False daisy (Eclipta prostrata, (L.) L. 1771)

Eclipta prostrata ist eine einjährige krautige Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae), die aus dem gemäßigten und subtropischen Amerika stammt. Heute ist sie in fast allen tropischen und warmgemäßigten Regionen eingebürgert. Kleine weiße Blütenköpfchen und Achänen ohne Pappus kennzeichnen dieses Kraut an Ufern, Gräben und in Reisfeldern; im Ayurveda ist es als Haarpflegemittel bekannt.

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Wissenschaftlicher NameEclipta prostrata
GattungEclipta
OrdnungAsterales

False daisy, Bhringaraj und Yerba de tago

Identität
Toxizität
Ungiftig : Menschen, darunter Kinder · Unbekannt : Katzen, Hunde, Pferde und Tiere
Pflegeaufwand
Hoch
Pflanzenart
Einjährige Kräuterpflanze · Unkraut
Blattart
Laubabwerfend
Lebensdauer
Einjährig
Herkunft
Vereinigte StaatenKanadaAntillenSüdamerika
Lebensraum
Feuchte Ufer, Gräben, zeitweilige Tümpel, überflutete Reisfelder und gestörte Böden, meist unter 1.600 m
Jahresverlauf
Blütezeit
SommerHerbst
Wachstum
Ruhephase
Winterruhe
Wuchsgeschwindigkeit
8/10
Reifezeit
Blüte von Sommer bis Herbst; vollständiger Lebenszyklus in einer Saison
Vermehrung
Aussaat
Klima & Wasser
Tolerierter Temperaturbereich
Winterhärte
Windverträglichkeit
Achänen ohne Pappus, kaum Windverbreitung
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Nein
Boden
Boden-pH-Wert
Bodenarten
Feuchter Boden, Uferboden, Ackerboden, Gestörter Boden
Salzhaltiger Boden
Wird nicht vertragen
Licht & Standort
Lichtverhältnisse

Volle Sonne

Täglich einige Stunden direkte Sonne ermöglichen, vorzugsweise morgens oder abends.

Volle Sonne, verträgt leichten Halbschatten
Außenbereich
Flussberge, Grabenrand, Straßenrand, Beckenrand
Erscheinungsbild
Höhe15–60 cmBreite20–60 cm
Blätter
Grün
Eclipta prostrata: Herkunft und Verwendung — blätter 1
Eclipta prostrata: Herkunft und Verwendung — blätter 2
Eclipta prostrata: Herkunft und Verwendung — blätter 3
Eclipta prostrata: Herkunft und Verwendung — blätter 4
Eclipta prostrata: Herkunft und Verwendung — blätter 5
Blüten
WeißGröße0.6–0.8 cm
Eclipta prostrata: Herkunft und Verwendung — blüten 1
Eclipta prostrata: Herkunft und Verwendung — blüten 2
Eclipta prostrata: Herkunft und Verwendung — blüten 3
Eclipta prostrata: Herkunft und Verwendung — blüten 4
Eclipta prostrata: Herkunft und Verwendung — blüten 5
Früchte
Braun
Eclipta prostrata: Herkunft und Verwendung — früchte 1
Eclipta prostrata: Herkunft und Verwendung — früchte 2
Eclipta prostrata: Herkunft und Verwendung — früchte 3
Eclipta prostrata: Herkunft und Verwendung — früchte 4
Wuchsform
Eclipta prostrata: Herkunft und Verwendung — wuchsform 1
Eclipta prostrata: Herkunft und Verwendung — wuchsform 2
Eclipta prostrata: Herkunft und Verwendung — wuchsform 3
Eclipta prostrata: Herkunft und Verwendung — wuchsform 4
Eclipta prostrata: Herkunft und Verwendung — wuchsform 5
Rinde
Grün
Eclipta prostrata: Herkunft und Verwendung — rinde 1
Eclipta prostrata: Herkunft und Verwendung — rinde 2
Eclipta prostrata: Herkunft und Verwendung — rinde 3
Eclipta prostrata: Herkunft und Verwendung — rinde 4
Eclipta prostrata: Herkunft und Verwendung — rinde 5

Weltweite Verbreitung

Das natürliche Areal umfasst das gemäßigte und subtropische Amerika vom südlichen Kanada und den USA über die Antillen bis Chile. Früh außerhalb dieses Gebiets eingeführt, ist die Art heute in nahezu allen tropischen und warmgemäßigten Regionen eingebürgert und wird dort oft für einheimisch gehalten.

