Großblättrige Steineibe (Podocarpus macrophyllus, (Thunb.) Sweet 1818)

Großblättrige Steineibe (Podocarpus macrophyllus) ist ein immergrüner Nadelbaum der Familie Podocarpaceae aus Südjapan, Südchina und Taiwan. Lange mit Eiben verwechselt, trägt sie deutlich längere flache, linealische Blätter als Taxus und rotviolette fleischige Früchte auf einem verdickten Stiel. Die zweihäusige Art wird als Schnitthecke und Bonsai verwendet.

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Wissenschaftlicher NamePodocarpus macrophyllus
GattungPodocarpus
OrdnungAraucariales

Großblättrige Steineibe, Kusamaki, Buddhist pine, Yew plum pine und Luóhàn sōng

Identität
Toxizität
Giftig für Hund, Katze, Pferd; Giftstoff unbekannt, keine echte Eibe
Pflegeaufwand
Niedrig
Pflanzenart
Nadelbaum · Baum
Blattart
Immergrün
Lebensdauer
Mehrjährig
Herkunft
JapanChinaTaiwanMyanmar
Lebensraum
Wälder, lichte Gebüsche und Straßenränder vom Meeresspiegel bis etwa 1000 m Höhe
Jahresverlauf
Blütezeit
Frühling
Erntezeit
Herbst
Wachstum
Ruhephase
Keine Ruhephase
Wuchsgeschwindigkeit
2/10
Reifezeit
Erwachsene Form nach Jahrzehnten; erste Früchte an reifen, bestäubten Pflanzen
Vermehrung
Aussaat, Steckling
Klima & Wasser
Temperatur
Winterhärte
Windverträglichkeit
Etabliert recht windfest; Jungpflanzen vor austrocknendem Wind schützen
Luftfeuchtigkeit
50–75 %
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Ja
Boden
Boden-pH-Wert
Bodenarten
Entwässerter Boden, Reicher Boden
Salzhaltiger Boden
Wird nicht vertragen
Licht & Standort
Lichtverhältnisse

Viel Umgebungslicht bieten, ohne direkte Sonne auf den Blättern.

Volle Sonne bis Halbschatten; verträgt Teilschatten gut
Innenbereich
Wohnzimmer, Veranda
Abstand zum Fenster
Etwa 40 cm vom hellen Fenster für Kübelpflanzen
Außenbereich
Feldhecke, Pflanzgefäß
Pflanzgefäße
Terrakotta, Schwerer entwässernder Topf
Erscheinungsbild
Höhe200–2000 cmBreite200–600 cm
Blätter
Grün
Großblättrige Steineibe (Podocarpus macrophyllus): Herkunft und Verwendung — blätter 1
Großblättrige Steineibe (Podocarpus macrophyllus): Herkunft und Verwendung — blätter 2
Großblättrige Steineibe (Podocarpus macrophyllus): Herkunft und Verwendung — blätter 3
Großblättrige Steineibe (Podocarpus macrophyllus): Herkunft und Verwendung — blätter 4
Großblättrige Steineibe (Podocarpus macrophyllus): Herkunft und Verwendung — blätter 5
Blüten
Großblättrige Steineibe (Podocarpus macrophyllus): Herkunft und Verwendung — blüten 1
Großblättrige Steineibe (Podocarpus macrophyllus): Herkunft und Verwendung — blüten 2
Großblättrige Steineibe (Podocarpus macrophyllus): Herkunft und Verwendung — blüten 3
Großblättrige Steineibe (Podocarpus macrophyllus): Herkunft und Verwendung — blüten 4
Großblättrige Steineibe (Podocarpus macrophyllus): Herkunft und Verwendung — blüten 5
Früchte
RotViolettGröße1–2 cm
Großblättrige Steineibe (Podocarpus macrophyllus): Herkunft und Verwendung — früchte 1
Großblättrige Steineibe (Podocarpus macrophyllus): Herkunft und Verwendung — früchte 2
Großblättrige Steineibe (Podocarpus macrophyllus): Herkunft und Verwendung — früchte 3
Großblättrige Steineibe (Podocarpus macrophyllus): Herkunft und Verwendung — früchte 4
Großblättrige Steineibe (Podocarpus macrophyllus): Herkunft und Verwendung — früchte 5
Wuchsform
Großblättrige Steineibe (Podocarpus macrophyllus): Herkunft und Verwendung — wuchsform 1
Großblättrige Steineibe (Podocarpus macrophyllus): Herkunft und Verwendung — wuchsform 2
Großblättrige Steineibe (Podocarpus macrophyllus): Herkunft und Verwendung — wuchsform 3
Großblättrige Steineibe (Podocarpus macrophyllus): Herkunft und Verwendung — wuchsform 4
Großblättrige Steineibe (Podocarpus macrophyllus): Herkunft und Verwendung — wuchsform 5
Rinde
Braun
Großblättrige Steineibe (Podocarpus macrophyllus): Herkunft und Verwendung — rinde 1
Großblättrige Steineibe (Podocarpus macrophyllus): Herkunft und Verwendung — rinde 2
Großblättrige Steineibe (Podocarpus macrophyllus): Herkunft und Verwendung — rinde 3
Großblättrige Steineibe (Podocarpus macrophyllus): Herkunft und Verwendung — rinde 4
Großblättrige Steineibe (Podocarpus macrophyllus): Herkunft und Verwendung — rinde 5

