Hoher Stauden-Phlox (Phlox paniculata, )
Hoher Stauden-Phlox (Phlox paniculata) ist eine ausdauernde krautige Pflanze der Polemoniaceae aus dem Osten und der Mitte der USA. Von Juli bis September tragen seine aufrechten Stängel große, gewölbte Rispen duftender Röhrenblüten. Er gehört zu den klassischen Stauden für das sommerliche Beet.
WeiterlesenHoher Stauden-Phlox, Rispige Flammenblume, Hohe Flammenblume, Herbstflieder, Garden phlox und Fall phlox
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Taken Aug 29, 2022 by Jim Knopf (cc-by-sa)
Taken Apr 4, 2022 by Jim Knopf (cc-by-sa)
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Taken Jul 24, 2020 by vincent ca (cc-by-sa)
Taken Mar 1, 2020 by Karine Attali (cc-by-sa)
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Weltweite Verbreitung
Das natürliche Areal von Phlox paniculata reicht von New York und Iowa im Norden bis Georgia, Mississippi und Arkansas im Süden, vorwiegend östlich des Mississippi. Seit dem 19. Jahrhundert wird die Art verbreitet kultiviert und ist stellenweise außerhalb dieses Areals in Nordamerika und anderen Regionen eingebürgert. Weltweit gilt sie nicht als invasiv.
- Heimisch1
- Eingeführt1
- USA (Osten und Mitte)
- Kanada (Südosten)
Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1
Identität
Hoher Stauden-Phlox (Phlox paniculata L., 1753), auch Rispige Flammenblume, Hohe Flammenblume oder Herbstflieder, gehört als krautige Staude zu den Polemoniaceae. Seine duftenden Rispen blühen von Juli bis September, wenn viele Frühlingsstauden ihren Zyklus schon beendet haben. Linné beschrieb die Art 1753 in dem Werk, in dem er die Gattung Phlox begründete; der akzeptierte Name blieb seither bestehen. 1 7
Auf das altgriechische phlox, die Flamme, geht der Gattungsname zurück. Linné bezog sich auf die leuchtenden Farben einiger Arten der heute 68 Arten umfassenden, fast ausschließlich nordamerikanischen Gattung. Die englischen Namen garden phlox und fall phlox beschreiben die Gartenverwendung beziehungsweise die oft bis zu den ersten Frösten anhaltende Blüte. 8
Erkennung
Aufrechte Horste mit unten unverzweigten Stängeln erreichen bei Phlox paniculata 60 cm bis 1,5 m Höhe und 50 bis 100 cm Breite. Gegenständige, elliptische und zugespitzte Blätter sind 10 bis 15 cm lang und kräftig grün. Die Stängel bleiben ungefleckt. 2 4
Röhrenförmige Blüten mit fünf Kronzipfeln messen 1,5 bis 2,5 cm im Durchmesser. Sie stehen in breiten, gewölbten, 15 bis 20 cm großen Rispen an den Stängelenden. Der süße Duft ist häufig schon wahrnehmbar, bevor die Pflanze zu sehen ist, und gehört zu ihren bekannten Merkmalen. 3 4
Zwischen Juli und September erscheinen die Blüten später als bei vielen Beetstauden. Je nach Sorte reichen die Farben von Rosa und Purpur über Weiß bis Rot und Orange. Rote Flecken am unteren Stängel weisen fast immer auf den früher blühenden Phlox maculata hin; Phlox paniculata bleibt über die gesamte Stängelhöhe gleichmäßig grün. 3
Nützliche Taxonomie
POWO erkennt Phlox paniculata L. als akzeptierten Namen an. Zwei Jahrhunderte intensiver Gartenkultur hinterließen mindestens sechs verzeichnete Synonyme, von denen mehrere vor allem in alten Katalogen und Herbarien begegnen:
- Phlox decussata G.F.Lyon ex Pursh, botanisches Synonym
- Phlox acuminata Pursh, botanisches Synonym
- Phlox undulata Aiton, botanisches Synonym
- Phlox paniculata var. acuminata (Pursh) A.Gray, botanisches Synonym
- Armeria paniculata (L.) Kuntze, botanisches Synonym
- Phlox corymbosa Sweet, botanisches Synonym
Besonders aufschlussreich ist decussata: Dieser Name diente lange als gärtnerische Sammelbezeichnung für sämtliche Sommerphlox-Hybriden und -Sorten, auch in Katalogen des 19. Jahrhunderts. Botanisch ist er lediglich ein Synonym von Phlox paniculata. 1 7
Lebensraum und Verbreitung
Von New York und Iowa im Norden reicht das natürliche Areal bis Georgia, Mississippi und Arkansas im Süden, überwiegend östlich des Mississippi. Dort besiedelt die Art lichte Wälder, Gebüsche, oft kalkreiche Hänge sowie Ufer und Kiesbänke an Fließgewässern. 5 6
Zur weiten Verbreitung trägt die Winterhärte bei: Im Spätherbst zurückgeschnittene Horste überstehen Temperaturen unter −20 °C, entsprechend USDA 4 bis 8 und RHS H7, in den meisten gemäßigten Gärten ohne besonderen Winterschutz. Seit dem 19. Jahrhundert wird die Art in Europa und Nordamerika verbreitet kultiviert. Stellenweise ist sie außerhalb ihres natürlichen Areals eingebürgert, auch in nordamerikanischen Stadt- und Stadtrandgebieten; weltweit gilt sie nicht als invasiv. 2 4
