Falscher Jasmin (Trachelospermum jasminoides, (Lindl.) Lem. 1851)

Trachelospermum jasminoides ((Lindl.) Lem., 1851), auch Falscher Jasmin oder Sternjasmin genannt, ist eine immergrüne Kletterpflanze der Apocynaceae aus Ostasien. Sie windet sich um eine Stütze, trägt glänzendes Laub und überzieht Mauern, Rankgitter und Fassaden im späten Frühjahr mit stark duftenden weißen Blüten.

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Wissenschaftlicher NameTrachelospermum jasminoides
GattungTrachelospermum
OrdnungGentianales

Falscher Jasmin, Chinesischer Sternjasmin, Confederate jasmine, Star jasmine und Chinese star jasmine

Identität
Toxizität
Ungiftig für Hund, Katze, Pferd (ASPCA); Milchsaft reizt bei Kontakt
Pflegeaufwand
Mäßig
Blattart
Immergrün
Lebensdauer
Mehrjährig
Herkunft
ChinaSüdkoreaJapanVietnam
Lebensraum
Chinesische Waldränder, Mauern und Bäume; in mildem Klima als Bodendecker, an Rankgittern oder geschützten Fassaden
Ökologischer Nutzen
Duftende Blüten im späten Frühjahr werden von blütenbesuchenden Insekten genutztBegrünung von Mauern und Fassaden ohne Flächenbedarf am Boden
Jahresverlauf
Blütezeit
FrühlingSommer
Wachstum
Ruhephase
Keine Ruhephase
Wuchsgeschwindigkeit
4/10
Reifezeit
Vollständige Bedeckung in mehreren Jahren, schneller bei mildem Klima und frischem Boden
Vermehrung
Steckling, Abmoosen
Klima & Wasser
Temperatur
Winterhärte
Luftfeuchtigkeit
40–70 %
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Ja
Boden
Boden-pH-Wert
Bodenarten
Entwässerter Boden, Reicher Boden
Licht & Standort
Lichtverhältnisse

Volle Sonne

Täglich einige Stunden direkte Sonne ermöglichen, vorzugsweise morgens oder abends.

Volle Sonne bis heller Halbschatten laut RHS und Missouri Botanical Garden
Außenbereich
Gitterwerk, Bordüre am Fuß einer Mauer, Patio
Pflanzgefäße
Terrakotta, Drainage-Kunststoff
Erscheinungsbild
Höhe100–1000 cmBreite100–600 cm
Blätter
GrünBraun
Trachelospermum jasminoides: Herkunft und Verwendung — blätter 1
Trachelospermum jasminoides: Herkunft und Verwendung — blätter 2
Trachelospermum jasminoides: Herkunft und Verwendung — blätter 3
Trachelospermum jasminoides: Herkunft und Verwendung — blätter 4
Trachelospermum jasminoides: Herkunft und Verwendung — blätter 5
Blüten
WeißGröße2–3 cm
Trachelospermum jasminoides: Herkunft und Verwendung — blüten 1
Trachelospermum jasminoides: Herkunft und Verwendung — blüten 2
Trachelospermum jasminoides: Herkunft und Verwendung — blüten 3
Trachelospermum jasminoides: Herkunft und Verwendung — blüten 4
Trachelospermum jasminoides: Herkunft und Verwendung — blüten 5
Früchte
Grün
Trachelospermum jasminoides: Herkunft und Verwendung — früchte 1
Trachelospermum jasminoides: Herkunft und Verwendung — früchte 2
Trachelospermum jasminoides: Herkunft und Verwendung — früchte 3
Trachelospermum jasminoides: Herkunft und Verwendung — früchte 4
Trachelospermum jasminoides: Herkunft und Verwendung — früchte 5
Wuchsform
Trachelospermum jasminoides: Herkunft und Verwendung — wuchsform 1
Trachelospermum jasminoides: Herkunft und Verwendung — wuchsform 2
Trachelospermum jasminoides: Herkunft und Verwendung — wuchsform 3
Trachelospermum jasminoides: Herkunft und Verwendung — wuchsform 4
Trachelospermum jasminoides: Herkunft und Verwendung — wuchsform 5
Rinde
Braun
Trachelospermum jasminoides: Herkunft und Verwendung — rinde 1
Trachelospermum jasminoides: Herkunft und Verwendung — rinde 2
Trachelospermum jasminoides: Herkunft und Verwendung — rinde 3
Trachelospermum jasminoides: Herkunft und Verwendung — rinde 4
Trachelospermum jasminoides: Herkunft und Verwendung — rinde 5

