Silber-Akazie (Acacia dealbata, Link 1822)

Silber-Akazie (Acacia dealbata Link) ist ein immergrüner Baum der Fabaceae aus Südostaustralien und Tasmanien. Ihr doppelt gefiedertes, blausilbriges Laub und die duftenden gelben Blütenköpfchen im Spätwinter machen sie unverwechselbar. In mildem Klima wirkt sie eindrucksvoll, doch ihre Wuchskraft und ihr invasives Potenzial verlangen Vorsicht.

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Wissenschaftlicher NameAcacia dealbata
GattungAcacia
OrdnungFabales

Silber-Akazie, Falsche Mimose, Silver wattle und Blue wattle

Identität
Toxizität
Vorsicht : Menschen, darunter Kinder
Pflegeaufwand
Mäßig
Pflanzenart
Immergrüner Strauch · Baum · Zierpflanze · Pflanze für draußen
Blattart
Immergrün
Lebensdauer
Mehrjährig
Herkunft
Australien
Lebensraum
Lichte australische Wälder und Waldränder; geschützte Gärten, saure Hänge und gestörte Böden bei Einbürgerung
Ökologischer Nutzen
Winterblüten werden bei mildem Wetter stark von Insekten besuchtStickstoffbindender Baum; außerhalb des natürlichen Areals überwachen
Jahresverlauf
Blütezeit
WinterFrühling
Wachstum
Ruhephase
Keine Ruhephase
Wuchsgeschwindigkeit
9/10
Reifezeit
Blüte nach wenigen Jahren in mildem Klima möglich; angewachsen rasches Wachstum
Vermehrung
Aussaat, Transplantation, Halbhartholzstecklinge
Klima & Wasser
Temperatur
Winterhärte
Windverträglichkeit
Mittel, brüchige Äste und Wurzeln vor starkem Wind schützen
Luftfeuchtigkeit
35–70 %
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Ja
Boden
Boden-pH-Wert
Bodenarten
Boden von sauer bis neutral, Entwässerter Boden, Sandiger Boden, Armer Boden
Salzhaltiger Boden
Wird vertragen
Licht & Standort
Lichtverhältnisse

Volle Sonne

In die volle Sonne mit intensivem direktem Licht den ganzen Tag stellen.

Geschützte volle Sonne, winterliche Wärme und Schutz vor kaltem Wind
Außenbereich
Mittelmeerlicher Garten, Geschützter Garten, Küstenpark, Großer Garten
Pflanzgefäße
Großes Becken, Schwere Blumenkiste
Erscheinungsbild
Höhe800–2000 cmBreite400–1000 cm
Blätter
GrünCreme
Silber-Akazie (Acacia dealbata): Herkunft und Verwendung — blätter 1
Silber-Akazie (Acacia dealbata): Herkunft und Verwendung — blätter 2
Silber-Akazie (Acacia dealbata): Herkunft und Verwendung — blätter 3
Silber-Akazie (Acacia dealbata): Herkunft und Verwendung — blätter 4
Silber-Akazie (Acacia dealbata): Herkunft und Verwendung — blätter 5
Blüten
GelbGröße0.4–0.8 cm
Silber-Akazie (Acacia dealbata): Herkunft und Verwendung — blüten 1
Silber-Akazie (Acacia dealbata): Herkunft und Verwendung — blüten 2
Silber-Akazie (Acacia dealbata): Herkunft und Verwendung — blüten 3
Silber-Akazie (Acacia dealbata): Herkunft und Verwendung — blüten 4
Silber-Akazie (Acacia dealbata): Herkunft und Verwendung — blüten 5
Früchte
Silber-Akazie (Acacia dealbata): Herkunft und Verwendung — früchte 1
Silber-Akazie (Acacia dealbata): Herkunft und Verwendung — früchte 2
Silber-Akazie (Acacia dealbata): Herkunft und Verwendung — früchte 3
Silber-Akazie (Acacia dealbata): Herkunft und Verwendung — früchte 4
Silber-Akazie (Acacia dealbata): Herkunft und Verwendung — früchte 5
Wuchsform
Silber-Akazie (Acacia dealbata): Herkunft und Verwendung — wuchsform 1
Silber-Akazie (Acacia dealbata): Herkunft und Verwendung — wuchsform 2
Silber-Akazie (Acacia dealbata): Herkunft und Verwendung — wuchsform 3
Silber-Akazie (Acacia dealbata): Herkunft und Verwendung — wuchsform 4
Silber-Akazie (Acacia dealbata): Herkunft und Verwendung — wuchsform 5
Rinde
Silber-Akazie (Acacia dealbata): Herkunft und Verwendung — rinde 1
Silber-Akazie (Acacia dealbata): Herkunft und Verwendung — rinde 2
Silber-Akazie (Acacia dealbata): Herkunft und Verwendung — rinde 3
Silber-Akazie (Acacia dealbata): Herkunft und Verwendung — rinde 4
Silber-Akazie (Acacia dealbata): Herkunft und Verwendung — rinde 5

Weltweite Verbreitung

POWO nennt Südostaustralien und Tasmanien als Herkunft von Acacia dealbata. Die Art wird häufig kultiviert und ist in mehreren milden gemäßigten Regionen eingebürgert, besonders im europäischen Mittelmeerraum. Dort kann sie invasiv werden.

