Japanische Zelkove (Zelkova serrata, (Thunb.) Makino, 1903)

Zelkova serrata ist ein großer sommergrüner Baum der Ulmaceae aus Japan, Korea, Ostchina und Taiwan. Kennzeichnend sind die vasenförmige Krone, die sich ablösende Rinde mit orangefarbenem innerem Holz und die hohe Widerstandskraft gegen das Ulmensterben, das Ulmen der Gattung Ulmus dezimiert.

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Wissenschaftlicher NameZelkova serrata
GattungZelkova
OrdnungRosales

Japanische Zelkove, Keyaki, Japanische Ulme und Japanese zelkova

Identität
Toxizität
Ungiftig : Menschen, darunter Kinder, Katzen, Hunde und Tiere · Unbekannt : Pferde
Pflegeaufwand
Niedrig
Pflanzenart
Blattart
Laubabwerfend
Lebensdauer
Mehrjährig
Herkunft
JapanSüdkoreaChinaTaiwan
Lebensraum
Frische Waldhänge und Ebenen Japans; Täler und Flussufer Chinas in 500 bis 2.000 m Höhe
Jahresverlauf
Blütezeit
Frühling
Erntezeit
Herbst
Wachstum
Ruhephase
Winterruhe
Wuchsgeschwindigkeit
7/10
Reifezeit
Zwanzig bis fünfzig Jahre bis zur endgültigen Größe und Wuchsform
Vermehrung
Aussaat, Steckling, Transplantation
Klima & Wasser
Temperatur
Winterhärte
Windverträglichkeit
Gut nach dem Einwurzeln, im Alter stabiles Astgerüst
Luftfeuchtigkeit
40–70 %
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Ja
Boden
Boden-pH-Wert
Bodenarten
Entwässerter Boden, Tiefer Boden
Salzhaltiger Boden
Wird nicht vertragen
Licht & Standort
Lichtverhältnisse

Volle Sonne

Volle Sonne ideal, leichter Halbschatten wird vertragen
Außenbereich
Gartenbeet, Offener Boden
Erscheinungsbild
Höhe1500–3000 cmBreite800–2000 cm
Blätter
GrünGelbOrangeRot
Zelkova serrata: Herkunft und Verwendung — blätter 1
Zelkova serrata: Herkunft und Verwendung — blätter 2
Zelkova serrata: Herkunft und Verwendung — blätter 3
Zelkova serrata: Herkunft und Verwendung — blätter 4
Zelkova serrata: Herkunft und Verwendung — blätter 5
Blüten
Grün
Zelkova serrata: Herkunft und Verwendung — blüten 1
Zelkova serrata: Herkunft und Verwendung — blüten 2
Zelkova serrata: Herkunft und Verwendung — blüten 3
Zelkova serrata: Herkunft und Verwendung — blüten 4
Zelkova serrata: Herkunft und Verwendung — blüten 5
Früchte
GrünBraun
Zelkova serrata: Herkunft und Verwendung — früchte 1
Zelkova serrata: Herkunft und Verwendung — früchte 2
Zelkova serrata: Herkunft und Verwendung — früchte 3
Zelkova serrata: Herkunft und Verwendung — früchte 4
Zelkova serrata: Herkunft und Verwendung — früchte 5
Wuchsform
Zelkova serrata: Herkunft und Verwendung — wuchsform 1
Zelkova serrata: Herkunft und Verwendung — wuchsform 2
Zelkova serrata: Herkunft und Verwendung — wuchsform 3
Zelkova serrata: Herkunft und Verwendung — wuchsform 4
Zelkova serrata: Herkunft und Verwendung — wuchsform 5
Rinde
BraunOrange
Zelkova serrata: Herkunft und Verwendung — rinde 1
Zelkova serrata: Herkunft und Verwendung — rinde 2
Zelkova serrata: Herkunft und Verwendung — rinde 3
Zelkova serrata: Herkunft und Verwendung — rinde 4
Zelkova serrata: Herkunft und Verwendung — rinde 5

Weltweite Verbreitung

Das natürliche Areal von Zelkova serrata umfasst Japan, die Koreanische Halbinsel, Ostchina und Taiwan. Dort wächst mit var. tarokoensis eine feinere Varietät mit kleineren Blättern. 1830 nach Europa und später nach Nordamerika eingeführt, wird die Art heute vor allem als Zier- und Straßenbaum gepflanzt; Vorkommen außerhalb des natürlichen Areals sind daher kultivierte und keine eingebürgerten Bestände.

