Natalpflaume (Carissa macrocarpa, )
Natalpflaume (Carissa macrocarpa) ist ein immergrüner, dorniger Strauch der Apocynaceae von den Küsten des südlichen und östlichen Afrikas. Die ganze Pflanze führt weißen Milchsaft. Ihre duftenden weißen Blüten erscheinen fast ganzjährig; die roten, erst vollreif essbaren Früchte ähneln kleinen Pflaumen.
WeiterlesenNatalpflaume, Carissa, Amatungulu, Num-num, Natal plum und Noem-noem
Täglich einige Stunden direkte Sonne ermöglichen, vorzugsweise morgens oder abends.
Volle Sonne; im vertragenen Halbschatten weniger Blüten





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Taken Nov 26, 2022 by Francois Mansour (cc-by-sa)
Taken Aug 17, 2021 by Espinoza-Zevallos Marco Elías (cc-by-sa)
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Taken Aug 14, 2021 by Daniel Sánchez (cc-by-sa)
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Weltweite Verbreitung
Das natürliche Areal von Carissa macrocarpa reicht von Kenia bis zum südöstlichen Kap Südafrikas, mit einem Schwerpunkt an der Küste von KwaZulu-Natal. Wegen ihrer Salz- und Trockenheitsverträglichkeit wird die Art in vielen tropischen und subtropischen Regionen kultiviert. Ihr Status außerhalb des Areals unterscheidet sich stark: In Florida wird sie zur Dünenbefestigung empfohlen, auf Hawaii als gebietsfremde Art überwacht.
- Heimisch3
- Eingeführt2
- Invasiv1
- Südafrika
- Kenia
- Mosambik
- Florida (USA)
- Kalifornien (USA)
- Hawaii (USA)
Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1
Identität
Natalpflaume (Carissa macrocarpa (Eckl.) A.DC., 1844), auch Carissa genannt, ist ein immergrüner, dorniger Strauch der Gattung Carissa aus der Familie Apocynaceae. Das Artepitheton macrocarpa geht auf griechisch makros (groß) und karpos (Frucht) zurück: Ihre Früchte sind deutlich größer als die anderer Arten der Gattung. Verletzte Triebe geben weißen, klebrigen Milchsaft ab. Damit lässt sie sich von unbedornten Sträuchern desselben Küstenlebensraums abgrenzen. 1 5 3
Im Namen Natalpflaume klingt die Herkunft von der südafrikanischen Küste Natals an. Der Zulu-Name Amatungulu, auf den das englische Num-num zurückgeht, bezeichnet Frucht und Strauch. Das afrikaanse Noem-noem bezeichnet dagegen nur die Frucht. 3 5
Erkennung
Dicht verzweigt und rundlich wächst Carissa macrocarpa häufig ebenso breit wie hoch. Üblich sind 1 bis 4 m Höhe, an besonders günstigen Standorten auch 5 m. Die Zweige tragen starre, Y-förmig gegabelte Dornen, die über 5 cm lang werden können und eine Verwechslung mit unbedornten Küstensträuchern ausschließen. 3 4
Gegenständige, ovale Blätter mit ledriger Oberfläche und dunkelgrünem Glanz erreichen 2 bis 5 cm Länge. 5 3
Weiße, fünfzipfelige Sternblüten duften nach Jasmin, nachts besonders intensiv, und erscheinen bei günstigem Klima fast ganzjährig. Die eiförmige Steinfrucht misst 2,5 bis 6 cm. Anfangs grün, färbt sie sich vollreif leuchtend rot bis dunkelpurpurn. Ihr saftiges Fruchtfleisch erinnert geschmacklich an Erdbeeren oder Cranberrys. 4 3
Nützliche Taxonomie
Zum von POWO akzeptierten Namen gehören mehrere Synonyme, die für Kauf und Bestimmung hilfreich sind:
- Arduina macrocarpa Eckl., das 1830 veröffentlichte Basionym
- Carissa grandiflora (E.Mey.) A.DC., lange gebräuchlich und noch in älteren Angaben, auch tiermedizinischen Datenbanken, zu finden
- Carissa africana A.DC., ein weiteres botanisches Synonym
Besonders leicht führt Carissa grandiflora in die Irre. Dieser Name steht weiterhin in Teilen der Gartenbauliteratur und älteren Nachschlagewerken zur Tiergiftigkeit. Der akzeptierte botanische Name lautet jedoch Carissa macrocarpa. Auch nordamerikanische tiermedizinische Angaben verwenden teilweise noch das Synonym. 1 6 2
