Duftender Drachenbaum (Dracaena fragrans, (L.) Ker Gawl. 1808)

Der Duftende Drachenbaum (Dracaena fragrans) ist ein Strauch der Familie Asparagaceae aus dem tropischen Afrika und wird weltweit als Zimmerpflanze kultiviert. Junge Pflanzen tragen einen einzelnen Stamm mit einer Blattrosette. Nach einer Blüte oder Verletzung der Triebspitze verzweigen sie sich und können mehrere Meter hoch werden.

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Wissenschaftlicher NameDracaena fragrans
GattungDracaena
OrdnungAsparagales

Duftender Drachenbaum, Drachenbaum, Sandragon, Corn plant und Cornstalk dracaena

Identität
Toxizität
Vorsicht : Menschen, darunter Kinder · Giftig : Katzen, Hunde, Pferde und Tiere
Pflegeaufwand
Niedrig
Pflanzenart
Blattart
Immergrün
Lebensdauer
Mehrjährig
Herkunft
KamerunDemokratische Republik KongoKeniaTansaniaMosambikAngola
Lebensraum
Lichte Wälder und Bergwald-Unterwuchs; auch als Windschutzhecke kultiviert
Jahresverlauf
Blütezeit
Winter
Wachstum
Ruhephase
Keine Ruhephase
Wuchsgeschwindigkeit
3/10
Reifezeit
Verzweigung nach Blüte oder Verletzung der Triebspitze; dicker Stamm nach Jahren
Vermehrung
Stecklingsvermehrung von Stängeln mit Knoten
Klima & Wasser
Temperatur
Winterhärte
Windverträglichkeit
Gering, windgeschützt aufstellen
Luftfeuchtigkeit
40–60 %
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Ja
Boden
Boden-pH-Wert
Bodenarten
Erde für Zimmerpflanzen, Durchlässige Erde
Salzhaltiger Boden
Wird nicht vertragen
Licht & Standort
Lichtverhältnisse

Viel Umgebungslicht bieten, ohne direkte Sonne auf den Blättern.

Helles indirektes Licht, verträgt Halbschatten
Innenbereich
Wohnzimmer, Büro
Abstand zum Fenster
1 bis 2 m von einem hellen Fenster entfernt
Außenbereich
Veranda, Schattiger Innenhof
Pflanzgefäße
Terrakotta, Drainage-Kunststoff
Erscheinungsbild
Höhe100–1500 cmBreite50–120 cm
Blätter
GrünGelbWeiß
Duftender Drachenbaum (Dracaena fragrans): Herkunft und Verwendung — blätter 1
Duftender Drachenbaum (Dracaena fragrans): Herkunft und Verwendung — blätter 2
Duftender Drachenbaum (Dracaena fragrans): Herkunft und Verwendung — blätter 3
Duftender Drachenbaum (Dracaena fragrans): Herkunft und Verwendung — blätter 4
Duftender Drachenbaum (Dracaena fragrans): Herkunft und Verwendung — blätter 5
Blüten
RosaWeißGröße2–3 cm
Duftender Drachenbaum (Dracaena fragrans): Herkunft und Verwendung — blüten 1
Duftender Drachenbaum (Dracaena fragrans): Herkunft und Verwendung — blüten 2
Duftender Drachenbaum (Dracaena fragrans): Herkunft und Verwendung — blüten 3
Duftender Drachenbaum (Dracaena fragrans): Herkunft und Verwendung — blüten 4
Duftender Drachenbaum (Dracaena fragrans): Herkunft und Verwendung — blüten 5
Früchte
OrangeRot
Duftender Drachenbaum (Dracaena fragrans): Herkunft und Verwendung — früchte 1
Duftender Drachenbaum (Dracaena fragrans): Herkunft und Verwendung — früchte 2
Duftender Drachenbaum (Dracaena fragrans): Herkunft und Verwendung — früchte 3
Duftender Drachenbaum (Dracaena fragrans): Herkunft und Verwendung — früchte 4
Duftender Drachenbaum (Dracaena fragrans): Herkunft und Verwendung — früchte 5
Wuchsform
Duftender Drachenbaum (Dracaena fragrans): Herkunft und Verwendung — wuchsform 1
Duftender Drachenbaum (Dracaena fragrans): Herkunft und Verwendung — wuchsform 2
Duftender Drachenbaum (Dracaena fragrans): Herkunft und Verwendung — wuchsform 3
Duftender Drachenbaum (Dracaena fragrans): Herkunft und Verwendung — wuchsform 4
Duftender Drachenbaum (Dracaena fragrans): Herkunft und Verwendung — wuchsform 5
Rinde
Braun
Duftender Drachenbaum (Dracaena fragrans): Herkunft und Verwendung — rinde 1
Duftender Drachenbaum (Dracaena fragrans): Herkunft und Verwendung — rinde 2
Duftender Drachenbaum (Dracaena fragrans): Herkunft und Verwendung — rinde 3
Duftender Drachenbaum (Dracaena fragrans): Herkunft und Verwendung — rinde 4
Duftender Drachenbaum (Dracaena fragrans): Herkunft und Verwendung — rinde 5