  • Heimisch4
  • Japan
  • Südkorea
  • China
  • Taiwan

Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1

Identität

Zelkova serrata (Zelkova serrata (Thunb.) Makino, 1903), auch Japanische Zelkove, Keyaki oder Japanische Ulme genannt, ist ein großer sommergrüner Baum der Ulmaceae und erreicht ausgewachsen 15 bis 30 m Höhe. Anders als echte Ulmen der Gattung Ulmus trägt sie keine geflügelten Früchte und widersteht dem Ulmensterben in hohem Maße. Diese Krankheit hat seit Mitte des 20. Jahrhunderts einen großen Teil der Ulmen Europas und Nordamerikas vernichtet. 1 5

Der schwedische Naturforscher Carl Peter Thunberg beschrieb die Art 1794, ordnete sie aber zunächst als Corchorus serratus der Jutegattung zu. Der Name wechselte anschließend über Planera zu Zelkova. Erst 1903, hundertneun Jahre nach der Erstbeschreibung, legte der japanische Botaniker Tomitaro Makino die heutige Kombination Zelkova serrata fest. 2 8

Der Gattungsname Zelkova geht auf das kaukasische Volkswort dzelkva zurück, das zunächst die verwandte Zelkova carpinifolia bezeichnete. Édouard Spach übernahm es 1841 als wissenschaftlichen Gattungsnamen. 8

Erkennung

Eine ausgeprägte Vasenform kennzeichnet Zelkova serrata: Der kurze Stamm teilt sich früh in mehrere aufrechte Hauptäste. Daraus entsteht eine breite, rundliche Krone, die im Sommer dichten Schatten spendet. Ausgewachsene Bäume erreichen 8 bis 20 m Breite. Auf rasches Wachstum in den ersten Jahrzehnten folgt eine deutliche Verlangsamung. 3 4

Die eiförmigen bis elliptischen Blätter besitzen häufig einen asymmetrischen Grund. Ihr deutlich gesägter Rand erklärt das Artepitheton serrata. Zwischen 10 und 30 Jahren beginnt die zuvor glatte graue Rinde, sich in Platten zu lösen. Darunter erscheint orangebraunes inneres Holz, eines der zuverlässigsten Kennzeichen älterer Bäume. 5 4

Winzige grünliche Blüten erscheinen im Frühjahr zusammen mit den Blättern. Ohne auffällige Kronblätter bleiben sie ähnlich unscheinbar wie die kleinen trockenen Früchte, die im Herbst folgen. Das Herbstlaub färbt sich je nach Baum und Klima gelb, orange oder rotbraun. 3 5

Nützliche Taxonomie

Vor der Festigung ihrer heutigen Kombination trug Zelkova serrata sechs verschiedene wissenschaftliche Namen. Zu den wichtigsten Synonymen gehören:

  • Planera keaki K.Koch, botanisches Synonym
  • Zelkova keaki (K.Koch) Maxim., botanisches Synonym
  • Zelkova acuminata (Lindl.) Planch., botanisches Synonym
  • Zelkova japonica Dippel, botanisches Synonym
  • Ulmus keaki Jacob-Makoy, botanisches Synonym
  • Abelicea serrata (Thunb.) Makino, botanisches Synonym

Das Synonym Ulmus keaki zeigt, wie hartnäckig Zelkoven im Gartenbau mit echten Ulmen verwechselt wurden. Innerhalb der Art sind zwei botanische Varietäten anerkannt: Zelkova serrata var. serrata aus Japan und dem ostasiatischen Festland sowie die auf Taiwan beschränkte Zelkova serrata var. tarokoensis (Hayata) H.L.Li. Letztere hat kleinere, weniger tief gesägte Blätter. Plants of the World Online und der International Plant Names Index führen beide Zelkova serrata als akzeptierten Namen. 1 2

Lebensraum und Verbreitung

Zum natürlichen Areal von Zelkova serrata gehören Japan, die Koreanische Halbinsel, Ostchina und Taiwan. Die Art wächst dort in Ebenen, an frischen Waldhängen und in Tälern bis 2.000 m Höhe. Philipp Franz von Siebold führte sie 1830 nach Europa ein. Später gelangte sie nach Nordamerika, wo sie heute unter anderem in New York und Philadelphia als Straßenbaum steht. 5 8

Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft die Art seit einer Bewertung von 2018 als potenziell gefährdet ein. Sie nennt zersplitterte Bestände in China und auf der Koreanischen Halbinsel, seltenere natürliche Verjüngung und eine höhere Sterblichkeit junger Pflanzen. Zusammen verlangsamen diese Faktoren die Erneuerung der Bestände außerhalb Japans. 7

In Korea dienten sehr alte Zelkoven an Dorfeingängen traditionell als Schutzbäume. Manche dieser als Naturdenkmäler ausgewiesenen Bäume sind mehrere Jahrhunderte, gelegentlich sogar über tausend Jahre alt. 5

Lebenszyklus und Vermehrung

Im Frühjahr, gleichzeitig mit dem Laubaustrieb, blüht die Zelkove. Die kleinen grünlichen Blüten ohne auffällige Kronblätter verteilen sich auf männliche und weibliche Blüten desselben Baums. Die im Herbst folgenden trockenen Früchte sind winzig und vom Boden aus mit bloßem Auge häufig kaum zu erkennen. 3 6

