Pfirsich (Prunus persica, (L.) Batsch 1801)

Pfirsich (Prunus persica (L.) Batsch), auch Pfirsichbaum genannt, ist ein sommergrüner Obstbaum der Rosaceae. Er gilt als aus China stammendes Kultigen und nicht als bestätigte Wildart. Im Frühjahr blüht er vor dem Laubaustrieb und bildet im Sommer die flaumige Steinfrucht Pfirsich. Die glattschalige Nektarine gehört derselben Art an; Steinkerne, Blätter und Triebe bleiben für Haustiere giftig.

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Wissenschaftlicher NamePrunus persica
GattungPrunus
OrdnungRosales

Pfirsich, Pfirsichbaum, Nektarine, Peach, Duraznero und Pesco

Identität
Toxizität
Vorsicht : Menschen, darunter Kinder · Giftig : Katzen, Hunde und Pferde
Pflegeaufwand
Hoch
Pflanzenart
Baum · Obstbaum · Laubbaum
Blattart
Laubabwerfend
Lebensdauer
Mehrjährig
Herkunft
China
Lebensraum
Obstbaum gemäßigter Obstgärten; außerhalb der Kultur praktisch nicht wild bekannt
Jahresverlauf
Blütezeit
Frühling
Erntezeit
Sommer
Wachstum
Ruhephase
Winterruhe
Wuchsgeschwindigkeit
8/10
Reifezeit
Blüte im 2.–3. Jahr; Vollertrag nach 4–5 Jahren, je nach Unterlage
Vermehrung
Transplantation, Steckling, Aussaat
Klima & Wasser
Temperatur
Winterhärte
Windverträglichkeit
Mäßig; zur Blüte vor kalten Winden schützen
Luftfeuchtigkeit
40–65 %
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Nein
Boden
Bodenarten
Freies Land, Kreide, Ton, Sand, Entwässerter Boden
Salzhaltiger Boden
Wird nicht vertragen
Licht & Standort
Lichtverhältnisse

Volle Sonne

Täglich einige Stunden direkte Sonne ermöglichen, vorzugsweise morgens oder abends.

Volle Sonne, möglichst geschützt
Außenbereich
Offener Boden, Beet in voller Sonne, Gartenbeet
Pflanzgefäße
Offener Boden, Großes Becken
Erscheinungsbild
Höhe300–800 cmBreite400–800 cm
Blätter
GrünGelb
Pfirsich (Prunus persica): Herkunft und Verwendung — blätter 1
Pfirsich (Prunus persica): Herkunft und Verwendung — blätter 2
Pfirsich (Prunus persica): Herkunft und Verwendung — blätter 3
Pfirsich (Prunus persica): Herkunft und Verwendung — blätter 4
Pfirsich (Prunus persica): Herkunft und Verwendung — blätter 5
Blüten
RosaRotWeißGröße2.5–4 cm
Pfirsich (Prunus persica): Herkunft und Verwendung — blüten 1
Pfirsich (Prunus persica): Herkunft und Verwendung — blüten 2
Pfirsich (Prunus persica): Herkunft und Verwendung — blüten 3
Pfirsich (Prunus persica): Herkunft und Verwendung — blüten 4
Pfirsich (Prunus persica): Herkunft und Verwendung — blüten 5
Früchte
GelbOrangeRot
Pfirsich (Prunus persica): Herkunft und Verwendung — früchte 1
Pfirsich (Prunus persica): Herkunft und Verwendung — früchte 2
Pfirsich (Prunus persica): Herkunft und Verwendung — früchte 3
Pfirsich (Prunus persica): Herkunft und Verwendung — früchte 4
Pfirsich (Prunus persica): Herkunft und Verwendung — früchte 5
Wuchsform
Pfirsich (Prunus persica): Herkunft und Verwendung — wuchsform 1
Pfirsich (Prunus persica): Herkunft und Verwendung — wuchsform 2
Pfirsich (Prunus persica): Herkunft und Verwendung — wuchsform 3
Pfirsich (Prunus persica): Herkunft und Verwendung — wuchsform 4
Pfirsich (Prunus persica): Herkunft und Verwendung — wuchsform 5
Rinde
RotBraun
Pfirsich (Prunus persica): Herkunft und Verwendung — rinde 1
Pfirsich (Prunus persica): Herkunft und Verwendung — rinde 2
Pfirsich (Prunus persica): Herkunft und Verwendung — rinde 3
Pfirsich (Prunus persica): Herkunft und Verwendung — rinde 4
Pfirsich (Prunus persica): Herkunft und Verwendung — rinde 5

