Kroton (Pflanze) (Codiaeum variegatum, (L.) Rumph. ex A.Juss. 1824)

Kroton (Pflanze) (Codiaeum variegatum) ist ein immergrüner tropischer Strauch der Gattung Codiaeum aus der Familie der Euphorbiaceae. Er stammt aus Malesien und dem südwestlichen Pazifik. Seine dicken, ledrigen Blätter sind je nach Sorte grün, gelb, orange, rot und gelegentlich violett gemustert. In den Tropen wächst er als Hecke, in gemäßigten Klimazonen überwiegend als Zimmerpflanze.

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Wissenschaftlicher NameCodiaeum variegatum
GattungCodiaeum
OrdnungMalpighiales

Kroton (Pflanze), Kroton, Wunderstrauch, Garden croton, Joseph's coat und Variegated croton

Identität
Toxizität
Giftig für Katzen und Hunde; Saft und Samen reizen
Pflegeaufwand
Mäßig
Pflanzenart
Blattart
Immergrün
Lebensdauer
Mehrjährig
Herkunft
IndonesienMalaysiaPhilippinenPapua-NeuguineaSalomonenVanuatuFidschiAustralien
Lebensraum
Offene Wälder, Waldränder und Küstengebüsche im feuchten Tropenklima
Jahresverlauf
Blütezeit
Herbst
Wachstum
Ruhephase
Keine Ruhephase
Wuchsgeschwindigkeit
5/10
Reifezeit
Stabile Altersfärbung nach 1 bis 2 Jahren, abhängig vom Licht
Vermehrung
Luftableger, Stecklingsvermehrung von Stängeln mit Knoten
Klima & Wasser
Temperatur
Winterhärte
Windverträglichkeit
Gering, empfindlich gegen kalte Zugluft
Luftfeuchtigkeit
50–70 %
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Nein
Boden
Boden-pH-Wert
Bodenarten
Reiche und lockere Erde, Entwässerter Boden
Salzhaltiger Boden
Wird nicht vertragen
Licht & Standort
Lichtverhältnisse

Volle Sonne

Täglich einige Stunden direkte Sonne ermöglichen, vorzugsweise morgens oder abends.

Hell, mit etwas direkter Sonne für eine kräftige Färbung
Innenbereich
Wohnzimmer, Veranda, Helles Badezimmer
Abstand zum Fenster
Etwa 40 cm von einem hellen Fenster, ohne brennende Sonne
Außenbereich
Beet in voller Sonne, Schattiger Innenhof
Pflanzgefäße
Terrakotta, Drainage-Kunststoff
Erscheinungsbild
Höhe60–300 cmBreite60–180 cm
Blätter
GrünGelbRotOrangeViolett
Kroton (Pflanze) (Codiaeum variegatum): Herkunft und Verwendung — blätter 1
Kroton (Pflanze) (Codiaeum variegatum): Herkunft und Verwendung — blätter 2
Kroton (Pflanze) (Codiaeum variegatum): Herkunft und Verwendung — blätter 3
Kroton (Pflanze) (Codiaeum variegatum): Herkunft und Verwendung — blätter 4
Kroton (Pflanze) (Codiaeum variegatum): Herkunft und Verwendung — blätter 5
Blüten
WeißGelb
Kroton (Pflanze) (Codiaeum variegatum): Herkunft und Verwendung — blüten 1
Kroton (Pflanze) (Codiaeum variegatum): Herkunft und Verwendung — blüten 2
Kroton (Pflanze) (Codiaeum variegatum): Herkunft und Verwendung — blüten 3
Kroton (Pflanze) (Codiaeum variegatum): Herkunft und Verwendung — blüten 4
Kroton (Pflanze) (Codiaeum variegatum): Herkunft und Verwendung — blüten 5
Früchte
Grün
Kroton (Pflanze) (Codiaeum variegatum): Herkunft und Verwendung — früchte 1
Kroton (Pflanze) (Codiaeum variegatum): Herkunft und Verwendung — früchte 2
Kroton (Pflanze) (Codiaeum variegatum): Herkunft und Verwendung — früchte 3
Kroton (Pflanze) (Codiaeum variegatum): Herkunft und Verwendung — früchte 4
Kroton (Pflanze) (Codiaeum variegatum): Herkunft und Verwendung — früchte 5
Wuchsform
Kroton (Pflanze) (Codiaeum variegatum): Herkunft und Verwendung — wuchsform 1
Kroton (Pflanze) (Codiaeum variegatum): Herkunft und Verwendung — wuchsform 2
Kroton (Pflanze) (Codiaeum variegatum): Herkunft und Verwendung — wuchsform 3
Kroton (Pflanze) (Codiaeum variegatum): Herkunft und Verwendung — wuchsform 4
Kroton (Pflanze) (Codiaeum variegatum): Herkunft und Verwendung — wuchsform 5
Rinde
GrünBraun
Kroton (Pflanze) (Codiaeum variegatum): Herkunft und Verwendung — rinde 1
Kroton (Pflanze) (Codiaeum variegatum): Herkunft und Verwendung — rinde 2
Kroton (Pflanze) (Codiaeum variegatum): Herkunft und Verwendung — rinde 3
Kroton (Pflanze) (Codiaeum variegatum): Herkunft und Verwendung — rinde 4
Kroton (Pflanze) (Codiaeum variegatum): Herkunft und Verwendung — rinde 5

Weltweite Verbreitung

Das natürliche Areal von Codiaeum variegatum reicht von Malesien mit Borneo, Java und den Philippinen über Neuguinea, die Salomonen und Vanuatu bis Fidschi sowie bis Queensland in Australien. Heute wird die Pflanze in den meisten Tropenregionen und weit darüber hinaus als Zimmerpflanze kultiviert.

