American black nightshade (Solanum americanum, )
Solanum americanum (Solanum americanum) ist ein einjähriges krautiges Nachtschattengewächs der Solanaceae aus Amerika. Heute kommt es in den meisten Tropengebieten und vielen gemäßigten Regionen vor. Auf die weißen Sternblüten folgen kleine kugelige Beeren, die grün beginnen und glänzend schwarz reifen. In mehreren Küchen wird die Pflanze unter der Bezeichnung Brède gekocht als Blattgemüse gegessen. Roh bleibt sie giftig, besonders ihre grünen Früchte.
WeiterlesenAmerican black nightshade, Glossy nightshade und Small-flowered nightshade






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Weltweite Verbreitung
Nach Plants of the World Online umfasst das natürliche Areal den amerikanischen Kontinent vom südlichen Kanada bis zu den tropischen und subtropischen Regionen Amerikas. Manche regionalen Floren erweitern es auf Melanesien, Neuguinea und Australien. Australische Behörden dokumentieren die Art dagegen als eingeführt; diese Frage bleibt je nach Quelle umstritten.
- Heimisch3
- Eingeführt2
- Kanada
- Vereinigte Staaten
- Brasilien
- Australien
- Europäisches Frankreich einschließlich Korsikas
Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1
Identität
Solanum americanum (Solanum americanum Mill., 1768) ist eine einjährige krautige Pflanze der Gattung Solanum aus der Familie der Solanaceae. Im Raum des Indischen Ozeans heißt sie auch Brède morelle. Plants of the World Online akzeptiert den Namen seit seiner Veröffentlichung durch den schottischen Botaniker Philip Miller im Jahr 1768 in dessen Gardener's Dictionary. 1
Der französische Name morelle soll vom lateinischen morum für die kleine dunkle Beere stammen und damit die reifen Früchte der Gattung Solanum aufgreifen. Das Artepitheton americanum verweist schlicht auf die kontinentale Herkunft. Es grenzt die Art vom eurasischen Schwarzen Nachtschatten, Solanum nigrum, ab, mit dem sie im Gelände sehr häufig verwechselt wird. 6
Erkennung
Kantige, aufrechte Stängel verzweigen sich bei Solanum americanum schon an der Basis. Sie sind kahl bis fein behaart. Gewöhnlich erreicht die Pflanze 25 cm bis 1,2 m Höhe; unter günstigen Bedingungen werden bis 1,5 m genannt. Auf nährstoffarmem Kulturboden bleiben die Exemplare oft kompakter. 2 4
Die wechselständigen, eiförmigen bis lanzettlichen Blätter sind 4 bis 8 cm lang und 2 bis 4 cm breit. Ihre Ränder sind gewellt oder leicht gezähnt, die Unterseiten fein behaart. Weiße, sternförmige Blüten besitzen fünf Kronblätter und gelbe, zu einem Kegel vereinte Staubblätter. Sie öffnen sich in kleinen Dolden in den Blattachseln, in gemäßigtem Klima im Sommer und Herbst. 2
Als zuverlässigster Anhaltspunkt dient die Frucht, deutlicher als Blattform oder Stängelhöhe. Die kugelige Beere ist zunächst grün und weiß gestreift. Voll ausgereift wird sie glänzend schwarz bis violettschwarz, bleibt unter 1 cm Durchmesser und enthält 50 bis 100 winzige Samen. Eine noch grüne Beere zeigt auch bei beachtlicher Größe niemals Reife an. 2 4
Nützliche Taxonomie
Zum viel diskutierten Solanum-nigrum-Komplex gehört auch Solanum americanum. Dieser Komplex umfasst morphologisch ähnliche Arten, die in Floren und Herbarien weltweit lange verwechselt wurden. Mehrere Namen sind dem akzeptierten Namen als Synonyme zugeordnet worden:
- Solanum nigrum var. americanum (Mill.) O.E.Schulz (Synonym des akzeptierten Namens)
- Solanum nodiflorum Jacq.
- Solanum ptychanthum Dunal
- Solanum patulum (L.) Roth
- Solanum nigrum var. nodiflorum (Jacq.) A.Gray
Insbesondere Solanum ptychanthum bezeichnete lange den östlichen nordamerikanischen Schwarzen Nachtschatten. Anhand von Frucht- und Keimlingsdetails unterschied man ihn, bevor der Name zum Synonym des akzeptierten Namens gestellt wurde. Ohne den vollständigen wissenschaftlichen Namen bleibt eine rein visuelle Abgrenzung von Solanum nigrum selbst für geübte Botaniker unsicher. 1
Lebensraum und Verbreitung
Den amerikanischen Kontinent vom südlichen Kanada bis zu den tropischen und subtropischen Regionen Amerikas nennt Plants of the World Online als natürliches Areal. Manche regionalen Floren schließen Melanesien, Neuguinea und Australien ein. Australische Behörden dokumentieren die Art dagegen in ihrem Gebiet als eingeführt. Je nach Autor bleibt dieser Punkt umstritten. 1
Besiedelt werden Brachen, Ödland, Feld- und Wegränder, lichter Unterwuchs sowie kultivierte oder frisch gestörte Böden. Menschen und Vögel, die ihre reifen Beeren fressen, haben die Art weit verbreitet. Heute kommt sie in den meisten Tropengebieten und vielen gemäßigten Regionen vor. Dazu gehört das europäische Frankreich einschließlich Korsikas, wo INPN sie als unbeständig statt etabliert meldet. 3 6
Lebenszyklus und Vermehrung
Innerhalb einer einzigen Vegetationsperiode keimt Solanum americanum und schließt seinen Lebenszyklus ab. In gemäßigtem Klima reicht dieser vom Frühjahr bis zum Herbst, in den Tropen verläuft er nahezu fortlaufend. Die Blüte erstreckt sich über mehrere Monate. Jede bestäubte Blüte ergibt eine Beere, die in wenigen Wochen von Grün zu glänzendem Schwarz reift. 2