  • Heimisch2
  • Eingeführt4
  • Australien
  • Tasmanien
  • Französischer Mittelmeerraum
  • Portugal
  • Spanien
  • Italien

Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1

Identität

Silber-Akazie (Acacia dealbata Link) ist eine akzeptierte Art der Gattung Acacia aus der Familie der Fabaceae. POWO nennt Südostaustralien und Tasmanien als Herkunft. IPNI dokumentiert den von Link zu Beginn des 19. Jahrhunderts veröffentlichten Namen. Herkunft und wissenschaftlicher Name bilden zusammen die Grundlage für eine eindeutige Zuordnung. 1 3

Die Bezeichnung Mimose kann bei dieser Pflanze irreführen: Botanisch ist Mimosa eine andere Gattung. Im französischen Blumenhandel meinen die Namen Wintermimose, Silbermimose und Floristenmimose jedoch sehr häufig Acacia dealbata. Bei einer genauen Artangabe bleibt deshalb das Binomen maßgeblich. Auch die Bezeichnung Falsche Mimose verweist auf diese notwendige Unterscheidung. 2 7

Der englische Name Silver wattle beschreibt das blausilbrige Laub. An der Côte d’Azur ist die Pflanze zu einem Sinnbild milder Gärten geworden. Ihre gärtnerische Beliebtheit ändert jedoch weder die australische Herkunft noch ihr kräftiges Ausbreitungsverhalten außerhalb des natürlichen Areals. 6 4

Erkennung

Fein zerteilte, doppelt gefiederte Blätter kennzeichnen Acacia dealbata. Die Art wächst als großer immergrüner Strauch oder Baum und legt oft rasch an Größe zu. Blättchen und junge Zweige wirken blaugrün bereift bis silbrig. Darauf beziehen sich das Artepitheton dealbata und der englische Name Silver wattle. 6 8

Die Blüte erscheint in milden Regionen im Winter oder sehr zeitig im Frühjahr. Kleine, leuchtend gelbe Blütenköpfchen stehen zu duftenden Rispen zusammen. Gerade diese gelben Kugeln bringen schon früh Farbe in die Gartensaison, wenn viele andere Gehölze noch nicht blühen. 8 5

Die Krone wird schnell breit. Aus einer dekorativen Jungpflanze kann ein mehrere Meter hoher Baum mit kräftigen Wurzeln, erheblicher Windangriffsfläche und der Fähigkeit zum Neuaustrieb werden. Der Standort ist deshalb von Anfang an für einen Baum zu planen. Die vorübergehend geringe Größe im Verkaufstopf ist kein Maß für den späteren Platzbedarf. 4 8

Kultur in mildem Klima

Für die Silber-Akazie sind volle Sonne, Wärme und ein gut entwässerter Boden entscheidend. In saurem bis neutralem Substrat gedeiht sie besser als bei aktivem Kalk, der rasch Chlorosen hervorrufen kann. Auf kalkhaltigem Boden sind Pflanzen auf geeigneter Veredelungsunterlage zuverlässiger als wurzelechte Sämlinge. 8 5

Gießen unterstützt vor allem das Anwachsen. Nach der Durchwurzelung verträgt der Baum trockene Phasen, reagiert aber ungünstig auf kalte, verdichtete Böden. In den ersten beiden Jahren werden wichtige Grundlagen gelegt: gute Durchwurzelung, zurückhaltendes Anbinden und keine starken Stickstoffgaben. 8

Schnittmaßnahmen beschränken sich auf leichte Korrekturen nach der Blüte. Ein starker Rückschnitt ins alte Holz kann ungeordnete Austriebe fördern, das Astgerüst schwächen und einen schwer kontrollierbaren Neuaustrieb auslösen. Die wirksamste Vorsorge bleibt ein ausreichend bemessener Standort, an dem regelmäßige starke Eingriffe nicht nötig werden. 8

Beim Kauf zählt vor allem die Endgröße. Eine blühend angebotene Topfpflanze erscheint kompakt, behält diesen Maßstab aber nicht bei. Vor der Pflanzung sind Abstände zu Mauern, Leitungen, Grundstücksgrenzen und benachbarten Naturflächen zu prüfen. In einem kleinen Garten kann ein Schnittblumenstrauß oder eine zeitweilige Haltung im großen Kübel vernünftiger sein als ein Baum, der später das Haus überragt. 8 4

Auch die Herkunft des Pflanzmaterials beeinflusst das Ergebnis. Unter grenzwertigen Bodenbedingungen kann eine Veredelung Kalk besser vertragen als ein wurzelechter Sämling. Sie beseitigt aber weder den Bedarf an Drainage noch die Wuchskraft der Krone. Reich blühende Sorten wie Le Gaulois oder Mirandole werden wegen ihrer Blüte und Garteneignung gewählt; sie neutralisieren nicht das ökologische Verhalten der Art. Genügend Abstand zu Fassaden begrenzt spätere Korrekturschnitte. 8