Weltweite Verbreitung

Das natürliche Areal von Podocarpus macrophyllus umfasst Südjapan (Honshū, Kyūshū, Shikoku, Ryūkyū-Inseln), Südchina und Taiwan. Die Varietät maki erweitert es bis nach Nordmyanmar. Seit der Einführung nach Europa Anfang des 19. Jahrhunderts wird die Art außerhalb ihres Ursprungsgebiets vielfach kultiviert und ist auch im Südosten der Vereinigten Staaten als Hecken- und Gartenbaum verbreitet.

  • Heimisch4
  • Japan
  • China
  • Taiwan
  • Myanmar

Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1

Identität

Großblättrige Steineibe (Podocarpus macrophyllus (Thunb.) Sweet, 1818), auch Kusamaki genannt, ist ein immergrüner Nadelbaum der Gattung Podocarpus aus der Familie Podocarpaceae. Die aus Südjapan, Südchina und Taiwan stammende Pflanze ist die am weitesten nach Norden vorkommende Art der Gattung. 1 7

Ihre taxonomische Geschichte erklärt eine bis heute häufige Verwechslung: Carl Peter Thunberg beschrieb sie 1784 zunächst als Eibe unter Taxus macrophylla. Erst 1818 überführte der Botaniker Robert Sweet sie offiziell in die Gattung Podocarpus. 2 1

Erkennung

Langsames Wachstum kennzeichnet Podocarpus macrophyllus, der im natürlichen Lebensraum bis 20 m erreicht. Wiederholter Schnitt als Hecke oder Kübelpflanze hält die meisten kultivierten Exemplare bei 2 bis 6 m. Die flachen, linealischen Blätter werden 5 bis 15 cm lang und etwa 1 cm breit, mit auffälliger Mittelrippe. Oben sind sie dunkelgrün und glänzend, unten heller und blaugrün; am Zweig stehen sie dicht spiralig. 3 7

Die Großblättrige Steineibe ist zweihäusig: kleine kätzchenartige männliche Zapfen und weibliche Zapfen wachsen auf getrennten Pflanzen. Bei bestäubten weiblichen Exemplaren reduziert sich der weibliche Zapfen auf einen fleischigen Träger, der zur Reife eine rotviolette, 1 bis 2 cm große Steinfrucht auf einem ebenfalls fleischig verdickten Stiel bildet. Vögel fressen diese Frucht und verbreiten den Samen; so kann sich die Art weit von der Mutterpflanze entfernt natürlich verjüngen. 7 4