Weltweite Verbreitung

PFAF stellt klar, dass der Pfirsich nicht wirklich wild bekannt ist. POWO ordnet ihn Nordwestchina als Kultigen ohne bestätigte Wildpopulation zu. Der Anbau verbreitete sich anschließend über Zentralasien und Persien in den Mittelmeerraum und weiter in die übrigen gemäßigten Weltregionen.

  • Heimisch1
  • Eingeführt1
  • China
  • Vereinigte Staaten

Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1

Identität

Pfirsich (Prunus persica (L.) Batsch, 1801), auch Pfirsichbaum genannt und international als Peach, Duraznero oder Pesco bekannt, ist eine Art der Gattung Prunus aus der Familie der Rosaceae. POWO ordnet ihn neben dem Mandelbaum, Prunus dulcis, der Untergattung Amygdalus zu. Blüten und harter Steinkern verbinden die beiden nahen Verwandten, die Beschaffenheit der Frucht trennt sie. 1 2

Das Wort Pfirsich kann die Frucht bezeichnen, während Pfirsichbaum den Baum eindeutig benennt. Das Artepitheton persica erinnert an Persien, über das die Art den Mittelmeerraum erreichte. Ihr botanischer Ursprung bleibt jedoch chinesisch. 5 6

POWO führt Prunus persica als Kultigen, also als Kulturpflanze ohne bestätigte Wildpopulation. Dieser Status unterscheidet ihn von den meisten anderen Prunus-Arten, die auch wild vorkommen. PFAF nennt Prunus davidiana als möglichen wilden Vorfahren, ohne die Frage abschließend zu klären. 1 6

Erkennung

Klein bleibend und sommergrün erreicht der Pfirsich 3 bis 8 m Höhe bei vergleichbarer Breite. Er wächst schnell und entwickelt eine rundliche bis ausladende Krone. Im Garten wird er häufig als Fächer an einer Mauer gezogen; diese Erziehung verringert seine tatsächliche Höhe. 3 5

Wechselständige, einfache, lanzettliche und fein gezähnte Blätter tragen zwei kleine Drüsen am Grund der Spreite. NC State nennt dieses Detail als bestes Merkmal, um den Pfirsich von der Pflaume zu unterscheiden. Häufig biegt sich die Blattspreite entlang der Mittelrippe nach innen. 5

Noch vor den Blättern öffnen sich im Frühjahr die schalenförmigen Blüten. Sie sind rosa bis rot, mitunter weiß und 2,5 bis 4 cm breit. Ein Spätfrost lässt sowohl offene Blüten als auch junge Früchte schwarz werden. 3 4

Die flaumige Steinfrucht besitzt eine gelbe oder orangefarbene, rot überlaufene Haut und einen großen, rauen und gefurchten Steinkern. Auf der grauen Rinde treten waagerechte Lentizellen hervor. Junge Zweige sind zunächst rötlich und werden mit dem Alter grau. 5

Nützliche Taxonomie

Für den Pfirsich akzeptiert POWO den Namen Prunus persica (L.) Batsch. Linné beschrieb die Art 1753 zunächst als Amygdalus persica. Batsch überführte sie 1801 in die Gattung Prunus, eine bei den steinkerntragenden Prunus häufige Umstellung. 1

Zur Untergattung Amygdalus gehören Pfirsich und Mandelbaum. Ihre Blüten und Blätter ähneln sich, ihre Früchte unterscheiden sich jedoch deutlich: Der Pfirsich bildet dickes, saftiges Fruchtfleisch, Prunus dulcis eine trockene Hülle um die Mandel. 1

Ein entscheidender Anhaltspunkt ist die Nektarine: Sie ist weder eine eigene Art noch eine separate Hybride, sondern ebenfalls Prunus persica. Eine rezessive Mutation eines einzigen Gens verleiht ihr die glatte, kahle Haut; die flaumige Haut bleibt dagegen das dominante Merkmal. 5

