Japanese pieris (Pieris japonica, )
Pieris japonica (Thunb.) D.Don ex G.Don, 1834, ist ein immergrüner Strauch der Ericaceae aus Ostchina, Taiwan und Japan, wo er in Berggebüschen wächst. Kennzeichnend sind hängende Trauben kleiner weißer Glockenblüten und der oft kupferfarbene oder rötliche Austrieb, der später dunkelgrün wird.
WeiterlesenJapanese pieris, Japanese andromeda, Lily-of-the-valley shrub und Asebi
Viel Umgebungslicht bieten, ohne direkte Sonne auf den Blättern.
Gefilterte Sonne bis Halbschatten





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Weltweite Verbreitung
POWO und ITIS geben ein ostasiatisches natürliches Areal von Südostchina bis Hubei, von Zentral- bis Südjapan sowie Taiwan an. Das europäische Festland Frankreichs ist ein Gebiet des Zieranbaus ohne dokumentierten invasiven Status.
- Heimisch3
- Eingeführt1
- Südostchina
- Japan
- Taiwan
- Östliche USA
Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1
Identität
Pieris japonica (Pieris japonica (Thunb.) D.Don ex G.Don, 1834) gehört als immergrüner Strauch zur Gattung Pieris und zur Familie Ericaceae. Nach der Erstbeschreibung durch Carl Peter Thunberg stellten D.Don und G.Don die Art 1834 in Pieris. POWO und ITIS führen diesen Namen heute als akzeptiert. 1 6
Das historische Synonym Andromeda japonica erklärt die Bezeichnung Japanese andromeda; auch die ASPCA verwendet es noch in ihrer Giftpflanzenbeschreibung. Der Gattungsname Pieris erinnert an die Pieriden, die Musen der griechischen Mythologie. Dieser mythologische Bezug hat nichts mit dem tatsächlichen ostasiatischen Verbreitungsgebiet zu tun. 5 1
In Japan wächst die Art wild auf Honshu, Shikoku und Kyushu und heißt dort アセビ (Asebi). In Europa und Nordamerika ist Japanese pieris als Gartenstrauch mildgemäßigter Klimate verbreitet, oft zusammen mit Rhododendren und Kamelien in Beeten mit saurem Boden. 3
Erkennung
Bei Pieris japonica verbindet sich langsames Wachstum mit einem dichten, immergrünen Wuchs. NC State nennt 2,5 bis 3 m Höhe und 2 bis 2,5 m Breite im ausgewachsenen Zustand. RHS gibt unter guten Bedingungen bis 4 m nach zehn bis zwanzig Jahren an. 3 2
Wechselständige, ledrige Blätter drängen sich an den Zweigenden zu dichten Rosetten. Laut NC State ist der junge Austrieb bronze-, rot- oder rosafarben und wird innerhalb weniger Wochen glänzend dunkelgrün. Dieser Farbkontrast kennzeichnet die Art schon vor der Blüte. 3
Je nach Sorte hängen Trauben kleiner weißer oder rosa Glockenblüten herab. Sie erinnern an Maiglöckchen, sitzen aber an einem verholzenden immergrünen Strauch, niemals an einer krautigen Pflanze. RHS beschreibt duftende Trauben im Spätwinter und Frühjahr. 2 3
Über den gesamten Winter sichtbar bleiben die Blütenknospen: Sie entstehen bereits am Ende des vorherigen Sommers und warten bis zur nächsten Frühjahrsblüte. Missouri Botanical Garden hebt diesen winterlichen Zierwert des knospentragenden Laubs hervor. 4
Nützliche Taxonomie
Als eindeutige botanische Referenz dient Pieris japonica (Thunb.) D.Don ex G.Don. POWO führt den Namen als akzeptiert und nennt mehrere Synonyme und Varietäten:
- Andromeda japonica Thunb., der von Thunberg veröffentlichte historische Name