Weltweite Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsgebiet von Dracaena fragrans umfasst tropische Bergregionen Afrikas vom Sudan bis Mosambik und von der Elfenbeinküste bis Angola, in 600 bis 2.250 m Höhe. Heute wird die Pflanze weltweit als Zimmerpflanze oder Heckenstrauch kultiviert. Angaben zu eingeführten Vorkommen bleiben örtlich begrenzt; ein invasiver Status ist in den verfügbaren Quellen nicht dokumentiert.

  • Heimisch6
  • Eingeführt2
  • Kamerun
  • Demokratische Republik Kongo
  • Kenia
  • Tansania
  • Mosambik
  • Angola
  • Guadeloupe
  • Réunion

Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1

Identität

Der Duftende Drachenbaum (Dracaena fragrans (L.) Ker Gawl., 1808), kurz Drachenbaum, ist ein baumartig wachsender Strauch aus der Familie der Asparagaceae. Seine Heimat liegt im tropischen Afrika. 1 2

Der Gattungsname Dracaena geht auf griechisch drakaina, „weiblicher Drache“, zurück. Er wurde von Dracaena draco übernommen, der 1767 von Linné beschriebenen Typusart der Gattung. Das Artwort fragrans bedeutet duftend und verweist auf die stark duftenden Blüten, die sich vor allem abends öffnen. 10

In den französischen Antillen heißt die Pflanze Sandragon und wird in Bananenplantagen als Windschutzhecke genutzt. Der englische Name Corn plant beschreibt dagegen eine Ähnlichkeit des Laubs: Die gestreiften Blätter der Sorte Massangeana erinnern an Mais. 10 11

Erkennung

Junge Exemplare von Dracaena fragrans besitzen einen einzelnen, unverzweigten Stamm mit einer Blattrosette an der Spitze. Eine Blüte oder Verletzung des Scheitels löst die Verzweigung aus. Aus alten Blattnarben entstehen dann zwei bis drei neue Triebe; jede weitere Blüte führt zu zusätzlichen Verzweigungen. 11

Glänzende, lanzettliche Blätter sitzen ohne Stiel am Stamm und umfassen ihn an der Basis. Sie werden 20 bis 150 cm lang und 2 bis 12 cm breit; bei älteren Pflanzen hängen sie bogig über. Ein ausgewachsener Stamm kann 30 cm Durchmesser erreichen. Wildpflanzen werden über 15 m hoch, Topfpflanzen dagegen etwa 1 bis 4 m. 11 9

Die Blütenstände sind 15 bis 160 cm lange Rispen mit weißen Blüten und einer rotpurpurnen Mittellinie. Tagsüber schließen sich die Blüten, am späten Nachmittag öffnen sie sich wieder. Ihr Duft fällt deshalb besonders abends auf. Als Frucht entsteht eine orange bis rote, 1 bis 2 cm große Beere. In Zimmerkultur sind sowohl Blüte als auch Fruchtbildung selten. 11 10

