Lawsons Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana, (A.Murray bis) Oerst. 1864)

Lawsons Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana) ist eine große, immergrüne Konifere aus der Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae). Sie stammt aus dem südwestlichen Oregon und dem nordwestlichen Kalifornien und ist auch als Port Orford cedar bekannt. Seit ihrer Einführung in Europa 1854 entstanden mehrere Hundert Ziersorten, während ihre Wildbestände weiterhin durch einen Erreger an den Wurzeln bedroht sind.

Weiterlesen
Wissenschaftlicher NameChamaecyparis lawsoniana
GattungChamaecyparis
OrdnungCupressales

Lawsons Scheinzypresse, Port Orford cedar und Lawson's cypress

Identität
Toxizität
Ungiftig : Menschen, darunter Kinder, Katzen, Hunde und Tiere · Unbekannt : Pferde
Pflegeaufwand
Niedrig
Pflanzenart
Baum · Nadelbaum
Blattart
Immergrün
Lebensdauer
Mehrjährig
Herkunft
Vereinigte Staaten
Lebensraum
Feuchte Täler und Auwälder bis 1500 m, örtlich 1700 m; weltweit in Hecken, Parks und Gärten gemäßigter Zonen
Jahresverlauf
Blütezeit
Frühling
Erntezeit
Herbst
Wachstum
Ruhephase
Keine Ruhephase
Wuchsgeschwindigkeit
4/10
Reifezeit
Ausgewachsener Wuchs in 20 bis 30 Jahren; regelmäßig Zapfen nach etwa 15 Jahren
Vermehrung
Aussaat, Steckling, Transplantation
Klima & Wasser
Temperatur
Winterhärte
Windverträglichkeit
Gering; besonders junge Pflanzen brauchen Windschutz
Luftfeuchtigkeit
50–80 %
Wasserbedarf
Sehr wenig
Wenig
Mittel
Hoch
Sehr hoch
Trockenheitsverträglichkeit
Nein
Boden
Boden-pH-Wert
Bodenarten
Entwässerter Boden, Feuchter Boden
Salzhaltiger Boden
Wird nicht vertragen
Licht & Standort
Lichtverhältnisse

Volle Sonne

Volle Sonne; leichter Halbschatten wird vertragen
Außenbereich
Feldhecke, Gartenbeet, Offener Boden
Erscheinungsbild
Höhe1200–5000 cmBreite300–1200 cm
Blätter
GrünBlau
Lawsons Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana): Herkunft und Verwendung — blätter 1
Lawsons Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana): Herkunft und Verwendung — blätter 2
Lawsons Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana): Herkunft und Verwendung — blätter 3
Lawsons Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana): Herkunft und Verwendung — blätter 4
Lawsons Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana): Herkunft und Verwendung — blätter 5
Blüten
Rot
Lawsons Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana): Herkunft und Verwendung — blüten 1
Lawsons Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana): Herkunft und Verwendung — blüten 2
Lawsons Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana): Herkunft und Verwendung — blüten 3
Lawsons Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana): Herkunft und Verwendung — blüten 4
Lawsons Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana): Herkunft und Verwendung — blüten 5
Früchte
GrünBraunGröße0.7–1.4 cm
Lawsons Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana): Herkunft und Verwendung — früchte 1
Lawsons Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana): Herkunft und Verwendung — früchte 2
Lawsons Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana): Herkunft und Verwendung — früchte 3
Lawsons Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana): Herkunft und Verwendung — früchte 4
Lawsons Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana): Herkunft und Verwendung — früchte 5
Wuchsform
Lawsons Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana): Herkunft und Verwendung — wuchsform 1
Lawsons Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana): Herkunft und Verwendung — wuchsform 2
Lawsons Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana): Herkunft und Verwendung — wuchsform 3
Lawsons Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana): Herkunft und Verwendung — wuchsform 4
Lawsons Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana): Herkunft und Verwendung — wuchsform 5
Rinde
Braun
Lawsons Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana): Herkunft und Verwendung — rinde 1
Lawsons Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana): Herkunft und Verwendung — rinde 2
Lawsons Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana): Herkunft und Verwendung — rinde 3
Lawsons Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana): Herkunft und Verwendung — rinde 4
Lawsons Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana): Herkunft und Verwendung — rinde 5