Lebensraum und Verbreitung

Nach PFAF ist der Pfirsich nicht wirklich wild bekannt. Die Art wird China zugeordnet, mit Prunus davidiana als möglichem nahem Vorfahren. POWO bestätigt einen Ursprung als Kultigen mit Schwerpunkt in Nordwestchina. 6 1

Von China aus gelangte der Anbau zunächst nach Zentralasien und Persien, danach rund um das Mittelmeer und später nach Amerika und Ozeanien. Heute kommt die Art praktisch nur in Obstplantagen, Obstgärten und bewirtschafteten gemäßigten Gebieten vor. 5 6

Für den Gartenbau verlangt der Pfirsich tiefgründigen, fruchtbaren und gut durchlässigen Boden, dessen pH vorzugsweise zwischen 6 und 7,5 liegt. Nach RHS verträgt er auch Kalk-, Ton-, Lehm- und Sandböden, sofern die Entwässerung stimmt. Unabhängig von der Bodenart fördert zurückgehaltenes Wasser Sauerstoffmangel an den Wurzeln. 4 6

Lebenszyklus, Blüte und Frucht

Ein nach Kältestratifikation ausgesäter Steinkern kann zu einem jungen Pfirsichbaum heranwachsen. Handelsübliche Obstbäume werden jedoch fast immer auf eine Unterlage veredelt. So bleiben die Fruchteigenschaften der gewählten Sorte erhalten, was eine Aussaat nicht garantiert. PFAF berichtet bei dieser Art von sehr geringen Anwuchsraten halbverholzter Stecklinge. 6

Im Frühjahr blüht der Baum vor dem Laubaustrieb. In kühlem Klima gleicht eine Handbestäubung mit dem Pinsel aus, dass so früh im Jahr oft keine bestäubenden Insekten aktiv sind. Die Früchte wachsen danach den Sommer über; je nach Sorte erstreckt sich die Ernte von Juli bis September. 4

Obstproduzenten unterscheiden außerdem steinhaftende Pfirsiche, englisch clingstone, und steinlösende Pfirsiche, freestone. Diese rein gärtnerische Unterscheidung beschreibt die Haftung des Fruchtfleischs am Stein und besitzt keinen taxonomischen Wert. 5

Kultur und Verwendung

An erster Stelle steht der Obstbau: Die Sommerfrüchte werden frisch gegessen, zu Konfitüre verarbeitet oder eingemacht. Wegen seiner frühen Blüte zählt die RHS den Pfirsich außerdem zu den für Bestäuber nützlichen Bäumen. Zu dieser Jahreszeit blühen nur wenige andere Obstbäume. 4 3

In kühlem Klima, etwa im Vereinigten Königreich, bündelt die Fächererziehung an einer Süd- oder Südwestmauer die für die Reife nötige Wärme. Kompakte Sorten können auch in Kübeln auf einem sonnigen Patio oder im Gewächshaus wachsen. 4

Für den Schnitt gilt eine strenge Regel: im Frühjahr oder Sommer, niemals im Winter. Das vermindert das Infektionsrisiko durch Bleiglanzkrankheit und Bakterienbrand, deren Erreger über Schnittwunden eindringen. Als am häufigsten genannte Krankheit bleibt die durch Taphrina deformans verursachte Kräuselkrankheit mit verformten, blasig aufgewölbten Blättern. 4

PFAF nennt weitere, weniger bekannte Verwendungen: Pfirsichblüten werden als roh oder gekocht essbar beschrieben, etwa im Salat oder als Aufguss. Die Blätter dienen traditionell als zusammenziehendes und schleimlösendes Mittel. 6

Giftigkeit, Tiere und Vorsicht beim Verzehr

Wie bei anderen steinkerntragenden Prunus lautet die zentrale Unterscheidung: Das Fruchtfleisch reifer Früchte ist essbar, der Baum als Ganzes jedoch nicht. Die ASPCA führt den Pfirsich als giftig für Katzen, Hunde und Pferde. 7

Verantwortlich sind cyanogene Glykoside in Trieben, Blättern und besonders im Steinkern. Welkendes Laub erhöht die Gefahr. Nach bedenklicher Aufnahme können ziegelrote Schleimhäute, erweiterte Pupillen, Atemnot und ein Schock auftreten. 7

