Efeublättrige Pelargonie (Pelargonium peltatum, (L.) L'Hér. 1789)

Efeublättrige Pelargonie (Pelargonium peltatum) ist ein überhängender Halbstrauch aus der Familie Geraniaceae und stammt aus Südafrika. Ihre biegsamen Triebe tragen fleischige, efeuartige und leicht schildförmige Blätter sowie den ganzen Sommer über farbige Blütendolden. Sie wird als frostempfindliche, ausdauernde Pflanze für überhängende Balkonbepflanzungen kultiviert.

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Wissenschaftlicher NamePelargonium peltatum
GattungPelargonium
OrdnungGeraniales

Efeublättrige Pelargonie, Efeupelargonie, Hängegeranie, Ivy-leaved pelargonium, Ivy geranium und Cascading geranium

Identität
Toxizität
Ungiftig : Menschen · Vorsicht : Katzen und Hunde
Pflegeaufwand
Niedrig
Pflanzenart
Blattart
Immergrün
Lebensdauer
Mehrjährig
Herkunft
Südafrika
Lebensraum
Gebüsche und Felshänge im Südwesten Südafrikas, in mediterranem bis subtropischem Klima
Jahresverlauf
Blütezeit
FrühlingSommer
Wachstum
Ruhephase
Keine Ruhephase
Wuchsgeschwindigkeit
8/10
Reifezeit
Blühende Kaskaden schon in der ersten Kultursaison
Vermehrung
Stecklingsvermehrung von Stängeln mit Knoten, Aussaat
Klima & Wasser
Temperatur
Winterhärte
Windverträglichkeit
Mittel, stark exponierte Hängekästen geschützt aufstellen
Luftfeuchtigkeit
30–50 %
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Ja
Boden
Boden-pH-Wert
Bodenarten
Reiche Erde, Entwässerter Boden
Salzhaltiger Boden
Wird nicht vertragen
Licht & Standort
Lichtverhältnisse

Volle Sonne

Volle Sonne bis heller Halbschatten
Innenbereich
Veranda, Helles Zimmer
Außenbereich
Überdachter Balkon, Pflanzgefäß, Hängender Topf, Beet in voller Sonne
Pflanzgefäße
Pflanzgefäß, Hängender Topf
Erscheinungsbild
Höhe30–150 cmBreite40–100 cm
Blätter
Grün
Efeublättrige Pelargonie (Pelargonium peltatum): Herkunft und Verwendung — blätter 1
Efeublättrige Pelargonie (Pelargonium peltatum): Herkunft und Verwendung — blätter 2
Efeublättrige Pelargonie (Pelargonium peltatum): Herkunft und Verwendung — blätter 3
Efeublättrige Pelargonie (Pelargonium peltatum): Herkunft und Verwendung — blätter 4
Efeublättrige Pelargonie (Pelargonium peltatum): Herkunft und Verwendung — blätter 5
Blüten
RosaRotViolettWeiß
Efeublättrige Pelargonie (Pelargonium peltatum): Herkunft und Verwendung — blüten 1
Efeublättrige Pelargonie (Pelargonium peltatum): Herkunft und Verwendung — blüten 2
Efeublättrige Pelargonie (Pelargonium peltatum): Herkunft und Verwendung — blüten 3
Efeublättrige Pelargonie (Pelargonium peltatum): Herkunft und Verwendung — blüten 4
Efeublättrige Pelargonie (Pelargonium peltatum): Herkunft und Verwendung — blüten 5
Früchte
Efeublättrige Pelargonie (Pelargonium peltatum): Herkunft und Verwendung — früchte 1
Wuchsform
Efeublättrige Pelargonie (Pelargonium peltatum): Herkunft und Verwendung — wuchsform 1
Efeublättrige Pelargonie (Pelargonium peltatum): Herkunft und Verwendung — wuchsform 2
Efeublättrige Pelargonie (Pelargonium peltatum): Herkunft und Verwendung — wuchsform 3
Efeublättrige Pelargonie (Pelargonium peltatum): Herkunft und Verwendung — wuchsform 4
Efeublättrige Pelargonie (Pelargonium peltatum): Herkunft und Verwendung — wuchsform 5
Rinde
Grün
Efeublättrige Pelargonie (Pelargonium peltatum): Herkunft und Verwendung — rinde 1
Efeublättrige Pelargonie (Pelargonium peltatum): Herkunft und Verwendung — rinde 2
Efeublättrige Pelargonie (Pelargonium peltatum): Herkunft und Verwendung — rinde 3

