Feder-Spargel (Asparagus setaceus, )
Feder-Spargel (Asparagus setaceus) ist ein kletternder Halbstrauch aus der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae), der aus dem südlichen und östlichen Afrika stammt. Trotz seines farnartigen Aussehens ist er kein Farn. Sein feines, federleichtes Grün besteht aus Kladodien, abgeflachten Sprossen, die die Funktion der zu winzigen Schuppen reduzierten Laubblätter übernehmen.
WeiterlesenFeder-Spargel, Zierspargel, Common asparagus fern, Lace fern und Plumosa fern
Viel Umgebungslicht bieten, ohne direkte Sonne auf den Blättern.
Helles, indirektes Licht, verträgt Halbschatten





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Weltweite Verbreitung
Das natürliche Verbreitungsgebiet von Asparagus setaceus erstreckt sich im südlichen und östlichen Afrika vom Kap und Natal in Südafrika bis Zentraläthiopien und zu den Komoren. Seit dem 19. Jahrhundert wird die Art als Zierpflanze und für Schnittgrün kultiviert. Sie hat sich in warmen Regionen weltweit verbreitet und ist außerhalb ihres Ursprungsgebiets örtlich eingebürgert.
- Heimisch4
- Eingeführt1
- Invasiv1
- Südafrika
- Äthiopien
- Malawi
- Komoren
- Vereinigte Staaten (Florida)
- Australien (Queensland, New South Wales)
Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1
Identität
Feder-Spargel (Asparagus setaceus (Kunth) Jessop, 1966) gehört zur Gattung Asparagus innerhalb der Spargelgewächse (Asparagaceae). Sein farnartiges Aussehen täuscht: Die echten Blätter sind zu winzigen Schuppen reduziert. Das leichte grüne Geflecht bilden Kladodien, feine abgeflachte Sprosse von 4 bis 7 mm Länge, die anstelle der Blätter die Photosynthese übernehmen. 7 1
Carl Sigismund Kunth beschrieb die Art 1850 als Asparagopsis setacea. Jessop stellte sie 1966 unter dem heute akzeptierten Namen zur Gattung Asparagus. Das Artepitheton setaceus bezieht sich auf die feine, borstenartige Gestalt der Kladodien. 2
Erkennung
Als kletternder Halbstrauch entwickelt die Pflanze dünne Triebe, die sich mit kurzen, zurückgebogenen Dornen an verfügbaren Stützen festhalten. Ohne Stütze wächst sie im Topf buschig und überhängend und erreicht 1 bis 3 m. Im Freiland können ihre Klettertriebe bei günstigem Klima mehrere Meter überschreiten. 4 3
An jedem Knoten stehen 10 bis 20 Kladodien von 4 bis 7 mm Länge zusammen. Sie erzeugen die in der Floristik geschätzte Federstruktur. Ältere Triebe tragen harte Hakendornen, die jungen Trieben häufig fehlen. Ein frischer Steckling wirkt deshalb harmlos, während eine erwachsene Pflanze leicht Kratzer verursacht. 7 5
Etwa 4 mm lange, kleine glockenförmige Blüten erscheinen weiß bis grünlich weiß im Sommer, in Kultur von Juni bis September. Anschließend entwickeln sich kugelige, zunächst grüne Beeren, die bei der Reife schwarz werden. 8
Nützliche Taxonomie
Der akzeptierte Name Asparagus setaceus (Kunth) Jessop steht neben mehreren Synonymen, die im Gartenbau weiterhin verbreitet sind. Für das Lesen älterer Etiketten sind folgende Namen hilfreich:
- Asparagopsis setacea Kunth, das Basionym von 1850
- Asparagus plumosus Baker, lange unter diesem Namen in der Floristik verkauft
- Asparagus plumosus var. tenuissimus (Van Geert) L.H.Bailey
- Asparagus tenuissimus Van Geert
- Protasparagus setaceus (Kunth) Oberm.
