Aluminiumpflanze (Pilea cadierei, Gagnep. & Guillaumin 1939)

Pilea cadierei ist eine ausdauernde krautige Pflanze der Urticaceae aus Südchina und Vietnam. Ihre dunkelgrünen Blätter tragen silbrige Bänder mit metallischem Glanz. Die kompakte, pflegeleichte Art ist eine beliebte Zimmerpflanze und gilt für Katzen, Hunde und Pferde als ungiftig.

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Wissenschaftlicher NamePilea cadierei
GattungPilea
OrdnungRosales

Aluminiumpflanze, Vietnamesische Kanonierblume, Cadières Kanonierblume, Aluminium plant und Watermelon pilea

Identität
Toxizität
Ungiftig : Katzen, Hunde und Pferde
Pflegeaufwand
Niedrig
Blattart
Immergrün
Lebensdauer
Mehrjährig
Herkunft
ChinaVietnam
Lebensraum
Feuchter, schattiger Unterwuchs subtropischer Wälder mittlerer Höhenlagen
Jahresverlauf
Blütezeit
FrühlingSommer
Wachstum
Ruhephase
Keine Ruhephase
Wuchsgeschwindigkeit
6/10
Reifezeit
Bei guter Kultur in einer Saison ein dichter Horst
Vermehrung
Stecklingsvermehrung von Stängeln mit Knoten, Teilung
Klima & Wasser
Temperatur
Winterhärte
Windverträglichkeit
Im Topf gering, geschützt aufstellen
Luftfeuchtigkeit
50–70 %
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Nein
Boden
Boden-pH-Wert
Bodenarten
Erde für Zimmerpflanzen, Durchlässige Erde
Salzhaltiger Boden
Wird nicht vertragen
Licht & Standort
Lichtverhältnisse
Helles, indirektes Licht
Innenbereich
Wohnzimmer, Helles Zimmer, Helles Badezimmer
Abstand zum Fenster
~ 60 cm von einem Ost- oder Westfenster
Außenbereich
Schattiger Innenhof, Veranda
Pflanzgefäße
Abflusstopf, Terrakotta
Erscheinungsbild
Höhe20–30 cmBreite20–30 cm
Blätter
GrünWeiß
Pilea cadierei: Herkunft und Verwendung — blätter 1
Pilea cadierei: Herkunft und Verwendung — blätter 2
Pilea cadierei: Herkunft und Verwendung — blätter 3
Pilea cadierei: Herkunft und Verwendung — blätter 4
Pilea cadierei: Herkunft und Verwendung — blätter 5
Blüten
GrünWeiß
Pilea cadierei: Herkunft und Verwendung — blüten 1
Pilea cadierei: Herkunft und Verwendung — blüten 2
Pilea cadierei: Herkunft und Verwendung — blüten 3
Pilea cadierei: Herkunft und Verwendung — blüten 4
Pilea cadierei: Herkunft und Verwendung — blüten 5
Früchte
Pilea cadierei: Herkunft und Verwendung — früchte 1
Pilea cadierei: Herkunft und Verwendung — früchte 2
Wuchsform
Pilea cadierei: Herkunft und Verwendung — wuchsform 1
Pilea cadierei: Herkunft und Verwendung — wuchsform 2
Pilea cadierei: Herkunft und Verwendung — wuchsform 3
Pilea cadierei: Herkunft und Verwendung — wuchsform 4
Pilea cadierei: Herkunft und Verwendung — wuchsform 5
Rinde
Grün
Pilea cadierei: Herkunft und Verwendung — rinde 1
Pilea cadierei: Herkunft und Verwendung — rinde 2
Pilea cadierei: Herkunft und Verwendung — rinde 3
Pilea cadierei: Herkunft und Verwendung — rinde 4
Pilea cadierei: Herkunft und Verwendung — rinde 5

Weltweite Verbreitung

Das natürliche Areal von Pilea cadierei beschränkt sich auf Südchina (Guizhou und Yunnan) und Nordvietnam. Dort wächst sie in feuchtem, schattigem Unterwuchs. Als verbreitete Zimmerpflanze steht sie andernorts in Gewächshäusern oder Wohnungen; diese Kulturgebiete sind vom natürlichen Areal zu unterscheiden.