Weltweite Verbreitung

Das natürliche Areal von Pelargonium peltatum ist auf die Kapprovinzen Südafrikas beschränkt. Weltweit als Balkon- und Kastenpflanze kultiviert, ist sie in mildem Klima örtlich eingebürgert, insbesondere im Mittelmeerraum, in Australien und in Kalifornien. Diese Einführungsgebiete sind vom südafrikanischen Ursprungsgebiet zu unterscheiden.

  • Heimisch1
  • Eingeführt3
  • Südafrika
  • Spanien
  • Australien
  • Vereinigte Staaten (Kalifornien)

Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1

Identität

Die Efeublättrige Pelargonie (Pelargonium peltatum (L.) L’Hér., 1789), auch Hängegeranie genannt, ist ein überhängender Halbstrauch aus der Gattung Pelargonium und der Familie Geraniaceae. Sie zählt zu den weltweit am häufigsten kultivierten Zierpflanzen für blühende Balkone und Terrassen. Ihr Wuchs macht sie besonders für Gefäße geeignet, aus denen die Triebe frei herabhängen können. 1 4

Der Handelsname Geranie darf botanisch nicht mit Geranium gleichgesetzt werden. Die Pflanze gehört zu Pelargonium, einer Gattung, die L’Héritier bereits 1789 von Geranium trennte. Echte Storchschnäbel sind winterharte Beetstauden. Pelargonien sind dagegen frostempfindliche südafrikanische Pflanzen. Die Unterscheidung ist gerade für ihre Überwinterung wesentlich. 2 3

Als Balkonkastenpflanze ist die Art besonders bekannt: Ihre biegsamen Triebe fallen kaskadenartig über den Gefäßrand und tragen vom Frühjahr bis zum Frost Blüten. Derselbe überhängende Wuchs eignet sich auch für Ampeln. Die Pflanze verbindet damit eine lange Blüte mit einer klar erkennbaren Wuchsform. 2 6

Erkennung

Biegsame, herabhängende Triebe von 40 cm bis über einen Meter Länge und fleischige, glatte, glänzende Blätter kennzeichnen Pelargonium peltatum. Die Blätter besitzen fünf schwach ausgeprägte Lappen und erinnern an Efeublätter. Auf diese Ähnlichkeit bezieht sich der deutsche Name. Ihre Oberfläche ist dabei nicht samtig, sondern auffallend glatt. 3 4

Das Artepitheton beschreibt ein genaueres Merkmal: Das Blatt ist leicht schildförmig. Sein Stiel setzt etwas innerhalb des Blattrandes an, statt direkt an der Einbuchtung. Mitunter ist auf der Blattfläche ein dunkleres halbkreisförmiges Band erkennbar. Dieses Merkmal ist nicht bei jedem Blatt gleich deutlich ausgeprägt. 1 3

Der Blütenstand bildet eine lockere Dolde aus 2 bis 10 Blüten. Je nach Sorte reichen die Farben von Weiß über Rosa und Lila bis Rot. Jede Blüte ist zweiseitig symmetrisch und besitzt einen mit dem Blütenstiel verwachsenen Nektarsporn. Dieses wenig auffällige Merkmal unterscheidet Pelargonien deutlich von den regelmäßig gebauten Blüten echter Storchschnäbel. 4 2

Nützliche Taxonomie

Linné beschrieb die Art zunächst als Geranium peltatum L. L’Héritier überführte sie 1789 in die Gattung Pelargonium. Heute gilt Pelargonium peltatum (L.) L’Hér. als akzeptierter Name. In älterer Literatur stehen weitere Namen für dieselbe Art; die wichtigsten davon sind:

  • Geranium peltatum L., ursprünglicher Name
  • Pelargonium scutatum Sweet, Synonym
  • Pelargonium hederifolium Salisb., Synonym
  • Geraniospermum peltatum (L.) Kuntze, Synonym
  • Dibrachya peltata (L.) Eckl. & Zeyh., Synonym

