre fleischigen Blätter angewiesen. 3 7

Besonders auffällig sind die zahlreichen abgeflachten Luftwurzeln, die aus dem Topf herauswachsen. Feucht wirken sie grün, trocken silbrig. Sie betreiben Photosynthese. Deshalb wird Phalaenopsis in transparenten Töpfen mit grobem Rindensubstrat kultiviert, das Luft und Licht an die Wurzeln gelangen lässt. 5 7

Gebogene Blütenstände tragen mehrere gleichzeitig geöffnete Blüten mit drei Kelchblättern, zwei ausgebreiteten Kronblättern und einer mittigen Lippe. Die flachen Blüten halten mehrere Wochen bis Monate. Je nach Hybride sind sie weiß, rosa, purpurfarben, gelb oder gestreift. 4 2

Nützliche Taxonomie

Der niederländische Botaniker Carl Ludwig Blume beschrieb die Gattung Phalaenopsis im Jahr 1825 anhand von Pflanzen des Malaiischen Archipels. Innerhalb der Ordnung Asparagales gehört sie zur großen Familie der Orchidaceae. Je nach Abgrenzung umfasst die Gattung rund sechzig botanische Arten. 1 4

Die meisten verkauften Pflanzen sind gärtnerische Hybriden und keine Wildarten. Wie bei vielen Orchideen heißt eine benannte und registrierte Kreuzungsgruppe Grex. Sie umfasst sämtliche Nachkommen derselben Elternkreuzung. Tausende solcher Grexe wurden registriert, außerdem Gattungshybriden aus Kreuzungen mit nah verwandten Gattungen. 7 2

Zu den besonders bekannten botanischen Arten zählen:

  • Phalaenopsis amabilis, mit großen weißen Blüten, Ausgangsart vieler Hybriden;
  • Phalaenopsis schilleriana, mit marmoriertem Laub und verzweigten rosafarbenen Blütenständen;
  • Phalaenopsis equestris, mit zahlreichen kleinen Blüten, an der Entstehung der Multiflora-Typen beteiligt.

Der akzeptierte Gattungsname Phalaenopsis bietet die stabile taxonomische Zuordnung. Handelsnamen für Serien oder Farbschläge entsprechen dagegen keinem botanischen Rang und lassen allein keine sichere Einordnung als Art zu. 1 3

Lebensraum und Verbreitung

Vom Himalaja und Südchina reicht das natürliche Areal der Gattung durch tropisches und subtropisches Asien über Südostasien, Indonesien, die Philippinen und Neuguinea bis in den Nordosten Australiens. Das genaue Verbreitungsgebiet unterscheidet sich zwischen den einzelnen Arten und Hybriden. 1 4

In feuchten Tieflandwäldern leben die Pflanzen epiphytisch auf Stämmen und Ästen, gelegentlich auch auf bemoosten Felsen. Sie wachsen vor direkter Sonne geschützt bei hellem, diffusem Licht. Daraus erklären sich ihre Kulturansprüche: viel Luft an den Wurzeln, hohe Luftfeuchte und Schutz vor brennender Sonne. 5 7

Außerhalb ihres Ursprungsgebiets kommen Phalaenopsis nur als Kulturpflanzen vor. In Frankreich, den Vereinigten Staaten oder Japan werden sie als Zimmerpflanzen verkauft und verwildern nicht. Sie vertragen keinen Frost und benötigen eine Mindesttemperatur von etwa 15 °C. 2 3

Lebenszyklus und Vermehrung

Die Blütenbildung steht im Mittelpunkt der Phalaenopsis-Kultur. Ausgewachsene, gut belichtete Pflanzen bilden häufig im Herbst und Winter einen oder zwei gebogene Blütenstände. Eine Absenkung der Nachttemperatur um einige Grad löst die Blütenanlage aus. Die flachen, langlebigen Blüten halten anschließend mehrere Wochen, bevor sie welken. 7 5

Ein nach dem Verblühen weiterhin grüner Blütenstiel kann aus einem Knoten erneut Knospen bilden. Wird ein lebender Stiel für abgestorben gehalten und abgeschnitten, entfällt diese Möglichkeit einer weiteren Blüte. Nur vollständig trockene, braune Blütenstiele werden an der Basis entfernt. 2 7

Zu Hause erfolgt die Vermehrung vor allem über Keikis. Solche Jungpflanzen entstehen gelegentlich am Blütenstand oder an der Basis und werden erst mit eigenen Wurzeln abgetrennt. Die Teilung von Pflanzen mit mehreren Rosetten bleibt selten. Eine Aussaat erfordert sterile Laborbedingungen und gehört zur professionellen Erzeugung der zahllosen Handelshybriden. 7 3

