Dreilappige Papau (Asimina triloba, (L.) Dunal 1817)

Dreilappige Papau (Asimina triloba) ist ein kleiner sommergrüner Obstbaum aus der Familie der Annonengewächse (Annonaceae), der aus dem östlichen Nordamerika stammt. Auch als Indianerbanane bekannt, trägt sie die größte essbare einheimische Frucht des Kontinents mit duftendem, cremigem Fruchtfleisch. Fliegen und Käfer bestäuben ihre purpurnen Blüten; im Waldunterwuchs bildet sie häufig Kolonien aus Wurzelausläufern.

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Wissenschaftlicher NameAsimina triloba
GattungAsimina
OrdnungMagnoliales

Dreilappige Papau, Indianerbanane, Pawpaw, American pawpaw und Dog-banana

Identität
Toxizität
Vorsicht : Menschen, Katzen, Hunde und Pferde
Pflegeaufwand
Mäßig
Pflanzenart
Blattart
Laubabwerfend
Lebensdauer
Mehrjährig
Herkunft
Vereinigte StaatenKanada
Lebensraum
Unterwuchs feuchter Laubwälder, Talgründe, Schluchten und Bachufer auf tiefgründigen, frischen, drainierten Böden
Jahresverlauf
Blütezeit
Frühling
Erntezeit
SommerHerbst
Wachstum
Ruhephase
Winterruhe
Wuchsgeschwindigkeit
4/10
Reifezeit
Erste Früchte je nach Bedingungen 5 bis 8 Jahre nach der Aussaat
Vermehrung
Aussaat, Transplantation
Klima & Wasser
Temperatur
Winterhärte
Windverträglichkeit
Mittel, junge Bäume an windigen Standorten anbinden
Luftfeuchtigkeit
50–75 %
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Nein
Boden
Boden-pH-Wert
Bodenarten
Tiefer Boden, Reicher Boden, Feuchter Boden
Salzhaltiger Boden
Wird nicht vertragen
Licht & Standort
Lichtverhältnisse
Jung halbschattig, ausgewachsen vollsonnig
Außenbereich
Gartenbeet, Pflanzung im Schatten, Offener Boden
Pflanzgefäße
Großes Becken
Erscheinungsbild
Höhe400–1000 cmBreite300–800 cm
Blätter
GrünGelb
Dreilappige Papau (Asimina triloba): Herkunft und Verwendung — blätter 1
Dreilappige Papau (Asimina triloba): Herkunft und Verwendung — blätter 2
Dreilappige Papau (Asimina triloba): Herkunft und Verwendung — blätter 3
Dreilappige Papau (Asimina triloba): Herkunft und Verwendung — blätter 4
Dreilappige Papau (Asimina triloba): Herkunft und Verwendung — blätter 5
Blüten
ViolettBraun
Dreilappige Papau (Asimina triloba): Herkunft und Verwendung — blüten 1
Dreilappige Papau (Asimina triloba): Herkunft und Verwendung — blüten 2
Dreilappige Papau (Asimina triloba): Herkunft und Verwendung — blüten 3
Dreilappige Papau (Asimina triloba): Herkunft und Verwendung — blüten 4
Dreilappige Papau (Asimina triloba): Herkunft und Verwendung — blüten 5
Früchte
GrünGelbBraun
Dreilappige Papau (Asimina triloba): Herkunft und Verwendung — früchte 1
Dreilappige Papau (Asimina triloba): Herkunft und Verwendung — früchte 2
Dreilappige Papau (Asimina triloba): Herkunft und Verwendung — früchte 3
Dreilappige Papau (Asimina triloba): Herkunft und Verwendung — früchte 4
Dreilappige Papau (Asimina triloba): Herkunft und Verwendung — früchte 5
Wuchsform
Dreilappige Papau (Asimina triloba): Herkunft und Verwendung — wuchsform 1
Dreilappige Papau (Asimina triloba): Herkunft und Verwendung — wuchsform 2
Dreilappige Papau (Asimina triloba): Herkunft und Verwendung — wuchsform 3
Dreilappige Papau (Asimina triloba): Herkunft und Verwendung — wuchsform 4
Dreilappige Papau (Asimina triloba): Herkunft und Verwendung — wuchsform 5
Rinde
Braun
Dreilappige Papau (Asimina triloba): Herkunft und Verwendung — rinde 1
Dreilappige Papau (Asimina triloba): Herkunft und Verwendung — rinde 2
Dreilappige Papau (Asimina triloba): Herkunft und Verwendung — rinde 3
Dreilappige Papau (Asimina triloba): Herkunft und Verwendung — rinde 4
Dreilappige Papau (Asimina triloba): Herkunft und Verwendung — rinde 5