Weltweite Verbreitung

Das natürliche Areal von Chamaecyparis lawsoniana beschränkt sich auf feuchte Täler der Klamath Mountains im südwestlichen Oregon und nordwestlichen Kalifornien. Die Baumschule Lawson & Son aus Edinburgh führte den Baum 1854 in Europa ein. Später wurde Lawsons Scheinzypresse zu einer der häufigsten Hecken- und Parkkoniferen der gemäßigten Zonen; diese Kulturvorkommen sind von den räumlich begrenzten Wildbeständen zu unterscheiden.

  • Heimisch1
  • Vereinigte Staaten

Sechsecke: Regionen, in denen die Pflanze vorkommt. Grüne Punkte: natürliches Verbreitungsgebiet.1

Identität

Lawsons Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana (A.Murray bis) Oerst., 1864), auch Port Orford cedar oder Lawson's cypress genannt, ist eine große, immergrüne Konifere der Zypressengewächse (Cupressaceae). Andrew Murray beschrieb sie 1855 erstmals als Cupressus lawsoniana. Im Jahr 1864 wurde die Art in die Gattung Chamaecyparis gestellt; daraus erklärt sich das heutige Autorenzitat im vollständigen wissenschaftlichen Namen. 1 2

Das Artepitheton ehrt die Baumschule Lawson & Son aus Edinburgh. Sie finanzierte die Samensammlung in Oregon und führte den Baum bereits 1854 in Kultur ein. Der in den USA bevorzugte Name Port Orford cedar bezeichnet denselben Baum wie die europäischen Namen: Es handelt sich um regionale Bezeichnungen eines einzigen wissenschaftlich benannten Taxons. 3

Erkennung

Für die Bestimmung ist das Laub verlässlicher als die Silhouette, die anderen Heckenkoniferen stark ähnelt. Flache, biegsame Zweige tragen 3 bis 5 mm lange Schuppenblätter in gefiedert wirkenden Fächern, oft mit blaugrünem Reif. Zerrieben riechen sie stechend nach Petersilie; Thuja plicata duftet dagegen milder. Auch das Wachstum hilft: Vom Sämling bis zur ausgewachsenen Form vergehen 20 bis 50 Jahre, während eine für dieselbe Hecke gepflanzte Leyland-Zypresse nur wenige Jahre benötigt. 5 2

Wild wachsende Bäume erreichen gewöhnlich 50 m, mit einem gemessenen Rekord von 81 m in Kalifornien. Als Parksolitär überschreiten sie nach mehreren Jahrzehnten selten 25 m. Die zunächst silbergraue Rinde wird im Alter rotbraun und faserig. Am Stammfuß sehr alter Bäume kann sie 15 bis 25 cm dick sein, gegenüber 1 bis 2 cm bei Bäumen unter hundert Jahren. 5

Männliche Zapfen sind im Frühjahr dunkelrot und werden nach der Pollenfreisetzung braun. Die kugeligen, grünen weiblichen Zapfen messen 7 bis 14 mm. Sie bräunen im Herbst, sechs bis sieben Monate nach der Bestäubung. 5

Nützliche Taxonomie

Erstmals veröffentlicht wurde die Art 1855 als Cupressus lawsoniana A.Murray bis. Der heute akzeptierte Name Chamaecyparis lawsoniana (A.Murray bis) Oerst. beruht auf der Kombination von 1864. In älterer Literatur finden sich weitere Namen:

  • Chamaecyparis lawsonii Parl., eine abweichende Schreibweise des Artepithetons;
  • Retinispora lawsoniana (A.Murray bis) A.V.Bobrov & Melikyan, eine frühere Zuordnung zu einer anderen Gattung.