Weltweite Verbreitung

Das WCVP gibt das natürliche Areal von Trachelospermum jasminoides vom westlichen Zentralchina und Südchina über Südjapan bis Vietnam an. Außerhalb dieses Areals wird die Art häufig kultiviert, insbesondere im Mittelmeerklima und im Süden der USA, wo der Name Confederate jasmine verbreitet ist.

  • Heimisch4
  • Eingeführt1
  • China
  • Korea
  • Japan
  • Vietnam
  • Süden der Vereinigten Staaten

Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1

Identität

Trachelospermum jasminoides (Trachelospermum jasminoides (Lindl.) Lem., 1851), auch Falscher Jasmin oder Chinesischer Sternjasmin genannt, ist eine immergrüne Kletterpflanze der Gattung Trachelospermum aus der Familie der Apocynaceae. Der Trivialname führt leicht in die Irre: Echte Jasmine der Gattung Jasminum gehören zu den Oleaceae, einer anderen Familie trotz des fast gleichen Dufts. Laut ASPCA ist die Art für Hunde, Katzen und Pferde ungiftig, ein häufig vor der Pflanzung in Haustiernähe geprüfter Punkt. 1 7 6

John Lindley, ein britischer Botaniker, beschrieb die Art 1846 als Rhyncospermum jasminoides. Grundlage waren Pflanzen, die Robert Fortune bei Shanghai gesammelt und 1844 nach London geschickt hatte. Charles Lemaire stellte die Art 1851 in die Gattung Trachelospermum. Dieser Wechsel 5 Jahre nach der Erstbeschreibung legte den bis heute gebräuchlichen wissenschaftlichen Namen fest. 7 2

Aus dem Griechischen stammen trákhêlos (Hals, Nacken) und spérma (Samen), die Bestandteile des Gattungsnamens. Sie beziehen sich auf die länglichen, eingeschnürten Samen mit ihrem Haarschopf. Das Epitheton jasminoides bezeichnet lediglich die Ähnlichkeit von Duft und Blütengestalt mit Jasmin, keine botanische Verwandtschaft. 7

Erkennung

Als windende Kletterpflanze umschlingt Trachelospermum jasminoides dünne Stützen ohne Ranken oder Haftwurzeln. Fehlt eine erreichbare Stütze, kriechen die Triebe am Boden; die senkrechte Begrünung entfällt, und die Pflanze bildet einen dichten Bodendecker. Verholzte Triebe erreichen meist 1 bis 6 m, gut eingewachsene Exemplare laut RHS gelegentlich 8 bis 10 m oder mehr. Die gegenständigen, ledrigen, eiförmigen bis schmal elliptischen Blätter sind 2 bis 10 cm lang, im Sommer dunkelgrün und glänzend, nach kalten Wintern oft bronzefarben überlaufen. 3 7

An angeschnittenen Trieben oder Blättern tritt weißer Milchsaft aus, wie bei vielen Apocynaceae. Die duftenden weißen Blüten sind etwa 2,5 cm breit und stehen in kleinen Trugdolden in Blattachseln oder an Triebenden. Laut Missouri Botanical Garden liegt die Hauptblüte im späten Frühjahr, mit vereinzelter Nachblüte im Sommer. 7 4

Fünf deutlich verdrehte Kronzipfel bilden jede Blüte. Ihre Anordnung gleicht einem gegen den Uhrzeigersinn gedrehten Propeller und ergibt das Sternmotiv hinter dem Namen Star jasmine. Die in Kultur selten beobachteten Früchte bestehen aus paarigen länglichen Balgfrüchten, die Samen mit einem langen seidigen Haarschopf freigeben. 7

