Echter Kugelamarant (Gomphrena globosa, L. 1753)

Echter Kugelamarant (Gomphrena globosa) ist eine einjährige Pflanze der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae) aus Mittelamerika und dem nördlichen Südamerika. Seine dichten kugeligen Blütenköpfchen tragen papierartige Hochblätter in Magenta, Violett, Rosa, Weiß oder Orange, die ihre Farbe nach dem Trocknen wochenlang behalten. Die Beet-, Einfassungs- und Trockenblume ist für die üblichen Haustiere nicht als giftig gelistet.

Weiterlesen
Wissenschaftlicher NameGomphrena globosa
GattungGomphrena
OrdnungCaryophyllales

Echter Kugelamarant, Globe amaranth und Bachelor’s button

Identität
Toxizität
Keine Giftigkeit für übliche Haustiere bekannt
Pflegeaufwand
Niedrig
Pflanzenart
Einjährige Blume · Kräuterartig
Blattart
Laubabwerfend
Lebensdauer
Einjährig
Herkunft
MexikoGuatemalaPanamaKolumbienVenezuelaBrasilien
Lebensraum
Tropische Savannen, Trockenwaldränder und offene gestörte Flächen auf mageren bis mäßig fruchtbaren, durchlässigen Böden
Jahresverlauf
Blütezeit
SommerHerbst
Wachstum
Ruhephase
Keine Ruhephase
Wuchsgeschwindigkeit
8/10
Reifezeit
Blüte 8 bis 10 Wochen nach der Aussaat, bis zu den ersten Frösten
Vermehrung
Aussaat
Klima & Wasser
Temperatur
Winterhärte
Windverträglichkeit
Gut, steife und gut verzweigte Stängel
Luftfeuchtigkeit
40–70 %
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Ja
Boden
Boden-pH-Wert
Bodenarten
Entwässerter Boden, Ton, Schluff oder Sand
Salzhaltiger Boden
Wird nicht vertragen
Licht & Standort
Lichtverhältnisse

Volle Sonne

In die volle Sonne mit intensivem direktem Licht den ganzen Tag stellen.

Innenbereich
Veranda
Außenbereich
Beet in voller Sonne, Pflanzgefäß
Pflanzgefäße
Terrakotta, Drainage-Kunststoff
Erscheinungsbild
Höhe15–90 cmBreite15–40 cm
Blätter
Grün
Echter Kugelamarant (Gomphrena globosa): Herkunft und Verwendung — blätter 1
Echter Kugelamarant (Gomphrena globosa): Herkunft und Verwendung — blätter 2
Echter Kugelamarant (Gomphrena globosa): Herkunft und Verwendung — blätter 3
Echter Kugelamarant (Gomphrena globosa): Herkunft und Verwendung — blätter 4
Echter Kugelamarant (Gomphrena globosa): Herkunft und Verwendung — blätter 5
Blüten
ViolettRosaWeißRotOrangeGröße2–4 cm
Echter Kugelamarant (Gomphrena globosa): Herkunft und Verwendung — blüten 1
Echter Kugelamarant (Gomphrena globosa): Herkunft und Verwendung — blüten 2
Echter Kugelamarant (Gomphrena globosa): Herkunft und Verwendung — blüten 3
Echter Kugelamarant (Gomphrena globosa): Herkunft und Verwendung — blüten 4
Echter Kugelamarant (Gomphrena globosa): Herkunft und Verwendung — blüten 5
Früchte
Echter Kugelamarant (Gomphrena globosa): Herkunft und Verwendung — früchte 1
Echter Kugelamarant (Gomphrena globosa): Herkunft und Verwendung — früchte 2
Echter Kugelamarant (Gomphrena globosa): Herkunft und Verwendung — früchte 3
Echter Kugelamarant (Gomphrena globosa): Herkunft und Verwendung — früchte 4
Wuchsform
Echter Kugelamarant (Gomphrena globosa): Herkunft und Verwendung — wuchsform 1
Echter Kugelamarant (Gomphrena globosa): Herkunft und Verwendung — wuchsform 2
Echter Kugelamarant (Gomphrena globosa): Herkunft und Verwendung — wuchsform 3
Echter Kugelamarant (Gomphrena globosa): Herkunft und Verwendung — wuchsform 4
Echter Kugelamarant (Gomphrena globosa): Herkunft und Verwendung — wuchsform 5
Rinde
Grün
Echter Kugelamarant (Gomphrena globosa): Herkunft und Verwendung — rinde 1
Echter Kugelamarant (Gomphrena globosa): Herkunft und Verwendung — rinde 2
Echter Kugelamarant (Gomphrena globosa): Herkunft und Verwendung — rinde 3
Echter Kugelamarant (Gomphrena globosa): Herkunft und Verwendung — rinde 4
Echter Kugelamarant (Gomphrena globosa): Herkunft und Verwendung — rinde 5

Weltweite Verbreitung

Das natürliche Areal von Gomphrena globosa umfasst Mittelamerika und das nördliche Südamerika, von Mexiko über Guatemala, Panama, Kolumbien und Venezuela bis Brasilien. Außerhalb dieses Areals wird die Art häufig als Zier- und Trockenblume angebaut; diese Kulturgebiete sind vom natürlichen Verbreitungsgebiet zu unterscheiden.