  • Heimisch4
  • Eingeführt4
  • Vereinigte Staaten
  • Kanada
  • Antillen
  • Südamerika
  • Hawaii
  • China
  • Indien
  • Australien

Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1

Identität

Eclipta prostrata (Eclipta prostrata (L.) L., 1771) gehört als einjährige krautige Pflanze zur Gattung Eclipta in der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Linné beschrieb die Art zunächst 1753 als Verbesina prostrata und stellte sie 1771 selbst in die Gattung Eclipta. 1 3

Das griechische ekleipein, „fehlen“ oder „ausbleiben“, lieferte den Gattungsnamen. Gemeint ist das vollständige Fehlen eines Pappus an den Achänen. Dieses bei Korbblütlern seltene Merkmal unterscheidet Eclipta von den meisten Verwandten mit federartigen Flugfrüchten und verhindert deren typische Windverbreitung. 5

Im Englischen heißt die Pflanze false daisy, im indischen Ayurveda Bhringaraj. Dort dienen Blattextrakte seit Langem als traditionelles Mittel zur Pflege der Kopfhaut. Diese Bezeichnungen begegnen deshalb häufig in Texten über die Nutzung der Art. 2

Erkennungsmerkmale

Aufrechte, aufsteigende oder niederliegende Stängel erreichen gewöhnlich 15 bis 60 cm, bei besonders feuchten Bedingungen gelegentlich 1 m. Werden die Stängel geschnitten oder gequetscht, schwärzen sie sich an der Luft innerhalb weniger Minuten. Diese schnelle Verfärbung des Saftes erklärt die alte Verwendung als Färbepflanze. 4 2

Die gegenständigen, lanzettlichen und fein gezähnten Blätter werden 3 bis 10 cm lang und nur 0,5 bis 2,5 cm breit. Ihre dicht behaarte Oberfläche fühlt sich rau an. Das lässt sich draußen auch ohne Lupe überprüfen und ergänzt die sichtbaren Blattmerkmale. 4

Weiße Blütenköpfchen von 6 bis 8 mm Durchmesser tragen jeweils zwei Reihen Zungenblüten um zahlreiche zentrale Röhrenblüten. Daraus entstehen gerippte, etwa 2,8 mm lange Achänen ohne jeden Pappus. Ihnen fehlt somit der federartige Flugapparat; ihre Ausbreitung erfolgt überwiegend mit Wasser und Schlamm. 6 5

Taxonomie

Als gültigen Namen verwendet Plants of the World Online Eclipta prostrata (L.) L., veröffentlicht 1771 in Mantissa Plantarum. Das wichtigste Synonym ist Eclipta alba (L.) Hassk.. Dieser Name ist bis heute besonders in der indischen und chinesischen medizinischen Literatur verbreitet. 1 3

Regionale Floren führen weitere Synonyme:

  • Eclipta erecta L., ein weiterer Artname;
  • Eclipta alba var. erecta Miq., ein Name auf Varietätsebene;
  • Verbesina prostrata L., das Basionym;
  • Cotula prostrata (L.) L., eine weitere Kombination.

All diese Namen bezeichnen dieselbe Pflanze wie Eclipta prostrata. Für Literaturrecherchen bleibt der akzeptierte Name der feste Ausgangspunkt. Weil indische wie chinesische Autoren einen beträchtlichen Teil der pharmakologischen Literatur weiterhin unter Eclipta alba veröffentlichen, müssen beide Namen berücksichtigt werden, um einschlägige Arbeiten zu finden. 1

Lebensraum und Verbreitung

Vom südlichen Kanada und den Vereinigten Staaten über die Antillen bis nach Chile erstreckt sich das natürliche Verbreitungsgebiet im gemäßigten und subtropischen Amerika. 3 1

Die früh außerhalb dieses Areals eingeführte Art ist heute in beinahe allen tropischen und warmgemäßigten Regionen eingebürgert. In Asien wird sie häufig für einheimisch gehalten; ihr amerikanischer Ursprung überrascht deshalb selbst bei botanischen Beobachtungen im Gelände. 3

Offene feuchte Standorte wie Flussufer, Gräben, zeitweilige Tümpel, Straßenränder und überflutete Reisfelder werden besiedelt, meist unter 1.600 m Höhe. Damit unterscheidet sich ihr bevorzugter Standort von dem typischer Gebirgsunkräuter. Der Atlas of Florida Plants stuft sie als fakultative Feuchtgebietspflanze ein: Sie wächst überwiegend auf vernässtem Boden, ist aber weniger strikt daran gebunden als eine obligate Feuchtgebietsart. 4

Lebenszyklus und Vermehrung

Innerhalb einer einzigen Saison folgen Keimung, schnelles Wachstum, Blüte vom Sommer bis zum Herbst, Fruchtbildung und Absterben vor dem Winter aufeinander. Die Keimung hängt stärker von der Bodenfeuchtigkeit als von einem streng jahreszeitlichen Auslöser ab. 2

Ohne Flugapparat haften die Achänen an feuchtem Schlamm, am Gefieder von Wasservögeln und an landwirtschaftlichen Geräten. Nach einer Einführung kann Eclipta prostrata so binnen weniger Saisons neue Gräben oder Reisfelder besiedeln. Die benachbarten trockenen Flächen bleiben dagegen ungeeignet, was das räumliche Muster der Ausbreitung erklärt. 5

Für Sammlungen oder gärtnerische Versuche wird im Frühjahr geschützt ausgesät und das Saatgut nur knapp bedeckt. Einzelne Sämlinge werden erst nach den letzten Frösten ausgepflanzt. Junge Pflanzen überleben die Kälte andernfalls nicht. 2