  • Heimisch2
  • China (Guizhou, Yunnan)
  • Vietnam

Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1

Identität

Pilea cadierei (Pilea cadierei Gagnep. & Guillaumin, 1939) ist eine ausdauernde krautige Pflanze der Gattung Pilea in der Familie Urticaceae. Die Bezeichnung Aluminiumpflanze bezieht sich auf ihre dunkelgrünen Blätter mit leicht gewölbten Silberbändern, die das Licht wie poliertes Metall reflektieren. 1 4

In Europa wird die Art vor allem als kompakte, pflegeleichte Zimmerpflanze für den Wohnraum geschätzt und auch als Aluminium plant angeboten. Ihre geringe Größe, das dekorative Laub und ihre Anpassungsfähigkeit begründen ihren Ruf als zuverlässige Anfängerpflanze. 2 3

Erkennung

Einen kompakten Horst von 20 bis 30 cm Höhe bildet Pilea cadierei mit fleischigen Stängeln, die zunächst aufrecht wachsen und später überhängen. Die gegenständigen, ovalen Blätter sind 5 bis 8 cm lang und dunkelgrün. Vier silbrige Bänder folgen den Hauptadern. 3 6

Unverwechselbar wirkt vor allem die Blattoberfläche: Die silbrigen Zonen sind leicht gewölbt, wodurch ein geprägtes, metallisch glänzendes Relief entsteht. Zum Blattende hin ist der Rand fein gezähnt; die Unterseite bleibt blasser grün. 2 5

Weit weniger auffällig sind die unscheinbaren Blüten: klein, grünlich und in achselständigen Zymen angeordnet, bleiben sie oft unbemerkt. Den Zierwert der Art begründet das Laub, nicht die Blüte. 4 3

Nützliche Taxonomie

Gagnepain und Guillaumin beschrieben die Art 1939 als Pilea cadierei. Das Artepitheton cadierei ehrt den Botaniker R. P. Cadière, dem die Pflanze gewidmet wurde. Die große Gattung Pilea innerhalb der Urticaceae umfasst zahlreiche schattenliebende Kräuter, von denen mehrere als Zimmerpflanzen kultiviert werden. 1 8

Zur eindeutigen Zuordnung dient der akzeptierte wissenschaftliche Name Pilea cadierei. Handelsnamen wie Minima und Silver Tree bezeichnen gärtnerische Auslesen, keine eigenständigen Arten oder botanischen Varietäten. Beim Kauf ist der wissenschaftliche Name daher aussagekräftiger als eine reine Verkaufsbezeichnung. 1 2

Lebensraum und Verbreitung

In den südchinesischen Provinzen Guizhou und Yunnan sowie in Nordvietnam liegt die Heimat von Pilea cadierei. Dort besiedelt sie den feuchten, schattigen Unterwuchs subtropischer Wälder mittlerer Höhenlagen, mit frischen Böden und feuchter Luft. 1 4

Innerhalb dieser Wälder besetzt die Art die untere Vegetationsschicht. Sie bedeckt frische Böden, Ufer und bemooste Felsen, geschützt vor direkter Sonne durch das Kronendach. Diese Lebensweise als schattenliebender Bodendecker erklärt ihre deutliche Vorliebe für gedämpftes Licht in Kultur. 3 5

Weltweit verbreitet ist sie als Zimmerpflanze, bleibt jedoch frostempfindlich. Sie verträgt keinen Frost und kann sich im Freien nur in den mildesten, frostfreien Klimaten halten. Solche Kulturgebiete sind klar vom natürlichen chinesisch-vietnamesischen Areal zu unterscheiden. 2 6

Lebenszyklus und Vermehrung

Im Frühjahr und Sommer erscheinen bei Pilea cadierei kleine grünliche Blüten in unauffälligen achselständigen Zymen. Wie bei vielen Pilea können männliche Blüten den Pollen schlagartig freisetzen, worauf der Name Kanonierblume zurückgeht. Bei dieser Art ist der Effekt allerdings wenig ausgeprägt. 4 3

Gärtnerisch überwiegt die Vermehrung durch Stängelstecklinge mit Knoten. Ein unmittelbar unter einem Knoten geschnittenes Stück bildet in Wasser oder feuchtem Substrat nach zwei bis drei Wochen erste Wurzeln. Auch die Teilung eines kräftigen Horsts beim Umtopfen liefert rasch neue Pflanzen. 2 5