Weltweite Verbreitung

Asimina triloba stammt aus dem östlichen Nordamerika, vom Südosten Kanadas bis in die mittleren und östlichen USA. Sie wächst im Unterwuchs feuchter Laubwälder, in Talgründen, kühlen Schluchten und entlang von Gewässern. Sie ist die einzige Art der Annonengewächse, die außerhalb des tropischen Klimas wächst und fruchtet.

  • Heimisch2
  • Östliche Vereinigte Staaten
  • Kanada (Ontario)

Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1

Identität

Die Dreilappige Papau (Asimina triloba (L.) Dunal, 1817), auch Indianerbanane oder Pawpaw, ist ein kleiner sommergrüner Obstbaum der Annonengewächse (Annonaceae) aus der Gattung Asimina. Sie gilt als einzige Art ihrer Familie, die außerhalb des tropischen Klimas wächst und Früchte trägt. Ihre Verwandten, die Stachelannone und die Cherimoya, sind dagegen streng tropische Pflanzen. 1 5

Aus dem östlichen Nordamerika stammt dieser Baum mit der größten essbaren einheimischen Frucht des Kontinents. Das cremige Fruchtfleisch schmeckt nach Banane und Mango. Die Verbindung zwischen tropisch anmutendem Aroma und einem winterharten Baum gemäßigter Regionen erklärt die Aufmerksamkeit, die der Frucht entgegengebracht wird. 5 7

Erkennung

Auffällig sind zunächst die großen verkehrt-eiförmigen Blätter von Asimina triloba. Sie werden 15 bis 30 cm lang, hängen herab, stehen gehäuft an den Zweigenden und riechen zerrieben nach Paprika. Im Herbst färbt sich das Laub hellgelb und hellt damit den Waldunterwuchs auf, in dem die Bäume häufig dichte Gruppen bilden. 4 3

Vor oder während des Laubaustriebs erscheinen im Frühjahr purpurne, schalenförmige Blüten. Sie besitzen drei grüne Kelchblätter und sechs purpurbraune Kronblätter in zwei Reihen. Ihr fader Geruch lockt vor allem Fliegen und Käfer als Bestäuber an, anstelle von Bienen. 3 6

Eine große fleischige Beere von 6 bis 15 cm Länge bildet die Frucht. Anfangs grün, wird sie bei der Reife gelb und schließlich braun. Das zarte, cremige Fruchtfleisch enthält große braune Samen. Der Baum erreicht 4 bis 10 m Höhe und behält eine pyramidale Krone; rundherum entstehen häufig Jungtriebe durch Wurzelausläufer. 2 4

Nützliche Taxonomie

Unter dem heute von Plants of the World Online akzeptierten Namen Asimina triloba (L.) Dunal wurde die Art 1817 auf Grundlage eines linnéischen Basionyms beschrieben. Das Epitheton triloba verweist auf die drei Kelchblätter. In der botanischen Geschichte begegnen mehrere Namen, von denen insbesondere folgende wichtig sind:

  • Annona triloba L., botanischer Name derselben Art
  • Porcelia triloba (L.) Pers., botanischer Name derselben Art
  • Uvaria triloba (L.) Torr. & A.Gray, botanischer Name derselben Art
  • Asimina triloba var. typica, botanischer Name derselben Art

Am Basionym Annona triloba lässt sich die veränderte Gattungszuordnung nachvollziehen. Lange wurde die Papau zu Annona gestellt, schließlich aber in die nordamerikanische Gattung Asimina überführt. Verlässlich bleibt der akzeptierte wissenschaftliche Name. Sortennamen wie Sunflower und Overleese bezeichnen gärtnerische Auslesen und keine eigenständigen botanischen Arten. 1 5

Lebensraum und Verbreitung

Das natürliche Areal der Dreilappigen Papau liegt im östlichen Nordamerika, vom Südosten Kanadas bis in die mittleren und östlichen USA. Der Baum wächst im Unterwuchs feuchter Laubwälder, in Talgründen, kühlen Schluchten und entlang von Gewässern. Dort besiedelt er tiefgründige, frische und gut durchlässige Böden. 3 4

Wurzelausläufer lassen im natürlichen Areal häufig Kolonien entstehen, die von einer einzigen Mutterpflanze abstammen. So bildet die Papau gemeinschaftliche Bestände in tieferen Waldlagen. Ihre Winterhärte entspricht etwa den USDA-Zonen 5 bis 9 und erlaubt ihr, anders als den tropischen Verwandten, kalte Winter zu überstehen. 4 6

Außerhalb Nordamerikas wird die Papau in verschiedenen gemäßigten Regionen als ungewöhnlicher Obstbaum gepflanzt, insbesondere in Europa und Japan. Liebhaber kultivieren dort ausgewählte Sorten. Diese angepflanzten Bäume sind von den nordamerikanischen Wildpopulationen zu unterscheiden; ein kultiviertes Vorkommen ist keine natürliche Population. 2 7

Lebenszyklus und Vermehrung

Die Frühjahrsblüte der Papau beginnt oft vor der vollständigen Entfaltung des Laubs. Die Art ist meist selbstinkompatibel und vorweiblich: Die weibliche Blütenphase liegt vor der männlichen. Ein einzelner Baum setzt daher selten Früchte an. Ein zweites Exemplar anderer genetischer Herkunft ermöglicht die Fremdbestäubung durch Fliegen und Käfer. 3 6

Nach erfolgreicher Befruchtung entwickeln sich große fleischige Früchte, die vom Spätsommer bis zum Frühherbst reifen. Vollreif fallen sie oft zu Boden. Die großen braunen Samen keimen nach einer Kälteperiode langsam und unregelmäßig. Ein aus Samen gezogener Baum bildet die Eigenschaften der Muttersorte nicht zuverlässig nach. 2 7

Zur Vermehrung in Kultur dienen deshalb die Aussaat frischer, stratifizierter Samen, die Veredelung einer benannten Sorte auf eine junge Unterlage oder die Entnahme von Wurzelausläufern neben dem Mutterbaum. Zwischen Aussaat und erster Fruchtbildung liegen je nach Bedingungen fünf bis acht Jahre. 6 4

Nutzen und Risiken

Als Obstbaum liefert die Papau vor allem reifes Fruchtfleisch, das roh ausgelöffelt oder für Eis, Pürees und Desserts verwendet wird. Sein Bananen- und Mangoaroma macht es bei Liebhabern begehrt. Die Früchte sind jedoch sehr empfindlich und nur kurz haltbar. Ein kommerzieller Massenanbau hat sich deshalb nie durchgesetzt. 5 7

Essbarkeit gilt nicht für alle Teile der Frucht. Samen und Schale enthalten Acetogenine der Annonengewächse, neurotoxische und brechreizerregende Verbindungen. Ihr Verzehr verursacht Verdauungsbeschwerden; manche Menschen entwickeln beim Umgang mit den Früchten Hautreaktionen. Auch Blätter und Rinde enthalten Acetogenine mit insektiziden Eigenschaften. Vorsichtshalber sollte nur das reife Fruchtfleisch gegessen werden. Samen und Schale sind zu entfernen, die Früchte von Katzen, Hunden und Pferden fernzuhalten. 6 4