Für eine eindeutige Zuordnung bleibt der akzeptierte wissenschaftliche Name Pelargonium peltatum maßgeblich. Handelsnamen wie Ville de Paris, Decora und Cascade bezeichnen gärtnerische Auslesen, keine eigenständigen Arten oder botanischen Varietäten. Die meisten im Gartenhandel angebotenen Hängegeranien sind zudem Hybriden, die von dieser Art abstammen. 1 7

Lebensraum und Verbreitung

In den Kapprovinzen Südafrikas liegt das natürliche Verbreitungsgebiet von Pelargonium peltatum. Dort wächst sie in Gebüschen, an felsigen Hängen und an trockenen Waldrändern unter mediterranem bis subtropischem Klima. Im Herkunftsgebiet blüht sie fast ganzjährig, mit einem Schwerpunkt von August bis Oktober, also im Frühling der Südhalbkugel. 1 3

Mildes, trockenes Klima kommt dieser Pelargonie entgegen. Frost verträgt sie schlecht, Hitze und kurze Trockenphasen dagegen gut. Das erklärt ihren Erfolg auf südlich ausgerichteten Balkonen. Ihre Vorliebe für volle Sonne und ein durchlässiges Substrat bestimmt die Kultur: Die Wärme allein genügt nicht, wenn überschüssiges Wasser nicht ablaufen kann. 2 6

Weltweit als Zierpflanze kultiviert, ist die Efeublättrige Pelargonie in milden Gebieten örtlich eingebürgert, etwa im Mittelmeerraum, in Australien und in Kalifornien. Diese Einführungsgebiete sind von ihrem südafrikanischen Ursprungsgebiet zu unterscheiden. Nur dort gehört die Art ursprünglich zur wild vorkommenden Flora. 7 5

Lebenszyklus und Vermehrung

Als frostempfindliche, ausdauernde Pflanze bleibt die Efeublättrige Pelargonie in mildem Klima grün und blüht nahezu ununterbrochen. In kaltem Klima wird sie saisonal kultiviert und zum Überwintern frostfrei untergebracht. Die Art ist immergrün und hat keine ausgeprägte Ruhephase; sie ist also keine krautige Staude mit winterlichem Einziehen. 3 2

Ihre in Dolden stehenden Blüten liefern Nektar und sind im Ursprungsgebiet an die Bestäubung durch langrüsselige Insekten und Schmetterlinge angepasst. Nach der Blüte entsteht die typische trockene Geraniaceae-Frucht mit einem langen Schnabel. Dessen Ähnlichkeit mit einem Storchenschnabel gab der Gattung ihren Namen: Das griechische pelargós bedeutet Storch. 4 1

Im Garten erfolgt die Vermehrung vor allem durch Triebstecklinge mit Knoten im Spätsommer. Dafür werden 8 bis 15 cm lange Triebe geschnitten, die Schnittflächen einige Stunden abgetrocknet und die Stecklinge in durchlässigem, kaum feuchtem Substrat bewurzelt. Bei Wärme dauert das zwei bis vier Wochen. Aussaat ist möglich, dient aber vor allem der Sortengewinnung: Hybridsamen ergeben keine verlässlichen Abbilder der Mutterpflanze. Die leichte Stecklingsvermehrung erklärt die weite Verbreitung der Balkonsorten. 2 5

Nutzen und Risiken

Die überhängenden Blütenkaskaden bestimmen die ornamentale Nutzung von Pelargonium peltatum. Kübel, Balkonkästen und Ampeln bieten Platz für ihre sommerlichen Triebe. Lange, reiche Blüte, gute Hitzeverträglichkeit und einfache Stecklingsvermehrung machen sie zu einer klassischen Pflanze für Balkone und Terrassen. 2 6

Bei Haustieren ist Vorsicht nötig. Die ASPCA führt Pelargonium, also Gartengeranien, als giftig für Katzen und Hunde. Ätherische Öle der Blätter, darunter Geraniol und Linalool, können Verdauungsbeschwerden, Abgeschlagenheit und Kontaktdermatitis auslösen. Für Menschen gilt die Pflanze nicht als gefährlich. Trotzdem sollten Kästen außerhalb der Reichweite von Katzen und Hunden stehen. 8 5