In den Neotropen besuchen einige wenig spezialisierte Kolibriarten die Blüten kultivierter Pflanzen. Ihr Nektar lockt die Vögel an, obwohl der Drachenbaum ursprünglich aus Afrika stammt. 11

Nützliche Taxonomie

Anerkannt ist der Name Dracaena fragrans. Im Handel und in der Literatur begegnen weiterhin mehrere Synonyme:

  • Aletris fragrans L. (Basionym)
  • Dracaena deremensis Engl., 1902
  • Pleomele fragrans (L.) Salisb.
  • Cordyline fragrans (L.) Planch.
  • Sansevieria fragrans (L.) Jacq.

Bereits 1753 beschrieb Linné das Taxon als Aletris fragrans. Ker Gawler überführte es 1808 in Curtis’s Botanical Magazine zu Dracaena fragrans. 10 3

Beim Pflanzenkauf ist besonders Dracaena deremensis erklärungsbedürftig. Der Name steht heute auch für eine gärtnerische Gruppe, die Deremensis Group. Unter ihr verkaufen Gartencenter Sorten wie Warneckei oder Janet Craig, obwohl diese botanisch zu Dracaena fragrans gehören. 2 6

Lebensraum und Verbreitung

Im tropischen Afrika erstreckt sich das natürliche Verbreitungsgebiet vom Sudan bis Mosambik, westwärts bis zur Elfenbeinküste und südwestwärts bis Angola. Die Art besiedelt Bergregionen in 600 bis 2.250 m Höhe. Oberhalb dieser Grenze begrenzt Kälte ihr wildes Vorkommen. 2 11

Im Wald wachsen häufig mehrere Stämme aus einer gemeinsamen Basis. Manche legen sich zunächst waagerecht und bilden dann aufrechte Äste. Außerhalb der Heimat wird Dracaena fragrans weltweit kultiviert: in gemäßigtem Klima im Topf, in frostfreiem Klima auch im Boden, entsprechend USDA-Zonen 10–12. 9 7

Auf den französischen Antillen und auf Réunion wird die Pflanze seit Generationen als Hecke gepflanzt. Dort ist sie so häufig, dass auch verwilderte Exemplare an Wegrändern vorkommen. 10

Lebenszyklus und Vermehrung

Mit etwa 10 cm pro Jahr wächst der Drachenbaum langsam. In Zimmerkultur verringert das den Pflegeaufwand, weil die Pflanze lange eine für Wohnräume geeignete Größe behält. 10

Zur Vermehrung dienen Stammstecklinge. Ein 10 bis 20 cm langes Stück wird einen Tag im Schatten angetrocknet und anschließend in feuchten Sand, Perlit oder Sphagnum gesetzt. Bleibt das Substrat feucht, entstehen nach 3 bis 6 Wochen Wurzeln. Neue Triebe können danach fast überall entlang des geschnittenen Stamms aus alten Blattnarben austreiben. 7 10

Nutzen und Risiken

Ziernutzung steht im Vordergrund, im Zimmer als Topfpflanze und in den Tropen als Windschutzhecke. Eine NASA-Studie von 1989 zeigte bei 'Janet Craig' eine Verringerung bestimmter Innenraumschadstoffe in geschlossenen Versuchskammern. Eine neuere Analyse lässt diese Laborwirkung jedoch nicht auf reale Gebäude übertragen: Der Luftaustausch mit draußen entfernt flüchtige organische Verbindungen bereits so schnell, dass Dutzende bis Hunderte Pflanzen pro m² nötig wären, um dieselbe Leistung zu erzielen. 12

Blätter und Pflanzensaft enthalten Saponine. Sie verursachen bei Hunden, Katzen und Pferden teils blutiges Erbrechen und starken Speichelfluss. Bei Katzen kommen Appetitverlust und erweiterte Pupillen hinzu. Auch die Haut kann durch den Pflanzensaft gereizt werden. 8 7

Bei den Chagga in Tansania gilt die masale genannte Pflanze als heilig. Bei den Bamiléké in Kamerun kennzeichnet ein am Rand gepflanzter Drachenbaum traditionell ein Gebiet des Friedens. 11 10

