Palisanderholzbaum (Jacaranda mimosifolia, )
Palisanderholzbaum (Jacaranda mimosifolia) ist ein subtropischer laubabwerfender Baum der Bignoniaceae aus dem mittleren und südlichen Südamerika. Sein fein doppelt gefiedertes Laub erinnert an Mimosen. Die auffälligen blauvioletten Blüten stehen in großen aufrechten Rispen und erscheinen vor oder mit den jungen Blättern.
WeiterlesenPalisanderholzbaum, Jacaranda, Tarco, Blue jacaranda und Black poui
Täglich einige Stunden direkte Sonne ermöglichen, vorzugsweise morgens oder abends.
Volle Sonne erforderlich, leichter Schatten wird vertragen





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Taken Jun 25, 2014 by Tela Botanica − George FOWLER (cc-by-sa)
Taken Jun 19, 2016 by Tela Botanica − Michel PANSIOT (cc-by-sa)
Taken Jan 29, 2016 by Tela Botanica − Liliane ROUBAUDI (cc-by-sa)
Taken Sep 1, 2014 by Tela Botanica − Michel GAUBERT (cc-by-sa)
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Weltweite Verbreitung
Das natürliche Areal von Jacaranda mimosifolia umfasst das mittlere und südliche Südamerika, von Südbrasilien und Uruguay bis Nordargentinien und Südbolivien. Seit dem 19. Jahrhundert wird die Art häufig als Zierbaum gepflanzt. Sie wächst heute in vielen warmen Klimaten und ist in mehreren Einführungsgebieten nachweislich invasiv.
- Heimisch5
- Eingeführt1
- Invasiv3
- Brasilien
- Uruguay
- Paraguay
- Argentinien
- Bolivien
- Vereinigte Staaten
- Südafrika
- Namibia
- Australien
Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1
Identität
Palisanderholzbaum (Jacaranda mimosifolia D.Don, 1822), auch Jacaranda genannt, ist ein subtropischer laubabwerfender Baum der Gattung Jacaranda aus der Familie der Bignoniaceae. Sein Artepitheton mimosifolia verweist auf das fein doppelt gefiederte Laub, das an Mimosen erinnert, ohne dass beide Gattungen näher verwandt sind. 1 6
Lange war die Art unter dem Namen Jacaranda acutifolia im Umlauf. Einige Gartenkataloge verwenden ihn weiterhin für schmalblättrigere Pflanzen. Heutige taxonomische Referenzen akzeptieren Jacaranda mimosifolia; im allgemeinen Sprachgebrauch meint „Jacaranda“ meist diese Art. 1 6
Erkennung
Ein erstes Erkennungsmerkmal des Palisanderholzbaums sind die doppelt gefiederten Blätter von bis zu 45 cm Länge. Winzige hellgrüne Fiederblättchen verleihen ihnen eine federartige Struktur. Die dünne graubraune Rinde ist an jungen Bäumen glatt und wird im Alter fein schuppig. 6 6
Zur Blütezeit prägen etwa 30 cm lange aufrechte Rispen das Bild. Sie tragen blauviolette Röhrenblüten von ungefähr 5 cm Durchmesser, die im Frühling und Frühsommer aufgehen. Abgefallene Blüten bilden einen violetten Teppich, der den Baum oft schon verrät, bevor der Blick zur Krone wandert. 2
Nach der Blüte entstehen abgeflachte rundliche, verholzte Früchte von etwa 5 cm Durchmesser. Anfangs grün, später hellbraun, bleiben sie lange an den Zweigen. Ausgepflanzte Bäume erreichen bei günstigem Klima gewöhnlich 6 bis 15 m Höhe bei fast ebenso breiter Krone; aus dem natürlichen Areal sind vereinzelt bis zu 20 m bekannt. 6 2 3
Nützliche Taxonomie
David Don veröffentlichte den akzeptierten Namen Jacaranda mimosifolia D.Don 1822. Die Gattung enthält zahlreiche weitere Arten, doch im Gartenbau bezeichnet „Jacaranda“ nahezu immer diese Art. In Synonymlisten und älterer Literatur finden sich unter anderem: 1