Sorten, Verwechslungen und verwandte Pflanzen

Die angebotene Vielfalt besteht aus Sorten und Hybriden, die von der Art abstammen. Es sind keine getrennten Arten. Ville de Paris bezeichnet die klassische rosa Balkonform; Decora und Cascade sind kräftig überhängende Serien. Tornado und Great Balls of Fire umfassen modernere, kompaktere und selbstreinigende Auslesen. Vor dem Kauf lohnt ein Blick auf kräftige Triebe, einen gleichmäßigen Wuchs und Blattunterseiten ohne Rostbefall. 2

Besonders leicht kommt es zu Verwechslungen mit folgenden Pflanzen:

  • Pelargonium x hortorum, Zonalpelargonie mit aufrechtem Wuchs und samtigen Blättern mit dunkler Zone;
  • echten Storchschnäbeln der Gattung Geranium, winterharten Beetstauden mit regelmäßigen Blüten;
  • Pelargonium grandiflorum, Ausgangsart der als Edelpelargonien bekannten Pflanzen.

Zur Bestätigung einer als Hängegeranie verkauften Pflanze bleiben die hängenden Triebe, die fleischigen efeuartigen Blätter und der mit dem Blütenstiel verwachsene Sporn die zuverlässigsten Merkmale. Zusammen grenzen sie Pelargonium peltatum von aufrechten Balkonformen und echten Storchschnäbeln ab. 3 1

Hauptquellen

Häufig gestellte Fragen

Ist die Efeublättrige Pelargonie für Katzen und Hunde giftig?

Ja, Vorsicht ist geboten. Die ASPCA führt Pelargonien, die als Geranien bekannten Gartenpflanzen, als giftig für Katzen und Hunde. Ätherische Öle im Laub, darunter Geraniol und Linalool, können Verdauungsbeschwerden, Abgeschlagenheit und Kontaktdermatitis auslösen. Balkonkästen sollten außerhalb der Reichweite von Tieren stehen.

Sind Balkongeranien echte Storchschnäbel?

Nein. Garten- und Balkongeranien gehören zur Gattung Pelargonium, die bereits 1789 von Geranium getrennt wurde. Echte Storchschnäbel (Geranium) sind winterharte Beetstauden; Pelargonien sind dagegen frostempfindliche Pflanzen aus Südafrika.

Ist die Efeublättrige Pelargonie winterhart?

Nein, Frost zerstört diese empfindliche Pflanze. In milden Klimaten der USDA-Zonen 9 bis 11 kann sie draußen bleiben. Andernorts muss sie in einem hellen, kühlen und frostfreien Raum überwintern, damit sie im Frühjahr wieder austreibt.

Warum blüht meine Efeublättrige Pelargonie nicht?

Meist fehlt Sonne oder es wurde zu viel Stickstoff gegeben. Stellen Sie die Pflanze vollsonnig auf, mit mindestens sechs Sonnenstunden täglich, und verwenden Sie stickstoffarmen Geraniendünger. Das Entfernen verblühter Blüten regt neue Blüten an.

Wie vermehrt man die Efeublättrige Pelargonie durch Stecklinge?

Schneiden Sie im Spätsommer einen 8 bis 15 cm langen Trieb mit mindestens einem Knoten. Lassen Sie die Schnittstelle abtrocknen und stecken Sie ihn in durchlässige, kaum feuchte Erde. Bei Wärme und Licht dauert die Bewurzelung zwei bis vier Wochen.

Wie unterscheidet sie sich von der Zonalpelargonie?

Die Efeublättrige Pelargonie (Pelargonium peltatum) hat hängende Triebe und fleischige, efeuartige Blätter und eignet sich für Hängekästen. Die Zonalpelargonie (Pelargonium x hortorum) wächst aufrecht und trägt samtige Blätter mit einer dunklen Zone.

Wie oft muss man Balkongeranien gießen?

Im Hochsommer zwei- bis dreimal wöchentlich, wobei die Substratoberfläche zwischen den Wassergaben trocknen sollte. Die Pflanze verträgt kurze Trockenphasen; stehendes Wasser lässt dagegen den Wurzelhals faulen.

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Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.