Nutzen und Risiken

Ausschließlich als Zierpflanze genutzt, ist Phalaenopsis die meistverkaufte blühende Zimmerpflanze. Ein transparenter Topf auf einer hellen Fensterbank oder in einem hellen Badezimmer mit höherer Luftfeuchte eignet sich für die Kultur. Die lange Blütezeit und die einfache Pflege erklären ihren Erfolg im Handel. 2 7

Hinsichtlich der Giftigkeit gilt die Gattung als unbedenklich. Die ASPCA zählt die Schmetterlingsorchidee zu den ungiftigen Pflanzen für Katzen, Hunde und Pferde. Nach Aufnahme großer Mengen sind allenfalls leichte Verdauungsbeschwerden möglich. Damit eignet sie sich auch für Haushalte mit Haustieren oder kleinen Kindern. 6 5

Sorten, Verwechslungen und verwandte Pflanzen

Grex und Blütenfarbe bestimmen das Handelsangebot häufiger als botanische Artnamen. Große Standardhybriden tragen runde weiße, rosa oder gestreifte Blüten. Multiflora- und Midi-Typen haben kleinere, dafür sehr zahlreiche Blüten an verzweigten Ständen. Duftende Novelty-Hybriden stammen von botanischen Arten mit wachsartigen, kräftig gefärbten Blüten ab. 2 7

Verwechslungen betreffen vor allem andere Zimmerorchideen:

  • Doritis, heute häufig zu Phalaenopsis gestellt und mit ihr gekreuzt;
  • Dendrobium, im Blumenhandel mit aufrechtem Wuchs und stockartigen Pseudobulben;
  • Cymbidium, mit langen bandförmigen Blättern und großen Horsten, für kühlere Kultur.

Eine monopodiale Rosette ohne Pseudobulben, dicke Luftwurzeln und flache Blüten an einem gebogenen Blütenstand sind die zuverlässigsten Merkmale einer Phalaenopsis. Zusammen grenzen sie die Gattung von ähnlich angebotenen, aber anders aufgebauten Zimmerorchideen ab. 3 1

Hauptquellen

Häufig gestellte Fragen

Ist Phalaenopsis für Katzen und Hunde giftig?

Nein. Die ASPCA führt Phalaenopsis als ungiftig für Katzen, Hunde und Pferde. Nach Aufnahme größerer Mengen sind allenfalls leichte, nicht schwerwiegende Verdauungsbeschwerden möglich.

Warum blüht meine Phalaenopsis nicht erneut?

Meist fehlt helles Licht oder eine nächtliche Abkühlung im Herbst. Nachts fünf bis acht Grad weniger lösen bei gutem indirektem Licht gewöhnlich einen neuen Blütenstand aus.

Soll der Blütenstand nach der Blüte abgeschnitten werden?

Solange er grün bleibt, nicht: Aus einem Knoten können neue Knospen entstehen. Nur vollständig trockene, braune Blütenstiele werden an der Basis abgeschnitten. Warten Sie mit dem Schnitt noch lebender Stiele ab.

Warum wachsen die Wurzeln meiner Orchidee aus dem Topf?

Das ist normal. Phalaenopsis wächst epiphytisch; ihre dicken grünen Luftwurzeln betreiben Photosynthese und nehmen Luftfeuchte auf. Gesunde Wurzeln sollten weder gewaltsam eingegraben noch abgeschnitten werden.

Welches Substrat braucht Phalaenopsis?

Geeignet ist spezielles Orchideensubstrat aus grober Kiefernrinde, teilweise mit Sphagnum, in einem transparenten Topf mit Wasserabzug. Gewöhnliche Blumenerde erstickt die Wurzeln und führt zu Fäulnis.

Wie oft wird Phalaenopsis gegossen?

Etwa einmal wöchentlich. Tauchen Sie das Substrat und lassen Sie es anschließend gut abtropfen. Im Herzen der Rosette darf kein Wasser stehen bleiben. Ohne Pseudobulben darf die Pflanze aber auch nicht völlig austrocknen.

Sind die Phalaenopsis im Handel Wildarten?

Nein. Fast immer handelt es sich um gärtnerische Hybriden, die über Tausende von Kreuzungen wegen ihrer großen, langlebigen Blüten ausgewählt wurden. Botanische Arten bleiben seltener und sind vor allem bei Sammlern zu finden.

Eignet sich ein Badezimmer für Phalaenopsis?

Ja, wenn es hell ist. Die höhere Luftfeuchte eines hellen Badezimmers entspricht ihrem ursprünglichen Lebensraum, solange die Temperatur über 15 °C bleibt und die Pflanze vor Zugluft geschützt steht.

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Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.