- Pieris japonica var. yakushimensis T.Yamaz., von der Insel Yakushima
- Pieris japonica subsp. koidzumiana (Ohwi) Hatus., historische Unterart
- Pieris japonica f. variegata (Carrière) Rehder, benannte Form
- Pieris taiwanensis Hayata, ein taiwanisches Synonym
Die Varietät yakushimensis wird von POWO als eigenständiges akzeptiertes Taxon anerkannt. Natürliche Formen der Insel Yakushima sind damit von bloßen gärtnerischen Handelsbezeichnungen mit ähnlichem Namen zu unterscheiden. 1
Weitere kultivierte Arten der Gattung sind beispielsweise Pieris formosa mit größeren Blättern. Eine Verkaufsbezeichnung „Pieris“ ohne Artzusatz genügt deshalb nicht zur Bestimmung. Verlässlich ist nur der vollständige wissenschaftliche Name. 1 2
Lebensraum und Verbreitung
Nach den Angaben von POWO und ITIS reicht das natürliche Areal von Südostchina bis Hubei sowie über Zentral- und Südjapan bis Taiwan. Die Art besiedelt dort Berggebüsche, lichten Unterwuchs und Waldränder in gemäßigten Höhenlagen. 1 6
Aus den asiatischen Naturstandorten erklären sich die Kulturansprüche: saurer, durchlässiger und zugleich frischer Boden, durch das Kronendach gefiltertes Licht und Windschutz. RHS empfiehlt lehmige bis sandige, niemals kalkhaltige Böden, um diesen Lebensraum nachzubilden. 2 3
Für das europäische Festland Frankreichs dokumentiert keine der herangezogenen Quellen einen invasiven Status. Dort wächst die Art in Moorbeetgärten, besonders an der Atlantikküste und im gemäßigt ozeanischen Klima, wo milde Winter den Wasserstress begrenzen. 9 3
Lebenszyklus und Blüte
Als ausdauerndes, immergrünes Gehölz wächst Pieris japonica langsam und ohne blattlose Ruhephase. Die Blütenknospen entstehen ab Spätsommer, überwintern und öffnen sich im Frühjahr. Ein Herbstschnitt entfernt daher die Blüte des folgenden Jahres. 4 2
Den Höhepunkt der Blüte verortet Missouri Botanical Garden im April; abhängig von Klima und Sorte beginnt sie bisweilen schon im Spätwinter. Die hängenden Trauben halten mehrere Wochen, sofern Frost die bereits geöffneten Knospen nicht schädigt. 4 3
Zur sortenechten Vermehrung dienen vor allem halbverholzte Sommerstecklinge in saurem, durchlässigem Substrat oder Absenker. Aussaat ist möglich, bringt jedoch unterschiedlich ausfallende Pflanzen hervor und wird im Zierpflanzenbau von Baumschulen selten genutzt. 2 3
Nutzen und Risiken
Im Garten dient der Strauch vor allem als Ziergehölz für saure Beete, Einzelstellungen, Gehölzränder oder große Kübel, oft neben Rhododendren und Kamelien. Immergrünes Laub mit farbigem Austrieb und frühe Blüten begründen seinen Wert für mildgemäßigte Gärten. 2 3
Für Menschen und Tiere gilt Pieris japonica als giftig. Sämtliche Pflanzenteile einschließlich Blättern und Blüten enthalten Grayanotoxine (Andromedotoxin). Diese Verbindungen blockieren die Natriumkanäle von Nerven- und Muskelzellen. 3 5
Die ASPCA bewertet die Pflanze als giftig für Katzen, Hunde und Pferde; zu den berichteten klinischen Zeichen gehören Speichelfluss, Erbrechen und Schwäche. In einer veterinärmedizinischen Studie erhielten Ziegen frische Blätter entsprechend 0,1 % ihres Körpergewichts und entwickelten Koliken sowie eine Aspirationspneumonie. Anlass waren ein tödlicher und ein nicht tödlicher Vergiftungsfall in der Haltung. 5 8