Nützliche Taxonomie

Bei POWO/WCVP ist Podocarpus macrophyllus (Thunb.) Sweet der akzeptierte Name. Mehrere Dutzend Arten der Gattung Podocarpus kommen überwiegend auf der Südhalbkugel vor; die nördlichste Lage von P. macrophyllus ist deshalb besonders bemerkenswert. 1 Zwei botanische Varietäten mit teilweise überlappenden Arealen werden anerkannt:

  • Podocarpus macrophyllus var. macrophyllus, in Südchina, Taiwan und Japan (Honshū, Shikoku)
  • Podocarpus macrophyllus var. maki Siebold & Zucc., mit einem Areal bis nach Nordmyanmar

Weiterhin gebräuchliche botanische Synonyme sind Podocarpus macrophyllus var. angustifolius Blume mit schmalen Blättern sowie Podocarpus macrophyllus var. albovariegatus Pilg. mit weiß gerandeten Blättern. 1

Lebensraum und Verbreitung

Zum natürlichen Verbreitungsgebiet zählen Südjapan mit Honshū, Kyūshū, Shikoku und den Ryūkyū-Inseln, Südchina sowie Taiwan. Dort wächst die Art in Wäldern, lichten Gebüschen und an Straßenrändern vom Meeresspiegel bis etwa 1000 m. Die Varietät maki erweitert das Areal nach Nordmyanmar. 7 1

Die IUCN bewertet die typische Art als nicht gefährdet: Trotz örtlichen Rückgangs ist sie weiterhin sehr weit verbreitet. Die Varietät maki gilt dagegen als potenziell gefährdet, weil alte Exemplare illegal für den Feng-Shui-Handel ausgegraben werden, besonders in Hongkong. 6

Anfang des 19. Jahrhunderts kam Podocarpus macrophyllus nach Europa und verbreitete sich später als Zierbaum im Südosten der Vereinigten Staaten und in vielen Gärten gemäßigter Gebiete. Die vielfach gepflanzte Varietät maki ist mancherorts in China und Japan sogar eingebürgert; Vögel verbreiteten sie weit über ihr dokumentiertes ursprüngliches Areal hinaus. 7 6

Lebenszyklus und Vermehrung

Bestäubt wird die Art im Frühjahr. Ohne männliche Pflanze in der Nähe blüht ein einzelnes weibliches Exemplar jedes Jahr, ohne jemals Früchte zu bilden, ähnlich wie Echter Lorbeer oder Ginkgo, zwei weitere zweihäusige Arten. Anschließend reifen die Früchte mehrere Monate lang und werden im Herbst rotviolett. 7 3

Zur Vermehrung dienen vor allem Samen, die unter warmer Abdeckung langsam und unregelmäßig über mehrere Monate keimen, oder Stecklinge halbreifer Zweige vom Spätsommer. In beiden Fällen bleibt das Wachstum langsam. Das erklärt den hohen Handelswert bereits geformter alter Exemplare. 4

Nutzen und Risiken

In einigen Teilen Ostasiens wird der fleischige, reife Arillus roh oder gekocht gegessen; der Samen selbst darf dagegen nicht verzehrt werden. In Japan nutzt man das gegen Termiten und Feuchtigkeit widerstandsfähige Holz traditionell zum Bauen, insbesondere auf Okinawa. 4 7

Nach Angaben der ASPCA ist Podocarpus macrophyllus giftig für Katzen, Hunde und Pferde. Der Giftstoff bleibt unbekannt, doch der Verzehr verursacht Erbrechen und Durchfall sowie bei Pferden Koliken. Die ASPCA warnt ausdrücklich vor einer Verwechslung mit echten Eiben der Gattung Taxus, passend zur taxonomischen Vorgeschichte der Art. 5