Lebensraum und Verbreitung
Von Kenia bis zum südöstlichen Kap erstreckt sich das natürliche Areal von Carissa macrocarpa im östlichen und südlichen Afrika. Sein Schwerpunkt liegt an der Küste von KwaZulu-Natal. Dort wächst der Strauch auf Dünen und an Rändern niedriger Wälder in voller Sonne oder im Halbschatten. 1 5
Ende des 19. Jahrhunderts gelangte die Natalpflaume in die Vereinigten Staaten. Heute wird sie in Florida, Kalifornien, Hawaii und weiteren tropischen und subtropischen Gebieten wegen ihrer Salz- und Trockenheitsverträglichkeit kultiviert. In Florida ist Carissa macrocarpa nicht heimisch, wird aber zur Befestigung von Küstendünen empfohlen. 7 3
Salz- und Trockenheitsverträglichkeit begünstigen ihren Anbau in Florida, stellen auf Hawaii jedoch ein anderes Problem dar: Dort ist sie als gebietsfremde invasive Art erfasst. Ob sie zur Landschaftspflege dient oder als unerwünschte Pflanze überwacht wird, hängt vor allem vom örtlichen Klima und von empfindlichen natürlichen Lebensräumen nahe den Zierpflanzungen ab. 8
Lebenszyklus und Vermehrung
Nachts bestäuben vom Duft angelockte Insekten die Blüten von Carissa macrocarpa. Diese Eigenschaft stammt aus ihrem ursprünglichen Küstenlebensraum. Außerhalb des natürlichen Areals kann unzureichende nächtliche Bestäubung dazu führen, dass reich blühende Exemplare keine Früchte tragen. 3
Ausgesäte Samen keimen nach 2 bis 4 Wochen. Die Jungpflanzen wachsen langsam und unterschiedlich stark; erste Früchte erscheinen mit etwa 2 Jahren. Produzenten bevorzugen deshalb die vegetative Vermehrung, die früher Erträge bringt. Zum Abmoosen wird ein junger Zweig eingeschnitten und bleibt anschließend etwa 2 Monate an der Mutterpflanze, um zu verheilen. Die Bewurzelung dauert 1 Monat, und die so gewonnenen Pflanzen fruchten früher als Sämlinge. Gewöhnliche Stecklingsvermehrung gelingt bei dieser Art schlecht. 3
Nutzen und Risiken
Vollreife, dunkelrote bis purpurne Früchte werden frisch sowie als Konfitüre, Gelee, Sauce oder in Gebäck gegessen. Beim Kochen tritt etwas Latex aus, das am Topf haftet, sich aber mit Öl leicht entfernen lässt; Aluminiumtöpfe sollte man vermeiden. Grüne Früchte enthalten dagegen viel reizendes Latex, ebenso der Saft von Trieben und Blättern. 3 4
Unter dem früheren Namen Carissa grandiflora stuft die ASPCA die Natalpflaume als ungiftig für Hunde, Katzen und Pferde ein. NC State Extension schränkt dies für Milchsaft und grüne Früchte ein: Größere aufgenommene Mengen können leichte Verdauungsbeschwerden verursachen. 6 4
Ihre starren gegabelten Dornen machen die Natalpflaume zu einer häufigen Pflanze für Schutzhecken und Sichtschutz an Küsten. Salz- und Gischtverträglichkeit eignen sie auch zur Befestigung sandiger Böschungen. Unter −5 °C schädigt Frost besonders junge, schlecht eingewachsene Exemplare schwer. In gemäßigtem Klima lassen sich nur die Zwergsorten im Kübel frostfrei im Wintergarten oder Kalthaus überwintern. 3 4
Sorten, Verwechslungen und verwandte Pflanzen
Bei den gärtnerischen Selektionen stehen sich zwei Gruppen gegenüber: Ertragssorten wie Fancy, Torrey Pines und Gifford sowie wenig fruchtende Zierzwergformen wie Boxwood Beauty, Prostrata und Nana. Letztere dienen als Bodendecker oder geschnittene Einfassungen. 3
Verwechslungen betreffen besonders zwei verwandte Arten derselben Gattung:
- Carissa bispinosa (L.) Desf. ex Brenan hat kleinere Blüten und Früchte und wächst im südlichen Afrika in höheren Lagen;
- Carissa edulis (Forssk.) Vahl wird in der traditionellen Medizin Ostafrikas vielfach genutzt; ihre essbaren Früchte sind deutlich kleiner als bei C. macrocarpa.