- Jacaranda acutifolia Bonpl., von manchen Autoren als eigenständige, in Peru endemische Art statt als bloßes Synonym behandelt
- Jacaranda chelonia I.M.Johnst., historischer Name
- Jacaranda ovalifolia R.Br., historischer Name
Eine weitere Verwechslung betrifft das Holz. Im brasilianischen Portugiesisch bezeichnet „jacarandá“ traditionell das dunkle wertvolle Holz mehrerer Dalbergia-Arten, darunter den im Instrumentenbau begehrten Brasilianischen Palisander (Dalbergia nigra). Jacaranda mimosifolia liefert dagegen helles, fast weißliches Holz ohne entsprechende wirtschaftliche Bedeutung. 7 6
Lebensraum und Verbreitung
Das Herkunftsgebiet des Palisanderholzbaums liegt im mittleren und südlichen Südamerika. Es reicht von Südbrasilien, Uruguay und Paraguay bis Nordargentinien und Südbolivien. Dort wächst die Art im trockenen Chaco, in überschwemmbaren Savannen und in den andinen Yungas, teils bis 2600 m Höhe. 1 6 6
Die Weltnaturschutzunion stuft die Art in ihrem natürlichen Areal als gefährdet ein, vor allem wegen unkontrollierter Holznutzung und landwirtschaftlicher Rodung. Außerhalb dieses Gebiets ergibt sich ein anderes Bild: Seit dem 19. Jahrhundert vielfach als Zierbaum gepflanzt, ist sie in Südafrika, Namibia und Queensland in Australien invasiv geworden und konkurriert mit der heimischen Vegetation. Im europäischen Frankreich bleibt sie auf Gärten und Alleen der Mittelmeerküste beschränkt; eine Einbürgerung wurde dort bislang nicht gemeldet. 5 6
Lebenszyklus und Vermehrung
Der Blühzeitpunkt richtet sich nach der Hemisphäre des Standorts. Im natürlichen Areal südlich des Äquators fällt er auf den Südfrühling im Oktober und November, auf der Nordhalbkugel auf Frühling und Frühsommer. In südafrikanischen und australischen Städten mit Jacaranda-Alleen markiert die Blüte die Jahreszeit so deutlich, dass sie als informelles Zeichen der universitären Prüfungszeit gilt. 2 6
Zahlreiche geflügelte Samen sitzen in jeder verholzten Frucht. Nach deren Öffnung verbreitet sie der Wind. Unter feuchtwarmen Bedingungen keimen sie rasch und leicht, sodass sich die Art um bereits gepflanzte Bäume selbst aussäen kann. Im Gartenbau erfolgt die Vermehrung vor allem durch Aussaat oder durch halbverholzte Stecklinge, um besondere Blütenfarben wie bei „Bonsai Blue“ zu erhalten. 6 8
Nutzen und Risiken
Als Solitär, Straßen- oder Alleebaum verdankt der Palisanderholzbaum seine weltweite Beliebtheit der auffälligen und lang anhaltenden blauvioletten Blüte. Kräftige weitreichende Wurzeln und reichlicher Blüten- und Laubfall erhöhen zugleich den Pflegeaufwand. Angehobene Gehwege, beeinträchtigte Leitungen und durch Blütenblätter verschmutzte Böden gehören zu den häufig berichteten Problemen erwachsener Bäume. 3 4
Das vergleichsweise weiche Holz bricht bei starken Stürmen leicht. Dies ist bei Bäumen nahe Gebäuden oder Verkehrswegen zu beachten. Nach den verfügbaren Angaben ist der Palisanderholzbaum für Katzen, Hunde und Pferde ungiftig und damit als Schattenspender in Gärten mit Haustieren geeignet. 4 4
Sorten, Verwechslungen und verwandte Pflanzen