Nützliche Taxonomie

Den akzeptierten Namen gibt Plants of the World Online als Trachelospermum jasminoides (Lindl.) Lem. an. Basionym ist das 1846 veröffentlichte Rhyncospermum jasminoides Lindl. Im Gartenbau wird die Art besonders oft mit Trachelospermum asiaticum verwechselt. Diese verwandte Art trägt kleinere, oft cremegelb getönte und schwächer duftende Blüten, ist aber gewöhnlich winterhärter. 1 2

Je nach Regionalflora werden mehrere botanische Varietäten unterschieden, darunter Trachelospermum jasminoides var. pubescens Makino, die in Japan wegen ihrer stärker behaarten Triebe beschrieben wurde. An den grundlegenden Kulturansprüchen ändern diese Varianten nichts: Stütze, Licht und durchlässiger Boden bleiben erforderlich. 7

Verlässlicher als ein Handelsname ist das wissenschaftliche Binomen, da Trivialnamen je nach Land und Anbieter wechseln, während der lateinische Name gleich bleibt. Eine Balkonpflanze mit dem bloßen Etikett „Sternjasmin“ kann daher sowohl Trachelospermum jasminoides als auch einen echten Jasminum bezeichnen, obwohl ihre Ansprüche und ihre Winterhärte verschieden sind. 1

Lebensraum und Verbreitung

Nach dem WCVP umfasst das natürliche Areal das westliche Zentralchina und Südchina, Südjapan, Korea und Vietnam. Dort wächst die Art an Waldrändern und klettert von selbst an Stämmen und Felswänden. 1 7

In China heißt die Pflanze luoshi, sinngemäß „Netz auf Stein“. Der Name beschreibt das dichte Geflecht ihrer Triebe über Felsen und Mauern. Diese Fähigkeit, sich ohne tiefe Wurzeln festzuhalten, erklärt ihren verbreiteten Einsatz in Städten: Fassadenbegrünung ohne Flächenbedarf am Boden. 7

Außerhalb des natürlichen Areals wird Trachelospermum jasminoides häufig im Mittelmeerklima und im Süden der USA kultiviert. Dort ist der Name Confederate jasmine weiterhin gebräuchlich. Die Pflanze dient als Wandbegrüner, dichter Bodendecker oder Rankgitterpflanze und ist weniger eine tatsächlich in Wäldern eingebürgerte Art. 4 3

Lebenszyklus und Blüte

Die erste Saison im Kübel oder Freiland dient vor allem der Wurzelbildung. Solange die Pflanze nicht zu einer Stütze geleitet wird, bleibt das Wachstum langsam. Nach der Verankerung überzieht sie ein Rankgitter oder eine Mauer je nach Klima und Bewässerung innerhalb von 2 bis 4 Jahren allmählich. 5 3

Im späten Frühjahr setzt die Blüte ein, je nach Klima oft mit einem Höhepunkt im Mai und Juni; einzelne Blüten folgen im Sommer. Der Duft lockt blütenbesuchende Insekten an. Für eine vorwiegend als Zierpflanze genutzte Art ist dies ein bescheidener, aber vorhandener ökologischer Nutzen. 7 4

Gärtnerisch wird die Art vor allem durch halbverholzte Stecklinge im Spätsommer oder durch Absenker vermehrt. Triebe bewurzeln sich von Natur aus leicht an Bodenkontaktstellen. Aussaat ist möglich, doch dauert die Bedeckung einer Stütze wesentlich länger als bei Stecklingen oder Absenkern, da ein bereits entwickeltes Wurzelsystem fehlt. 5

Nutzen und Risiken

Zur Zierde dient die Art hauptsächlich an Mauern, Rankgittern, Pergolen oder als dichter Bodendecker in mildem Klima, einzeln oder zur Zaunbegrünung. Kalk, Sand und Lehm werden vertragen, sofern der Boden gut durchlässig bleibt. 3 4