Die Vermehrung erfolgt ausschließlich durch Samen. Jede reife Beere enthält 50 bis 100, die vorwiegend Vögel verbreiten, welche von den schwarzen Früchten angelockt werden. Diese hohe Samenproduktion und die rasche Keimung auf gestörtem Boden erklären die häufigen dichten Bestände in Gärten und frisch bearbeiteten Feldern. 2
Nutzen und Risiken
In mehreren tropischen Küchen werden junge Triebe und Blätter gekocht gegessen. Im Raum des Indischen Ozeans heißen sie Brède, auf den Antillen werden sie ähnlich wie Calalou verwendet. Das Kochwasser, in dem sich die löslichen Alkaloide anreichern, wird stets weggegossen. Die Blätter liefern nahezu 6.990 mg Beta-Carotin je 100 g. Die Frucht wird nur vollständig schwarz ausgereift gegessen, niemals grün. 3
Die übrige Pflanze ist giftig, insbesondere grüne Früchte und rohes Laub. Sie enthalten viele steroidale Glykoalkaloide, darunter Solanin, Solamargin und Solasonin. Nach der toxikologischen Datenbank der Hospital Authority in Hongkong kann bereits eine Menge entsprechend 20 mg Solanin, etwa 5 g grünen Früchten, eine Vergiftung auslösen. Mögliche Symptome sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und gelegentlich Verwirrtheit oder Koordinationsverlust. 4
Für den nahen Verwandten Solanum nigrum, mit dem Solanum americanum sehr häufig verwechselt wird, dokumentiert die ASPCA eine vergleichbare Giftigkeit für Katzen, Hunde und Pferde. Nach dem Verzehr können vermehrter Speichelfluss, Mattigkeit und Verdauungsstörungen auftreten. 5
Sorten, Verwechslungen und verwandte Pflanzen
Anerkannte gärtnerische Sorten besitzt Solanum americanum nicht. Die Art ist eine spontan wachsende Pflanze, die nie für Zierzwecke ausgelesen wurde. 3
Besonders häufig wird sie mit Solanum nigrum, dem eurasischen Schwarzen Nachtschatten mit nahezu gleichen Früchten und Keimlingen, verwechselt. Hinzu kommt Solanum ptychanthum: Dieser Name gilt heute als Synonym, wird aber in manchen nordamerikanischen Floren weiterhin verwendet. Erst die Kombination aus geografischer Verbreitung und Untersuchung der Samen erlaubt eine Entscheidung. Eine einfache Betrachtung im Garten reicht dafür nicht aus. 1
Fehlt die Sicherheit über die genaue Identität einer wild wachsenden Pflanze, gilt überall dieselbe Vorsichtsregel: Niemals grüne Früchte essen. Für die Küche kommen nur vollständig schwarze oder violette Beeren von einer zweifelsfrei bestimmten Pflanze infrage.
Hauptquellen
- Plants of the World Online / Kew, Solanum americanum Mill.
- North Carolina Extension Gardener Plant Toolbox, Solanum americanum
- Plants For A Future, Solanum americanum
- Hospital Authority (Hong Kong) Toxic Plant Database, Solanum americanum
- ASPCA, Black Nightshade (Solanum nigrum), Angaben zur Giftigkeit
- INPN / MNHN, Solanum americanum Mill., 1768
- Tela Botanica / eFlore bdtfx, Solanum americanum Mill.
- USDA PLANTS Database, Solanum americanum (Kürzel SOAM)
Häufig gestellte Fragen
Ist Solanum americanum giftig?
Ja, besonders die grünen Früchte und das rohe Laub enthalten viele steroidale Glykoalkaloide, darunter Solanin. Vollständig schwarze oder violette Beeren werden dagegen gekocht oder gut ausgereift in mehreren Regionen traditionell gegessen.
Kann man Solanum americanum essen?
Junge Blätter werden im Raum des Indischen Ozeans unter der Bezeichnung Brède gekocht gegessen. Das Kochwasser, in dem sich lösliche Alkaloide anreichern, wird stets weggegossen. Die Frucht wird nur vollständig schwarz ausgereift verzehrt.
Wie unterscheidet man Solanum americanum von Solanum nigrum?
Die Unterscheidung im Gelände bleibt schwierig, weil Blätter und Beeren beider Arten fast gleich aussehen. Am zuverlässigsten ist die Kombination aus geografischer Verbreitung und genauer Samenuntersuchung, die über eine einfache Sichtprüfung hinausgeht.
Woher stammt Solanum americanum?
Nach Plants of the World Online umfasst das natürliche Areal den amerikanischen Kontinent vom südlichen Kanada bis in tropische und subtropische Regionen. Heute ist die Art in den Tropen und vielen gemäßigten Regionen weit verbreitet.
Ist Solanum americanum invasiv?
In Frankreich ist die Art nicht als invasiv eingestuft; nach INPN tritt sie dort nur unbeständig auf. Andernorts, insbesondere in Australien, dokumentieren örtliche Behörden sie als eingeführt statt heimisch.
Was bedeutet der Name Brède morelle?
Brède bezeichnet im Raum des Indischen Ozeans grüne Blätter, die als gekochtes Gemüse zubereitet werden. Brède morelle meint genau die auf diese Weise zubereiteten jungen Triebe von Solanum americanum.
Wie viele Samen enthält eine Beere?
Jede reife Beere enthält 50 bis 100 Samen. Das erklärt die hohe Vermehrungsleistung und die Fähigkeit, gestörte Böden rasch wieder zu besiedeln.
Ähnliche Pflanzen
Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.