Nur wenige beständige Sorten weichen von der typischen Blütenfarbe ab. Die durch ein Pflanzenpatent geschützte „Bonsai Blue“ (Sakai01) wächst als Zwergform 3 bis 4 m hoch und eignet sich für große Kübel. Eine gelegentliche weiß blühende Form wird teils als „Alba“ angeboten, bleibt bei Aussaat aber wenig beständig. 8
Ähnliche Blütenfarben können bei anderen auffällig blühenden Bäumen täuschen. Paulownia tomentosa blüht ebenfalls blauviolett, jedoch vor dem Laubaustrieb und in einer anderen Pflanzenfamilie. Die tropischen Gattungen Tabebuia und Handroanthus tragen meist rosa oder gelbe statt blaue Blüten. Wo die Farbe allein keine sichere Unterscheidung erlaubt, hilft das fein doppelt gefiederte Laub des Palisanderholzbaums. 6
Hauptquellen
- Plants of the World Online / Kew, Jacaranda mimosifolia D.Don
- Royal Horticultural Society, Jacaranda mimosifolia – Beschreibung
- Missouri Botanical Garden Plant Finder, Jacaranda mimosifolia
- NC State Extension Plant Toolbox, Jacaranda mimosifolia
- IUCN Red List, Jacaranda mimosifolia – Gefährdungsbewertung
- Wikipedia EN, Jacaranda mimosifolia
- The Wood Database, Brasilianischer Palisander (Dalbergia nigra)
- Royal Horticultural Society, Jacaranda mimosifolia Bonsai Blue (Sakai01) – Beschreibung
Häufig gestellte Fragen
Ist der Palisanderholzbaum invasiv?
Il l'est localement en Südafrika, en Namibia et dans le Queensland australien, où ses graines fertiles lui permettent de coloniser des milieux ouverts. En Europäisches Frankreich, le climat limite sa naturalisation aux jardins et avenues du littoral méditerranéen.
Ist der Palisanderholzbaum für Hunde und Katzen giftig?
Nach den verfügbaren Angaben ist er für Katzen, Hunde und Pferde ungiftig. Bei Aufnahme großer Mengen von Früchten oder Laub sind vorübergehende Verdauungsreizungen dennoch möglich.
Warum blüht mein Palisanderholzbaum nicht?
Die häufigsten Ursachen sind fehlende volle Sonne und ein zu junges Alter. Sämlinge blühen selbst unter günstigen Bedingungen selten vor einem Alter von 7 bis 10 Jahren.
Wie lässt sich Jacaranda mimosifolia von anderen blau blühenden Bäumen unterscheiden?
Das fein doppelt gefiederte, mimosenähnliche Laub ist das verlässlichste Merkmal. Paulownia tomentosa blüht früher im Jahr vor dem Laubaustrieb und gehört zu einer anderen Pflanzenfamilie.
Ist das Holz des Palisanderholzbaums so wertvoll wie Palisander?
Nein. Das Holz von Jacaranda mimosifolia ist hell und weich. Im brasilianischen Portugiesisch bezeichnet „jacarandá“ das dunkle Holz mehrerer Dalbergia-Arten. Das führt im Instrumenten- und Möbelbau häufig zu Verwechslungen.
Woher stammt der in Frankreich und Europa kultivierte Palisanderholzbaum?
Son aire native se situe dans le centre-sud de l'Amérique du Sud, du sud du Brasilien et de l'Uruguay jusqu'au nord de l'Argentinien et au sud de la Bolivien. Il a été introduit comme ornemental dans de nombreux pays au climat méditerranéen ou subtropical.
Gibt es Sorten für kleine Gärten?
Die Zwergsorte „Bonsai Blue“ (Sakai01) erreicht 3 bis 4 m und eignet sich für große Kübel. Auch eine weiß blühende Form namens „Alba“ ist im Umlauf, deren Merkmale bei Aussaat aber wenig beständig sind.
Ähnliche Pflanzen
Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.