Zelkoven-Samen keimen nach mehrwöchiger Kältestratifikation im folgenden Frühjahr; die Sämlinge erreichen bereits beim Auflaufen 5 bis 15 cm. Die Aussaat gibt die typische Art getreu wieder, gewährleistet aber keine Sorteneigenschaften wie das bordeauxrote Herbstlaub von Village Green. 4 6

Sollen Sorten wie Green Vase oder Village Green erhalten bleiben, sind Veredelung und Stecklinge die einzigen zuverlässigen Verfahren. Wiederholten Schnitt verträgt die Zelkove gut. Das begünstigt ihre Verwendung als Bonsai: Regelmäßiges Pinzieren gestaltet eine feine Verzweigung an einem Stamm im Kleinformat. 6 3

Nutzen und Risiken

Als Park-, Allee- und Straßenbaum wird die Japanische Zelkove vor allem zur Zierde gepflanzt. Sie verträgt Luftverschmutzung, Hitze und verdichtete Stadtböden gut. Auf großen Straßen ersetzt sie deshalb häufig Ulmen, die dem Ulmensterben zum Opfer gefallen sind. 5 4

Das in Japan Keyaki genannte Holz ist hart, dicht und feinfaserig. Traditionell entstehen daraus Möbel, insbesondere Tansu-Truhen. Für die Herstellung von Taiko-Trommeln gilt es weiterhin als maßgebliches Holz. 5

In Blättern, Rinde und Holz der Zelkove sind keine Giftstoffe dokumentiert. Bei Kontakt oder versehentlichem Verzehr gilt die Art für Menschen und Haustiere als ungiftig. Junge Blätter werden in manchen regionalen Küchen sogar gekocht gegessen; eine medizinische Nutzung ist nicht dokumentiert. 6

Sorten, Verwechslungen und verwandte Pflanzen

Vor allem Wuchsform und Farbe unterscheiden fünf beständige Sorten. Green Vase besitzt eine sehr regelmäßige Vasenkrone und wird in Nordamerika häufig in Reihen gepflanzt. Village Green wächst rasch und färbt sich im Herbst bordeauxrot. Musashino wächst schmal aufrecht und beansprucht in Straßenreihen wenig Bodenfläche. Ogon zeigt goldgelb getöntes Frühlingslaub. Die neuere Auslese Urban Ruby färbt sich im Herbst intensiver und gleichmäßiger rot als die Wildform. 3 4

Am ehesten lässt sich die Zelkove mit echten Ulmen der Gattung Ulmus verwechseln. Mit ihnen teilte sie lange einen gebräuchlichen Namen und zeitweise auch die Zuordnung, woran das historische Synonym Ulmus keaki erinnert. Zwei Merkmale helfen draußen bei der Unterscheidung: Zelkoven fehlen die ulmentypischen geflügelten Früchte, und ihre ausgeprägte Widerstandskraft gegen das Ulmensterben schützt sie dort, wo echte Ulmen zugrunde gehen. 1 5

Hauptquellen

Häufig gestellte Fragen

Ist Zelkova serrata eine Ulme?

Nein, sie ist aber mit den Ulmen verwandt. Zelkova serrata gehört wie die Gattung Ulmus zu den Ulmaceae, bildet jedoch eine botanisch eigenständige Gattung ohne die für echte Ulmen typischen geflügelten Früchte.

Ist Zelkova serrata für Katzen und Hunde giftig?

In Blättern, Rinde oder Holz sind keine Giftstoffe dokumentiert. Die Art gilt bei Kontakt oder versehentlichem Verzehr für Menschen und Haustiere als unbedenklich.

Warum löst sich die Rinde der Zelkove?

Das Ablösen in Platten ist ein normales Altersmerkmal und kein Krankheitszeichen. Es legt orangebraunes inneres Holz frei, eines der nützlichsten Erkennungsmerkmale älterer Bäume.

Wie unterscheidet sich Zelkova serrata von ihrer taiwanischen Varietät?

Zelkova serrata var. tarokoensis aus Taiwan hat kleinere Blätter mit weniger tief gesägtem Rand als die typische Varietät var. serrata aus Japan und dem ostasiatischen Festland.

Verliert Zelkova serrata im Winter ihre Blätter?

Ja. Das Laub dieses sommergrünen Baums färbt sich im Herbst gelb, orange oder rotbraun und fällt anschließend vollständig ab. Immergrüne Gehölze behalten dagegen ganzjährig Laub.

Wird Zelkovenholz für Möbel verwendet?

Ja, unter dem japanischen Namen Keyaki. Das harte, schön gemaserte Holz dient traditionell für Möbel, darunter Tansu-Truhen, und gilt als maßgebliches Holz für Taiko-Trommeln.

Ist Zelkova serrata invasiv?

Nein, sie gilt nicht als invasive Art. Ihr Aufwuchs hängt von bestimmten Keimbedingungen ab; in einem Teil ihres natürlichen Areals wird sie von der IUCN sogar als potenziell gefährdet eingestuft.

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Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.