Auch als Bonsai eignet sich die Großblättrige Steineibe sehr gut. Nach Eingewöhnung verträgt sie volle Sonne und wiederholten Laubschnitt, zwei Eigenschaften, die bei einem so dicht wachsenden Nadelbaum selten zusammentreffen. 7

Auf dem Feng-Shui-Markt Hongkongs kann eine gut geformte alte Steineibe mehrere Tausend Euro kosten. Die dortige Wasserschutzpolizei fing 2004 ein Boot mit 14 ausgegrabenen Exemplaren ab, deren Wert auf rund 100 000 Hongkong-Dollar geschätzt wurde. Der Fall veranschaulicht den Druck auf alte Wildpflanzen. 8

Sorten, Verwechslungen und verwandte Pflanzen

Kompakterer Wuchs und schmalere Blätter als bei der typischen Form kennzeichnen die Varietät maki, die unter verschiedenen Bezeichnungen den westlichen Gartenhandel dominiert. Schmalblättrige Formen (angustifolius) und weiß gerandete Formen (albovariegatus) sind seltener und vor allem in der botanischen Synonymie dokumentiert. 1

Regelmäßig verwechselt werden drei andere Nadelbäume: Taxus baccata und Taxus cuspidata mit kürzeren Blättern, die flach in zwei Reihen statt dicht spiralig stehen, sowie Cephalotaxus harringtonia, dessen ähnliche fleischige Frucht mit etwa 2,5 cm größer ausfällt. Die zuverlässigsten Merkmale sind die bei Podocarpus macrophyllus deutlich längeren Blätter und die Fruchtform: Die Frucht sitzt auf einem verdickten Stiel statt wie bei Eiben in einem becherförmigen Mantel.

Hauptquellen

Häufig gestellte Fragen

Ist die Großblättrige Steineibe eine echte Eibe?

Nein, obwohl sie 1784 zunächst als Taxus macrophylla beschrieben wurde. Seit 1818 gehört sie zu Podocarpus. Längere Blätter und die fleischige Frucht auf einem verdickten Stiel unterscheiden sie von echten Eiben der Gattung Taxus.

Ist die Großblättrige Steineibe für Katzen und Hunde giftig?

Ja. Die ASPCA stuft sie als giftig für Katzen, Hunde und Pferde ein; beim Verzehr können Erbrechen und Durchfall auftreten. Der Giftstoff ist unbekannt. Die Art darf nicht mit echten Eiben verwechselt werden, die ebenfalls giftig sind, aber anders wirken.

Kann man die Früchte der Großblättrigen Steineibe essen?

Der reife, fleischige, rotviolette Arillus wird in Teilen Ostasiens roh oder gekocht gegessen. Der Samen selbst darf nicht verzehrt werden; auch von unreifen Früchten wird abgeraten.

Warum bildet meine Großblättrige Steineibe keine Früchte?

Die Art ist zweihäusig, männliche und weibliche Pflanzen sind getrennt. Ein einzelnes Exemplar kann dauerhaft ohne Früchte bleiben, wenn es männlich ist oder kein männliches Exemplar zur Bestäubung in der Nähe steht.

Woran erkennt man die Varietät maki?

Podocarpus macrophyllus var. maki wächst kompakter und hat schmalere Blätter als die typische Varietät. Wegen der illegalen Entnahme alter Exemplare für den Feng-Shui-Handel stuft die IUCN sie als potenziell gefährdet ein.

Eignet sich die Großblättrige Steineibe als Bonsai?

Ja. Sie verträgt starken, wiederholten Rückschnitt und nach Eingewöhnung volle Sonne. Alle zwei bis drei Jahre wird sie in durchlässiges Substrat umgetopft. Häufige Gestaltungen sind Chokkan mit geradem Stamm und Neagari mit sichtbaren Wurzeln.

Warum vergilben die Blätter mancher Pflanzen?

Zu kalkreicher Boden verursacht eine an den Blättern sichtbare Eisenchlorose. Eisenhaltiger Dünger und ein saureres Substrat beheben das Problem in der Regel.

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Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.