Mit zunehmendem Alter verlieren die Stängel ihre unteren Blätter. Gerade deshalb sind beide Verfahren nützlich: Kopfstecklinge verjüngen die Pflanze, erneuern einen dichten Horst und erhalten Jahr für Jahr das silbrige Laub. 6 3

Nutzen und Risiken

Fast ausschließlich als Zierpflanze wird Pilea cadierei genutzt, meist als kleine Zimmerpflanze mit silbrigem Laub. In mildem, frostfreiem Klima kann sie auch im Boden als Schattenbodendecker wachsen. In mitteleuropäischen Breiten bleibt diese Nutzung eine Ausnahme. 4 2

Ein wesentlicher Vorzug ist ihre Verträglichkeit: Die ASPCA stuft die Art als ungiftig für Katzen, Hunde und Pferde ein, ohne bekannte Gefahr bei versehentlicher Aufnahme. Sie gehört damit zu den für Haushalte mit Tieren oder kleinen Kindern empfohlenen Zimmerpflanzen und unterscheidet sich darin von vielen dekorativen Araceae. 7 6

Sorten, Verwechslungen und verwandte Pflanzen

Die angebotenen Formen sind gärtnerische Auslesen. Minima bezeichnet eine kompakte Zwergform mit kleineren Blättern; Silver Tree ist eine Bezeichnung für ausgeprägt silbrig panaschierte Pflanzen, deren Status je nach Anbieter variiert. Vor dem Kauf lohnt es sich, den wissenschaftlichen Namen, die Wurzeln und die Dichte des Horsts zu prüfen. 2

Ähnlich wirken besonders andere dekorative Pilea sowie eine Vertreterin einer anderen Familie:

  • Pilea peperomioides, mit runden, schildförmigen Blättern;
  • Pilea involucrata, mit geprägten Blättern ohne deutlich abgegrenzte Silberbänder;
  • Fittonia albivenis, aus einer anderen Familie, aber mit ähnlich dekorativ geadertem Laub.

Vier gewölbte Silberbänder auf dunkelgrünem Grund und der kompakte, horstige Wuchs sind die verlässlichsten Merkmale, um eine als Aluminiumpflanze angebotene Pflanze als Pilea cadierei zu bestätigen. 3 1

Hauptquellen

Häufig gestellte Fragen

Ist Pilea cadierei giftig?

Nein. Die ASPCA stuft Pilea cadierei als ungiftig für Katzen, Hunde und Pferde ein. Sie zählt zu den für Haushalte mit Tieren geeigneten Zimmerpflanzen; bei versehentlicher Aufnahme ist keine Gefahr bekannt.

Warum verkahlt Pilea cadierei von unten?

Die Stängel verlängern sich natürlicherweise und verlieren mit dem Alter ihre unteren Blätter. Regelmäßiges Entspitzen und die Vermehrung durch Kopfstecklinge erneuern einen dichten, kompakten Horst.

Woher stammt Pilea cadierei?

Das natürliche Areal liegt in Südchina, in Guizhou und Yunnan, sowie in Nordvietnam. Dort wächst sie in feuchtem, schattigem Unterwuchs; andernorts handelt es sich um kultivierte Pflanzen.

Wie viel Licht braucht Pilea cadierei?

Helles, indirektes Licht bringt den stärksten Blattkontrast hervor. Halbschatten wird vertragen, lässt die Silberflecken aber matter wirken. Brennende direkte Sonne bleicht die Blätter aus.

Wie vermehrt man Pilea cadierei durch Stecklinge?

Schneiden Sie einen Stängel mit mindestens einem Knoten ab und stellen Sie ihn in Wasser oder feuchtes Substrat. Erste Wurzeln erscheinen nach zwei bis drei Wochen. Einfache Alternative ist die Teilung eines kräftigen Horsts.

Warum verblassen die silbrigen Blattflecken?

Zu wenig Licht oder direkte Sonne trüben die Silberbänder von Pilea cadierei. Helles indirektes Licht, erneuertes Substrat und verdünnter Dünger während der Wachstumszeit stärken den Kontrast.

Wie groß wird Pilea cadierei?

In Kultur bleibt sie mit etwa 20 bis 30 cm Höhe und ähnlicher Breite kompakt. Sie eignet sich für Tische und Fensterbänke und wird keine große Solitärpflanze.

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Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.