Beim Menschen nennt der Guide to Poisonous Plants der Colorado State University Beschwerden von Kribbeln im Mund bis zu Herzstörungen nach größerer Aufnahme. Bei kleinen Tieren können schon wenige Blätter Verdauungsstörungen verursachen. 7 3
Sorten und Verwechslungen
Bei den Sorten variieren Blütenfarbe und Laub deutlich. NC State und RHS nennen Mountain Fire mit leuchtend rotem Austrieb, Valley Valentine mit tiefrosa Blüten sowie Zwergformen wie Cavatine, Debutante und Prelude, die besser in kleine Gärten passen. 3 2
Die Sorte Flaming Silver zeigt beim Austrieb eine rote und silberne Panaschierung. Daraus entsteht keine neue Art: Flaming Silver bleibt ebenso wie Mountain Fire und Valley Valentine eine Auslese von Pieris japonica. 3
Verwechslungen im Garten betreffen besonders Zwerg-Rhododendren und immergrüne Azaleen, die ebenfalls saure Böden bevorzugen. Zwei Merkmale helfen: Pieris japonica trägt dichte Blattrosetten an den Zweigenden, während Rhododendren und Azaleen lockerer beblättert sind. Hinzu kommen hängende Glockenblütentrauben anstelle trompetenförmiger Blüten in Schirmtrauben. 2
Hauptquellen
- Plants of the World Online / Kew, Pieris japonica (Thunb.) D.Don ex G.Don
- Royal Horticultural Society, Pieris japonica - lily-of-the-valley bush
- NC State Extension Gardener Plant Toolbox, Pieris japonica
- Missouri Botanical Garden Plant Finder, Pieris japonica
- ASPCA, Toxic and Non-toxic Plants: Pieris
- Integrated Taxonomic Information System, Pieris japonica TSN 565622
- Colorado State University, Guide to Poisonous Plants, Japanese Pieris
- PubMed, Japanese pieris poisoning in the goat
- Oregon State University Landscape Plants, Pieris japonica
Häufig gestellte Fragen
Ist Pieris japonica für Katzen und Hunde giftig?
Ja. Die ASPCA stuft Pieris japonica als giftig für Katzen, Hunde und Pferde ein. Ursache sind Grayanotoxine in der gesamten Pflanze, auch in Blättern und Blüten.
Warum werden die Blätter dieses Strauchs gelb?
Häufig liegt es an zu kalkhaltigem Boden oder unzureichender Drainage. Pieris japonica braucht ein saures Substrat unter pH 6, ähnlich wie Rhododendren.
Wann kann man Pieris japonica schneiden, ohne die Blüte zu verlieren?
Unmittelbar nach der Frühjahrsblüte, keinesfalls im Spätsommer. Die Knospen für das Folgejahr entstehen bereits ab Ende des vorherigen Sommers; ein später Schnitt entfernt sie.
Woran unterscheidet man Pieris japonica von einem Zwerg-Rhododendron?
Die Blätter von Pieris japonica stehen in dichten Rosetten an den Zweigenden; die Glockenblüten bilden hängende Trauben. Rhododendren tragen dagegen trompetenförmige Blüten in Schirmtrauben.
Ist Pieris japonica in Frankreich invasiv?
Für diese Art wird kein französischer Invasivstatus angegeben. Sie wird als Zierstrauch für saure Böden behandelt, obwohl POWO und andere Quellen Einführungen außerhalb ihres natürlichen Areals nennen.
Woher stammt der Name Andromeda japonica?
Es handelt sich um ein historisches Synonym von Pieris japonica. Carl Peter Thunberg beschrieb die Art unter diesem Namen, bevor D.Don und G.Don sie 1834 in die Gattung Pieris umstellten.
Ähnliche Pflanzen
Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.