Verwendung und Risiken

Medizinische Anwendungen nehmen in der verfügbaren Literatur deutlich mehr Raum ein als die eher beiläufig beschriebenen Nutzungen als Gemüse oder Farbstoff. Im Ayurveda dienen Blattextrakte als Lebertonikum und traditionelles Mittel gegen Haarausfall. Die indische pharmazeutische Industrie soll jährlich mehr als 2.000 Tonnen der Pflanze verbrauchen. 2

Die ganze Pflanze enthält Alkaloide, darunter Nikotin und Ecliptin, außerdem Coumestane und Flavonoide. Diese Inhaltsstoffe stehen im Zusammenhang mit ihrer alten Anwendung bei Hauterkrankungen wie Ekzemen. Aus der traditionellen Verwendung allein folgt dabei keine weitergehende Aussage zur klinischen Wirksamkeit. 2

Für Menschen ist kein toxisches Risiko dokumentiert. Junge Triebe werden in mehreren südostasiatischen Küchen als gekochtes Gemüse gegessen. Der schwärzliche Saft dient traditionell zum Färben der Haare und als Pigment für vorübergehende Tätowierungen. 2

Landwirtschaftlich ist Eclipta prostrata in mehreren asiatischen Regionen als Beikraut von Reisfeldern und Bewässerungskulturen bekannt. Sie konkurriert mit Reis um Wasser und Nährstoffe, zählt jedoch nicht zu den problematischsten Unkräutern. Schon eine vorübergehende Entwässerung zwischen zwei Anbauzyklen reicht aus, um ihre Vermehrung zu begrenzen. 2

Sorten und ähnliche Pflanzen

Anerkannte gärtnerische Sorten fehlen bei dieser Wild- und Heilpflanze. Eine Auslese für Zierzwecke hat nicht stattgefunden. 2

Besonders leicht wird sie mit Bidens pilosa und Bidens frondosa verwechselt, zwei weißblütigen Beikräutern derselben feuchten Brachflächen. Deren Achänen tragen jedoch, anders als bei Eclipta prostrata, mit bloßem Auge sichtbare Grannen mit Widerhaken. 6

In Asien kann der Name Bhringaraj mehrere Pflanzen bezeichnen. Dazu gehört Wedelia calendulacea, eine nahe Verwandte aus der Familie der Korbblütler mit gelben statt weißen Zungenblüten. Hier liefert bereits die Farbe der Blütenköpfchen ein unmittelbar sichtbares Unterscheidungsmerkmal. 3

Entscheidend ist die Verbindung zweier Merkmale: weiße Blütenköpfchen von 6 bis 8 mm und Achänen ganz ohne Pappus. Bei benachbarten Bidens-Arten stehen dem die Grannen mit Widerhaken gegenüber. Kein anderes häufiges pantropisches Beikraut feuchter Böden vereint diese beiden Merkmale.

Hauptquellen

Häufig gestellte Fragen

Ist Eclipta prostrata giftig?

Für Menschen, Katzen und Hunde ist keine Giftigkeit dokumentiert. Junge Triebe werden in mehreren südostasiatischen Küchen sogar als gekochtes Gemüse gegessen.

Warum schwärzt sich ein angeschnittener Stängel?

Der Pflanzensaft reagiert mit Luft und wird rasch blauschwarz. Diese natürliche Reaktion erklärt die traditionelle Verwendung als Haarfärbemittel und Pigment für vorübergehende Tätowierungen.

Wie unterscheidet sich Eclipta prostrata von Bidens-Arten?

Am zuverlässigsten sind die Achänen. Bei Eclipta prostrata sind sie gerippt und völlig ohne Pappus; bei Bidens tragen sie deutlich sichtbare, mit Widerhaken besetzte Grannen.

Woher stammt Eclipta prostrata?

Ihr natürliches Areal reicht durch das gemäßigte und subtropische Amerika vom südlichen Kanada bis Chile. Heute ist sie in fast allen tropischen und warmgemäßigten Regionen der Erde eingebürgert.

Wie wird die Pflanze traditionell medizinisch verwendet?

Im Ayurveda heißt sie Bhringaraj und dient seit Jahrhunderten als Leber- und Haarpflegemittel. Auch die chinesische Arzneikunde nutzt sie wegen ihrer zusammenziehenden und als reinigend geltenden Eigenschaften.

Sind Eclipta alba und Eclipta prostrata verschiedene Pflanzen?

Nein. Eclipta alba ist ein Synonym von Eclipta prostrata und wird in der indischen und chinesischen pharmakologischen Literatur weiterhin häufig verwendet. Plants of the World Online akzeptiert Eclipta prostrata.

Warum haben ihre Achänen keinen Pappus?

Das ist ein für die Gattung Eclipta typisches, bei Korbblütlern seltenes Merkmal. Ohne federartigen Flugapparat verbreiten sich die Achänen vor allem mit Wasser, Schlamm und vorbeiziehenden Tieren.

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Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.