Invasivität und Verwechslungen

Besondere Aufmerksamkeit verdient das invasive Potenzial der Silber-Akazie. CABI dokumentiert sie als eingeführte und invasive Art in mehreren Regionen. In mildem Klima können Samen, Stockausschläge und Wurzelausläufer Böschungen, Waldränder und gestörte Flächen besiedeln. Die Ausbreitung betrifft damit mehr als den unmittelbar bepflanzten Gartenplatz. 4 1

In Frankreich ist sie vor allem als Ziergehölz bekannt. Nahe mediterranen oder milden atlantischen Naturflächen verlangt die Pflanzung jedoch besondere Sorgfalt. Ein gekaufter Schnittblumenstrauß hat andere Folgen als ein Baum am Rand von Macchie, Flussufer oder empfindlicher Brache. 4

Verwechslungen mit anderen als Mimosen angebotenen Pflanzen sind häufig. Acacia baileyana, Acacia retinodes und verschiedene Gartenhybriden blühen ebenfalls gelb. Der Seidenbaum (Albizia julibrissin) wird mitunter als Mimose von Konstantinopel bezeichnet, blüht aber im Sommer und gehört zu einer anderen Gattung. 8 6

Bei Wurzelausläufern ist ein frühes Eingreifen nötig. Nur den sichtbaren Trieb abzuschneiden genügt nicht immer, solange der Wurzelstock kräftig bleibt. Deshalb sind die Umgebung des Baums zu kontrollieren und junge Triebe vor der Verholzung zu entfernen. Samenhaltige Erde sollte nicht verschleppt werden. Nach Feuer, Schnitt oder Bodenstörungen kann die Keimung verstärkt einsetzen, was einen Teil des Ausbreitungsverhaltens in befallenen Landschaften erklärt. 4

Dabei sind drei Situationen zu unterscheiden: geschnittene Blumen, ein einzelner Gartenbaum im städtischen Raum und eine Pflanzung direkt an einem natürlichen Lebensraum. Vor allem die letzte erfordert erhöhte Vorsicht und gegebenenfalls die Wahl einer heimischen oder weniger ausbreitungsfreudigen Alternative. Die dekorative Verwendung allein sagt noch nichts über das örtliche ökologische Risiko aus. 4 8

Sicherheit und Verwendung

Die Silber-Akazie wird als Ziergehölz und für duftende Schnittblumen kultiviert. Sie ist keine Nahrungspflanze. Blüten, Blätter und Samen sollten nicht verzehrt werden, besonders ohne gesicherte Bestimmung und belastbare Angaben zur Verwendung. 8

Gesundheitliche Vorsicht betrifft vor allem Menschen, die empfindlich auf Pollen, Duft oder wiederholten Kontakt mit den Zweigen reagieren. Für Tiere belegen die allgemeinen Quellen keine ausgeprägte veterinärmedizinische Giftigkeit, die etwa mit Eisenhut oder giftigen Zwiebeln vergleichbar wäre. Daraus folgt keine pauschale Freigabe zum Fressen: Eine Aufnahme der Pflanzenteile sollte verhindert werden. 5 8

Mit Acacia dealbata ist somit ein bestimmter australischer Baum gemeint: auffällig in winterlichen Pflanzungen und als Schnittblume, zugleich aber auf geeignete milde Klimabedingungen angewiesen. Seine Verwendung verlangt ausreichend Abstand zu empfindlichen natürlichen Lebensräumen und eine Planung, die seine spätere Größe und Wuchskraft berücksichtigt. 1 4

Hauptquellen

Häufig gestellte Fragen

Ist Acacia dealbata die als Wintermimose verkaufte Pflanze?

Ja. Acacia dealbata wird auch als Wintermimose oder Silbermimose bezeichnet und wegen ihrer duftenden gelben Blüten häufig gepflanzt.

Kann die Silber-Akazie invasiv werden?

Ja, in mildem Klima. Sie verbreitet sich über Samen und gelegentlich Wurzelausläufer. In der Nähe empfindlicher natürlicher Lebensräume sollte sie nicht gepflanzt werden.

Welchen Boden braucht die Silber-Akazie?

Gut entwässerten, eher sauren bis neutralen Boden. Aktiver Kalk verursacht häufig Chlorosen, besonders bei unveredelten Pflanzen.

Ist die Silber-Akazie überall in Frankreich winterhart?

Nein. Sie eignet sich dort vor allem für milde Küsten- und Mittelmeergebiete oder sehr geschützte Lagen.

Muss man die Silber-Akazie schneiden?

Ein leichter Schnitt nach der Blüte kann die Windangriffsfläche begrenzen. Starke Eingriffe ins alte Holz sind riskant.

Ist die Silber-Akazie giftig?

Sie gilt nicht als stark giftige Pflanze, ist aber keine Nahrungspflanze. Pollen und Duft können empfindlichen Menschen Beschwerden verursachen.

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Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.