  • Heimisch8
  • Indonesien
  • Malaysia
  • Philippinen
  • Papua-Neuguinea
  • Salomonen
  • Vanuatu
  • Fidschi
  • Australien

Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1

Identität

Kroton (Pflanze) (Codiaeum variegatum (L.) Rumph. ex A.Juss., 1824), auch Kroton oder Wunderstrauch genannt, ist ein immergrüner Strauch der Gattung Codiaeum aus der Familie der Euphorbiaceae. Sein gebräuchlicher Name hält eine alte gärtnerische Verwechslung aufrecht: Er gehört nicht zur Gattung Croton, zu der etwa der früher pharmazeutisch verwendete Purgierkroton zählt. Im Handel hat sich die kurze Bezeichnung dennoch durchgesetzt. 4 1

Carl von Linné beschrieb die Art 1753 zunächst als Croton variegatus. Erst 1824 bestätigte Adrien-Henri de Jussieu den handschriftlichen Namen von Georg Eberhard Rumphius und überführte die Pflanze in die Gattung Codiaeum. Daraus erklärt sich die zusammengesetzte Autorenangabe „(L.) Rumph. ex A.Juss.“ beim heute akzeptierten Namen. 1

Erkennung

Als tropischer Strauch erreicht Codiaeum variegatum wildwachsend 3 m, überschreitet in Kultur oder im Topf jedoch selten 1,8 m. Die dicken, ledrigen Blätter werden je nach Sorte 5 bis 30 cm lang. Ihre Form reicht von oval, rauten- oder tropfenförmig bis linealisch oder tief gelappt. 4 2

Zur Erkennung hilft die Färbung oft mehr als die zwischen Sorten stark wechselnde Blattform. Batikartige Muster verbinden Grün, Gelb, Orange, Rot und manchmal Violett, vor allem entlang der Blattadern statt als gleichmäßige Fläche. Das Lichtangebot beeinflusst diese Panaschierung: Im Schatten wird die Pflanze deutlich grüner, sodass der Kontrast innerhalb weniger Wochen abnimmt. 3 2

Unscheinbare Blüten erscheinen je nach Klima im Spätsommer oder Herbst. Die weißen männlichen Blüten haben 5 Kronblätter und 20 bis 30 Staubblätter; den gelblichen weiblichen Blüten fehlen diese. Die etwa 9 mm große, nicht essbare und als entzündlich beschriebene Kapselfrucht enthält drei 6 mm große Samen. 4

Nützliche Taxonomie

POWO/WCVP akzeptiert Codiaeum variegatum (L.) Rumph. ex A.Juss. Die äußerst variable Art wurde seit Linnés Erstveröffentlichung mehr als 250-mal neu beschrieben, was die Vielzahl von Handelsnamen erklärt. POWO unterscheidet heute zwei Varietäten: var. variegatum von Java bis Fidschi und die auf Borneo endemische var. cavernicola. Hinzu kommen mehrere Hundert gärtnerische Sorten. 1 4

Häufig genannte Synonyme und historische Namen sind:

  • Croton variegatus L. (Basionym, 1753)
  • Codiaeum variegatum var. pictum (G.Lodd.) Müll.Arg. (historische Varietät)
  • Codiaeum variegatum var. moluccanum (Decne.) Müll.Arg. (historischer Name)
  • Codiaeum pictum Lodd. (Synonym)

Im Gartenhandel bleibt var. pictum sehr gebräuchlich, auch bei der RHS zur Benennung von Sorten wie 'Petra'. Nach POWO ist der Name dagegen lediglich ein Synonym der Typusvarietät. Ein Verkaufsetikett kann daher von der aktuellen wissenschaftlichen Einordnung abweichen. 2

Lebensraum und Verbreitung

Von Malesien mit Borneo, Java und den Philippinen reicht das natürliche Areal über Neuguinea, die Salomonen und Vanuatu bis Fidschi sowie bis Queensland in Australien. Dort besiedelt die Art offene Wälder, Waldränder und Küstengebüsche im feuchten Tropenklima. 1 4

Auf der Roten Liste der IUCN gilt Codiaeum variegatum als nicht gefährdet. Das natürliche Areal ist groß und die Population insgesamt stabil, obwohl einzelne Küstenlebensräume örtlich unter Druck stehen. 6

Weit außerhalb ihres natürlichen Areals wird die Art als Zierpflanze angebaut: in den Tropen als Hecke und für Innenhöfe, in kühleren Regionen als Zimmerpflanze. Im Freien überlebt sie dort bei Temperaturen unter 10 bis 13 °C nicht. 7 4