Die Größe reifer Früchte trennt diese Arten zuverlässiger als die Dornenform oder die allgemeine Wuchskraft. Bei Carissa macrocarpa erreichen sie vollreif 2,5 bis 6 cm und übertreffen damit die Früchte von Carissa bispinosa und Carissa edulis deutlich. Genau darauf bezieht sich das Epitheton macrocarpa. 1 5
Hauptquellen
- Plants of the World Online / Kew, Carissa macrocarpa (Eckl.) A.DC.
- International Plant Names Index, Carissa macrocarpa – Datensatz
- Purdue University NewCROP, Julia Morton, Natal Plum
- NC State Extension Gardener Plant Toolbox, Carissa macrocarpa
- PlantZAfrica / SANBI, Carissa macrocarpa
- ASPCA, Natal Plum – Angaben zur Giftigkeit
- Florida Plant Atlas (University of South Florida), Carissa macrocarpa
- Invasive Plant Atlas of the United States, natal-plum
Häufig gestellte Fragen
Ist die Natalpflaume für Katzen und Hunde giftig?
Die ASPCA führt die Natalpflaume unter ihrem früheren Namen Carissa grandiflora als ungiftig für Hunde, Katzen und Pferde. Der Milchsaft und unreife grüne Früchte können bei Aufnahme größerer Mengen dennoch reizen.
Sind die Früchte der Natalpflaume essbar?
Ja, aber erst vollreif, wenn sie dunkelrot bis purpurfarben sind. Grüne Früchte enthalten viel Latex und reizen Mund und Verdauungstrakt.
Warum trägt meine Natalpflaume keine Früchte?
Außerhalb des natürlichen Areals kann die nächtliche Bestäubung trotz reicher Blüte unzureichend sein. Auch ein zu starker Rückschnitt am Saisonende oder ein noch junges Exemplar erklären häufig den fehlenden Fruchtansatz.
Was unterscheidet Carissa macrocarpa von Carissa grandiflora?
Botanisch gibt es keinen Unterschied. Carissa grandiflora ist ein älteres Synonym des heute akzeptierten Namens Carissa macrocarpa und in der Gartenbau- und Veterinärliteratur weiterhin verbreitet.
Verträgt die Natalpflaume Frost?
Eingewachsene Exemplare vertragen kurzzeitig etwa −5 °C. Jungpflanzen nehmen bereits unter 0 °C Schaden. In gemäßigtem Klima ist Kübelkultur mit geschützter Überwinterung am sichersten.
Gilt die Natalpflaume als invasiv?
Das hängt stark vom Gebiet ab. Auf Hawaii gehört sie zu den erfassten gebietsfremden Arten, während sie in Florida zur Befestigung von Küstendünen empfohlen wird.
Wie lässt sich die Natalpflaume vermehren?
Abmoosen ist die zuverlässigste Methode; die Bewurzelung dauert ungefähr einen Monat. Gewöhnliche Stecklinge bewurzeln schlecht, und die Aussaat bleibt langsam und unregelmäßig.
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Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.