  • Heimisch6
  • Mexiko
  • Guatemala
  • Panama
  • Kolumbien
  • Venezuela
  • Brasilien

Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1

Identität

Echter Kugelamarant (Gomphrena globosa L., 1753) ist eine einjährige Art der Gattung Gomphrena aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae). Seine dekorativen Blütenköpfchen machen ihn zur Beet- und Trockenblume. Carl von Linné beschrieb die Art 1753 in Species Plantarum; seither hat sie sich als Zierpflanze weltweit verbreitet. 1 2

Wochenlang, manchmal monatelang behalten die Köpfchen nach Schnitt und Trocknung ihre Farbe. Diese für Gartenblumen ungewöhnliche Haltbarkeit erklärt den französischen Namen, der auf eine „violette Unsterbliche“ verweist. Die scheinbaren Blüten bestehen aus papierartigen Hochblättern, nicht aus den farbigen, vergänglichen Kronblättern von Margeriten oder Rosen. 5 7

Erkennung

Aufrechte, verzweigte Horste von 15 bis 90 cm Höhe kennzeichnen Gomphrena globosa, je nach Sorte. Die steifen, leicht behaarten Stängel sind an den Knoten verdickt, wie bei den meisten Amaranthaceae. Gegenständige, längliche und sitzende Blätter erreichen 15 cm Länge. Junge Pflanzen tragen weiße Haare auf den Blättern; mit zunehmendem Alter nimmt die Behaarung ab. 3 5

Zuverlässiger als die sortenabhängige Farbe ist das Blütenköpfchen: Es sitzt an der Triebspitze, ist dicht und kugelig und misst 2 bis 4 cm im Durchmesser. Die eigentlichen Blüten bleiben winzig und unauffällig. Sichtbar sind vor allem papierartige Hochblätter in Magenta, Violett, Rosa, Weiß oder Orange; nur die gelben Spitzen der Staubblätter verraten die Blüten im Inneren des Köpfchens. 3 4

Nützliche Taxonomie

Bei Plants of the World Online gilt Gomphrena globosa L. als akzeptierter Name. Mehrere historisch beschriebene Varietäten und Unterarten werden heute als Synonyme behandelt, darunter:

  • Gomphrena globosa var. albiflora Moq. – historische Varietät
  • Gomphrena globosa subsp. africana Stuchlík – historische Unterart
  • Gomphrena globosa subsp. mexicana Stuchlík – historische Unterart
  • Gomphrena globosa var. carnea Moq. – historische Varietät

Mehr als hundert amerikanische und australische Arten umfasst die Gattung Gomphrena. Gärtnerisch besonders nahe steht Gomphrena haageana mit länglicheren statt runden Köpfchen. Der Gattungsname soll auf das alte lateinische gromphaena zurückgehen, mit dem bereits Plinius der Ältere eine amarantähnliche Pflanze bezeichnete. Globosa beschreibt schlicht die kugelige Form des Köpfchens. 1 5

Lebensraum und Verbreitung

Von Mexiko über Guatemala, Panama, Kolumbien und Venezuela bis Brasilien reicht das natürliche Areal von Gomphrena globosa in Mittelamerika und dem nördlichen Südamerika. Die Art wächst dort auf offenen sonnigen Flächen, in Savannen, an Trockenwaldrändern und auf gestörten Böden mit geringer bis mittlerer Fruchtbarkeit. 4 5

Sowohl in den Tropen als auch in gemäßigtem Klima wird Echter Kugelamarant weit außerhalb seines Ursprungsgebiets kultiviert. In Nepal werden seine Köpfchen zu zeremoniellen Girlanden verarbeitet; getrocknet dienen sie in mehreren südasiatischen Traditionen auch als Aufguss. Häusliche und dekorative Nutzung erklären die weltweite Verbreitung, die von einer invasiven Einbürgerung zu unterscheiden ist. 5 6

Lebenszyklus und Vermehrung

Für die Vorkultur werden die Samen bei 15 bis 20 °C sechs bis acht Wochen vor den letzten Frösten oberflächlich ausgesät. Direktsaat ist nach Ende der Frostgefahr möglich. Die oft unregelmäßige Keimung dauert eine bis drei Wochen; eine dichte Aussaat gleicht die eher geringe Keimrate aus. 4 5

Etwa 8 bis 10 Wochen nach der Aussaat beginnt die Blüte, im beschriebenen gemäßigten Saisonverlauf ab Juli. Werden verwelkte Köpfchen entfernt, hält sie bis zu den ersten Frösten an. Nach Insektenbestäubung reifen in jedem Köpfchen kleine, trocken bleibende, nicht aufspringende Früchte mit jeweils einem Samen. Sie lassen sich am Saisonende leicht für die Aussaat im folgenden Jahr sammeln. 5 3

