Floating club-rush (Isolepis fluitans, (L.) R.Br. 1810)

Isolepis fluitans ist ein kleines aquatisches Sauergras aus der Familie der Cyperaceae in ruhigen, sauren Süßgewässern der Alten Welt, darunter Europa und Frankreich. Sehr feine, grasartige Triebe schwimmen oder kriechen an der Oberfläche flacher Tümpel. Winzige endständige Ährchen stehen in der Achsel eines Tragblatts. Die als ungiftig beschriebene Pflanze zeigt nährstoffarme, saure Gewässer von Heiden und Mooren an.

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Wissenschaftlicher NameIsolepis fluitans
GattungIsolepis
OrdnungPoales

Floating club-rush und Floating scirpus

Identität
Toxizität
Ungiftig : Menschen, Katzen, Hunde und Pferde
Pflegeaufwand
Niedrig
Pflanzenart
Wasserpflanze · Kräuterlebhaft
Blattart
Laubabwerfend
Lebensdauer
Mehrjährig
Herkunft
FrankreichVereinigtes KönigreichIrlandBelgienMadagaskarKeniaIndienNeuseelandAustralien
Lebensraum
Saure, stehende oder langsam fließende Süßgewässer; Heidetümpel, Gräben, Moorränder und flache Lagunen
Jahresverlauf
Jahreszeit
Sommer
Wachstum
Ruhephase
Winterruhe
Wuchsgeschwindigkeit
5/10
Reifezeit
Sommerblüte ab der ersten etablierten Saison
Vermehrung
Teilung, Aussaat
Klima & Wasser
Winterhärte
Windverträglichkeit
Nicht relevant, durch das Wasser geschützte Wasserpflanze
Luftfeuchtigkeit
90–100 %
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Nein
Boden
Boden-pH-Wert
Bodenarten
Mineralboden, Ton
Salzhaltiger Boden
Wird nicht vertragen
Licht & Standort
Lichtverhältnisse

Volle Sonne

Volles Licht bis lichter Halbschatten auf dem Wasser
Außenbereich
Beckenrand, Feuchter Garten
Pflanzgefäße
Pflanzgefäß
Erscheinungsbild
Höhe5–15 cmBreite20–60 cm
Blätter
Grün
Isolepis fluitans: Herkunft und Verwendung — blätter 1
Isolepis fluitans: Herkunft und Verwendung — blätter 2
Isolepis fluitans: Herkunft und Verwendung — blätter 3
Isolepis fluitans: Herkunft und Verwendung — blätter 4
Isolepis fluitans: Herkunft und Verwendung — blätter 5
Blüten
Isolepis fluitans: Herkunft und Verwendung — blüten 1
Isolepis fluitans: Herkunft und Verwendung — blüten 2
Isolepis fluitans: Herkunft und Verwendung — blüten 3
Isolepis fluitans: Herkunft und Verwendung — blüten 4
Isolepis fluitans: Herkunft und Verwendung — blüten 5
Früchte
Isolepis fluitans: Herkunft und Verwendung — früchte 1
Isolepis fluitans: Herkunft und Verwendung — früchte 2
Isolepis fluitans: Herkunft und Verwendung — früchte 3
Isolepis fluitans: Herkunft und Verwendung — früchte 4
Isolepis fluitans: Herkunft und Verwendung — früchte 5
Wuchsform
Isolepis fluitans: Herkunft und Verwendung — wuchsform 1
Isolepis fluitans: Herkunft und Verwendung — wuchsform 2
Isolepis fluitans: Herkunft und Verwendung — wuchsform 3
Isolepis fluitans: Herkunft und Verwendung — wuchsform 4
Isolepis fluitans: Herkunft und Verwendung — wuchsform 5
Rinde
Grün
Isolepis fluitans: Herkunft und Verwendung — rinde 1
Isolepis fluitans: Herkunft und Verwendung — rinde 2

Weltweite Verbreitung

Das natürliche Areal von Isolepis fluitans umfasst große Teile der gemäßigten Alten Welt, von West- und Mitteleuropa über Afrika, Madagaskar und das gemäßigte Asien bis Ozeanien und Neuseeland. In Frankreich und dem atlantischen Europa besiedelt die Art saure Tümpel und Moore. Örtlich ist sie selten und durch Entwässerung von Feuchtgebieten zurückgegangen.