Der letzte Name erinnert an die Gartenbaupraxis des 19. Jahrhunderts, manche Zypressen in die heute aufgegebene Gattung Retinispora zu stellen. Plants of the World Online erkennt in Chamaecyparis nur fünf Arten an, während die verwandte Gattung Cupressus deutlich artenreicher ist. Verwechslungen von Chamaecyparis lawsoniana mit einer Art derselben Gattung bleiben daher selten. 1 6

Lebensraum und Verbreitung

Im südwestlichen Oregon und nordwestlichen Kalifornien liegt das begrenzte natürliche Areal. Die Art wächst in feuchten Tälern der Klamath Mountains, häufig an Gewässern und bis etwa 1500 m Höhe, örtlich bis 1700 m in den Siskiyou Mountains. 2 5

Vor wiederkehrenden Bränden schützt die dicke Rinde, und auf gestörten Böden verjüngt sich die Art gut. Sie benötigt jedoch gleichmäßige Bodenfeuchte: Längere Trockenheit schwächt die Wurzelabwehr und begünstigt Phytophthora lateralis. Ein alter Bestand bei Coos Bay in Oregon wurde 1867 bis 1868 durch Holzeinschlag und Feuer zerstört und 1936 erneut durch Feuer und eine Wurzelkrankheit geschädigt. 3

Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft die Art wegen des fortschreitenden Rückgangs ihrer Wildbestände durch einen eingeschleppten Erreger als potenziell gefährdet ein. Außerhalb des natürlichen Areals dient Lawsons Scheinzypresse vor allem als Zierbaum in Europa, Nordamerika und Ostasien. 7

Lebenszyklus und Vermehrung

Jeder Baum trägt als einhäusige Art getrennte männliche und weibliche Zapfen an denselben Zweigen. Die Windbestäubung erfolgt im Frühjahr. Weibliche Zapfen reifen innerhalb von sechs bis sieben Monaten von Grün zu Violettbraun und entlassen dann je Schuppe 2 bis 4 geflügelte Samen. 5

Baumschulen vermehren die Wildart durch Aussaat nach einer kurzen Kaltstratifizierung, die das Auflaufen verbessert. Sorten, die wegen ihrer Laubfarbe oder Wuchsform ausgewählt wurden, werden ausschließlich durch Stecklinge oder Veredelung vermehrt. Nur so bleiben die Eigenschaften des Klons erhalten. 2

Mehrere Jahrhunderte kann der Baum in seinem natürlichen Areal leben. Ein in Oregon gefälltes Exemplar besaß 418 Jahresringe, bei einem anderen, noch stehenden Baum wurden 1755 ermittelt. Diese Lebensspannen übertreffen die europäischer Schnitthecken bei Weitem, denn solche Hecken werden fast immer lange vor der biologischen Reife erneuert. 5

Nutzen und Risiken

Leichtes, dennoch widerstandsfähiges Holz, das selbst bei langer Einwirkung von Meerwasser nicht fault, trug bis in die 1950er-Jahre die Forstwirtschaft Oregons. Die feine Maserung wird im Instrumentenbau für Gitarrendecken geschätzt. Zusammen mit dem nach Ingwer duftenden, insektenabweisenden Öl machte sie das Holz auch zu einem begehrten Exportgut für Särge, Schreine und Tempel in Japan. 5

Gärtnerisch dient die Art hauptsächlich als Heckenkonifere oder Parksolitär in voller Sonne auf feuchtem, gut durchlässigem Boden. Dieser Standort unterscheidet sich vom trockenen, mageren Boden einer Lavandeleinfassung. Das Hauptrisiko ist eine Krankheit, während Giftigkeit für Tiere und Menschen nicht dokumentiert ist: Der in den 1950er-Jahren versehentlich eingeschleppte Oomycet Phytophthora lateralis verursacht oft tödliche Wurzelfäule. Er verbreitet sich über Wasser und über Erde an Reifen und Schuhen. 3 5