Lebenszyklus und Vermehrung

Männliche und weibliche Blüten entstehen getrennt an derselben Pflanze; die Art ist somit einhäusig. Sie stehen in unscheinbaren Trauben in den Blattachseln. Im Zimmer bleibt die Blüte selten und wenig auffällig, während sie an erwachsenen Pflanzen in warmem Klima normal ist. 4

Gärtnerisch wird die Pflanze fast immer durch Triebstecklinge mit Knoten vermehrt. Die Schnittfläche wird in Holzkohle getaucht, um den Milchsaftverlust zu begrenzen, bevor der Steckling in ein warmes, feuchtes Substrat kommt. Abmoosen eignet sich besonders für Pflanzen, deren verlängerter Stamm an der Basis bereits verkahlt ist. 8 2

Nutzen und Risiken

Das farbige, immergrüne Laub begründet die Verwendung als Zierpflanze: Hecken oder Töpfe in den Tropen und andernorts eine Zimmerpflanze mit hohen Ansprüchen an Licht und Luftfeuchtigkeit. Alle Teile, einschließlich Rinde, Wurzeln und Samen, enthalten reizende Diterpenester, darunter vor allem 5-Desoxyingenol. 4

Bei Katzen und Hunden nennt die ASPCA nach dem Verschlucken drei typische Symptome: starken Speichelfluss, Erbrechen und Durchfall. Der Milchsaft abgeschnittener Triebe reizt beim Menschen Haut und Augen; wiederholter Kontakt kann Dermatitis verursachen. Bei versehentlichem Verschlucken stellen die Samen die Hauptgefahr dar, besonders für Kinder. 5 4

Sorten, Verwechslungen und verwandte Pflanzen

Mehrere Hundert Sorten unterscheiden sich in Blattform und Färbung. 'Petra' trägt breite Blätter mit gelben, orangefarbenen und roten Adern; 'Spirale' schmale, in sich gedrehte Blätter. 'Majesticum' bildet überhängende Zweige mit einer zunächst gelben, später roten Mittelader. 'Andreanum' hat große ovale Blätter mit goldenen Adern und Rändern. 2

Im Gartenhandel werden häufig zwei andere Pflanzen verwechselt: Acalypha wilkesiana trägt kupferfarbenes Laub, das an die Panaschierung des Krotons erinnert, und wird regional ebenfalls als Gartenkroton bezeichnet, gehört aber zur Gattung Acalypha. Bei Cordyline fruticosa erinnern die langen rotgrünen Bandblätter an manche Codiaeum-Sorten. Der wissenschaftliche Name schafft Klarheit, wenn die Farbe nicht ausreicht: Acalypha teilt mit dem Kroton die Familie Euphorbiaceae; Cordyline gehört dagegen zu den nicht näher verwandten Asparagaceae.

Hauptquellen

Häufig gestellte Fragen

Gehört der Kroton als Zimmerpflanze wirklich zur Gattung Croton?

Nein. Der gebräuchliche Name geht auf eine alte gärtnerische Verwechslung mit Croton zurück, einer anderen Gattung der Euphorbiaceae. Die Zimmerpflanze heißt botanisch Codiaeum variegatum und gehört zu einer eigenen Gattung.

Ist Kroton (Pflanze) für Katzen und Hunde giftig?

Ja. Alle Teile enthalten reizende Diterpenester. Bei Katzen und Hunden führt das Verschlucken meist zu Speichelfluss, Erbrechen und Durchfall.

Warum verliert mein Kroton die unteren Blätter?

Häufig sind kalte Zugluft oder ein abrupter Standortwechsel die Ursache. Länger anhaltender Lichtmangel kann denselben Effekt haben: Die Pflanze verkahlt unten und konzentriert ihre Ressourcen auf die Triebspitze.

Warum bleiben neue Krotonblätter grün?

Die endgültige Färbung entsteht mit zunehmendem Blattalter und hängt stark vom Lichtangebot ab. Zu wenig Licht verzögert die Färbung oder schwächt sie dauerhaft ab.

Wie lassen sich Krotonstecklinge mit weniger Saftverlust schneiden?

Tauchen Sie die Schnittfläche unmittelbar nach dem Schnitt in zerstoßene Holzkohle. Das begrenzt den Austritt des Milchsafts und senkt das Fäulnisrisiko vor der Bewurzelung.

Wie unterscheiden sich 'Petra' und 'Spirale'?

'Petra' hat breite ovale Blätter mit gelben, orangefarbenen und roten Adern. 'Spirale' trägt schmale, in sich gedrehte Blätter. Beide haben dieselben Kulturansprüche.

Kann Kroton (Pflanze) im europäischen Frankreich ganzjährig draußen bleiben?

Außer an sehr milden, geschützten Standorten der Mittelmeerküste nicht. Temperaturen unter 13 °C verträgt die Pflanze nicht dauerhaft. Andernorts muss sie hereingeholt oder im Zimmer kultiviert werden.

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Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.