Belaubte Triebe werden in China in der traditionellen Pflanzenheilkunde gegen rheumatische Schmerzen, Rachenentzündung oder Ischias eingesetzt. Dabei werden schmerzlindernde und antibakterielle Eigenschaften berichtet. Diese Anwendungen gehören zu einer lokalen Arzneitradition und ersetzen bei einer als Zierpflanze gehaltenen Art keinen ärztlichen Rat. 5 7

Nach der Sicherheitsbewertung der ASPCA ist Trachelospermum jasminoides für Hunde, Katzen und Pferde ungiftig. Das einzige dokumentierte Risiko geht vom Milchsaft aus, der an angeschnittenen Trieben oder Blättern austritt. Wie bei vielen Apocynaceae kann er bei Kontakt Haut und Augen reizen. 6 7

Die wichtigste Grenze der Kultur ist Kälte: Oberirdische Teile können schon bei −7 °C erfrieren. Der Wurzelstock verträgt an geschützten Standorten dagegen zeitweilig etwa −10 bis −15 °C, mit erneutem Austrieb im folgenden Frühjahr. 7

Sorten, Verwechslungen und verwandte Pflanzen

Panaschierte Formen wie Variegatum oder Tricolor sind keine eigenen Arten. Sie bezeichnen für den Zierwert ausgewählte Laubvarianten, oft etwas weniger wüchsig als die botanische Form. Star of Toscana und Waterwheel sind gärtnerische Auslesen, die wegen ihres Wuchses oder ihrer regelmäßigen Blüte verbreitet werden. 3

Besonders oft wird Trachelospermum asiaticum verwechselt, dessen Blüten kleiner und weniger duftend sind, das aber insgesamt winterhärter ist. Hinzu kommen Namensverwechslungen mit echten Jasminen der Gattung Jasminum. Sie teilen den Duft, jedoch weder Pflanzenfamilie noch Fruchtbau. 1 7

An derselben Mauer steht Trachelospermum jasminoides häufig zusammen mit Clematis armandi oder Jasminum officinale. Diese drei duftenden Kletterpflanzen sind immergrün oder halbimmergrün, haben aber unterschiedliche Blütezeiten und Schnittbedürfnisse. Wer die Zeitabläufe verwechselt, kann bereits angelegte Knospen einer der drei Arten abschneiden und damit die nächste Blüte beeinträchtigen.

Hauptquellen

Häufig gestellte Fragen

Ist Trachelospermum jasminoides ein echter Jasmin?

Nein. Trachelospermum jasminoides gehört zu den Apocynaceae, echte Jasmine der Gattung Jasminum zu den Oleaceae. Der Trivialname beruht allein auf dem ähnlichen Duft und der ähnlichen Blütenform.

Ist diese Kletterpflanze für Tiere giftig?

Die ASPCA stuft Trachelospermum jasminoides als ungiftig für Hunde, Katzen und Pferde ein. Der Milchsaft kann bei Kontakt dennoch Haut oder Augen reizen, wie bei anderen Apocynaceae.

Welche Mindesttemperatur verträgt die Pflanze?

An geschützten Standorten verträgt die Pflanze kurzzeitig etwa −10 bis −15 °C. Die oberirdischen Teile können jedoch schon bei −7 °C absterben; ein Neuaustrieb aus dem Wurzelstock ist möglich.

Wie unterscheidet man Trachelospermum jasminoides von Trachelospermum asiaticum?

Trachelospermum asiaticum trägt kleinere, schwächer duftende und oft cremegelb getönte Blüten. Es verträgt stärkeren Frost als Trachelospermum jasminoides.

Kann man die Pflanze essen oder als Tee verwenden?

Eine übliche Verwendung als Lebensmittel wird nicht empfohlen. Die belaubten Triebe werden in der traditionellen chinesischen Pflanzenheilkunde gegen rheumatische Schmerzen genutzt; das ersetzt keinen ärztlichen Rat.

Braucht die Pflanze eine Kletterhilfe?

Ja, wenn sie klettern soll. Sie windet sich selbstständig um ein Rankgitter oder einen dünnen Draht. Ohne Stütze kriecht sie und bildet einen dichten Bodendecker.

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Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.