Sorten, Verwechslungen und verwandte Pflanzen

Handelsübliche Sorten unterscheiden sich vor allem in ihrer Blattzeichnung. Massangeana trägt einen breiten gelben Mittelstreifen und wird auch als Corn plant angeboten; Compacta besitzt kürzere, dichter stehende Blätter. Warneckei und Lemon Lime zeigen weiße beziehungsweise gelbgrüne Streifen und erhielten den Award of Garden Merit der Royal Horticultural Society. Bei beiden kann Lichtmangel zum Vergrünen der Panaschierung führen. Janet Craig trägt dagegen einfarbig grüne Blätter ohne Zeichnung, die bei nachlassendem Licht erhalten werden müsste. 4 5

Häufig verwechselt werden folgende Pflanzen:

  • Dracaena deremensis, ein im Handel verwendetes Synonym von Dracaena fragrans;
  • Dracaena trifasciata, früher Sansevieria, mit steifen, aufrechten statt gebogenen Blättern;
  • Cordyline fruticosa, im Zimmerpflanzensortiment oft verwechselt, jedoch mit schmaleren Blättern, deren Basis den Stamm nicht umfasst.

Ein verlässliches Merkmal ist die Blattbasis: Bei Dracaena fragrans umfasst sie scheidenartig den Stamm. Die meisten Cordyline besitzen dagegen deutlich gestielte Blätter. 10

Hauptquellen

Häufig gestellte Fragen

Ist der Duftende Drachenbaum für Katzen und Hunde giftig?

Ja. Die Blätter enthalten Saponine, die bei Hunden, Katzen und Pferden teils blutiges Erbrechen, starken Speichelfluss und Appetitverlust auslösen. Die ASPCA stuft Dracaena fragrans für diese drei Tierarten als giftig ein.

Warum steht noch Dracaena deremensis auf manchen Etiketten?

Dracaena deremensis Engl., 1902 beschrieben, gilt heute als Synonym von Dracaena fragrans. Im Handel bleibt der Name für panaschierte Sorten wie Warneckei oder Janet Craig in Gebrauch, die unter der Bezeichnung Deremensis Group angeboten werden.

Wie viel Licht braucht der Duftende Drachenbaum?

Er verträgt ein breites Lichtspektrum von hellem indirektem Licht bis zu stärkerem Schatten, in dem das Laub dunkler wird. Direkte Sonne kann die Blätter dagegen verbrennen.

Warum werden die Blattspitzen braun?

Meist entstehen braune Spitzen durch trockene Luft, fluoridhaltiges Wasser oder Salzansammlungen im Substrat. Fluoridfreies Gießwasser und gelegentliches Durchspülen des Topfes begrenzen das Problem.

Reinigt der Duftende Drachenbaum die Raumluft?

Eine NASA-Studie von 1989 untersuchte die Sorte Janet Craig, die in geschlossenen Kammern bestimmte Schadstoffe verringerte. Eine neuere Studie zeigt, dass dies nicht auf reale Gebäude übertragbar ist. Der Luftaustausch mit draußen entfernt flüchtige organische Verbindungen dort bereits so schnell, dass Dutzende Pflanzen pro m² nötig wären, um dieselbe Wirkung zu erreichen.

Warum verzweigt sich der Stamm meines Drachenbaums nicht?

Eine junge Pflanze behält einen einzelnen Stamm mit einer Blattrosette, solange ihre Triebspitze weder blüht noch verletzt wird. Erst nach einer Blüte oder Verletzung der Spitze, oft nach einem Rückschnitt, entstehen zwei bis drei neue Triebe.

Wie unterscheidet sich Dracaena fragrans von Mais oder einer Palme?

Der englische Name Corn plant bezieht sich auf die Ähnlichkeit der Blätter mit Mais (Zea mays). Dracaena fragrans gehört jedoch zu den Asparagaceae und nicht zu den Poaceae. Der verholzte Stamm und die Blattrosetten unterscheiden sie auch von echten Palmen (Arecaceae).

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Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.