  • Heimisch9
  • Europäisches Frankreich
  • Großbritannien
  • Irland
  • Belgien
  • Madagaskar
  • Kenia
  • Indien (Assam)
  • Neuseeland
  • Australien

Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1

Identität

Isolepis fluitans (Isolepis fluitans (L.) R.Br., 1810) ist ein kleines aquatisches Sauergras der Gattung Isolepis in der Familie der Cyperaceae, zu der auch Seggen und Zypergräser gehören. Diese zarte, unscheinbare Pflanze saurer Süßgewässer fällt weniger durch Schmuckwirkung als durch ihre enge Bindung an einen besonderen Lebensraum auf. 1 3

Über weite Teile der gemäßigten Alten Welt verbreitet, besiedelt die Art auch in Europa und Frankreich saure Tümpel und Moore. Sie gilt als ungiftig, hat keine bedeutende Nutzung als Nahrungs- oder Zierpflanze und ist botanisch vor allem als Zeiger nährstoffarmer, intakter Gewässer interessant. 4 6

Erkennung

An sehr feinen Trieben lässt sich Isolepis fluitans zuerst erkennen. Die weichen, grasartigen Achsen schwimmen oder kriechen an der Oberfläche ruhiger Gewässer, statt einen starren aufrechten Horst zu bilden. Sie wurzeln an den Knoten und bilden lockere Teppiche, anders als streng aufrechte Sauergräser. 4 1

Der Blütenstand ist ebenso unscheinbar: Einzelne winzige Ährchen sitzen endständig in der Achsel eines kurzen Tragblatts. Wie bei anderen Cyperaceae enthalten sie reduzierte Blüten ohne auffällige Kronblätter. Wind und Wasser übernehmen die Bestäubung eher als Insekten. 1 3

Über der Wasseroberfläche erreicht die Pflanze selten mehr als etwa zehn Zentimeter, während ihre schwimmenden Triebe in tieferem Wasser deutlich länger werden können. Für Westaustralien werden grüne Blüten von Oktober bis Dezember, also in der sommerlichen Jahresphase der Südhalbkugel, angegeben. 4 6

Nützliche Taxonomie

Zunächst beschrieb Linné 1753 die Art als Scirpus fluitans L.; Robert Brown stellte sie 1810 zu Isolepis. Heute gilt Isolepis fluitans (L.) R.Br. als akzeptierter Name. Die Gattung gehört zu den Cyperaceae innerhalb der Poales. Durch mehrfache Gattungswechsel sind zahlreiche ältere Namen überliefert; wichtige Synonyme sind:

  • Scirpus fluitans L. – wissenschaftliches Synonym
  • Eleogiton fluitans (L.) Link – wissenschaftliches Synonym
  • Eleocharis fluitans (L.) Hook. – wissenschaftliches Synonym
  • Schoenoplectus fluitans (L.) Palla – wissenschaftliches Synonym
  • Cyperus fluitans (L.) Missbach & E.H.L.Krause – wissenschaftliches Synonym

Der akzeptierte wissenschaftliche Name Isolepis fluitans und sein Basionym Scirpus fluitans von Linné geben eine stabile Orientierung. Daneben wurden mehrere infraspezifische Varietäten unter diesem Namen anerkannt, vor allem außerhalb Europas. 1 2

Lebensraum und Verbreitung

In der gemäßigten Alten Welt reicht das natürliche Areal von Isolepis fluitans von West- und Mitteleuropa über Afrika, Madagaskar und das gemäßigte Asien bis nach Ozeanien und Neuseeland. Die Art wird dem gemäßigten Biom zugeordnet und als Helophyt ruhiger Süßgewässer geführt. 1 6

Kennzeichnend sind flache, stehende oder langsam fließende saure Gewässer in Heidetümpeln, Gräben, an Moorrändern, in Lagunen und Entwässerungsrinnen. Australische Nachweise nennen schlammige Sümpfe und feuchte Senken auf Sand und tonigem Lehm. Die Bindung an saures, nährstoffarmes Wasser macht die Art zum Zeiger oligotropher Lebensräume. 4 3

Im atlantischen Europa und in Frankreich kommt die Art vor, ist jedoch örtlich selten. Entwässerung und Eutrophierung zerstören die nährstoffarmen sauren Tümpel, auf die sie angewiesen ist. Ihr Rückgang begleitet damit den Verlust ihrer Heide- und Moorlebensräume. 3 6

Lebenszyklus und Vermehrung

Je nach Lebensraum wird Isolepis fluitans als Helophyt oder einjährige Pflanze beschrieben; für Australien wird sie auch als ausdauernd und rhizombildend angegeben. Diese Veränderlichkeit ist bei kleinen aquatischen Cyperaceae häufig. In gemäßigtem Klima liegt das Wachstum vor allem in der warmen Jahreszeit, wenn feine Triebe die Wasseroberfläche bedecken. 1 4