Sorten, Verwechslungen und verwandte Pflanzen

Benannte Sorten sind gärtnerische Auslesen aus Liebhaberzüchtungen und universitären Programmen, keine getrennten Arten. Sunflower und Overleese zählen zu den bekanntesten. Susquehanna und Shenandoah wurden wegen großer fleischiger Früchte mit geringem Samenanteil ausgewählt. Vor dem Kauf sollte ein zweiter, geeigneter Befruchtungspartner eingeplant werden.

Verwechslungen betreffen vor allem andere Annonengewächse und einen irreführenden gemeinsamen Namen:

  • Asimina parviflora, eine kleinwüchsige Papau aus dem Südosten der USA mit kleineren Früchten;
  • Asimina incarna, eine verwandte Art sandiger Böden des Südostens;
  • Carica papaya, die botanisch nicht verwandte tropische Papaya, die im Englischen ebenfalls pawpaw heißt.

Die verkehrt-eiförmigen, nach Paprika riechenden Blätter, purpurnen Frühlingsblüten und großen Früchte mit cremigem Fruchtfleisch bilden gemeinsam die zuverlässigsten Merkmale für die Dreilappige Papau, Asimina triloba. Mit dieser Kombination lässt sich die Art besser bestätigen als allein anhand des Namens Pawpaw. 4 1

Hauptquellen

Häufig gestellte Fragen

Sind die Früchte der Dreilappigen Papau essbar?

Ja. Das reife Fruchtfleisch ist essbar und wird wegen seines cremigen Bananen- und Mangogeschmacks geschätzt. Samen und Schale enthalten hingegen Acetogenine und können Verdauungsbeschwerden verursachen. Essen Sie daher nur das Fruchtfleisch und entfernen Sie Samen und Schale.

Warum trägt meine Dreilappige Papau keine Früchte?

Die Art ist meist selbstinkompatibel; ein einzelner Baum setzt selten Früchte an. Ein zweiter Baum anderer genetischer Herkunft in der Nähe ermöglicht die Fremdbestäubung durch Insekten.

Wie wird die Dreilappige Papau bestäubt?

Ihre purpurnen Blüten verströmen einen faden Geruch, der Fliegen und Käfer als natürliche Bestäuber anlockt. Die Bestäubung bleibt häufig unregelmäßig, weshalb ohne benachbarten Befruchtungspartner geringe Ernten möglich sind.

Welchen Boden und Standort braucht die Dreilappige Papau?

Sie braucht tiefgründigen, frischen, nährstoffreichen und durchlässigen, eher sauren bis neutralen Boden. Jung bevorzugt sie Halbschatten, ausgewachsen fruchtet sie in voller Sonne besser. Staunässe und anhaltende Trockenheit verträgt sie schlecht.

Breitet sich die Dreilappige Papau im Garten invasiv aus?

Sie ist nicht als invasiv eingestuft, bildet aber viele Wurzelausläufer und Kolonien um den Mutterbaum. Regelmäßiges Entfernen überzähliger Ausläufer genügt, um sie zu begrenzen.

Wie groß wird die Dreilappige Papau?

Der kleine Baum erreicht 4 bis 10 m Höhe, in Kultur oft etwa 5 bis 6 m, bei 3 bis 8 m Breite. Er behält seine pyramidale Krone und bildet durch Wurzelausläufer gerne ein Gehölz.

Mit welchen Pflanzen wird die Dreilappige Papau verwechselt?

Vor allem mit anderen Asimina-Arten aus dem Südosten der USA sowie der botanisch nicht verwandten tropischen Papaya, die im Englischen ebenfalls pawpaw heißt.

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Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.