Nutzen und Risiken

Beete, Einfassungen, Töpfe und vor allem frische oder getrocknete Schnittblumen sind die wichtigsten Zierverwendungen. Kopfüber aufgehängt und vor direktem Licht geschützt behalten die Köpfchen wochenlang ihre Farbe. Diese Haltbarkeit erklärt die regelmäßige Verwendung in Trockenarrangements und Potpourris sowie französische Namen, die auf Unvergänglichkeit anspielen. 5 7

Für die Farbe der Hochblätter sorgen Betalaine, besonders Gomphrenin. Sie sind stabiler als die Anthocyane der meisten Gartenblumen; diese chemische Stabilität begünstigt die Farberhaltung beim Trocknen. Die Pigmente und weitere phenolische Inhaltsstoffe werden hinsichtlich ihrer antioxidativen Eigenschaften untersucht. 8 7

Für Katzen und Hunde ist Gomphrena globosa nicht als giftig gelistet. Bei Pferden bleibt der Status unklar, weil spezifische veröffentlichte Daten fehlen. Für Menschen ist bei üblicher Verwendung als Zierpflanze kein bedeutendes Risiko dokumentiert. 5

Sorten, Verwechslungen und verwandte Pflanzen

Mehrere beständige Zuchtlinien sind im Handel verbreitet: 'Strawberry Fields' mit leuchtend roten Köpfchen, 'Fireworks' als hohe und reich blühende Form in kräftigem Rosa, die kompakte Zwergserie 'Gnome' in Weiß und Violett unter 25 cm sowie die höhere Serie 'Ping Pong' für getrocknete Schnittblumen. Wuchshöhe und Hauptfarbe helfen bei der Auswahl für Beet oder Strauß. 3 4

Bei der Bestimmung kommen vor allem folgende Verwechslungen infrage:

  • Gomphrena haageana mit länglicheren, fast immer orangefarbenen oder leuchtend roten Köpfchen;
  • Celosia argentea, ein weiteres Fuchsschwanzgewächs, dessen federartige oder kammförmige Blütenstände deutlich anders aussehen;
  • Strohblumen der Gattung Helichrysum aus der Familie Asteraceae, die ebenfalls als Trockenblumen dienen, aber einer anderen Familie angehören.

Die kompakte Kugelform des Köpfchens mit glatten Hochblättern unterscheidet Gomphrena globosa von den federartigen Blütenständen der Celosien und den länglichen Köpfchen von Gomphrena haageana. Dieses Merkmal ist zuverlässiger als Farbe oder Höhe, die sich je nach Sorte verändern. 1 5

Hauptquellen

Häufig gestellte Fragen

Ist Echter Kugelamarant für Katzen und Hunde giftig?

Nein. Laut Perenual ist Gomphrena globosa weder für Katzen noch für Hunde als giftig gelistet. Für Pferde bleibt der Status unklar, da keine spezifischen veröffentlichten Daten vorliegen.

Warum behalten die Blütenköpfchen beim Trocknen ihre Farbe?

Die farbigen Teile sind keine eigentlichen Blüten, sondern papierartige Hochblätter mit vielen Betalainen. Diese Pigmente sind stabiler als die Anthocyane der meisten Gartenblumen. Die winzigen eigentlichen Blüten bleiben im Köpfchen verborgen.

Soll man Kugelamarant drinnen oder direkt im Freiland aussäen?

Beides ist möglich. Eine warme geschützte Vorkultur 6 bis 8 Wochen vor den letzten Frösten beschleunigt die Blüte. Direktsaat nach Ende der Frostgefahr ist ebenfalls möglich, verzögert sie aber um mehrere Wochen.

Wie unterscheiden sich Gomphrena globosa und Gomphrena haageana?

Gomphrena haageana trägt länglichere statt runde Köpfchen, die fast immer orange oder leuchtend rot sind. Gomphrena globosa hat runde Köpfchen in Magenta, Violett, Rosa, Weiß und Orange.

Ist Echter Kugelamarant mehrjährig oder einjährig?

Fast überall wird er einjährig kultiviert und stirbt beim ersten Frost ab. In frostfreiem tropischem Klima der USDA-Zonen 9 bis 11 kann er sich wie eine kurzlebige Staude verhalten.

Wie blüht Kugelamarant bis in den Herbst weiter?

Verblühte Köpfchen regelmäßig abschneiden und übermäßige Stickstoffdüngung vermeiden, die Laub auf Kosten der Blüten fördert. Ein vollsonniger Standort bleibt die wichtigste Voraussetzung.

Woher kommt der Name Gomphrena?

Der Gattungsname greift ein altes lateinisches Wort auf, mit dem Plinius der Ältere eine amarantähnliche Pflanze bezeichnete. Das Artepitheton globosa beschreibt die runde Form des Blütenköpfchens.

Ähnliche Pflanzen

Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.