Lebenszyklus und Vermehrung
Am schnellsten lassen sich etablierte Horste durch Teilung im Frühjahr oder Herbst vermehren; dabei entstehen unmittelbar blühfähige Pflanzen. Basale Stecklinge im Frühjahr und Wurzelstecklinge im Spätherbst erhalten ebenfalls eine bestimmte Sorte ohne Aussaat. 2 3
Bei der langsameren Aussaat bleiben die Eigenschaften der Elternsorte nicht zuverlässig erhalten. Sämlinge können blassere Blüten tragen, wie es häufig in alten, sich selbst aussäenden Beeten zu beobachten ist. Die erste Blüte fällt schwach aus; erst im zweiten oder dritten Jahr wird sie üppig. 3
Mit jedem Jahr wächst ein etablierter Horst von Phlox paniculata am Wurzelhals weiter und bildet mehr Blütenstängel. Nach einigen Jahren verkahlt die Mitte ohne Eingriff, und die Blüte nimmt ab. Teilung alle 3 bis 4 Jahre fördert eine dichtere Blüte und liefert Pflanzen für weitere Beete. 2
Nutzen und Risiken
Als klassische Zierstaude des Sommerbeets steht Phlox paniculata wegen seiner Höhe, dichten Blüte und seines Dufts häufig im Hintergrund von Rabatten. Die Röhrenblüten locken Bienen, Schmetterlinge und im natürlichen Areal Kolibris an, wenn andere Stauden bereits verblüht sind. 4 3
Für Blätter und Blüten sind keine giftigen Inhaltsstoffe bekannt. In gängigen gärtnerischen Datenbanken erscheint die Art nicht unter den für Katzen oder Hunde giftigen Pflanzen. Die Giftigkeit für Pferde ist nicht dokumentiert. 5
Beim Anbau steht Echter Mehltau als Krankheitsrisiko im Vordergrund. Stehende Luft und Beregnung begünstigen ihn; ausreichender Abstand zwischen den Horsten und Gießen direkt am Boden begrenzen das Problem deutlich. 4 2
Sorten, Verwechslungen und verwandte Pflanzen
Seit dem 19. Jahrhundert entstanden Dutzende gehandelte Sorten. Eva Cullum und Starfire vertreten die klassischen Rosa- und Karminrottöne, Grey Lady und Prince of Orange ungewöhnlichere graulila oder orange Farben. Norah Leigh fällt durch cremefarben panaschiertes Laub auf. David widersteht Mehltau deutlich besser als die Wildform und eignet sich deshalb besonders für feuchtes Klima oder dichte Beete. 2
Am häufigsten wird die Art mit Phlox maculata verwechselt. Dessen namensgebende rote Flecken an den unteren Stängeln, frühere Blüte und bessere Mehltauresistenz unterscheiden ihn von Phlox paniculata. Die Hybriden Phlox × arendsii aus Kreuzungen mit Phlox divaricata bilden eine weitere, meist früher blühende und kompaktere Gruppe. 2
Hauptquellen
- Plants of the World Online / Kew, Phlox paniculata L.
- Royal Horticultural Society, Phlox paniculata, Gartenphlox
- Missouri Botanical Garden Plant Finder, Phlox paniculata
- NC State Extension Gardener Plant Toolbox, Phlox paniculata
- Plants For A Future, Phlox paniculata
- USDA PLANTS Database, Phlox paniculata (PHPA9)
- International Plant Names Index, Phlox paniculata L.
- Wikipedia FR, Phlox paniculata
Häufig gestellte Fragen
Ist Hoher Stauden-Phlox giftig für Katzen und Hunde?
Nein. Phlox paniculata wird in gängigen gärtnerischen Datenbanken nicht als giftig für Katzen oder Hunde geführt. Die Giftigkeit für Pferde ist nicht dokumentiert.
Wie lässt sich Mehltau an Hohem Stauden-Phlox vermeiden?
Mehltau tritt besonders bei stehender Luft und nassem Laub auf. Abstand zwischen den Horsten, bodennahes Gießen statt Beregnung und resistente Sorten wie David vermindern das Risiko deutlich.
Wie unterscheiden sich Phlox paniculata und Phlox maculata?
Phlox maculata hat unten rot gefleckte Stängel und blüht früher. Phlox paniculata besitzt einheitlich grüne Stängel und blüht hauptsächlich von Juli bis September.
Muss Hoher Stauden-Phlox regelmäßig geteilt werden?
Ja, alle 3 bis 4 Jahre. Überalterte Horste blühen schwächer und bilden dünne Stängel. Teilen im Frühjahr oder Herbst regt die Blüte an und vermehrt die Pflanze.
Warum blüht mein Hoher Stauden-Phlox nicht?
Häufig fehlen Licht oder Nährstoffe, oder der Horst ist ohne Teilung überaltert. Ein vollsonniger Standort und regelmäßiges Teilen helfen in den meisten Fällen.
Ist Hoher Stauden-Phlox invasiv?
Weltweit gilt er nicht als invasiv. Außerhalb seines natürlichen Areals ist er nach langer Kultur stellenweise an Wald- oder Wegrändern eingebürgert, ohne behördlich als invasive Art eingestuft zu sein.
Woher stammt der Name Phlox?
Der Gattungsname stammt vom altgriechischen phlox für Flamme. Carl von Linné wählte ihn 1753 wegen der leuchtenden Farben einiger Gattungsarten. Phlox paniculata ist eine von 68 Arten.
Ähnliche Pflanzen
Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.





