Chinesischer Klebsame (Pittosporum tobira, (Thunb.) W.T.Aiton 1811)

Chinesischer Klebsame (Pittosporum tobira) ist ein immergrüner Strauch der Pittosporaceae aus dem südlichen Korea sowie dem mittleren und südlichen Japan. Weltweit wird er wegen seiner glänzenden, rosettenartig angeordneten Blätter und der nach Orangenblüten duftenden Frühlingsblüte kultiviert. Eingewachsene Pflanzen vertragen sowohl salzige Gischt als auch Trockenheit.

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Wissenschaftlicher NamePittosporum tobira
GattungPittosporum
OrdnungApiales

Chinesischer Klebsame, Japanese pittosporum, Australian laurel und Japanese cheesewood

Identität
Toxizität
Ungiftig für Katzen, Hunde, Pferde; Saponine können bei Aufnahme reizen
Pflegeaufwand
Niedrig
Pflanzenart
Blattart
Immergrün
Lebensdauer
Mehrjährig
Herkunft
JapanSüdkoreaChinaTaiwan
Lebensraum
Küstenwälder, Kalkklippen und Felsfluren, Hänge und sandige Meeresufer, je nach Population bis 1.800 m
Jahresverlauf
Blütezeit
Frühling
Erntezeit
Herbst
Wachstum
Ruhephase
Keine Ruhephase
Wuchsgeschwindigkeit
6/10
Reifezeit
Endgröße nach 5 bis 10 Jahren; schon junge Pflanzen blühen
Vermehrung
Steckling, Aussaat
Klima & Wasser
Temperatur
Winterhärte
Windverträglichkeit
Hoch, verträgt Gischt und salzigen Küstenwind gut
Luftfeuchtigkeit
40–70 %
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Ja
Boden
Boden-pH-Wert
Bodenarten
Entwässerter Boden, Kalkhaltiger Boden
Salzhaltiger Boden
Wird vertragen
Licht & Standort
Lichtverhältnisse

Volle Sonne

Täglich einige Stunden direkte Sonne ermöglichen, vorzugsweise morgens oder abends.

Volle Sonne bis lichter Halbschatten
Innenbereich
Veranda, Gewächshaus
Abstand zum Fenster
Etwa 40 cm vom hellen Fenster bei geschützter Überwinterung in kaltem Klima
Außenbereich
Beet in voller Sonne, Feldhecke
Pflanzgefäße
Terrakotta, Schwerer entwässernder Topf
Erscheinungsbild
Höhe100–400 cmBreite100–300 cm
Blätter
Grün
Chinesischer Klebsame (Pittosporum tobira): Herkunft und Verwendung — blätter 1
Chinesischer Klebsame (Pittosporum tobira): Herkunft und Verwendung — blätter 2
Chinesischer Klebsame (Pittosporum tobira): Herkunft und Verwendung — blätter 3
Chinesischer Klebsame (Pittosporum tobira): Herkunft und Verwendung — blätter 4
Chinesischer Klebsame (Pittosporum tobira): Herkunft und Verwendung — blätter 5
Blüten
WeißCremeGelbGröße1–1.5 cm
Chinesischer Klebsame (Pittosporum tobira): Herkunft und Verwendung — blüten 1
Chinesischer Klebsame (Pittosporum tobira): Herkunft und Verwendung — blüten 2
Chinesischer Klebsame (Pittosporum tobira): Herkunft und Verwendung — blüten 3
Chinesischer Klebsame (Pittosporum tobira): Herkunft und Verwendung — blüten 4
Chinesischer Klebsame (Pittosporum tobira): Herkunft und Verwendung — blüten 5
Früchte
GrünBraunGröße1–1.5 cm
Chinesischer Klebsame (Pittosporum tobira): Herkunft und Verwendung — früchte 1
Chinesischer Klebsame (Pittosporum tobira): Herkunft und Verwendung — früchte 2
Chinesischer Klebsame (Pittosporum tobira): Herkunft und Verwendung — früchte 3
Chinesischer Klebsame (Pittosporum tobira): Herkunft und Verwendung — früchte 4
Chinesischer Klebsame (Pittosporum tobira): Herkunft und Verwendung — früchte 5
Wuchsform
Chinesischer Klebsame (Pittosporum tobira): Herkunft und Verwendung — wuchsform 1
Chinesischer Klebsame (Pittosporum tobira): Herkunft und Verwendung — wuchsform 2
Chinesischer Klebsame (Pittosporum tobira): Herkunft und Verwendung — wuchsform 3
Chinesischer Klebsame (Pittosporum tobira): Herkunft und Verwendung — wuchsform 4
Chinesischer Klebsame (Pittosporum tobira): Herkunft und Verwendung — wuchsform 5
Rinde
Braun
Chinesischer Klebsame (Pittosporum tobira): Herkunft und Verwendung — rinde 1
Chinesischer Klebsame (Pittosporum tobira): Herkunft und Verwendung — rinde 2
Chinesischer Klebsame (Pittosporum tobira): Herkunft und Verwendung — rinde 3
Chinesischer Klebsame (Pittosporum tobira): Herkunft und Verwendung — rinde 4
Chinesischer Klebsame (Pittosporum tobira): Herkunft und Verwendung — rinde 5