- Asparagus zanzibaricus Baker
Im Pflanzenhandel erscheint weiterhin häufig Plumosus auf dem Etikett. Gemeint ist Asparagus plumosus, heute ein Synonym von Asparagus setaceus. Bei solchen älteren Handelsbezeichnungen bietet der akzeptierte wissenschaftliche Name eine verlässliche Zuordnung. 1 2
Lebensraum und Verbreitung
Vom Kap und Natal in Südafrika bis Zentraläthiopien und zu den Komoren reicht das natürliche Verbreitungsgebiet im südlichen und östlichen Afrika. Feder-Spargel besiedelt feuchte Küstenwälder, Waldränder und Küstengebüsche in warmem Klima, in dem Frost selten auftritt. 1 6
Seit dem 19. Jahrhundert als Zierpflanze und Schnittgrün kultiviert, gelangte die Art in warme Regionen weltweit und wurde in fast 80 Ländern erfasst. In Florida und Teilen Australiens ist Asparagus setaceus außerhalb seines natürlichen Areals eingebürgert. 8 3
Australische Vögel verbreiten die Beeren von Asparagus setaceus und begünstigen damit seine rasche Einbürgerung. Auf Lord Howe Island und Norfolk Island, im nördlichen New South Wales und in Queensland gilt die Art als invasiv. Dort bildet sie dichte Teppiche, die die heimische Vegetation verdrängen. 7
Lebenszyklus und Vermehrung
Auf die unscheinbare Sommerblüte folgen fleischige Beeren, die erst nach mehreren Wochen schwarz werden. Vögel werden von den reifen Früchten angezogen und übernehmen in der Natur den größten Teil der Samenverbreitung. 7
Für die Vermehrung in Kultur dienen vor allem Aussaat und Teilung. Nach zwölf Stunden Einweichen in lauwarmem Wasser werden die Samen im Frühjahr ausgesät. Bei etwa 25 °C keimen sie in drei bis sechs Wochen. Die Teilung einer ausgewachsenen Pflanze im zeitigen Frühjahr führt schneller zum Ergebnis. 6 8
Warme Monate bringen rasches Wachstum; im Winter verlangsamt es sich, ohne dass eine ausgeprägte Ruhephase eintritt. Jährliches Umtopfen oder Umtopfen im Abstand von zwei Jahren fördert die Wuchskraft von Topfpflanzen. 5 4
Nutzen und Risiken
Die wichtigste Verwendung ist die Zierkultur: In gemäßigtem Klima dient Feder-Spargel als Zimmerpflanze, in frostfreien Regionen auch als schattiger Bodendecker oder lockerer Sichtschutz. Seine leichten Schnitttriebe gehören zum klassischen Begleitgrün der Floristik. 4 8
In den Beeren enthaltene Sapogenine, steroidale Saponine, sind beim Verschlucken für Katzen und Hunde giftig. Sie verursachen Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen. Pflanzensaft und Kladodien können bei empfindlichen Personen eine Kontaktdermatitis auslösen, besonders bei wiederholtem Hautkontakt. 7 5
Die Dornen älterer Triebe verursachen bei Pflege und Umtopfen häufig oberflächliche Verletzungen. Für den Umgang mit erwachsenen Pflanzen werden Handschuhe empfohlen. 5
Sorten, Verwechslungen und verwandte Pflanzen
Im Gartenbau sind zwei beständige Sorten verbreitet: Nanus, eine Zwergform für kleine Töpfe, und Pyramidalis mit aufrechterem, stärker verzweigtem Wuchs, dessen Haltbarkeit im Blumenstrauß geschätzt wird. 3
Besonders häufig wird Feder-Spargel mit Asparagus densiflorus ‘Sprengeri’ verwechselt, der ebenfalls als „Asparagus fern“ verkauft wird. Bei Asparagus setaceus stehen die sehr feinen Kladodien in flachen Fächern. Die längeren Kladodien von Asparagus densiflorus sitzen einzeln an bogig überhängenden Trieben und wirken eher grasartig als federartig. 5
Schwertfarn (Nephrolepis exaltata) und Frauenhaarfarn (Adiantum raddianum) sind echte Farne und nicht näher mit Feder-Spargel verwandt. In Gartencentern kommt es dennoch häufig zu Verwechslungen. Ihre Wedel tragen auf der Unterseite typische Sori. Bei Asparagus setaceus fehlen diese, da er weder Farnwedel noch Sporen bildet.
Hauptquellen
- Plants of the World Online / Kew, Asparagus setaceus (Kunth) Jessop
- International Plant Names Index, Asparagus setaceus (Kunth) Jessop
- Royal Horticultural Society, Asparagus setaceus
- Missouri Botanical Garden PlantFinder, Asparagus setaceus
- NC State Extension, Asparagus setaceus (Fern Asparagus)
- Plants For A Future, Asparagus setaceus
- Wikipedia (EN), Asparagus setaceus
- Conservation Nature, Feder-Spargel (Asparagus setaceus)
Häufig gestellte Fragen
Ist Feder-Spargel wirklich ein Farn?
Nein. Er gehört zu den Spargelgewächsen und ist kein Farn. Seine echten Blätter sind winzige Schuppen. Das sichtbare federartige Grün besteht aus Kladodien, abgeflachten Sprossen, die die Blattfunktion übernehmen.
Ist Feder-Spargel für Katzen und Hunde giftig?
Die Beeren enthalten Sapogenine, steroidale Saponine, die beim Verschlucken Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen verursachen. Saft und Kladodien können bei empfindlichen Personen außerdem eine Kontaktdermatitis auslösen.
Warum tragen manche Triebe Dornen und andere nicht?
Gebogene Dornen erscheinen vor allem an älteren oder kletternden Trieben und dienen dem Festhalten an einer Stütze. Junge, frisch aus Stecklingen entstandene Triebe haben oft noch keine.
Wie unterscheidet sich Feder-Spargel von Asparagus densiflorus?
Asparagus setaceus bildet sehr feine Kladodien in flachen Fächern. Bei Asparagus densiflorus ‘Sprengeri’ sind sie länger und sitzen einzeln an bogig überhängenden Trieben. Das Erscheinungsbild ist eher grasartig als federartig.
Wie lässt sich Feder-Spargel einfach vermehren?
Durch Aussaat im Frühjahr nach zwölfstündigem Einweichen der Samen oder durch Teilung einer ausgewachsenen Pflanze zu Beginn der Wachstumszeit. Durch Teilung entsteht schneller eine verwendbare Pflanze.
Warum werden die Kladodien gelb und fallen ab?
Meist fehlt Wasser, die Luft nahe einer Heizung ist zu trocken oder direkte Sonne verbrennt das feine Grün. Ein heller Standort mit gefiltertem Licht begrenzt dieses Problem.
Warum wird Feder-Spargel in der Floristik verwendet?
Seine Schnitttriebe dienen seit dem 19. Jahrhundert als Begleitgrün in Blumenarrangements. Geschätzt werden ihr geringes Gewicht und ihre feine Struktur.
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Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.