Sorten, Verwechslungen und verwandte Pflanzen

Mehrere Hundert Sorten unterscheiden sich in Wuchsform, Wachstum und Laubfarbe. Ellwoodii und Ellwood's Gold bilden schmale graue oder goldene Säulen. Pembury Blue trägt kräftig blaugraues Laub an einer breiten Kegelform. Die säulenförmige Golden Wonder kann über 20 m erreichen; Green Globe bleibt eine rundliche Zwergform unter einem Meter für kleine Gärten. 2

Verwechslungen betreffen häufig andere Koniferen mit Schuppenlaub:

  • Thuja plicata, mit dünner, faseriger Rinde und breiterem Laub, das zerrieben weniger stechend riecht;
  • Calocedrus decurrens, mit dicker orangebrauner Rinde und Laub in gröberen flächigen Gruppen;
  • Cupressus nootkatensis, wegen ähnlicher Holzeigenschaften lange auf dem Holzmarkt verwechselt.

Zerriebenes Laub liefert eine sicherere Unterscheidung als ein kurzer Blick auf Rinde oder Wuchsform. Der stechende, an Petersilie erinnernde Geruch von Lawsons Scheinzypresse findet sich bei diesen drei ähnlichen Arten nicht in genau derselben Form. 5

Hauptquellen

Häufig gestellte Fragen

Ist Lawsons Scheinzypresse für Katzen oder Hunde giftig?

Für Katzen, Hunde und Menschen ist bei dieser Art keine Giftigkeit dokumentiert. Bei Pferden bleibt der Status mangels veröffentlichter artspezifischer Daten unklar.

Warum wird eine Hecke aus Lawsons Scheinzypresse stellenweise braun?

Die häufigste Ursache ist eine Infektion mit Phytophthora lateralis. Dieser Oomycet verursacht eine oft tödliche Wurzelfäule und verbreitet sich über Wasser sowie Erde an Werkzeugen, Stiefeln oder Reifen.

Wie unterscheidet man Lawsons Scheinzypresse von einem Lebensbaum?

Am zuverlässigsten ist der Geruch zerriebenen Laubs: Bei Chamaecyparis lawsoniana ist er stechend und erinnert an Petersilie, bei Thuja plicata ist er milder. Die Rinde des Lebensbaums ist außerdem dünner und weniger faserig als die einer alten Lawsons Scheinzypresse.

Warum heißt die Art in den USA Port Orford cedar?

Es sind regionale Namen derselben Art. Der amerikanische Name erinnert an den Hafen in Oregon, bei dem sie dokumentiert wurde. Der europäische Name ehrt die Baumschule Lawson & Son, die sie 1854 in Kultur einführte.

Sind die Wildbestände von Lawsons Scheinzypresse bedroht?

Die IUCN stuft sie als potenziell gefährdet ein. Ihre von Natur aus auf das südwestliche Oregon und nordwestliche Kalifornien begrenzten Wildbestände gehen durch Phytophthora lateralis zurück. Der Erreger wurde in den 1950er-Jahren versehentlich eingeschleppt.

Wie groß wird eine ausgewachsene Lawsons Scheinzypresse?

In der Natur überschreitet der Baum häufig 50 m; in Kalifornien wurde ein Rekord von 81 m gemessen. Als Parksolitär oder geschnittene Hecke bleibt er fast immer deutlich kleiner und erreicht nach mehreren Jahrzehnten etwa 12 bis 25 m.

Eignet sich Lawsons Scheinzypresse für kleine Gärten?

Ja, sofern eine passende Sorte gewählt wird. Green Globe bleibt eine Zwergform unter einem Meter, während Ellwoodii und Fletcheri kompakte Säulen bilden, die viel kleiner bleiben als die Wildart.

Ähnliche Pflanzen

Bei Fragen zur Giftigkeit einer Pflanze helfen eine botanische oder tierärztliche Beratung weiter.