Weltweite Verbreitung

Das eng gefasste natürliche Areal von Pittosporum tobira umfasst nach Plants of the World Online das südliche Korea und das mittlere bis südliche Japan bis zu den Nansei-Inseln (Ryūkyū). Viele gärtnerische Quellen und Wikipedia beziehen Südchina (Fujian) und Taiwan ein, wo verwandte Populationen teils als eigene Varietäten behandelt werden. Außerhalb dieses Gebiets wird die Art vor allem als Zier- und Heckenstrauch an Küsten kultiviert.

  • Heimisch4
  • Eingeführt1
  • Japan
  • Südkorea
  • Südchina
  • Taiwan
  • Vereinigte Staaten (Südosten)

Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1

Identität

Chinesischer Klebsame (Pittosporum tobira (Thunb.) W.T.Aiton, 1811) ist ein immergrüner Strauch der Gattung Pittosporum aus der Familie Pittosporaceae. Dicht an den Zweigenden stehende Blattrosetten machen ihn ganzjährig erkennbar, lange vor der nur wenige Wochen dauernden Frühlingsblüte. Carl Peter Thunberg beschrieb ihn 1780 zunächst als Euonymus tobira; William Townsend Aiton stellte ihn 1811 im Hortus Kewensis in die heutige Gattung. 1 7

Der französische Name „faux-oranger“ verweist auf den süßen, an Orangenblüten erinnernden Duft, obwohl die Pflanze nicht zu den Rutaceae gehört. Im wissenschaftlichen Gattungsnamen stecken griechisch pitta, Pech, und sporos, Samen, als Hinweis auf die harzige, klebrige Samenhülle. Das Artepitheton tobira wurde aus dem japanischen tobera übernommen. International heißen die Pflanzen auch Japanese pittosporum, Australian laurel oder Japanese cheesewood. 8 7

Erkennung

Ledrige, glänzende und immergrüne Blätter stehen in dichten Rosetten an den Zweigenden. Diese Anordnung ist ganzjährig sichtbar, während Blüten und Früchte nur für wenige Wochen auffallen. Die verkehrt eiförmigen bis spatelförmigen Blätter mit oft leicht eingerolltem Rand werden 4 bis 10 cm lang; oberseits sind sie dunkler und glänzender. 3 7

An den Zweigenden öffnen sich kleine, duftende Blütenbüschel zunächst weiß und verfärben sich mit dem Altern cremefarben bis gelb. Jede Blüte besitzt fünf etwa 1 cm lange Kronblätter. Während der Frühlingsblüte ist der süße, orangenblütenähnliche Duft noch aus mehreren Metern Entfernung wahrnehmbar. 2 3

Dreikantige Kapseln reifen von Grün zu Braun und öffnen sich mit drei Klappen. Dabei werden klebrige orangefarbene bis rote Samen sichtbar. In Kultur überschreitet der Strauch selten 2,5 bis 4 m Höhe, kann in seinen ursprünglichen Wäldern jedoch 10 m erreichen und wird oft als kleiner Baum gezogen. 7 4