Zwei Vermehrungswege ergänzen sich. Geschlechtlich entstehen in den winzigen Ährchen kleine trockene Früchte, Achänen, die das Wasser verbreitet und die neue Tümpel besiedeln können. Vegetativ erweitern an den Knoten wurzelnde Triebe den Bestand zu schwimmenden Teppichen. So kann ein Individuum die Oberfläche ohne Samen weiter besetzen. 4 1

Für die Vermehrung im Wassergarten lässt sich dieser natürliche Vorgang nachahmen: Im Frühjahr werden bewurzelte Bestände geteilt und Triebabschnitte mit Wurzeln an den Knoten eingesetzt. Aussaat in sauren Schlamm ist möglich, jedoch langsamer und unsicherer. Nährstoffreiche Substrate und Dünger sollten auch beim Anwachsen vermieden werden. 5 3

Nutzen und Risiken

Wirtschaftlich besitzt Isolepis fluitans keine bedeutende Nutzung; sie ist weder Nahrungspflanze noch auffällige Zierpflanze. Ihr Wert liegt vor allem im ökologischen Zusammenhang saurer Tümpel und als Zeiger ihres Erhaltungszustands. Einige Liebhaber kultivieren sie in Moorgefäßen oder am Rand saurer Teiche als Nachbildung eines Heidetümpels. 5 4

Gesundheitlich wird Isolepis fluitans als ungiftig beschrieben: Für Menschen und Tiere sind keine nennenswerten Giftstoffe gemeldet, passend zum allgemeinen Profil aquatischer Cyperaceae. Die wesentliche Gefährdung betrifft die Pflanze selbst. Empfindlich gegen Eutrophierung und Entwässerung, verschwindet sie bei Nährstoffanreicherung oder Austrocknung des Tümpels. 6 3

Varietäten, Verwechslungen und verwandte Pflanzen

Zierpflanzensorten sind bei Isolepis fluitans nicht üblich. Beschriebene Formen sind botanische Varietäten, besonders außerhalb Europas, keine gärtnerischen Auslesen. Die Orientierung erfolgt daher über den Artnamen und nicht über einen Gartensortennamen. 1 2

Verwechslungen betreffen vor allem andere kleine aquatische Sauergräser und Binsen mit zarten Trieben:

  • Isolepis cernua, ein weiteres kleines Sauergras feuchter Standorte;
  • Eleocharis, Sumpfbinsen mit feinen aufrechten Trieben in flachem Wasser;
  • Juncus bulbosus, die Zwiebel-Binse, häufig in denselben sauren Tümpeln.

Als verlässlichste Kombination gelten schwimmende, feine und an den Knoten wurzelnde Triebe zusammen mit dem Standort in saurem, nährstoffarmem Wasser. Diese Merkmale helfen, ein kleines aquatisches Sauergras als Isolepis fluitans zu bestimmen. 4 3

Hauptquellen

Häufig gestellte Fragen

Ist Isolepis fluitans giftig?

Für Isolepis fluitans ist weder bei Menschen noch bei Tieren Giftigkeit dokumentiert. Wie bei vielen aquatischen Cyperaceae sind keine nennenswerten Giftstoffe gemeldet.

Wo wächst Isolepis fluitans natürlich?

Die Art besiedelt saure, stehende oder langsam fließende Süßgewässer in Heidetümpeln, Gräben und an Moorrändern. Ihr natürliches Areal umfasst Europa einschließlich Frankreichs, Afrika, das gemäßigte Asien und Ozeanien.

Warum ist Isolepis fluitans in Frankreich selten?

Die Art braucht saure, nährstoffarme Lebensräume, die empfindlich geworden sind. Entwässerung und Nährstoffeinträge haben diese Gewässer zurückgedrängt und die Pflanze örtlich selten werden lassen.

Lässt sich Isolepis fluitans im Gartenteich halten?

Ja, am Teichrand oder in einem flachen Gefäß mit saurem Wasser, sofern dieses weich, nährstoffarm und gut belichtet ist. Die Art passt eher zu Moorpflanzen als zu großen Sumpfpflanzen.

Woran erkenne ich Isolepis fluitans?

An sehr feinen Trieben, die auf der Oberfläche schwimmen oder kriechen, an den Knoten wurzeln und winzige endständige Ährchen in der Achsel eines kurzen Tragblatts tragen. Die Pflanze bleibt niedrig und zart.

Wie vermehre ich Isolepis fluitans?

Am einfachsten durch Teilung bewurzelter Bestände im Frühjahr. Triebabschnitte mit Wurzeln werden neu eingesetzt. Die Aussaat von Achänen in sauren Schlamm ist möglich, dauert aber länger.

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Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.