PFAF bestätigt, dass der Samen im Steinkern hohe Gehalte an Cyanwasserstoff aufweisen kann. Ein bitterer Geschmack muss vor jedem Verzehr warnen. Ein zerstoßener oder zerkauter Steinkern führt zu einer höheren Exposition als eine unversehrte Frucht. 6

Nach Aufnahme großer Mengen an Laub, Zweigen oder zerbrochenen Steinkernen wird keine Hausbehandlung empfohlen. Stattdessen sollte eine Tierarztpraxis oder ein Giftinformationszentrum unter Angabe der betroffenen Tierart beziehungsweise der exponierten Person kontaktiert werden. 7

Sorten, Verwechslungen und verwandte Pflanzen

Gartenkataloge unterscheiden vor allem Fruchttypen und weniger namentlich genannte Kultivare: die Nektarine mit glatter Haut, den Plattpfirsich mit donutförmig abgeflachter Frucht sowie steinhaftende und steinlösende Pfirsiche. Keiner dieser Namen bezeichnet eine von Prunus persica getrennte Art. 5

Am häufigsten wird der Pfirsich mit der Pflaume, Prunus domestica, verwechselt. NC State empfiehlt zur Unterscheidung, die nach innen gebogene Blattspreite und die zwei Drüsen an ihrer Basis zu prüfen. Dieses genaue Merkmal trennt beide Bäume zuverlässiger als ihr allgemeiner Umriss. 5

Der Mandelbaum, Prunus dulcis, besitzt mit dem Pfirsich die Untergattung Amygdalus, ähnliche Frühlingsblüten und einen vergleichbaren Fruchtaufbau gemeinsam. Seine trockene Hülle um eine Mandel unterscheidet ihn jedoch klar vom saftigen Fruchtfleisch des Pfirsichs. 1

Beim Kauf eines Jungbaums sind botanischer Name, Unterlage, Wuchskraft und Blühzeit die hilfreichen Angaben. Bei einem bereits gepflanzten Baum geben dagegen Blattdrüsen und Steinkernform die zuverlässigsten Hinweise zur Bestimmung. An der Frucht selbst trennt ein letztes Merkmal die beiden Handelstypen: Bei freestone löst sich das Fruchtfleisch leicht vom Stein, während es bei clingstone daran haftet. 3 5

Hauptquellen

Häufig gestellte Fragen

Stammt der Pfirsich aus Persien?

Nein. POWO und PFAF verorten den botanischen Ursprung in Nordwestchina. Das Artepitheton persica erinnert lediglich an den Verbreitungsweg über Persien nach Europa.

Ist die Nektarine eine andere Art als der Pfirsich?

Nein. Die Nektarine gehört ebenfalls zu Prunus persica. Nach NC State entsteht ihre glatte Haut durch eine rezessive Mutation eines einzigen Gens und nicht durch eine Kreuzung.

Ist der Pfirsich für Katzen und Hunde giftig?

Ja, wenn man die gesamte Pflanze betrachtet. Die ASPCA stuft den Pfirsich wegen cyanogener Glykoside in Trieben, Blättern und Steinkernen als giftig für Katzen, Hunde und Pferde ein.

Wann sollte man einen Pfirsich schneiden?

Nur im Frühjahr oder Sommer. Die RHS rät von jedem Winterschnitt ab, da er das Risiko für Bakterienbrand und Bleiglanzkrankheit erhöht.

Warum kräuseln und röten sich die Pfirsichblätter im Frühjahr?

Das ist das häufigste Anzeichen der Kräuselkrankheit, die vom Pilz Taphrina deformans verursacht und von der RHS oft genannt wird.

Kann man den Pfirsich mit Pflaume oder Mandel verwechseln?

Ja. NC State weist auf Verwechslungen mit Prunus domestica, der Pflaume, hin. Der Mandelbaum, Prunus dulcis, gehört zur selben Untergattung Amygdalus, bildet aber eine trockene Hülle um eine Mandel.

Lässt sich ein Pfirsich im Kübel halten?

Nach RHS ist das bei kompakten Sorten auf einem sonnigen Patio oder im Gewächshaus möglich, wenn regelmäßig umgetopft und zuverlässig gegossen wird.

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Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.