Nützliche Taxonomie

Botanisch akzeptiert ist Pittosporum tobira (Thunb.) W.T.Aiton aus der Familie Pittosporaceae. In Synonymie und Gartenbau begegnen mehrere Namen und Varietäten:

  • Euonymus tobira Thunb., das 1780 von Thunberg veröffentlichte Basionym;
  • Pittosporum tobira var. calvescens Ohwi, eine eigenständig akzeptierte, im Norden Taiwans endemische Varietät;
  • Pittosporum tobira var. chinense S.Kobay., ein Synonym der Typusvarietät;
  • Pittosporum tobira var. sukuraii Gowda, ein Synonym einer weiteren Nebenpopulation.

Über 200 Arten umfasst die Gattung Pittosporum, darunter nahe phylogenetische Verwandte wie Pittosporum japonicum und Pittosporum glabratum. Beim Kauf bietet der vollständige wissenschaftliche Name Pittosporum tobira die verlässlichste Orientierung, denn andere Arten der Gattung können deutlich größer werden. 1 7

Lebensraum und Verbreitung

Das eng gefasste Ursprungsgebiet umfasst nach Plants of the World Online das südliche Korea und das mittlere bis südliche Japan bis zu den Nansei-Inseln (Ryūkyū), darunter das südliche Honshū, Kyūshū und Shikoku. Viele gärtnerische Quellen schließen Südchina (Fujian) und Taiwan ein. Dortige verwandte Populationen werden jedoch teils als eigene Varietäten behandelt und nicht zum natürlichen Areal der Typusvarietät gerechnet. 1 7

An natürlichen Standorten wächst der Strauch in Küstenwäldern, an Kalkklippen und Kalkfelsaufschlüssen, an Hängen und sandigen Meeresufern, je nach Population bis 1.800 m Höhe. Die ständige Salzbelastung an direkt von Gischt getroffenen Klippen erklärt seine gärtnerisch geschätzte Verträglichkeit von Meereswind und magerem Boden. 5 7

Außerhalb des Ursprungsgebiets dient Pittosporum tobira vor allem als Hecke oder Sichtschutz an Küsten, etwa in Frankreich, Spanien und im Süden der Vereinigten Staaten. Seine Winterhärte wird den USDA-Zonen 8 bis 11 zugeordnet. An manchen Küstenstandorten Floridas hat er sich an Waldrändern eingebürgert, ohne als regulierte invasive Art eingestuft zu sein. 3 4

Lebenszyklus und Vermehrung

Im Frühjahr, meist im April und Mai, erscheinen die Blüten am vorjährigen Holz. Ein später Schnitt im ausgehenden Frühjahr oder Sommer entfernt viele Knospen für die nächste Saison und verringert die Blüte entsprechend, besonders bei jungen Pflanzen. Dies ist die häufigste Ursache schwach blühender Sträucher. 2 4

Baumschulen vermehren die Art überwiegend durch halbverholzte Stecklinge, die im Sommer von bereits teilweise verholzten Zweigen geschnitten werden und innerhalb weniger Wochen wurzeln. Eine Aussaat im beheizten Frühbeet gegen Winterende ist ebenfalls möglich, erhält aber nicht sicher die Merkmale benannter Sorten wie Variegatum. 5 3

Als rasch beschreiben die meisten gärtnerischen Quellen das Wachstum, deutlich schneller als bei vergleichbaren Duftsträuchern wie Osmanthus. Die ausgewachsene Gestalt wird meist nach 5 bis 10 Jahren erreicht. Dieses Tempo macht die Art für schnell blickdichte Hecken beliebt. 3

Nutzen und Risiken

Zierpflanzungen reichen von Windschutz- und Sichtschutzhecken über Küstenbeete bis zu Solitärsträuchern nahe einer Terrasse, wo ihr Duft wahrnehmbar ist. Das ledrige Laub und die Salzverträglichkeit erklären ihre Beliebtheit in Meeresgärten, in denen viele andere immergrüne Sträucher unter Gischt ihre Blätter verlieren. 2 5

Die ASPCA stuft Pittosporum tobira für Katzen, Hunde und Pferde als ungiftig ein. Blätter und Früchte enthalten dennoch Saponine, die bei Aufnahme größerer Mengen den Verdauungstrakt reizen können. Diese Vorsicht ist von einer Einstufung als giftige Pflanze zu unterscheiden. 6 5

Beim Zerreiben riechen Blätter und Zweige unangenehm, beinahe käseartig. Der Geruch weist weder auf eine Krankheit noch auf einen Schädling hin. Auf dieses Merkmal beziehen sich der japanische Name tobera, „Türbaum“, und der englische Name cheesewood. 7 8

Sorten, Verwechslungen und verwandte Pflanzen

Variegatum trägt cremeweiß gerandetes Laub und erhielt wie die Wildform den Award of Garden Merit der Royal Horticultural Society. Nanum, oft als Wheeler's Dwarf angeboten, ist eine kompakte Zwergform für niedrige Einfassungen. Miss Muffet bezeichnet eine jüngere, rundlich wachsende Auslese für die Topfkultur. 2 4

Am häufigsten kommen folgende Verwechslungspartner infrage:

  • Pittosporum undulatum, größer und mit gewellten Blatträndern, in mehreren Einführungsgebieten als invasiv angesehen;
  • Pittosporum eugenioides, aus Neuseeland, mit schmaleren, gewellten Blättern;
  • Ligustrum vulgare, Gewöhnlicher Liguster, mit ähnlichem Heckenwuchs und gebündelten weißen Blüten, dessen Laub im Unterschied zum Klebsamen giftig ist.

Zwei Merkmale trennen Klebsamen sicher vom Liguster: die dichten Blattrosetten, die Liguster nie bildet, und der für Pittosporum typische käseartige Geruch beim Zerreiben. Für Haustiere ist Liguster im Gegensatz zum Klebsamen giftig. Beim Pflanzen einer Hecke neben einem an Pflanzen knabbernden Hund oder einer Katze zählt diese Unterscheidung ebenso wie die botanische Bestimmung. 7 3

Hauptquellen

Häufig gestellte Fragen

Ist Chinesischer Klebsame für Katzen und Hunde giftig?

Nein. Die ASPCA stuft Pittosporum tobira für Katzen, Hunde und Pferde als ungiftig ein. Blätter und Früchte enthalten jedoch Saponine, die bei Aufnahme größerer Mengen den Verdauungstrakt reizen können.

Warum blüht mein Chinesischer Klebsame nicht?

Die häufigste Ursache ist ein zu später Rückschnitt, der das im Vorjahr gebildete Holz mit den Blütenknospen entfernt. Auch junge oder tiefschattig stehende Pflanzen blühen weniger regelmäßig.

Warum riecht Chinesischer Klebsame beim Schneiden unangenehm?

Zerriebene Blätter und Zweige riechen unangenehm, fast käseartig. Das ist kein Krankheitszeichen. Darauf geht der japanische Name tobera, Türbaum, zurück; früher hängte man Zweige zum Abwehren böser Geister an Eingänge.

Verträgt Chinesischer Klebsame einen Platz am Meer?

Ja, das ist eine seiner wesentlichen Eigenschaften. Das ledrige Laub verträgt Gischt und salzigen Wind gut. Deshalb ist die Art ein klassischer Strauch für Küstenhecken und küstennahe Pflanzungen.

Welche Pflanzen ähneln Chinesischem Klebsamen?

Häufig verwechselt werden Pittosporum undulatum mit größerem Wuchs und gewellten Blättern, der schmalblättrigere Pittosporum eugenioides sowie Gewöhnlicher Liguster (Ligustrum vulgare) mit ähnlichem Heckenwuchs und gebündelten weißen Blüten.

Wie unterscheidet sich Variegatum von der Wildform?

Variegatum trägt cremeweiß gerandete Blätter, die heller wirken, wächst aber oft etwas schwächer als die Wildform. Beide erhielten den Award of Garden Merit der Royal Horticultural Society.

Welche Mindesttemperatur verträgt Chinesischer Klebsame?

Gut eingewachsene Pflanzen vertragen nach den Quellen kurzzeitigen Frost bis etwa −10 °C. Junge und im Topf kultivierte Exemplare sind empfindlicher und brauchen Winterschutz.

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Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.